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News Archiv

Nach 20 Jahren wieder ein Schmuckstück

Geschrieben von H. Vollmer / www.ov-online.de am 2013-06-03
Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, sich im frisch renovierten Holdorfer Bahnhof umzuschauen Über zwei Jahrzehnte stand das Gebäude leer. Seit kurzem ist es als Firmensitz wiederbelebt. Am Samstag war die Bevölkerung eingeladen.

Schmuckstück: In neuem Glanz zeigt sich das Bahnhofsgebäude Holdorf, das vom Unternehmen Ray-Group saniert wurde und als Firmensitz genutzt wird. (Fotos: Vollmer)


Das Gerüst ist weg. Freier Blick auf das frisch gestrichene Bahnhofsgebäude aus dem Jahr 1899. Nach fast 20 Jahren Leerstand und Verfall ist der alte Bahnhof in Holdorf heute wieder ein Schmuckstück. Die äußere Verwandlung unter Ingenieur und Bauleiter Albert Tegenkamp aus Vechta konnten die Holdorfer täglich beobachten. Doch was Bauherr Nils Bogdol aus dem Inneren gemacht hat, sahen sie bisher nicht. Am Tag der offenen Tür nutzten viele die Möglichkeit durch den renovierten Bau, der unter Denkmalschutz steht, geführt zu werden.

Seit ein paar Wochen ist der Bahnhof Firmenzentrale von Bogdols Unternehmen, der im Gebäudemanagement tätigen Ray-Group. Rund eine Million Euro hat Bogdol investiert. Auch ins alte Stellwerk durften die Besucher. Es wird heute als Konferenz- und Schulungsraum genutzt. Am Samstag zeigten dort die Modellbauer und Eisenbahnfreunde, wie der Bahnhof und das Gelände drumherum einmal aussahen und genutzt wurden. „Ich finde die Sanierung und gewerbliche Nutzung des Bahnhofs ganz toll. Auch die Ausstellung, weil ich als Schülerin hier auf den Zug gewartet habe, um nach Lohne zur Handelsschule zu fahren“, zeigt sich die Ihorsterin Margitt Rust begeistert. „Es ist ein einmaliger Glücksfall, dass sich so ein Käufer gefunden hat, der den Bahnhof wieder hergerichtet hat“, stimmt der Holdorfer Josef Hackmann zu.

Im Inneren des Bahnhofs fiel der Blick dann gleich auf den geschwungenen Tresen und die modernen Leuchten. Weniger beachtet und mit Füßen getreten, die Bodenfliesen. Standard gelb-braun. „Die sehen immer schmuddelig aus“, so Bogdol. Als der den Bahnhof erwarb hatte er schon viel von ihnen gehört. Denn der Denkmalschutz legte großen Wert, dass sie erhalten blieben. Als er den Bahnhof kaufte sei der Boden zu dreckig gewesen, um etwas zu erkennen, und dann seien sofort die Baubretter darüber gelegt worden. Ein schicker Mosaikboden ist der Belag nicht, der mit gleichen Fliesen aus anderen Bahnhöfen ergänzt wurde. „Aber pflegeleicht“, sagt Bogdol. Bei so vielen Besuchern gar nicht schlecht.



Marienstift übernimmt Essensversorgung

Geschrieben von H. Vollmer am 2013-06-01
Bis zur Fertigstellung der neuen Mensa in Holdorf gibt es eine mobile Mittags-Ausgabestation für Grundschüler / Im Monat fallen in der Übergangszeit Kosten in Höhe von 1000 Euro pro Monat an.

Bis die neue Mensa in Holdorf fertig ist, wird die Küche des St. Marienstifts Dammer Berge nicht nur die Grundschüler in Handorf-Langenberg, sondern auch die in Holdorf mit Essen versorgen. Diesen Beschluss fassten die Mitglieder des Schulausschusses in der jüngsten Sitzung. Die Kosten belaufen sich dafür pro Monat auf etwa 1000 Euro, teilte Hauptamtsleiter Heiner Themannmit.

Zudem soll für die Übergangszeit eine mobile Essensausgabestation für Holdorfs Grundschüler zur Verfügung gestellt werden. „Es ist ein Pilotversuch“, erklärte Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug. Er appellierte an die Beteiligten, bei Schwierigkeiten darüber in den entsprechenden Gremien zu sprechen, um Optimierungen in die Wege zu leiten.

Außerdem sollen die Kosten für das Ausgabepersonal in der Oberschule an die Versorgung von zwei Jahrgängen angepasst werden, da sich die Schülerzahl verdoppelt hat.

Im Obergeschoss der zweistöckigen Mensa soll künftig die Lehrküche der Oberschule untergebracht werden. Der jetzt dafür genutzte Raum soll der Schulverwaltung und dem Lehrpersonal zur Verfügung stehen, teilte Krug mit. Der Kochbereich der neuen Lehrküche soll nicht wie bisher geplant an den Wänden installiert werden, sondern in Kreuzform mittig im Raum vier Herdstellen erhalten, stellte Krug die Planungen für das Obergeschoss vor. Zudem werde es im Flurbereich Tische und Stühle sowie einen Ruheraum geben. Der Kostenrahmen werde trotz Umplanungen bei 2,2 Millionen Euro bleiben.

Dem Antrag der Oberschule, für die zusätzlichen Aktivitäten im Rahmen der Ganztagsbetreuung einen Platz für junge Menschen, die ein Freiwilliges soziales Jahr (FSJ) absolvieren wollen, einzurichten wurde an die Fraktionen verwiesen. Die Gemeinde als Schulträger müsste insgesamt mit einem Betrag in Höhe von 9000 Euro rechnen.



Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A

Geschrieben von Gemeinde Holdorf am 2013-05-31


Holdorfer fürchten sinkenden Grundwasserspiegel

Geschrieben von OV am 2013-05-30
Live aus dem Rathaus: Rund 60 Bürger verfolgen Diskussion um Antrag des Wasserverbandes

Mit Protesttransparenten kamen die Holdorfer im Mai 2011 zum Holdorfer Rathaus. Gestern beschränkten sich die rund 60 Bürger auf Applaus oder Buhrufe. Denn wie vor zwei Jahren ging es um den Antrag des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV), künftig mehr Wasser im Wasserwerk Fladderlohausen zu fördern.

Der Antrag liegt längst wie die 1500 Einwände der Holdorfer dem Landkreis als Genehmigungsbehörde zur Prüfung auf dem Tisch. Ende des Jahres will sie eine Entscheidung treffen. Wirklich Neues gab es gestern bei der Diskussion und Live-Sendung von „Nordwestradio unterwegs“ nicht. Doch es war eine gute Gelegenheit für die Holdorfer, noch einmal ihre geschlossene Ablehnung des OOWV-Antrags zu demonstrieren. Sie fürchten, dass der Grundwasserspiegel immer weiter absinkt. Egon Harms erläuterte die Position des Wasserverbandes. Er traf dabei als Widerpart auf Franz Greve von der Interessengemeinschaft (IGUVW).

Die zieht vor Gericht, weil der OOWV ihr nur eingeschränkt Dateneinsicht gewährt hat (OV berichtete). Digitale Daten seien der IGUVW vorenthalten worden, so Greve. Harms hingegen argumentierte, digitale Daten gehörten in die Hände von Fachleuten. Man sei jederzeit bereit gewesen die Daten an den IGUVW-Gutachter auszuhändigen, der sie gemeinsam mit dem OOWV-Gutachter hätte einsehen können.

Den wirtschaftlichen Boom im Landkreis Vechta nannte Harms als Hauptgrund für den steigenden Wasserbedarf. „Muss denn das kleine Holdorf ganz allein für die Wasserversorgung herhalten? Die Grenzen der Solidarität sind längst erreicht“, sagte Krug unter Applaus. Mathias Eberle vom niedersächsischen Umweltministerium nannte es vorbildlich, dass der Landkreis einen dritten Gutachter eingeschaltet hat.





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