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News Archiv

Nach der Probe in der Stube ein Pfannengericht

Geschrieben von H. Vollmer am 2012-04-18
Vater prägte Leidenschaft für Welt der Noten

Spaß an der Musik hat Martin gr. Schlarmann mit seinem Tenorsaxophon nicht nur solo, sondern vor allem im Zusammenspiel mit dem Orchester. (Foto: Vollmer)


Ein Leben ohne Musik kann sich Martin gr. Schlarmann überhaupt nicht vorstellen. Er ist seit 25 Jahren Vorsitzender des Musikvereins Holdorf.

Wenn der Basssaxophonist Martin gr. Schlarmann an seine Kindheit zurückdenkt, spielt sein Vater Heinrich unweigerlich eine wichtige Rolle. „Er war Musikfan durch und durch und hatte ein Faible für die Musik“, erinnert sich der heute 53-Jährige. Sein Vater spielte nicht nur Akkordeon und Jagdhorn, sondern sorgte auch dafür, dass alle fünf Kinder ein Instrument spielen lernten.

Die Blockflöte was das erste Instrument, das Martin gr. Schlarmann bereits mit sieben Jahren im Kindergarten der Benediktinerinnen in die Hand bekam. Mit neun Jahren war es die Klarinette, die ihm sein Vater für den Unterricht bei dem Musiklehrer Eduard Holstein besorgte. „Da war der Funke übergesprungen“, erklärt der Musiker. Während für ihn anfangs dreimal die Woche Einzelunterricht in der alten Volksschule auf dem Programm stand, gab es später Gruppenunterricht. „Das waren die ersten zaghaften Erfahrungen mit Orchestermusik“, sagt der sympathische Saxophonist.

Die wurden bald intensiver: Denn mit elf Jahren und immer noch mit seiner Klarinette ausgestattet, trat er in den Musikverein Holdorf ein. Der Dirigent war Eduard Holstein, der sich als Musiklehrer der Kreismusikschule Vechta ein Zubrot verdiente. „Mit 15 Jahren vereinbarten mein Vater und Eduard Holstein ein Deal“, erinnert sich Martin gr. Schlarmann. Statt Einzelunterricht für ihn kamen sieben bis acht Musiker vom Orchester mit zu ihm nach Hause in die gute Stube, hier unterrichte der Musiklehrer. „Unser Vater hat dabei gesessen und sich aus Freude die Musik angehört“, berichtet der heutige Musikvereinsvorsitzende. „Als Entschädigung gab es anschließend für Eduard von unserer Mutter zubereitetes Essen aus der Pfanne.“ Doch nach dem Tod vom Vater im April 1982 sei die Hausmusik leider eingeschlafen.

Nicht nur diese Erinnerungen begleiten Martin gr. Schlarmann bis heute. Als er 19 Jahre alt war, schenkte ihm sein Vater ein Tenorsaxophon zu Weihnachten. Dafür sei er bis heute dankbar. „Das hat mich nie wieder losgelassen“, berichtet der im Hauptberuf als Lagerist tätige Musiker. Wenn er zu dem Instrument greife, sei ihm sein Vater immer noch nahe. „Der Klang ist sehr schön. Damit kann man Gefühle ausdrücken, die man mit der Klarinette nicht spielen kann“, beschreibt er seine Freude an diesem Klang. Diese Freude will er noch lange mit anderen Musikern teilen.

Der Entschluss, im Jahr 2007 die alte Scheune in seinem Garten für den Ausbau zur Musikscheune zur Verfügung zu stellen, sei ihm nicht schwer gefallen. Als eine seiner besten Entscheidungen als Vorsitzender nennt er zudem die Verpflichtung von Josef Bruns als Dirigent im Jahr 2006. „Mit ihm haben wir einen großen Schritt nach vorne gemacht“, lobt er dessen Engagement und Ideenreichtum. Dazu gehöre auch das Seekonzert, das am 25. August zum dritten Mal auf dem Kalksandsteinsee in Holdorf über die Bühne geht.



Ein Bauer und ein Bergmann vor dem dicken Stein

Geschrieben von H. Vollmer am 2012-04-18
Neugestaltung des alten Holzplatzes in Handorf-Langenberg / Figuren stellen geschichtliche Entwicklung dar

Gelungen: Heini Evers, Josef Struck und Bernard Schonhöft (von links) begutachten die Figuren. (Foto: Vollmer)


Die Neugestaltung des alten Holzplatzes nimmt Formen an. Am Montagabend installierte der Künstler Josef Struck aus Recke mit Helfern der Interessengemeinschaft Ortsverschönerung zwei Figuren vor dem dicken Stein, der zudem den Schriftzug Handorf-Langenberg erhalten soll.

Die 1,05 Meter hohen Figuren stellen einen Bauern und einen Bergmann dar. „Diese symbolisieren die geschichtliche Entwicklung unseres Ortes“, erklärt Annelie Lausch, Sprecherin der Interessengemeinschaft. Wetterfest aus pulverbeschichtetem Edelstahl geformt, soll in Kürze eine Lichtanlage installiert werden, die die Figuren von hinten beleuchtet, damit abends die Silhouetten bestens zur Geltung kommen.

Die Mitglieder der Interessengemeinschaft haben den zuvor öden und vernachlässigten Platz direkt am Ortseingang mittlerweile ein Gesicht gegeben. So errichteten sie mit Hilfe eines Zimmereibetriebes einen Pavillon, legten einen Hirschkäfermeiler an, schütteten Erdwälle auf, bepflanzten diese und legten Beete an. Demnächst soll weiterer Mutterboden zugeführt werden, um die Fläche mit einem robusten Rasen zu besäen.

„Es gibt noch einiges zu tun, aber das meiste ist geschafft, zieht Annelie Lausch Zwischenbilanz. In den kommenden Wochen soll die Informationssäule, ein altes Relikt aus vergangenen Eisenbahnertagen, noch ein Dach erhalten und ringsum mit einem Pflaster versehen werden. Hier können sich später Besucher über die geschichtliche Entwicklung des Holdorfer Ortsteiles informieren. Im Pavillon und auf der Außenanlage werden noch Sitzbänke aufgestellt und Abstellplätze für Mofas und Fahrräder geschaffen.

„Der Platz soll Wanderern, Radfahrern und Einheimischen zur Einkehr und Erholung dienen“, benennt Annelie Lausch das Anliegen der Interessengemeinschaft. Außerdem erhält der nebenliegende Wertstoffsammelplatz einen natürlichen Sichtschutz durch eine Buchenhecke und Verengung der Zufahrt. Mit der offiziellen Übergabe rechnen die aktiven Helfer noch in diesem Sommer. Der alte Holzplatz soll nicht die letzte Aktivität der engagierten Bürger gewesen sein. Deshalb will die Interessengemeinschaft einen eingetragenen Dorfgemeinschaftsverein gründen.



Pfarrgemeinde organisiert Sommerferienlager

Geschrieben von OV am 2012-04-18
Vom 23.07. bis zum 01.08.2012 nach Altenilpe (Sauerland)

Das Ferienlager der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul findet vom 23. Juli bis 1. August in Altenilpe im Sauerland statt.Mitfahren können alle Holdorfer Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis 15 Jahren.

Der Teilnehmerbeitrag für die zehn Tage mit Verpflegung, Betreuung und Unterhaltungsprogramm beträgt160 Euro. Bei bedürftigen Familien ist eine finanzielle Unterstützung möglich.

Anmeldungen liegen im Pfarrhaus und in der Videothek in Holdorf aus oder können online auf der Seite www.kirche-in-holdorf. de heruntergeladen werden.

Info: Infos gibt es bei Rolf Bergmann (05494/8565) oder bei Stephan Möhring (05494/9777947).



Granate in Holdorf ist geborgen

Geschrieben von OV am 2012-04-17
Fund im Laub erweist sich als harmlos

Experten vermuten, die Granate habe lange im Haus gelegen und sei erst kürzlich entsorgt worden.

Die Granate, die ein achtjähriges Mädchen am Samstag in Holdorf gefunden hat, ist geborgen. Zwei Sprengstoffexperten aus Oldenburg hätten sie gestern Vormittag abgeholt, teilte Joachim Noparlik vom niedersächsischen Kampfmittelbeseitigungsdienst mit. Die Granate sei harmlos gewesen, sie habe weder Sprengstoff noch explosive Teile enthalten, sagte er: „Da konnte nichts passieren.“

Auffällig sei gewesen, in welch gutem Zustand sich die Granate befunden habe, fügte Noparlik an: „Die scheint über Jahrzehnte in einem Haus gelegen zu haben und erst vor kurzem entsorgt worden zu sein.“ Das Mädchen hatte die Granate während der Umweltreinigungsaktion der Gemeinde Holdorf im Laub gefunden, nahe des Kreisverkehrs an der Handorfer Straße. Die Experten identifizierten sie nun als Nachkriegsgranate aus Nato-Beständen.

Am Wochenende hatten die örtlichen Beamten laut der Polizei Damme den Kampfmittelbeseitigungsdienst telefonisch nicht erreichen können. Sie seien in der Vermittlung der Polizeidirektion Hannover wohl falsch weiterverbunden worden, sagte Noparlik. Wo genau der Fehler gelegen habe, lasse sich nicht mehr rekonstruieren: „Ich kann mir das nicht richtig erklären. Das ist sicher etwas unglücklich gewesen.“ Munitionsfunde aus Friesoythe und Soltau seien am Wochenende problemlos dem zuständigen Sprengmeister gemeldet worden.

Die Polizei hatte die Granate mit Laub zugedeckt und den Fundort mehrmals kontrolliert. Sie habe sich wie alle Beteiligten „sehr verantwortungsvoll verhalten“, lobte Noparlik.





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