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News-Archiv (bis Februar 2017)

Keine neuen Windparks in Holdorf

Geschrieben von OV am 2013-02-11
Durch Abstandsregelung scheidet möglicher neuer Standort aus

Neue Windkraftanlagen wird es auf dem Gebiet der Gemeinde Holdorf nicht geben. Lediglich eine der drei bestehenden Anlagen im Sondergebiet in Ihorst kann repowert werden. In seiner jüngsten Sitzung hatte der Arbeitskreis Außenbereich empfohlen, von der bisherigen Höhenbegrenzung für das Sondergebiet abzuweichen. Die Begrenzung der Höhe sei Sache des Baurechts.

Noch im September hatte sich der Arbeitskreis intensiv mit der Standortsuche befasst. Dabei hatte er mit 600-Meter- Abständen neuer Anlagen zu Häusern im Außenbereich und mit 1000-Meter-Abständen zu Siedlungskernen gearbeitet. Diese Abstände empfahl der Arbeitskreis jetzt einstimmig.

Wie Planerin Anette Pollmann erklärte, hat der Landkreis zu den wenigen Flächen, die als mögliche Standorte verblieben waren, klar Stellung bezogen. „Der Landkreis genehmigt keine Windkraftanlagen in den Gebieten.“ Übrig geblieben ist so nur der alte Standort. Kurz war noch ein winziger zweiter Standort in Ihorst im Gespräch. Er scheitert aber an dem 600-Meter-Abstand. Die Politik habe viele Fragen zur Windkraft noch nicht beantwortet, plädiert SPD-Fraktionschef Martin Fischer dafür, zunächst abzuwarten: „Holdorf hat seinen Beitrag zur Windkraft erfüllt.“ Und Bernard Schonhöft (UWG) warnte vor Repowering zum jetzigen Zeitpunkt: „Der Strom wird verblasen.“



Von alten Jungfern und tanzenden Männern

Geschrieben von H. Vollmer am 2013-02-11
Frauen in Handorf-Langenberg feiern Karneval / Alexandra Deitermann und Melanie Meyer moderieren

Im Frack mit weißen Socken: Die Damen der Gruppe Ladypower bewiesen, dass die Handorf-Langenbergerinnen auch tanzend im schwarzen Frack richtig gut aussehen. (Fotos: Vollmer)



Auf auswärtige Showgruppen können die Handorf-Langenberger gut verzichten. Sie haben selbst genug Frohsinn zu bieten.

Voller Frohsinn und Heiterkeit präsentierte sich am Freitagabend der Frauenkarneval im Saal der Gaststätte Frilling. Nach dem Motto „Friday night fever – HaLas Frauen feiern wieder!“ ließen die beiden Moderatorinnen Alexandra Deitermann als Patty Peace sowie Melanie Meyer als Jenny Joint die wilde Hippie-Zeit wieder aufleben.

Auf auswärtige Showtanzgruppen können die Frauen aus Handorf-Langenberg (HaLa) gut verzichten. Schließlich haben sie im Dorf die jungen und begabten Nachwuchstalente HaLa- Dancers sowie die attraktive Damenriege Ladypower. Außerdem gibt es das umwerfende Männerballett. Letzteres setzte traditionell den krönenden Abschluss der karnevalistischen Auftritte. Diesmal mit einer dynamischen Can-Can-Revue in schwarz-rotgoldenen Damenkleidern.

Den bunten Reigen der Büttenreden eröffnete Pastor Christian Wölke persönlich. Der Theologe berichtete von seinen priesterlichen Erfahrungen mit Eheseminaren und dem zölibatären Alltag. Als karnevalistische Vollprofis zeichneten sich DCCPräsident Frank Hörnschemeyer und sein Compagnon Ulli Finkemeyer aus. Beide sprangen für einen erkrankten Kollegen ein und unterhielten das weibliche Publikum ganz nach dem Motto „Wenn ich du wär’, dann wär’ ich lieber ich“. Plattdeutsch und auf das Geschehen im Ort blickend nahm Marie-Luise Schnuck das Zeitgeschehen aufs Korn.

Annette Chojnacki und Petra Többe-Bultmann begeisterten mit ihrem Sketch einer alten Jungfer mit Reifenpanne bei Nacht.Und damit die Stimmung den ganzen Abend so gut blieb, plauderten Patty Peace und Jenny Joint zwischen den Auftritten der Gruppen immer wieder aus der HaLa-Fastnachtsbox, die sich im Laufe des Jahres mit Anekdoten prominenter Bewohner des Holdorfer Ortsteils gefüllt hatte.

Im Sturm eroberte im zweiten Programmteil das Dreigestirn aus dem Nachbarort Steinfeld die Frauenherzen. Prinz Hubert I. (Harpenau), Adjutant Thomas Becker und vorneweg Hofnarr Peter Horstmann ließen sich gebührend feiern. Sie bedankten sich mit närrischen Versen für den tollen Empfang. Nach den Texten der Vorleserin Annelie Klose zeigten anschließend Steffi Kock und Arlette Hillmann den Unterschied zwischen Mann und Frau beim alltäglichen Duschritual und sorgten damit für viele Lacher. Ebenso feierten die Närrinnen Sonja Thyen, die als Cindy aus Marzahn ihre Witze riss und einen dicken Applaus bekam.



Ein Joker im kommunalen Kartenspiel

Geschrieben von OV am 2013-02-09
Arbeitskreis Außenbereich diskutiert kontrovers über ein künftiges Holdorfer Gewerbegebiet an der Hansalinie

Direkt an der A1: Eine Variante des Gewerbegebiets (rote Linie), das von der Gemeinde Holdorf angedacht wird. Gelb ist die Erschließungsstraße eingezeichnet, die vom Scharbrink im Süden über die Badberger Straße auf die Umgehungsstraße (Bundesstraße 214) führt. Karte: Gemeinde Holdorf.



Von heute auf morgen entsteht kein Gewerbegebiet. Deshalb will die Gemeinde Holdorf die Weichen stellen, dass sich bei Bedarf ein solches Gebiet entwickeln kann.

Für die Zukunft gerüstet sein, das will die Gemeinde Holdorf. Ob dafür ein neues Gewerbegebiet an der A1 das geeignete Mittel ist, darüber wurde am Donnerstagabend im Ratssaal intensiv diskutiert. Der Arbeitskreis Außenbereich und 15 Zuhörer waren zusammengekommen, um Für und Wider zu erörtern.

Angedacht ist westlich der Autobahn und unterhalb der Umgehungsstraße 214 ein Gewerbegebiet im Flächennutzungsplan auszuweisen. In der Sitzung wurden verschiedene Varianten gezeigt. Über eine Verbindung zwischen Scharbrink und Badberger Straße wäre das Gewerbegebiet zu erschließen.

Die Gemeinde brauche eine wirtschaftliche Grundlage, so Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug. Derzeit befinde sich auf dem gesamten Gebiet keine Tierhaltungsanlage. Krug sieht daher die Fläche, die von der A1 aus gut zu sehen ist, als Joker im kommunalen Kartenspiel der Ansiedlung für Gewerbe.

„Aus Sicht der Landwirtschaft kann ich einem Gewerbegebiet dort nichts abgewinnen“, sagte Jürgen Schröder, Vorsitzender des Holdorfer Landvolks. Die Flächen seien knapp, es gebe Gewerbegebiete in Holdorf und die landwirtschaftlichen Betriebe, die am Rand des Gewerbegebietes angesiedelt wären, würden eingeschränkt, so Schröder. Bernard Schonhöft (UWG) sah das genauso. Außerdem wies er darauf hin, dass das Gebiet sehr feucht sei. Bernd Macke (Landvolk) bereitete die Planung mit Blick auf die Flächenknappheit mehr als Magenschmerzen. Die Ackerpreise würden in die Höhe getrieben. Neue Betriebe bedeuteten auch einen höheren Wasserbedarf. Gegen die Aufstockung der Wasserförderung im Wasserwerk Fladderlohausen setze man sich aber gerade ein. Mit dem neuen Gewerbegebiet „sind wir gekniffen“, so Macke.

Bernard Echtermann, ehemaliger Ratsvorsitzender (CDU), sah den Flächenfraß. Gleichzeitig aber bezeichnete er die Möglichkeit, die Flächen planerisch im Flächennutzungsplan für Gewerbe vorzuhalten als „Chance für die nächste Generation“. Eine Kommune könne nur reagieren, wenn sie dafür planerische Vorkehrungen getroffen habe.

Auch für Norbert von Handorff, CDU-Fraktionschef, ist dieses Gebiet die letzte Möglichkeit, etwas zu entwickeln. Wie Ludger Westerhoff (CDU) war auch er der Auffassung, es nicht überzudimensionieren. 100 Hektar, von denen zwischenzeitlich die Rede war, waren ihm deutlich zu groß. Wie seine Vorredner sah von Handorff in der Erschließungsstraße des Gewerbegebiets den Vorteil, den Durchgangsverkehr aus Holdorfs Ortskern herauszubekommen. Die Einwände sollen jetzt in den Sachausschüssen diskutiert werden. Außerdem schlug Echtermann vor, ein Echo aus der Landwirtschaft einzuholen.



Wirtschaftsforum stellt sich neu auf

Geschrieben von H. Vollmer am 2013-02-08
Christian Schnieders und Ralf Blömer in den Vorstand gewählt

Der neue Vorstand des Wirtschaftsforums: (von links): Günter Böckmann (1. Vorsitzender), Christian Schnieders (2. Vorsitzender), Maria Keßling (Kassiererin) und Ralf Blömer (Schriftführer). (Foto: Vollmer)


Wechsel im Vorstand des Wirtschaftsforums: Mit Christian Schnieders als zweiter Vorsitzender und Ralf Blömer als Schriftführer hat sich die Führungsriege des örtlichen Handels und Gewerbes neu aufgestellt.

Nach sechs Jahren kandidierten der bisherige Vize Klaus Kalkhoff und Schriftführerin Petra Meyer nicht wieder für ihre Ämter. Die Nachfolger waren schnell gefunden. Vorsitzender Günter Böckmann lobte die gute und einvernehmliche Zusammenarbeit mit den beiden scheidenden Amtsinhabern. Sie haben dazu beigetragen, dass das Wirtschaftsforum sich zu einem verlässlichen Partner in der Gemeinde Holdorf entwickelt hat.

Ein Schwerpunktthema war die vom Gemeinderat Holdorf angeregte Erneuerung der Weihnachtsbeleuchtung durch entsprechende LED-Lichter. Zurzeit hängen zwei Probeexemplare über der Großen Straße, die die bisher 15-Watt-Lampen ersetzen könnten. Die Einsparungen wären beträchtlich, rechnete Günter Böckmann vor. Bisher werden um die 18500 Kilowatt verbraucht. Die 7-Watt-Anlage würde etwa 8700 und die 1-Watt-Anlage lediglich um die 1250 Kilowatt benötigen.

Einig war man sich, dass die bisherige Form des Straßenbildes mit den Stern- und Glockenmotiven erhalten bleiben soll. Der Vorstand wird in Zusammenarbeit mit der Gemeinde über die endgültige Anschaffung beraten.





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