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News-Archiv (bis Februar 2017)

Spielplatz kommt, aber an anderer Stelle

Geschrieben von OV am 2012-04-26
Holdorfer Rat beschließt Standortwechsel / Ausbildungsbegleiter Körfer stellt sich vor

Den Kindern in Handorf-Langenbergs Neubaugebiet Ernst-Böhm-Straße dürfte es egal sein, wo künftig ihr Spielplatz liegt. Den Mitgliedern des Holdorfer Gemeinderates war es am Dienstagabend aber nicht einerlei.

Sie beschlossen einstimmig, die Änderung des Bebauungsplans Nr. 51 „Nördlich der Siedlung Langenberg“ und die Änderung des Bebauungsplans Nr. 61 „Ernst-Böhm-Straße II“ nach Abwägung der Anregungen der öffentlichen Auslegung und Beteiligung der Behörden. Der Spielplatz war bisher auf der letzten noch nicht verkauften Fläche im Baugebiet II festgesetzt. Die Änderung macht es möglich, dass er in den ersten bereits bebauten Bauabschnitt verlegt wird. Hier soll er auf einem Eckgrundstück seinen Platz finden.

Dafür kann die Fläche im Baugebiet II als Wohnbaufläche veräußert werden. Bereits Ende September hatte der Rat diesen Flächentausch des Spielplatzes auf den Weg gebracht. Anscheinend wird er auch von den unmittelbaren Anliegern des neuen Spielplatzstandortes akzeptiert. Zumindest nutzte niemand die Gelegenheit, Bedenken vorzutragen.

Die Einwohnerfragestunde nutzte vielmehr der Holdorfer Günter Körfer, der dem Senior Expertenservice angehört, um seine ehrenamtliche Tätigkeit als Ausbildungsbegleiter (OV berichtete) vorzustellen. Das Motto dabei lautet „Kein Lehrling ohne Abschluss“. Körfer bedauerte:

„Unsere Arbeit wird von manchen Lehrern mies gemacht, weil wir keine Nachhilfe geben.“ Körfer und die anderen Senior- Experten setzen auf Gespräche statt Pauken. Er schloss seine kleine Ansprache mit der Bitte, jeder, der Lehrlinge kenne, die Unterstützung bräuchten, solle sich an den Bürgermeister wenden. Der werde den Kontakt an ihn dann weitervermitteln.

Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug wies darauf hin, dass das Holdorfer Sportzentrum am 10. Mai seinen 40. Geburtstag feiert – mit einem bunten, sportlichen Programm zum Mitmachen am Nachmittag.



Üben für den Ernstfall

Geschrieben von H. Vollmer am 2012-04-25
Fahrsicherheitstraining von der Verkehrswacht

Im Rahmen des Schutzengelprojektes machte die Bürgerstiftung Holdorf jetzt mit der Verkehrswacht Vechta ein Fahrsicherheitstraining für Jugendliche.

Acht Teilnehmer erprobten auf dem Gelände der Spedition Glandorf mögliche Gefahrensituationen mit ihren Autos. Weitere Fahrsicherheitstrainings sind am 29. April, 6. Mai und 20. Mai (jeweils sonntags) geplant. Infos gibt es bei Franz-Josef Kreinest (05494/314) und Ruth Honkomp (04443/96330). (Text/Foto: Vollmer)



Die Inklusion führt über einen Lift und eine Treppe

Geschrieben von OV am 2012-04-25
Arbeitskreis lokale Teilhabe wählt Inge Schuster zur Vorsitzenden

Weniger Hindernisse im Alltag von Menschen mit Behinderungen ist das Ziel in der Gemeinde Holdorf. Daran arbeitet der Arbeitskreis lokale Teilhabe unterstützt vom Andreaswerk.

Inklusion – das gleichberechtigte Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung wird in der derzeitigen Debatte und Umsetzung auf die Institution Schule fokussiert. Das reicht der Gemeinde Holdorf nicht. Sie will die Inklusion aktiv in den Alltag hineintragen mit dem Ziel, dass behinderte Menschen in der Gemeinde ein selbstbestimmtes Leben führen können. Dabei können abgesenkte Bürgersteige, Rampen statt Treppen genauso helfen wie behindertengerechte Wohneinheiten.

Der erste Schritt in diese Richtung war im vergangenen Juni der Entschluss der Ratsmitglieder, einen Arbeitskreis lokalen Teilhabe zu gründen. Am Dienstagabend trafen sich dessen Mitglieder und bestimmten SPD-Ratsfrau Inge Schuster zur Vorsitzenden und Doris Schmedes, Leiterin des Kindergartens St. Elisabeth, zur stellvertretenden Vorsitzenden des Arbeitskreises. Anwesend waren auch Vertreter des Andreaswerks Vechta. Denn diese begleiten den Teilhabekreis mit fachlichem Rat. Die Gemeinde Holdorf ist die erste Kommune im Landkreis, die mit dem Andreaswerk in einem Teilhabekreis die Inklusion im Alltag vorantreibt und nimmt damit eine Vorreiterrolle ein.

Und für ein erstes Umdenken ist schon gesorgt. So ist nach der Sitzung klar, die schon mehrfach diskutierte Frage „Soll eine Treppe oder ein Sitzlift künftig für einen behindertengerechten Einstieg ins Schwimmbad sorgen?“ ist falsch. Denn die Antwort heißt, sowohl eine Treppe als auch ein Lift sollen ins Wasser führen, so Andreas Trottnow vom Andreaswerk. Schließlich bedeutet Inklusion auch, dass jeder seinen Fähigkeiten entsprechend unterstützt wird. Mit acht Ja-, einer Nein-Stimme und einer Enthaltung sprachen sich die Anwesenden dafür aus, einen Sitzlift vorrangig anzuschaffen, allerdings auch die Treppe nicht aus den Augen zu verlieren. Der Arbeitskreis hofft auch auf Unterstützung aus der Bevölkerung.

So will er beispielsweise in seiner nächsten Sitzung am 6. Juni, die um 18 Uhr beginnt und wie alle Sitzungen des Arbeitskreises öffentlich ist, einen Fragebogen zur Barrierefreiheit erarbeiten. Dieser soll dann der Bevölkerung zugehen. Dabei geht es beispielsweise um zu hohe Bordsteinkanten für Rollstuhlfahrer, um Treppen in öffentlichen Gebäuden und andere bauliche Gegebenheiten, die für Menschen mit Behinderungen zum Hindernis werden. Als Grundlage zur Erarbeitung des Fragebogens sollen die Ergebnisse des Demographie-Workshops der Gemeinde dienen.

Außerdem hat sich der Arbeitskreis lokale Teilhabe zum Ziel gesetzt, eine Richtlinie zur Mobilitätsunterstützung zu erarbeiten. An ihr soll sich die Gemeindeverwaltung künftig orientieren können, wenn es um Zuschussanträge für die Beförderung von Menschen geht, die auf einen elektrischen Rollstuhl angewiesen sind, der aber nicht in ein Taxi passt. Zwar gewährt die Gemeinde Holdorf auch jetzt solche Zuschüsse. Eine entsprechende Richtlinie, die über das Jahr 2012 hinausreicht, hat sie jedoch nicht gefasst.



Fragestunde zu Lärmschutz am 08.05.2012

Geschrieben von OV am 2012-04-25
Rat stimmt SPD-Antrag einstimmig zu / Nächste Ratssitzung auf Plattdeutsch

Holdorfs Bürger sind gefragt zum Thema Lärmschutz an der Autobahn am 8. Mai um 20 Uhr bei Flockme’s Hein in Grandorf. Denn dort findet die erste „Aktuelle Fragestunde“ für Bürgerinnen und Bürger statt.

Gestern stimmte der Rat der Gemeinde einstimmig dafür, in diesem Jahr möglichst drei oder vier „Aktuelle Fragestunden“ zu veranstalten. Die sollen nach Möglichkeit in den jeweiligen Ortsteilen stattfinden, die von dem jeweiligen Thema am stärksten betroffen sind. Dabei sollen die Bürger mit den Vertretern der politischen Gemeinde ins Gespräch kommen, ihre Sorgen, Bedenken und auch Vorschläge zu verschiedenen Vorhaben äußern.

Damit wird dem Antrag, den die SPD-Fraktion Anfang des Jahres gestellt hat, entsprochen. Fraktionsvorsitzender Martin Fischer und seine Parteikollegen hatten vorgeschlagen, eine aktuelle Fragestunde regelmäßig und ohne Formalitäten durchzuführen. Fischer dankte gestern den anderen Fraktionen für die offene Diskussion über den SPD-Antrag und zeigte sich erfreut, dass er jetzt im Großen und Ganzen in die Tat umgesetzt wird. „Jetzt hoffen wir nur noch, dass das Angebot auch von den Bürgern angenommen wird“, so Fischer.

Sichtlich weniger glücklich war er über den Entschluss, dass die nächste Ratssitzung am 26. Juni auf Plattdeutsch abgehalten wird. Doch Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug erklärte, dass, wenn erforderlich, plattdeutsche Wortmeldung übersetzt würden. Und auch Hochdeutsch sprechen, ist erlaubt.





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