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News Archiv

Abschied vom Dorfpolizisten

Geschrieben von OV am 2013-01-17
Wechsel in Holdorfs Polizeidienststelle: Rolf Werner geht, Franz-Josef Hausfeld kommt

Mit kräftigem Händedruck ins Rentnerdasein: Walter Sieveke verabschiedete gestern den Holdorfer Polizisten Rolf Werner (rechts) und lobte ihn ausdrücklich für seine Bürgernähe. (Foto: Köhne)


Holdorfs Polizist Rolf Werner geht in Pension. Sein Kollege Wolfgang Scholz bleibt in der Dienststelle nicht allein. Der Dinklager Franz-Josef Hausfeld ist Werners Nachfolger.

Rudolf heißt er eigentlich. „Doch so kennt mich hier kein Mensch“, sagt Rolf Werner. Dabei kennt ihn in Holdorf eigentlich jedes Kind. 17 Jahre war Rolf Werner in Holdorf Polizist. „Dorfpolizist“, sagt er selbst. Jetzt geht er in Pension. Damit die Polizeidienststelle in Holdorf auch weiterhin mit zwei Beamten besetzt ist, wird ab Februar Franz-Josef Hausfeld zu Wolfgang Scholz stoßen.

Gestern wurde der 62-jährige Rolf Werner offiziell vom Leiter des Polizeikommissariats Vechta, Walter Sieveke, verabschiedet. In 17 Jahren habe sich der gebürtige Holdorfer das Vertrauen der Bevölkerung erworben. „Bürgernähe war für dich nicht eine Floskel, du hast sie gelebt“, lobte Sieveke. Schließlich hat er selbst Werner als Ausbilder erlebt, der ihn „in die Geheimnisse des Südkreises einführte“.

Seine Polizeilaufbahn begann Werner allerdings 1969 in Bremen. Dort war er neun Jahre bei der Bereitschaftspolizei und im Streifendienst tätig, bevor er zur Polizei Niedersachsen wechselte. Zunächst war er in Vechta, dann in Damme tätig. 1996 übernahm der Polizeioberkommissar den Dienst in Holdorf. „Erst war ich allein“, erinnerte sich Werner. Im Sommer 2005 sei dann Kollege Wolfgang Scholz gekommen. Die Schulwegüberwachung, ein guter Draht zur Schule und auch zu den Eltern, sei ihm immer wichtig gewesen, so Werner. Ein fast unheimliches Daten-Gedächtnis attestierte ihm gestern Sieveke: „Damit könnte er bei ’Wetten, dass..?’ mitmachen.“ Dafür aber hat Werner auch nach der Pensionierung keine Zeit. Schließlich ist der Vater zweier Kinder im Gesangverein, Heimatverein und Schützenverein aktiv. Weiterhin ehrenamtlich engagieren will er sich im Weißen Ring bei der Betreuung von Menschen, die Opfer einer Straftat geworden sind. Und wenn ihn seine reiselustige Frau überzeugen könne, werde er künftig vielleicht mehr reisen.

Wie Werner stammt dessen Nachfolger Franz-Josef Hausfeld aus der Region, hat aber in seiner Dienstzeit auch schon in der Großstadt Erfahrungen gesammelt. Aus seiner Zeit auf dem zwölften Revier in Hannover bringe der Oberkommissar Einsatzerfahrung und Gelassenheit mit, so Sieveke. Hausfeld kenne sein neues Revier bereits wie seine Westentasche. Der 51-jährige Dinklager ist seit 1996 bei der Dienststelle Damme tätig. Und Holdorf gehört zur Polizeiinspektion Damme.

Achim Land, Leiter der Polizeiinspektion Damme, Andreas Hempen vom Personalrat, Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug, Hausfeld und Scholz wünschten Rolf Werner auch ohne „Sheriffstern“ alles Gute.



Holdorfer Bürger beklagen den Lkw-Durchgangsverkehr

Geschrieben von H. Vollmer am 2013-01-16
Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug informiert 40 Gäste bei einer Versammlung über die Politik der Gemeinde

Über Vergangenes und Zukünftiges informierte Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug während der Bürgerversammlung. (Foto: Vollmer)


Über Vergangenes und Zukünftiges in der Gemeindepolitik informierte am Montagabend im Saal der Bauernschänke Bocklage Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug etwa 40 interessierte Einwohner während der Bürgerversammlung.

Während der anschließenden Diskussion monierten einige Bürger den stark zugenommenen Lkw-Durchfahrtsverkehr. Dabei würden bedrohliche Geschwindigkeiten gefahren, erklärte beispielsweise ein Anwohner. In diesem Zusammenhang wies der Bürgermeister darauf hin, dass künftig Teilbereiche der Durchfahrt für Lkw gesperrt werden sollen.

Von Damme kommend in Richtung Fladderlohausen müsse dann über die Industriestraße zur Bundesstraße 214 gefahren werden und von hier aus durch den Kreisverkehr Dinklager Straße zur Landesstraße 852 (Neuenkirchener Straße) nach Fladderlohausen.

Langfristig werde es durch die Ansiedlung eines Gewerbegebietes westlich der Autobahn möglich sein, über die jetzt im Bau befindliche Autobahnbrücke Am Scharbrink den Verkehr vor Holdorf zur Bundesstraße 214 zu führen, teilte Krug mit.

Eingangs hatte Krug anhand einer Foto- und Statistikdokumentation die Entwicklung der Gemeinde in den Bereichen Gesellschaft, Wirtschaft, Sport, Bildung, Kinderbetreuung und demografischer Wandel aufgezeigt. Schwerpunkt sei eine weitere Ausweisung von Gewerbe- und Wohnbaugebieten, um den Anforderungen der kommenden Jahre gerecht zu werden.



Mobilität für Menschen mit Behinderung

Geschrieben von OV am 2013-01-16
Fahrtkostenunterstützung der Gemeinde nur wenig nachgefragt

Sechs Anträge auf Fahrtkostenunterstützung. Fünf davon stammen von einer Person, der sechste von einer anderen. Die Zahlen aus dem vergangenen Jahr zeigen, die Richtlinie der Gemeinde Holdorf für schwerbehinderte Menschen wird nicht stark nachgefragt. Die Zahlen hatte Sebastian Wolke vom Sozialamt jüngst den Teilnehmern des lokalen Teilhabekreises vorgestellt. Die Regelung soll dennoch in diesem Jahr so weiter laufen wie bisher.

Das heißt: Wer den Antrag auf Fahrtkostenunterstützung stellt, muss schwerbehindert sein und über einen entsprechenden Schwerbehindertenausweis verfügen. Das gilt nicht nur für Menschen mit einer Geh-, sondern auch mit einer Sehbehinderung. Die Förderung ist in Holdorf nicht vom Einkommen abhängig, und der Antragsteller muss sich nicht an den Kosten beteiligen.

Der Fahrdienst kann von berechtigten Personen grundsätzlich für maximal zwei Einzelfahrten je Monat in Anspruch genommen werden. Der Fahrdienst erstreckt sich auf das Gebiet der Gemeinde Holdorf und auf höchstens 25 Kilometer im Umkreis. Einmal pro Halbjahr können zwei Einzelfahrten mit einer Fahrtstrecke von maximal 40 Kilometern genutzt werden. Eine Einzelfahrt ist nur eine Fahrt und nicht Hin- und Rückfahrt.

Wer die Fahrtkostenunterstützung in Anspruch nehmen möchte, muss einen Antrag bei der Gemeinde Holdorf einreichen. Die sorgt dann für den Fahrdienst. Der Antragsteller muss die Kosten der Fahrt vorstrecken, bekommt sie aber bei Vorlage der Quittung im Holdorfer Rathaus erstattet.

Weitere Infos:
Sebastian Wolke, Telefon 05494/98513.



Holdorfs Hindernisse für Rollstuhlfahrer

Geschrieben von OV am 2013-01-14
Lokaler Teilhabekreis befasst sich im April erneut mit Fragebogen

120 ausgefüllte Fragebögen geben Hinweise, wo in Holdorf Menschen mit einer Behinderung auf Hindernisse treffen.

Den Fragebogen hatte der Arbeitskreis lokale Teilhabe initiierte. Eine erste Auswertung hatte die Vorsitzende des Arbeitskreises Inge Schuster und Doris Schmedes vorgenommen und den Mitglieder des Gremiums in der jüngsten Sitzung vorgestellt. Ein Beispiel: die Kirchentüren in Holdorf sind für einen Rollstuhlfahrer kaum zu öffnen und in Handorf-Langenberg reicht ein kleiner Absatz vor der Kirche aus, dass auch hier Rollstuhlfahrer sie kaum ohne fremde Hilfe erreichen können. Ein weiterer Punkt sind die Neigungen der Gehwege, die ein permanentes Gegensteuern der Rollstuhlfahrer erzwingen.

Außerdem gab es die Anmerkung, dass es im Schwimmbad an einer Kabine für Familien fehle. Es gibt eine Sammelumkleiden oder Einzelkabinen. Die Verwaltung will prüfen, ob drei Einzelkabinen in eine größere Kabine umgewandelt werden können. Zwei öffentliche Behinderten- Toiletten gibt es in Holdorf im Rathaus und im Pfarrheim. Sie sind nur zu Öffnungszeiten zugänglich. Eine, die rund um die Uhr geöffnet ist, wird mit dem Dorfgemeinschaftshaus entstehen.

Am 11. April (18 Uhr) wird sich der Teilhabekreis erneut mit dem Fragebogen befassen. Denn aus manchen Antworten geht hervor, dass vieles, was in der Gemeinde vorhanden ist, nicht jedem bekannt ist. Hier sieht Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug „eine Informationslücke“, die geschlossen werden soll.





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