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News Archiv

Sechs neue Messdiener aufgenommen

Geschrieben von OV am 2013-03-08

Jetzt wurden in Holdorf sechs Jungen und Mädchen in die Messdienergemeinschaft Holdorf aufgenommen. Das teilt die Kirchengemeinde St. Johannes- Baptist mit. Drei Monate haben sich die neuen Messdiener/innen in Gruppenstunden auf den Dienst vorbereitet. Verantwortlich für die Ausbildung der Messdiener waren Jan-Bernd Echtermann, Tim Schulte und Jannik Hülsmann. Pastor Wölke erwähnt in seiner Predigt die wichtige Aufgabe der Messdiener/innen in unseren Gottesdiensten und freut sich sehr über den Nachwuchs. Die neuen Messdiener/ innen haben auch weiter Gruppenstunden. (Foto: Willenborg)



Symptome sprechen für Tod durch Gift

Geschrieben von OV am 2013-03-07
Naturschützer finden toten Rotmilan in Fladderlohausen / Warnung vor gesundheitsschädlichen Ködern

Toter Rotmilan: Naturschützer Ulrich Heitmann mit dem verendeten Tier. (Foto: Nabu / Egler)



Eine Belohnung ist ausgesetzt, die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Es geht um den Tod eines Greifvogels.

Er war auf der Durchreise, jetzt ist er tot: der seltene Rotmilan, der über Fladderlohausen seine Kreise zog. Gefunden wurde der tote Raubvogel bereits am 1. März auf einem Feldweg gegenüber der Straße Auf dem Boll. Der Fundort grenzt an Jagdbezirke. Eines natürlichen Todes starb der etwa mäusebussardgroße Greifvolgel nicht. Er wurde vergiftet, da sind sich Ulrich Heitmann und Ludger Frye, erster und zweiter Vorsitzender der Kreisgruppe Vechta im Naturschutzbund Deutschland (Nabu), sicher. Denn das verendete Tier hielt einen Tierkadaver in den Fängen. Die Tierschützer gehen davon aus, dass der Kadaver speziell für Greifvögel, die auf der Nahrungssuche sind, präpariert worden war. Das wäre eine Straftat gegen das Bundesnaturschutzgesetz. Deshalb hat der Nabu jetzt auch die Staatsanwaltschaft Oldenburg eingeschaltet. Für sachdienliche Hinweise die zur Ergreifung des Täters führen, setzt der Nabu außerdem eine Belohnung von 1000 Euro aus.

Ausgebreitete Schwingen, offene Augen und verkrampfte Fänge: für Heitmann und Frye weisen diese Symptome eindeutig darauf hin, dass der Rotmilan an einem hochgiftigen und schnell wirkenden Kontakt- oder Fraßgift starb. An seinem Schnabel fanden sie noch Fleischreste. Aber nicht nur Raubvögel, so Heitmann, können Opfer dieses Giftes werden. Auch Hunde können an diesen Ködern zugrunde gehen. Allein schon die Berührung eines solchen Köders könne gesundheitsschädlich sein, auch für Menschen. Derzeit wird das tote Tier untersucht.

Die Naturschützer übergaben den Tierkörper dem Veterinäramt des Landkreises. Dieser schickte es dem Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) zu Untersuchungen, wie der Landkreis gestern mitteilte. „Jagdbezirke liegen praktisch überall“, kommentiert Kreisjägermeister Rainer Fortmann den Fundort. Noch lägen keine Erkenntnisse des Veterinäramts vor. Doch eines steht für Fortmann außer Frage, falls sich der Giftköder-Verdacht bestätigt: „So etwas lehnen wir konsequent ab. Das möchte keiner.“ Auch Arnold Landwehr, Hegeringsleiter Holdorf, bezieht klare Position: „Ich persönlich und meine Holdorfer Jagdkollegen lehnen diese Maßnahmen der Raubwildbejagung grundsätzlich ab.“ Jagen, so Landwehr, sei ein Hobby. Es dürfe keinesfalls eingesetzt werden, um damit Schindluder zu treiben.

Der Rotmilan ist ein Zugvogel. 60 Prozent des Weltbestandes brüten in Deutschland. „Deutschland trägt eine hohe Verantwortung für den Rotmilan“, sagt Ludger Frye. Deshalb war der Rotmilan im Jahr 2000 in Deutschland und Österreich Vogel des Jahres. Damit sollte auf seine Gefährung aufmerksam gemacht werden. An ihr hat sich nichts geändert.



Heimatverein lädt ein

Geschrieben von OV am 2013-03-07
Generalversammlung und Grünkohlessen

Der Heimatverein Holdorf lädt am Sonntag (10. März) um 17 Uhr alle Mitglieder zur Generalversammlung in die Gaststätte Bocklage Ihorst ein. Um 15 Uhr ist eine Wanderung ab der Gaststätte Bocklage geplant. Nach der Generalversammlung findet das Grünkohlessen statt.

_ Info: Anmeldung werden bei Mechthild Grützmann unter Telefon 05494/1727 erbeten.



Umweltskandal im idyllischen Bachtal

Geschrieben von OV am 2013-03-06
Ungenehmigter Eingriff in Biotop bei Diekhausen / Landkreis stoppt Arbeiten /Naturschützer erstatten Anzeige

Eine Umwelt-Schweinerei bei Grandorf: Ludger Frye (links) und Ulrich Heitmann sind entsetzt. Im Diekhausener Bachtal wurde einfach das Bachbett vertieft. Damit fallen die Nasswiesen trocken. Bäume wurden abgeholzt. Für die hier ansässigen Amphibien eine Katastrophe. (Foto: Köhne)



Der Landkreis griff gestern ein. Er stoppte nicht genehmigte Arbeiten im geschützten Biotop bei Diekhausen.

Die Naturschützer sind außer sich. Während Ludger Frye laut „Stopp“ und „Aufhören“ ruft und auf den Trecker zurennt, hat Ulrich Heitmann schon per Handy den Kontakt zur Unteren Naturschutzbehörde des Kreises hergestellt: „Hier sieht es aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen.“ Hier, das ist das einst idyllische Bachtal, das zwischen den Holdorfer Ortschaften Diekhausen und Grandorf liegt. Jetzt ist das Erdreich von Traktorenspuren aufgewühlt, abgeschlagene Bäume liegen herum, im Boden geblieben sind nur die Stümpfe.

Auch an dem Bachbett wurde gearbeitet. Es wurde vertieft. Der Traktor ist gestoppt. Fryes Empörung nicht: „Hier handelt es sich um ein gesetzlich geschütztes Biotop in einem Landschaftsschutzgebiet.“ Man dürfe nicht einfach rumholzen, auch der Gewässerausbau sei illegal. Bereits 2012 sei einiges an Nasswald mit Seggenhorsten, einer bestimmten Grasart, zerstört worden.

Der Naturschutzbund (Nabu) habe angesichts der neuen Zerstörung Anzeige erstattet, berichten Heitmann und Frye, erster und zweiter Vorsitzender der Nabu-Kreisgruppe Vechta. Die Polizei Vechta habe die Ermittlungen aufgenommen. „Wir verlangen, dass das umgehend aufgeklärt wird.“ Außerdem fordern die Naturschützer, dass das Wasser sofort wieder angestaut wird.

Bereits im Juni 2012, so Frye, wurde in dem Bachtal mit dem Umweltfrevel begonnen. Das bestätigt der Landkreis: „Bereits vor einem Jahr gab es ein wasserrechtliches Verfahren.“ Mit den Naturschützern waren damals Vertreter des Landkreises und des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV) vor Ort. Von Seiten des OOWV sei geäußert worden, die Flächen anzupachten, um Biotop erhaltende Maßnahmen vorzunehmen. Der OOWV bestätigt auf Anfrage, dass er die Flächen angepachtet hat, diese aber wieder unterverpachtet habe.

„Der Vorgang muss bei uns im Hause geprüft werden. Wir müssen zunächst die genauen Örtlichkeiten klären“, so OOWV-Pressesprecher Lutz Timmermann. Denn der OOWV hab viele Flächen angepachtet und wieder unterverpachtet. Sicher ist sich Timmermann jedoch: „Als OOWV führen wir dort keine Maßnahmen durch.“ Das Bauordnungsamt des Landkreises hatte noch gestern die nicht genehmigten Arbeiten gestoppt. Ein Ordnungswidrigkeitsverfahren werde eingeleitet, teilte der Sprecher des Landkreises, Stefan Weidelich, mit. Angehört würden sowohl der Eigentümer als auch der OOWV.





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