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News-Archiv (bis Februar 2017)

Bahnhofsuhr kehrt an alten Platz zurück

Geschrieben von H. Vollmer am 2013-06-07
Gemeinde Holdorf übergibt das Schmuckstück an neuen Eigentümer Nils Bogdol

Im Holdorfer Bahnhof bricht eine neue Zeit an: Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug (links) bei der Übergabe der Bahnhofsuhr an Nils Bogdol (2. von rechts). (Foto: Gemeinde Holdorf)


Im Rahmen der Eröffnung des sanierten Holdorfer Bahnhofs hat die Gemeinde Holdorf die restaurierte Bahnhofsuhr wieder an ihren angestammten Platz zurückgebracht. Das gab die Gemeinde bekannt.

Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug übergab im Beisein des Holdorfer Rates die Uhr an den neuen Eigentümer des Bahnhofs, Nils Bogdol. „Diese historische Uhr ist das beste Symbol dafür, dass für den Holdorfer Bahnhof nun eine neue Zeit angebrochen ist.“ Und dass diese neue Zeit eine gute sein werde, dessen sei sich die Gemeinde sicher. „Herrn Bogdol gebührt der Dank der ganzen Gemeinde Holdorf, dass er den Bahnhof wieder zu der Schönheit verholfen hat, die er früher einmal besaß“, erklärte Krug. Ab sofort werde nur noch positiv über den Holdorfer Bahnhof gesprochen werden. Alle könnten wieder voller Stolz auf dieses Wahrzeichen von Holdorf sein.

Augenzwinkernd erklärte der Bürgermeister aber auch, dass die Bahnhofsuhr lediglich eine Dauerleihgabe und kein Geschenk der Gemeinde darstellt. Sie werde von der Gemeinde so lange ausgeliehen, wie der Bahnhof sich in einem guten Zustand befinde. „Sollte also irgendwann einmal der Bahnhof erneut in einen Dornröschenschlaf fallen, dann ist die Uhr an die Gemeinde zurückzugeben.“



Neues Stück startet im Oktober

Geschrieben von H. Vollmer am 2013-06-06
„Twee Kirls speelt Dame“ heißt der Dreiakter der Plattschnackers

Der neue Vorstand der Holdruper Plattschnackers: Bernd Kenkel und Katrin Thöle (vorn, sitzend). Maria Haverkamp, Sandra Giere, Martina gr. Schlarmann, Maria Brüggemann, Christiane gr. Schlarmann, Julia Moormann und Silvia Lüpke-Narberhaus (hintere Reihe von links). (Foto: Vollmer)


Eine positive Bilanz hat der Vorstand der „Holdruper Plattschnackers“ jetzt während der Generalversammlung gezogen. In der Bauernschänke Bocklage zeigte sich der in seinem Amt bestätigte Vorsitzende Bernd Kenkel mit der vergangenen Theatersaison und den Vereinsaktivitäten zufrieden.

Gleichzeitig stellten die beiden wiedergewählten Regisseurinnen Maria Haverkamp und Christiane gr. Schlarmann das für die neue Spielzeit ausgewählte Stück „Twee Kirls speelt Dame“ vor.

Die Vorstandswahlen erbrachten kleine Veränderungen in der Besetzung. Die langjährige Schriftführerin Heike Weddehage kandidierte nicht wieder. In dieses Amt wählten die Mitglieder Archivarin Julia Moormann. Deren Aufgabe übernimmt jetzt Sandra Giere. Zweite Vorsitzende Katrin Thöle, Kassiererin Silvia Lüpke- Narberhaus, zweite Schriftführerin Maria Brüggemann, sowie Archivarin Martina gr. Schlarmann wurden in ihren Ämtern bestätigt. Als Kassenprüfer rückt Werner Völkerding für Dirk gr. Schlarmann nach.

Mit Hendrik Echtermann, Ansgar Hugenberg und Antonia Nobbe stehen bei der Premiere des Schwanks „Twee Kirls speelt Dame“ am 11. Oktober (Freitag) drei neue Akteure auf der Bühne im Saal der Bauernschänke Bocklage. Der witzige Dreiakter aus der Feder von Wilfried Reinehr wird insgesamt siebenmal zur Aufführung kommen.



Der Mann für alle Fälle am Gleis

Geschrieben von OV am 2013-06-05
Bahn-Pensionär reist heute gern mit Zug

Arbeitsplatz im Schrumpf-Format: Der Holdorfer Bahnhof war unter anderem Walter Dambachs Arbeitsplatz. Schön findet der 76-Jährige, dass der Bahnhof saniert wurde. (Foto: Vollmer)


Weichen stellen oder Fahrkarten verkaufen – Walter Dambach hat als Eisenbahner am Bahnhof Holdorf so gut wie alles gemacht. Nur Lok ist er nie gefahren.

Walter Dambach hat lange nicht geglaubt, dass sich der Holdorfer Bahnhof noch mal mit Leben füllt. „Ich habe neidisch nach Neuenkirchen und Lohne geschaut“, sagt der ehemalige Bundesbahnhauptsekretär. In beiden Orten werden die Bahnhöfe schon seit Jahren als Kulturbahnhof beziehungsweise als Ausstellungs- und Verkaufsraum für Musikinstrumente genutzt. Dennoch hat sich Dambach rund fünf Jahre im Arbeitskreis Bahnhof für den Erhalt des denkmalgeschützten Bauwerks in Holdorf eingesetzt: „Ich ließ mich von den anderen mitreißen.“ Die anderen, das sind die ehemaligen Bahner Paul Krampe, Reiner Deters und Bernhard Schonhöft.

Am Tag der offenen Tür des frisch renovierten Bahnhofs (OV berichtete) am vergangenen Samstag schlüpfte Pensionär Dambach zur Feier des Tages in sein ausrangiertes Dienstjacket, setzt sich seine rote Schirmmütze auf und nahm die Bahnkelle in die Hand.

Anfang der 60er Jahre kam der heute 76-Jährige nach Holdorf. „Ich bin hier heimisch geworden.“ Mit 20 Jahren hatte der gebürtige Schlesier den Entschluss gefasst, zur Bahn zu gehen. Seine erste Station: die Bahnmeisterei in Bramsche. „Wir wurden als Allround-Eisenbahner ausgebildet“, sagt er.

Fahrkartenausgabe, die Hebel im Stellwerk mit Muskelkraft umlegen, die Signale für die An- und Abfahrt geben – all das und noch viel mehr hat Dambach gemacht. In Holdorf. Ebenso in Steinfeld und Nellinghof. Dann ging es für ihn beruflich nach Osnabrück. 13 Jahre arbeitet er vor der Pensionierung dort.

Der Lebensmittelpunkt von ihm, seiner Frau und den drei Kindern aber blieb Holdorf. In seinem Garten hält er sich gerne auf.Und auch privat kann er sich für die Eisenbahn begeistern – in Miniaturformat. Seine Kinder und Enkel hat er mit seinem Faible für Modelleisenbahnen allerdings nicht angesteckt. Jetzt setzt er auf seine Urenkel.

Viele Menschen habe er während seiner Arbeit auf den Bahnhöfen kennengelernt. Heute geht es ihm ähnlich – allerdings ohne zu arbeiten. Denn er und seine Frau reisen gerne mit dem Zug. Dürfte er noch mal einen Beruf wählen, Walter Dambach würde wieder zur Kelle greifen: „Ich war gern Eisenbahner. Ich würde es heute wieder machen.“



Den Bahnübergang für Autos sperren

Geschrieben von OV am 2013-06-04
Anrainer der Mühlenbachstraße fordern in Brief an Holdorfs Bürgermeister Taten nach schwerem Bahnunfall

Den Bahnübergang dichtmachen: Dafür sind nicht nur die Initiatorinnen der Unterschriftenaktion, Linda Goj (links) und Kim Rottinghaus. Ihr Vorschlag: Leitplanken als Sperren. (Foto: Köhne)


Knapp 70 Unterschriften sind der Beweis. Die Anwohner der Mühlenbachstraße möchten, dass der unbeschrankte Bahnübergang vor ihrer Haustür geschlossen wird.

Der unbeschrankte Bahnübergang an der Mühlenbachstraße in Holdorf ist vielen Anwohnern einfach zu gefährlich. Knapp 70 Anrainer haben jetzt Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug einen Brief geschrieben. Sie wünschen sich, dass der Bahnübergang geschlossen wird. Erst am 14. Mai hatte sich an diesem Bahnübergang ein schwerer Unfall ereignet. Ein Pkw war mit einem Zug der Nordwest-Bahn zusammengestoßen. Die beiden Insassinnen des Wagens wurden dabei lebensgefährlich und schwer verletzt. Der Lokführer erlitt einen Schock. Schon am Abend des Unfalls wurden erste Stimmen laut, die forderten, den Bahnübergang zu schließen.

Kim Rottinghaus und Linda Goj sind die Initiatorinnen, der Unterschriftenaktion für die Schließung des Bahnübergangs. Ihr Argument für die Schließung: „Das wäre die kostengünstigste Lösung.“ Dabei schwebt Rottinghaus vor, mit Hilfe von Leitplanken die Durchfahrt für Wagen zu versperren. Gleichzeitig sollen Fahrradfahrer gezwungen werden abzusteigen. Für sie und Fußgänger soll der Übergang jedoch offen bleiben. „Wir als Anwohner fahren schon lange nicht mehr über den Bahnübergang“, sagt Rottinghaus. Es sei einfach viel zu gefährlich. Sie nehme lieber die Umwege über die Dammer Straße oder die Industriestraße mit ihren gesicherten Bahnübergängen in Kauf.

Holdorfs Bürgermeister hat angekündigt, die Bürger, die den Brief unterschrieben haben, am 10. Juni zum Gespräch ins Rathaus einzuladen. Er will mit ihnen diskutieren. Er sei allerdings nach wie vor dagegen, den Bahnübergang komplett zu schließen. Er befürchtet, dass sich dies nachteilig auf die Verkehrssituation in Holdorf auswirken würde. Außerdem würde es die geplante weitere Wohnbauentwicklung im Bereich Mühlenbachstraße beeinträchtigen.

Eine Alternative zur Schließung wäre die Sicherung des Bahnübergangs durch eine Halbschranke. Die gibt es für die Gemeinde nicht kostenlos. Sie muss sich mit der Bahn und dem Bund die Kosten teilen.

Diese Investition verlangen die Anwohner wie Rottinghaus und Goj nicht. Sie wären schon mit einer kostengünstigen Behelfsmaßnahme zufrieden. Auch die würde ihr Nervenkostüm schonen. Denn jedes Mal, wenn die Nordwest-Bahn nicht ihr gewohntes Signal ausstößt, sondern langgezogen schrillt, halten sie inne. „Man hofft, dass kein lauter Knall folgt“, sagt Goj, deren Mann beim jüngsten Unfall Ersthelfer war.

Dass die Politik nach dem Unfall nicht das Gespräch und eine Lösung mit den Anwohnern gesucht hat, sondern lediglich auf den Planungsausschuss am 17. Juni verwiesen hat, verstehen Rottinghaus und Goj nicht. Dass jetzt ein Gespräch stattfinden soll, finden sie gut.





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