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News-Archiv (bis Februar 2017)

Tontaubenverein will Unterstand erneuern

Geschrieben von OV am 2013-04-11
Jugendausschuss berät Zuschussanträge

Der Tontaubenverein Holdorf möchte seinen Unterstand auf dem Tontaubenstand erneuern. Deshalb hat er jetzt einen Zuschussantrag bei der Gemeinde Holdorf gestellt. Über diesen wird unter anderem bei der Sitzung des Jugend-, Kultur- und Sozialausschusses am Mittwoch (17. April) beraten. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr im Ratssaal.

Der Tontaubenverein rechnet mit Materialkosten von 3000 Euro und plant für die Entsorgung der Eternitplatten 300 Euro ein. Im Antrag heißt es: „Der Stand wird von allen Hegeringen des Südkreises genutzt und sollte somit auch im Interesse der Gemeinde Holdorf instand gehalten werden.“

Eine höhere Summe als beim Tontaubenverein ist bei der Verlängerung des Zuschusses an den Verein Zukunft für Jugend Holdorf im Gespräch. Die Gemeinde bezuschusst den Verein seit 2009 mit 40 000 Euro jährlich. In der Sitzung geht es darum, eine Verlängerung des Zuschusses zu empfehlen. Außerdem möchte der Naturschutzbund (Nabu) Holdorf finanzielle Unterstützung bei der Bekämpfung des japanischen Knöterichs und der spätblühenden Traubenkirsche am Mühlenbach.



Gedankenkarussell entschleunigen

Geschrieben von OV am 2013-04-10
Der Unternehmer Peter Kenkel hat gelernt, den Stress in den Griff zubekommen

Wieder obenauf: Peter Kenkel leitet in Holdorf ein Stahlbauunternehmen, entwirft und vertreibt Büromöbel und berät außerdem Unternehmen. Angst vor einem neuen Burnout hat er nicht. (Foto: Köhne)


Selbst ein Energiebündel wie er ist vor dem Burnout nicht sicher. Das weiß der Holdorfer Unternehmer aus eigener Erfahrung.

Er ist ein lebensfroher Mensch. Das fällt Peter Kenkel als Erstes ein, wenn er sich beschreiben soll. Doch 2011 war Schluss mit lustig. Der gebürtige Langfördener, der damals wie heute in Holdorf ein Unternehmen besitzt und ein weiteres leitet, wurde zunehmend gereizter. Kein Wunder, er litt unter Schlaflosigkeit, der Blutdruck stieg, außerdem nahm der heute 34-Jährige 25 Kilo zu.

Dass er ausgebrannt und ein typischer Burnout-Kandidat war, das wollte er zunächst nicht wahr haben. Heute spricht er ganz offen darüber, hat sich sogar zum Antistress-Coach ausbilden lassen und seine Erfahrungen in Büchern zusammengefasst, um Betroffenen zu helfen. Kenkel selbst wollte sich zunächst nicht helfen lassen, obgleich sein Umfeld ihm riet, einen Arzt aufzusuchen. Er aber, erzählt er und lacht, habe lieber selber herumgedoktert, alles versucht – Homöopathie, Meditation, ja sogar Yoga. Nichts half. „Ich war völlig am Ende.“ Es blieb nur noch der Weg zum Arzt. „Medizinisch war ich völlig gesund.“ Die Ärzte hätten ihm nahegelegt, sein Streben nach Erfolg an die Seite zu stellen. Im Nachhinein weiß der verheiratete Mann und Vater zweier Kinder, dass nur das ihm helfen konnte. „Die Verbissenheit hatte meine Lebensfreude abgelöst.“

Kenkel besuchte eine Antistresskur – natürlich „widerwillig“. Doch sie hat den gelernten Einzelhandelskaufmann wieder zum lebenslustigen Menschen gemacht. Heute leitet Kenkel nach wie vor zwei Unternehmen. Hat außerdem die Peter Kenkel Unternehmensberatung gegründet.

Sie steht für mehr Menschlichkeit in Unternehmen. Denn Kenkel ist überzeugt, nur Mitarbeiter, die sich in einem Unternehmen wohlfühlen, immer wieder Energie auftanken können, sind auch motivierte Mitarbeiter. Er selbst hat gelernt, dass leichte Veränderungen mehr Lebensqualität schaffen. „Sich tatsächlich Auszeiten nehmen. Fünf Minuten die Seele baumeln lassen. Das Gedankenkarussell entschleunigen.“

Dreifaches berufliches Engagement, Familie und die Hobbys Kicken in der Hobbymannschaft, der Gang ins Fitnessstudio und als ausgebildeter Tauchlehrer natürlich auch Abtauchen im See – keine Angst vor dem nächsten Burnout? Peter Kenkel hat die nicht: „Ich weiß mich jetzt einzuschätzen und habe gelernt, mit mir umzugehen.“ Lebensfreude und eine große Portion Gelassenheit gehören dazu.



Spielgeräte, Parcours und ein Tanklöschfahrzeug

Geschrieben von OV am 2013-04-10
Holdorfer Sicherheitsausschuss tagt am 16.04.2013

Mit Spielgeräten wird sich der Wirtschafts- und Sicherheitsausschuss der Gemeinde Holdorf am Dienstag (16. April) beschäftigen. Die öffentliche Sitzung beginnt um 18 Uhr im Ratssaal. Es geht um einen Zuschuss für die Einfriedung des Spielplatzes an der Bergstraße in Handorf-Langenberg.

Außerdem wird über den Bewegungsparcour für den Luna- Park und über die Spielgeräte am Naturlehrpfad beraten. Auch die Ersatzbeschaffung für das beschädigte Tanklöschfahrzeug ist Thema. Hier hatte die Feuerwehr Vechta nach einem Unfall spontan mit einem ausgedienten Fahrzeug ausgeholfen.



Greifvogel starb an hochgiftigen Köder

Geschrieben von OV am 2013-04-08
Staatsanwaltschaft bestätigt Todesursache / Naturschützer setzen 1000 Euro Belohnung für Hinweise aus

Offene Augen, ausgebreitete Schwingen: Für die Naturschützer waren das gleich alarmierende Zeichen dafür, dass der in Fladderlohausen gefundene Rotmilan vergiftet wurde. (Foto: Nabu / Heitmann)


Die Todesursache ist ermittelt. Der Rotmilan, der am 1. März in Fladderlohausen tot aufgefunden wurde (OV berichtete), wurde vergiftet. Wie die Staatsanwaltschaft Oldenburg jetzt mitteilte, starb das Tier an dem Gift Mevinphos. Wie Martin Rüppell, Sprecher der Staatsanwaltschaft, erklärte, habe der Köder, der in den Fängen des Tieres gefunden wurde, die Vergiftung ausgelöst.

Mevinphos, ein hoch toxisches Insektengift, ist in Deutschland und der EU verboten. Für Ludger Frye, zweiter Vorsitzender der Kreisgruppe Vechta im Naturschutzbund (Nabu), spricht der Einsatz dieses Mittels für die kriminelle Energie des Täters. Mevinphos könne man nicht einfach im Laden kaufen. Man müsse es sich illegal beschaffen. Frye geht davon aus, dass es sich bei dem Täter um einen Serientäter handelt: „Sonst würde sich der kriminelle Aufwand gar nicht lohnen.“ Frye weiß, dass auf den Täter, wenn er ergriffen wird, bis zu fünf Jahre Haft warten können. Der Nabu hat für sachdienliche Hinweise, die zu seiner Ergreifung führen, 1000 Euro Belohnung ausgesetzt. Die Hinweise würden selbstverständlich anonym behandelt, sagt Ulrich Heitmann, Vorsitzender der Nabu- Kreisgruppe. Auch er betont die Gefahr, die von vergifteten Ködern und Tieren sowohl für Menschen als auch Tiere wie zum Beispiel Hunde ausgeht. Schon alleine das Berühren könne zu schweren toxischen Schäden und im schlimmsten Fall zum Tod führen.

Noch würden die Ermittlungen zu dem Fall laufen, so Rüppell. Er geht allerdings davon aus, „dass wir mangels an Beweisen das Verfahren einstellen müssen“. Beispielsweise lasse sich nicht sagen, ob der Fundort des toten Rotmilans in Fladderlohausen tatsächlich der Ort war, wo der Greifvogel den Köder aufnahm. „Es gibt so gut wie keine Ermittlungsansätze“, sagt Rüppell.

Das wissen auch Frye und Heitmann. Der Nabu hatte die Straftat nach dem Bundesnaturschutzgesetz angezeigt. Die Naturschützer bitten daher, die Bevölkerung um Mithilfe und fragen, ob ähnlich Funde von toten Greifvögeln in diesem oder vergangenen Jahr bekannt sind. Sie möchten wissen, ob es in diesem oder im vergangenen Jahr in einem Gebiet gehäuft zu Vergiftungsfällen von Hunden gekommen ist. Gibt es Orte, wo gleich mehrere Säugetiere an einer Stelle tot gefunden wurden? Meist würden die Täter in solchen Fällen wie jetzt in Fladderlohausen nicht überführt. Bei den wenigen aufgeklärten Fällen lasse sich der Täterkreis jedoch wie folgt skizzieren, so Frye: Jäger, Freilandgeflügelhalter, Taubenzüchter oder Hundehasser. Dabei betont Frye, dass die Täter einzelne schwarze Schafe aus diesen Kreisen seien. Die Sozialkontrolle dieser Gruppen sei gefordert, findet er. Der Rotmilan ist eine streng geschützte Art. „Es sind Zugvögel. 60 Prozent von ihnen brüten in Deutschland. Deutschland trägt eine hohe Verantwortung für den Rotmilan“, sagt Frye. Der Fundort in Fladderlohausen grenzt an Jagdbezirke.

Kreisjägermeister Rainer Fortmann hat bereits, als der Rotmilan gefunden wurde, die Jägerschaft informiert. Es werde jetzt nach solchen möglichen vergifteten Ködern Ausschau gehalten. Ob der Täter es auf Katze, Hund oder Greifvogel abgesehen habe, da könne man nur spekulieren. Falls Letzteres der Fall sein sollte, sei mit dem Rotmilan auch noch „der Falsche“ erwischt worden, da sind sich Fortmann und Frye einig. Denn der Rotmilan ist ein Aasfresser, kommt also anders als der Habicht keinem Menschen bei Vogelzucht oder Niederwildjagd in die Quere. Wie die Naturschützer weiß auch Fortmann um die hochgiftige Wirkung des Insektengifts Mevinphos. Er sagt: „Es ist schlimm und schade, dass so etwas überhaupt passiert.“

Infos: www.nabu-kreisgruppevechta.





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