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News Archiv

Nordwestbahn schleift Pkw mit

Geschrieben von OV am 2013-05-15
Feuerwehr befreit Lohnerinnen aus Wrack am Bahnübergang Mühlenbachstraße in Holdorf

Von Feuerwehrkräften umringt: Das Auto mit den beiden Lohnerinnen wurde nach dem Zusammenstoß am Bahnübergang in Holdorf von der Nordwestbahn mitgeschleift, bevor sie zum Stehen kam. Die Rettungskräfte befreiten die Unfallopfer aus dem Autowrack. (Foto: Köhne)


Horrorunfall an der Mühlenbachstraße in Holdorf. Kurz vor 19 Uhr erfasste dort gestern am unbeschrankten Bahnübergang die Nordwestbahn ein Auto. Die Bahn schleifte den Wagen etliche Meter mit. Die 61-jährige Fahrerin aus Lohne wurde schwerstverletzt, so die Polizei. Sie wurde mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.

Ihre 33-jährige Beifahrerin, auch aus Lohne, wurde schwer verletzt und mit dem Rettungswagen nach Osnabrück gefahren. Die Feuerwehr Holdorf hatte die beiden Frauen aus dem Wrack befreien müssen. Im Einsatz war auch der Malteser Hilfsdienst mit mehreren Fahrzeugen sowie das Kriseninterventionsteam (Kit). Vermutlich hat auch der Lokführer einen Schock erlitten. Bestätigen konnte das die Polizei gestern zwar nicht. Sie ging jedoch davon aus, da auch ein Notfallmanager der Nordwestbahn vor Ort war. Für die Bahnreisenden, die in Richtung Osnabrück unterwegs waren, wurde ein Ersatzbus organisiert.

Bis der eintraf, verfolgten sie ebenso geschockt wie die Anwohner die Bergungsversuche der Retter. Zwei Mütter mit kleinen Kindern auf den Armen waren der Ansicht, der Bahnübergang gehöre ganz dicht gemacht. „Hier ist schon so viel passiert“, sagte eine der Frauen. „Die Schwellen wurden abmontiert, die wären besser dran geblieben“, so ein Anwohner.

Der Landkreis und die Deutsche Bahn AG hatten 2012 gegen die Rüttelschwellen Bedenken geäußert. Sie seien sicherheitsgefährdend. Die Gemeinde sah die Schwellen als Gefahrenhinweis, montierte sie aber ab.

Die Bahnstrecke blieb bis in den späten Abend gesperrt.



Jugendfeuerwehr bestätigt Florens Herkenhoff als Sprecher

Geschrieben von OV am 2013-05-14
Neuwahlen bei der Generalversammlung des Holdorfer Nachwuchses / Felix Meyer zum Stellvertreter gewählt

Sie halten die Fahne hoch: Die gewählten Amtsinhaber der Holdorfer Jugendfeuerwehr. Foto: Kreisjugendfeuerwehr / Lindemann)


Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Holdorf bestätigten kürzlich auf ihrer jährlichen Generalversammlung Florens Herkenhoff in seinem Amt als Jugendsprecher. Als sein Stellvertreter wählten sie Felix Meyer. Eine erneute Kandidatur der bisherigen stellvertretenden Jugendsprecherin Antonia Nobbe war aus Altersgründen nicht mehr möglich, teilt die Jugendfeuerwehr Holdorf mit.

Ebenfalls im Amt bestätigt wurde Schriftführerin Melissa Otte. Weiter sprachen sich die Mitglieder für Sina Schlotmann als neue Kassenwartin aus. Die neuen Wimpelträger sind Leon Mela und Mike Starbaty. Jugendfeuerwehrwart Hendrik Bocklage begrüßte auf der Versammlung den Gemeindebrandmeister Norbert Nobbe, seinen Stellvertreter und Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Fladderlohausen Klaus Meyer, den stellvertretenden Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Holdorf Paul Lindemann sowie die Betreuer und die Eltern.

Sowohl Nobbe als auch Meyer attestierten der Jugendfeuerwehr eine tolle Arbeit. „Ihr seid eine starke Truppe, was ihr mit dem zweiten Platz bei der Winterveranstaltung in Goldenstedt unter Beweis gestellt habt“, sagte Nobbe. Beide bedankten sich bei den Betreuern für die gute Arbeit und bei den Eltern für die tolle Unterstützung. Bocklage bedankte sich bei seinen Betreuern für die tolle Unterstützung. Er schloss die Versammlung mit einem Hinweis auf das bevorstehende Pfingstzeltlager, ein Highlight der Jugendfeuerwehr, in Brockdorf vom 17. bis zum 21. Mai.



Badesaison am Heidesee eröffnet

Geschrieben von OV am 2013-05-14
Wachstation in Holdorf ist renoviert

Mit Beginn der neuen Wachsaison am Heidesee in Holdorf können sich die Wachhabenden der Ortsgruppe Holdorf der Deutschen Lebens- Rettungs-Gesellschaft (DLRG) wieder ein wenig häuslich fühlen. Die in die Jahre gekommenen Räume der Wachstation bedurften einer Generalüberholung und wurden kürzlich renoviert, teilt die DLRG Ortsgruppe Holdorf mit.

Viele helfende Hände sorgten dafür, dass die Renovierung gelang. Neben einem neuen Anstrich wurde auch die alte Wand- und Deckenverkleidung in einigen Räumen durch Gipskarton ersetzt. Das Material dafür stellte Pächter Christian Bahlmann kostenlos zur Verfügung. Bernhard Kreinest, Vorsitzender der DLRG Ortsgruppe Holdorf, dankte allen freiwilligen Helfern und dem Spender. Ohne diese freiwilligen Leistungen ist das Motto der DLRG – Freizeit in Sicherheit – nicht machbar, heißt es in der Mitteilung weiter.

Bei gutem Wetter betreuen die Freiwilligen aus Holdorf und aus anderen Ortsgruppen der DLRG bis zu 6000 Besucher am Heidesee. Sie sorgen an denWochenenden und in den Sommerferien sogar Tag und Nacht für die Sicherheit der Badegäste.

www.holdorf.dlrg.de



Tote Pferde, Risse und das Grundwasser

Geschrieben von OV am 2013-05-14
Verhärtete Fronten: Grandorfer zeigt Wasserverbands-Vorsteher an / Landkreis nimmt keine Stellung

Risse in den Gebäuden: Für Michael Bröckel stehen die Schäden an seinen Stallungen in Grandorf in direktem Zusammenhang zur Absenkung des Grundwasserspiegels. (Foto: Köhne)


Sabine und Michael Bröckel sehen sich um ihre Existenz gebracht. Für sie trägt dafür der Oldenburgisch- OstfriesischeWasserverband die Schuld. Der sieht das ganz anders.

Ihre Pferdezucht und Deckstation in Grandorf haben Sabine und Michael Bröckel eingestellt. Ihre besten Zuchthengste verendeten an Sandkoliken. Als das erste Pferd 2001 starb, dachte sich das Paar nichts. „Wir waren blauäugig, völlig arglos“, sagt Michael Bröckel. Als das zweite Pferd 2011 verendete, wussten inzwischen auch die Bröckels, die aus der Schweiz zugezogen sind, vom nahen Wasserwerk des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV) in Fladderlohausen. Und jetzt sind die beiden davon überzeugt, dass die Todesfälle ihrer Pferde in direktem Zusammenhang mit der Wasserentnahme und der Trockenheit stehen, die mit dem sinkenden Grundwasserspiegel einhergeht.

Auch für die Setzrisse an den Gebäuden auf seinem Hof macht Michael Bröckel, von Beruf Architekt, den Wasserverband verantwortlich. Die Bröckels fühlen sich vom OOWV um ihre Existenz gebracht. 2009, so Sabine Bröckel, hätten sie den Entschluss gefasst, wegzuziehen. Fehlt nur noch, dass der OOWV ihnen den Hof und das Land abkauft. Man habe das Gespräch gesucht. Inzwischen aber sind die Fronten verhärtet. „Ich habe den OOWV-Vorsteher, Landrat Eger, angezeigt“, sagt Michael Bröckel. Dazu Landrat Eger: „Bei mir hat die Staatsanwaltschaft noch nicht angeklopft. Die Androhung mich anzuzeigen, ist Wochen alt und sollte laut Herrn Bröckel erfolgen, wenn ich nicht dafür sorgen würde, dass der OOWV den Hof kauft. Das kommt aber überhaupt nicht in Frage.“

Laut OOWV seien mehrere Gutachter hinzugezogen worden. Keiner habe auf die Grundwassermehrentnahme als letztliche Ursache verwiesen. Die Risse seien nach Aussage eines Sachverständigen bauarttypisch und für die Standsicherheit der Halle nicht maßgeblich.

Dass der OOWV kommunale Interessen vor die einzelner Bürger stellt, wundert die Bröckels nicht. In der Verbandsversammlung des OOWV sitzen die kommunalen Vertreter, sprich Landräte und Bürgermeister. „Der OOWV liegt in den Händen der Politik und bekommt so von ihr Narrenfreiheit“, kritisiert Michael Bröckel. Der OOWV, erklärt dessen Pressesprecher Lutz Timmermann, werde im Unternehmensbereich Trinkwasser von neun Landkreisen, zwei Städten und zwei Gemeinden getragen, im Unternehmensbereich Abwasser von neun Städten, 29 Gemeinden und einem Zweckverband.

Diese würden von den Bürgern in die Kreistage und Räte gewählte Abgeordnete zur Wahrnehmung ihrer Interessen in die Verbandsversammlung entsenden. „Die Organisationsform beinhaltet, dass der OOWV nicht gewinnorientiert arbeitet. Anders als privatwirtschaftlich geführte Unternehmen muss er keine Dividenden und Boni erwirtschaften“, erklärt Timmermann.

Wie ihre hustenden Pferde ist auch die uralte Eiche, die fast vertrocknet wäre, für die Bröckels trauriger Beweis, dass der Grundwasserspiegel schon jetzt weiter abgesunken ist, als vom OOWV angegeben wird. Mit Hilfe von Unmengen von Regenwasser konnten die Bröckels die Eiche wieder aufpäppeln. „Dass eine zusätzliche Beregnung positive Effekte auf Bäume haben können, die im Sand wurzeln ist normal – der Umkehrschluss im Sinne von Herrn Bröckel aber nicht zulässig“, sagt dazu der OOWV.

Dieser will künftig mehr Wasser in Fladderlohausen fördern. Den Antrag prüft der Landkreis als Genehmigungsbehörde. Mit Hinweis auf das laufende Verfahren, nimmt der Kreis zu dem Fall Bröckel keine Stellung.





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