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25 000 Euro für die Erweiterung der Musikscheune

Geschrieben von OV am 2013-02-15
Kulturausschuss Holdorf stimmt Zuschuss für 2014 zu /Von 100 auf 170 Quadratmeter

Mit einem Zuschuss von 25 000 Euro für die Erweiterung der Musikscheune können Holdorfs Musiker rechnen. Am Mittwochabend stimmte der Kulturausschuss der Gemeinde Holdorf dem Antrag der SPD-Fraktion zu (fünf Ja-, drei Neinstimmen), einen Zuschuss in dieser Höhe für das Bauvohaben des Holdorfer Musikvereins zu empfehlen.

Der Zuschuss soll 2014 bereitgestellt werden, „da die Haushaltsmittel für dieses Jahr ausgereizt sind“, so Inge Schuster (SPD). Bevor Schuster den SPD-Antrag stellte, hatte CDU Fraktionschef Norbert von Handorf erklärt: „Wir von der CDU halten einen Zuschuss von 20 000 Euro für angemessen.“ Rund 50 000 Euro soll das Bauvorhaben kosten, dabei sind schon die Eigenleistungen abgezogen. Die 50-prozentige Unterstützung begründete Schuster mit der Förderung des Ehrenamtes. Dabei sei es wichtig, die Rahmenbedingungen zu verbessern. Dass das mit dem Ausbau der Musikscheune eindeutig der Fall sein wird, war allen Anwesenden spätestens nach den Ausführungen von Josef Bruns klar. Der Dirigent hatte die jetzigen Probebedingungen in der Musikscheune skizziert. So stehen den Musikern derzeit rund 100 Quadratmeter zur Verfügung. Bei einem Platzbedarf von 2,2 bis 2,4 Quadratmeter pro Musikant, sei das bei 63 Musikern viel zu wenig. Im Grunde sei der Platz für jeden einzelnen noch geringer, da schon allein das Schlagzeug sehr viel Raum beanspruche. Beim ersten Umbau, so Bruns, habe man zwar Schallschutzmaßnahmen vorgenommen, dennoch sei dieser unzureichend. Außerdem gebe es trotz Containers zu wenig Platz, um das Equipment zu lagern. „Funktionsräume fehlen und die vorhandenen sind zu klein.“

Die Erweiterung der Musikscheune soll rund 170 Quadratmeter umfassen. Somit kommen zwei zusätzliche Räume hinzu. Jedes der drei Register kann dann separat üben. Gerade die intensiven Registerproben seien für die Qualität des Orchesters entscheidend. Dass der Musikverein für den Ort eine kulturelle Bereicherung ist, bekundeten verschiedene Anwesende.



Vom Knistern der Flammen aufgewacht

Geschrieben von OV am 2013-02-14
Noch Stunden nach dem Brand Qualm-Geruch über Langenbergs Rosenstraße /Ursache ist noch unbekannt

Was vom Vordach übrig blieb: Nicht der einzige Schaden, den der Brand am Haus in Langenbergs Rosenstraße verursachte. Das Wohnhaus ist durch die Löscharbeiten vorerst unbewohnbar. (Foto: Vollmer)



Eine fünfköpfige Familie aus Langenberg hat seit gestern kein Dach mehr über dem Kopf. Zum Glück aber viele Freunde und eine intakte Nachbarschaft, die ihr helfen.

Das Knistergeräusch weckt die Eltern aus dem Schlaf. Dann sehen sie durch das Schlafzimmerfenster den orangenen Schein. Geistesgegenwärtig reagierte gestern das Paar, dessen Haus in der Rosenstraße in Langenberg ein Opfer der Flammen wurde.

Glücklicherweise schliefen sie mit hochgezogenem Rollo, sagt die 48-Jährige Hausbesitzerin. Sonst hätten sie das Knistern wohl nicht gehört. Die Eltern rennen ins Obergeschoss, wecken die drei Kinder im Teenageralter, die dort schlafen. Alle zusammen verlassen unbeschadet das Haus. Über dem liegt noch Stunden später Qualm-Geruch in der Luft.

Nach den nicht einfachen Löscharbeiten steht fest, dass das Haus nicht mehr bewohnbar ist. „Zum Glück haben wir sehr viele Freunde hier, die Kinder sind schon in der Nachbarschaft untergebracht“, sagt die Mutter, der auch Stunden nach dem Brand der Schreck noch deutlich anzumerken ist. In den Wohnbereich seien keine Flammen eingedrungen, doch das Löschwasser habe viel zerstört. Derzeit sei sie nur damit beschäftigt zu telefonieren, zu organisieren, damit alles irgendwie weitergehe.

Zeitgleich wie die 48-Jährige und ihr 54-jähriger Mann hatten auch Nachbarn den Brand bemerkt und riefen die Feuerwehr. „Wir wurden gleich von verschiedenen Nachbarn alarmiert“, sagt Holdorfs Gemeindebrandmeister Norbert Nobbe, der die Einsatzleitung übernommen hatte. Gegen fünf Uhr rückten die Feuerwehren Holdorf und Fladderlohausen aus. Da hatten die Flammen eines brennenden Kaminholzstapels unter einer Überdachung schon auf die Giebelwand des Hauses und das Dach übergegriffen. Eine großflächige Photovoltaikanlage auf dem Dach habe die Löscharbeiten noch erschwert.

Da für die Brandbekämpfung etliche Atemschutzträger benötigt wurden, forderte Nobbe noch zusätzliche Kräfte aus Steinfeld an. Außerdem war die Drehleiter aus Vechta im Einsatz. So konnte das Feuer von innen und außen bekämpft werden. Die Polizei und insgesamt 70 Feuerwehrleute aus Holdorf, Fladderlohausen, Steinfeld und Vechta waren vor Ort. Gegen 11 Uhr rückte das letzte Einsatzfahrzeug ab. Die Einsatzdauer erklärt Nobbe auch damit, dass das Kaminholz abgefahren werden musste. „Das lässt sich nicht so einfach von außen löschen.“ Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf 80000 bis 100000 Euro. Sie teilte mit, dass die Ermittlungen der Brandursache aufgenommen wurden und derzeit laufen.



Jugendausschuss blickt auf Holdorfs Kinderkrippen

Geschrieben von OV am 2013-02-13

Ein Schwerpunkt der Sitzung des Jugend-, Kulturund Sozialausschusses der Gemeinde Holdorf sind die Kinderkrippengruppen. In der öffentlichen Sitzung, die heute um 18 Uhr im Ratssaal beginnt, geht es um die Einstellung von Drittkräften für die Holdorfer Krippengruppen. Außerdem wird Architekt Werner Pölking über die Umwandlung der Kindergruppe in eine Krippengruppe im Kindergarten St. Elisabeth berichten. Thema ist aber auch der Zuschuss für denMusikverein.



Greve: „Der Wald ist dem Tod geweiht“

Geschrieben von OV am 2013-02-12
Mitglied der Holdorfer Interessengemeinschaft informiert Arbeitskreis über Datensammlung zur Wasserförderung

Absterbende Eichen: Der Wasserverband OOWV würdige in keinsterWeise
das klägliche Waldsterben, sagt Franz Greve. (Foto: privat)



Die Unterlagen des Wasserverbands OOWV seien Schmierpläne, sagt Experte Franz Greve.

Noch ist nichts entschieden. Derzeit prüft der Landkreis als Genehmigungsbehörden den Antrag des Oldenburgisch- Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV), künftig mehr Wasser in Holdorf zu fördern. Der Wasserverband will dort künftig 5,5 Millionen Kubikmeter Wasser jährlich fördern. Bisher wurden dort jährlich 4,75 Millionen Kubikmeter gefördert.

Es hätten laut des Ende 2011 ausgelaufenen Wasserrechtsantrags aber auch 5 Millionen Kubikmeter Wasser jährlich sein können. Seit 2012 bis Ende 2013 ist jetzt die Fördermenge auf 4,75 Millionen Kubikmeter Wasser jährlich begrenzt. Die Holdorfer sind gegen eine künftige Erhöhung der Fördermenge.

Und einer, der ihre Ablehnung mit Fakten und Daten untermauert, ist Franz Greve von der „Interessengemeinschaft für umweltverträgliche Wasserförderung“ (IGUVW). In der jüngsten Sitzung des Arbeitskreises Außenbereich informierte er die Anwesenden über den aktuellen Sachstand. Zuvor hatte Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug erklärt, dass der Landkreis das Ziel habe, in diesem Jahr eine Entscheidung zu fällen. Einen Anhörungstermin solle es in der ersten Hälfte des Jahres geben, ein konkretes Datum gebe es aber nicht.

Mit Bildern absterbender Eichen eröffnete Elektromeister Greve, der selber Wald besitzt, seinen Vortrag. Der OOWV würdige in keinster Weise das klägliche Waldsterben. „Der Wald ist dem Tod geweiht.“ Die Auswirkungen einer erhöhten Wasserförderung würden viel schlimmer werden als prognostiziert, so Greve. Er kritisierte, dass das Kartenmaterial des OOWV immer sehr homogen sei. Die IGUVW hingegen hat mit Dr. Stefan Steinmetz einen eigenen Wasserhydrologen hinzugezogen. Und dessen 3-DAnsichten zeigen Absenkungen des Grundwassers bis zu acht Metern. „Hier sieht man, was für Löcher in das Grundwasserreservoire gesogen werden“, so Greve.

Die undurchlässigen Schichten, von denen der OOWV immer rede, gebe es nicht. „Wir haben nur Sande und die sind massiv von der Entnahme betroffen“, betonte Greve. Auch seine Kritik an den Isohypsenplänen des OOWV (OV berichtete) wiederholte er. Die Isohypsen, Verbindungslinien, visualisieren, wie stark das Grundwasser abgesunken ist und zeigen damit auch die Größe des Wasserschutzgebietes. Als Schmierpläne bezeichnete Greve manche Isohypsenpläne des OOWV und viel schlimmer sei, „dass es manche Pläne gar nicht gibt“.

Denn anhand aller Pläne hätte man sehen können, wann der Grundwasserspiegel gekippt sei. Unschärfe und Verschleierung, so Greves Vorwurf gegen den OOWV: „Denn gegen ein Schutzgebietsverfahren kann niemand mehr etwas machen.“ Und dann könne man auch den Heidesee als Badesee vergessen: „Sobald der See in der Schutzzone zwei liegt, ist er als Badesee nicht mehr tragbar.“ Und auch der Landkreis wurde kritisiert: „Bei der forstwirtschaftliche Beweissicherung, die wir eingefordert haben, hatte auch der Landkreis keine Veranlassung sich darum zu kümmern.“ Der Landkreis habe die Einwände der IGUVW in keinsterWeise gehört.





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