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News Archiv

St. Peter und Paul bekommt wieder eine vollständige Klinkerfassade

Geschrieben von H. Vollmer am 2012-04-12

Die alte Marienkapelle in Holdorf wird abgerissen. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul erhält damit in diesen Tagen ihr ehemaliges Gesicht. Nach Ostern rückten Bauarbeiter der Handorfer Firma Schwingel mit Bagger und Lkw an, um den an der Südseite angebauten Gebäudeteil zu entfernen. Die Marienkapelle ist mittlerweile knapp zehn Meter weiter im Mittelteil der Kirche untergebracht und mit einem gestalteten Buntglasfenster versehen worden. Handwerker werden jetzt die Außenwand des Kirchengebäudes der ursprünglichen Klinkerfassade anpassen.

Die Neuerrichtung der Friedhofsmauer an der Neuenkirchener Straße indes lässt noch einige Zeit auf sich warten. Nach Auskunft der Gemeinde-Rechnungsführerin Tanja Heidler ist die Ausschreibung erfolgt. Die Submission sei am 17. April, so Heidler. Bis zum Sommer sollen die Handwerker fertig sein.

Saniert wird außerdem die Leichenhalle der St. Barbara Kirche in Handorf-Langenberg. Hier soll eine neue Kühlung eingebaut werden. Zudem ist die Umsetzung des Taufsteins vorgesehen sowie ein neuer Ausgang von der Kirche zum Friedhof. Die gesamten Kosten betragen rund 64.000 Euro. (Text/Foto: Vollmer)



Improvisation ist seine starke Seite

Geschrieben von OV am 2012-04-11
Pfarrer Christian Wölke leitet ab dem17.Mai die fusionierte Kirchengemeinde St.-Johannes-Baptist

Christian Wölke Erst Mechaniker, dann Priester: Christian Wölke. Er zieht nach Steinfeld. (Foto: Braunschweig)

Mit Fusionen kennt sich der neue Geistliche für Steinfeld, Mühlen, Holdorf und Handorf-Langenberg aus. Er hat in den vergangenen zehn Jahren ausschließlich in zusammengeführten Gemeinden gearbeitet.

Wenn Pfarrer Christian Wölke (44) am 17. Mai sein neues Amt antritt, beginnt in den Pfarreien St. Peter und Paul in Holdorf, St. Barbara in Handorf-Langenberg, St. Johannes in Steinfeld und St. Bonaventura in Mühlen eine neue Zeitrechnung. Die vier Gemeinden werden zu einer.

St.-Johannes-Baptist wird die fusionierte Kirchengemeinde heißen. An ihrer Spitze wird dann ein Pfarrer stehen, der sich mit Fusionen bestens auskennt. Denn seit 2003 ist Wölke in Gemeinden tätig, die zusammengelegt wurden, zuletzt als Pfarrverwalter von St. Barbara in Barkenberg in Dorsten.

Wölke ist ein Mann des offenen Wortes. „Null Ahnung“ habe er bislang davon, wie der Katholizismus im Oldenburger Münsterland gelebt werde. Dabei hat er schon einige Unterschiede erlebt: Zum Beispiel bei den Prozessionen. Das, was in seiner Heimatstadt Dülmen groß zelebriert wurde, führte in Recklinghausen- Süd mit einer Handvoll Teilnehmer einmal um die Kirche. Auch wegen solcher Unterschiede hofft Wölke, dass ihn die neue Gemeinde mitnimmt.

Teamarbeit liege ihm, sagt der 44-Jährige. Darin sieht er auch eine Chance für das Gelingen der Fusion. Er sei sehr gespannt auf die Zukunft. Die Ängste, die diese bei Gläubigen auslöse, könne er ihnen nicht nehmen, „weil ich nicht weiß, welche es sind. Jeder Ort ist anders und ich bin kein Hellseher.“ Trauer sei aber nicht angebracht. „Wir müssen in und nicht neben der Zeit leben“, sagt Wölke. „Die Welt geht davon nicht unter. Wichtig ist doch, was Christus uns heute zu sagen hat.“ Und das will Wölke den Menschen gerne näher bringen. „Das ist die Herausforderung für mich als Pfarrer, das durch Wort und Tat glaubhaft zu vermitteln. Nur mit Gottesdienst halten, ist es ja nicht getan.“

Sich selbst beschreibt er als katholischen Priester „mit allem, was dazugehört“. Dabei war er das nicht immer. Von 1983 bis 1996 arbeitete Wölke als Mess- und Regelmechaniker in Marl. Mit jeglicher Art von Datenerfassung in Anlagen kennt er sich aus, mit Chemie dagegen gar nicht. Wie kam er dann zum Priesteramt? „Mir ist kein Engel erschienen, aber irgendwann stellte sich die Frage: Gibt es noch mehr?“ Im Ahlener Modell absolvierte er die Ausbildung in der Praxis und wurde 2003 zum Priester geweiht. Seitdem habe er den Wechsel nicht einen Tag bereut. Er sei gerne katholisch und vielleicht weniger kirchenkritisch als manch anderer. Die Zeit der Fusionen sei auch nur eine Phase der Kirchengeschichte und Kirche könne 2012 nicht so sein wie sie 1950 war.

Wölke freut sich auf seine neue Wirkungsstätte. Es sei immer klar gewesen, dass die Zeit in Barkenberg begrenzt sein sollte. Der Wechsel habe nichts mit Druck oder einem konkreten Anlass zu tun, widerspricht Wölke Vermutungen, dass es zwischen ihm und einem Pfarrer aus der Seelsorgeeinheit Differenzen gegeben habe. Und: „Ein Pfarrverwalter ist kein Pfarrer.“

Er mag die Improvisation. Wenn Sachen aus dem Ruder liefen, sei er in seinem Element, sagt er. Das sei eine seiner Stärken. Und Schwächen? „Ich habe ein fürchterliches Namensgedächtnis und bin manchmal etwas schludrig.“ In seiner Freizeit reist der Pfarrer gerne nach München. Die Stadt und der TSV 1860 haben es ihm angetan. Außerdem sei er gutem Essen zugeneigt. Der Pfeifenraucher, der ins Steinfelder Pfarrhaus einzieht, hofft, eine neue Heimat zu finden. „Ich möchte irgendwo zu Hause sein.“



Der Service am See kommt bei Campern an

Geschrieben von OV am 2012-04-10
Neue Saison für Zeltplatzbetreiber Rosi und Martin Bahlmann

Fühlen sich am Heidesee wohl: Martin und Rosi Bahlmann betreiben den Campingplatz. (Foto: Köhne)


Sie rollen wieder – die Wohnmobile. Auf dem Zeltplatz Heidesee in Holdorf hat der Campingbetrieb wieder begonnen.

Die Wimpel flattern im Wind. Die Brise, die über den Heidesee in Holdorf weht, ist nicht nur steif, sondern auch kalt. Rosi und Martin Bahlmann stört das nicht. Sie sitzen an einem der langen Tische in ihrer Cafeteria, genießen die Aussicht auf den See und lassen zwischendurch immer wieder den Blick hinüber streifen auf die Zufahrt zum Zeltplatz.

Rosi Bahlmann reckt den Hals: „Da kommt einer.“ Und tatsächlich taucht das weiße Dach eines Wohnmobils auf. Neue Kundschaft für die Bahlmanns, die den Campingplatz betreiben. Schon seit 14 Tagen ist die Anlegestelle für Camper geöffnet. Der große Ansturm hat noch nicht eingesetzt. Dafür muss es noch etwas wärmer werden. „Aber ich habe gestaunt. Erst gestern waren neunWohnmobile hier“, erzählt Martin Bahlmann. „Wann und wo trifft man schon einen Finnen?“, fragt er dann. Natürlich am Heidesee, auf seinem Campingplatz, erst gestern. Dänen, Norweger, Schweden, die machen oft bei den Bahlmanns Halt. „Unser Platz liegt für sie günstig, wenn sie in den Süden wollen. Sie fahren von der Autobahn ab und übernachten hier.“ Lange bleiben die Skandinavier nicht, meist nur eine Nacht.

Das sieht bei den Gästen, die jetzt nach und nach den Campingplatz anfahren und auf der großen Wiese hinter dem Café einparken, anders aus. Zwölf Wohnmobile des Reisemobilclubs Albatros aus Düren haben sich für das Osterwochenende angekündigt. Zwischen ihren Gefährten trotzen die Rheinländer dem Wind und feiern überschwänglich ihr Wiedersehen. Seltsam. Albatros-Mitglied Peter Koch erklärt jedoch, dass einige von ihnen mit ihren Wohnmobilen den Winter im Süden verbringen. Jetzt treffe man sich tatsächlich nach längerer Zeit wieder, um gemeinsam „anzucampen“. Warum ausgerechnet in Holdorf? Die Antwort hat Maria Arndt schnell parat: „Ich war schon drei Mal hier. Es hat mir sehr gut gefallen, und deshalb habe ich gesagt, da müssen wir alle mal hin.“ Solche „Wiederholungstäter“ hat Martin Bahlmann oft unter seinen Gästen und das freut ihn sehr. Schließlich zeigt das, dass der Service stimmt. Ab 8 Uhr gibt es beispielsweise nach Anmeldung in der Cafeteria Frühstück oder warme Brötchen zum Mitnehmen in den eigenen Wagen. Die Küche ist bis 20.30 Uhr geöffnet, und das Strandcafé schließt, wenn der letzte Gast geht. „Das Preisleistungsverhältnis stimmt, und der Mann ist in Ordnung und was er macht auch“, sagt Wohnmobilist Walter Engels und klopft Martin Bahlmann auf die Schulter.

Gemacht, erzählt Bahlmann, habe er immer nur das, was ihm gerade so eingefallen sei – zum Beispiel habe er das Café und die Sanitäranlagen errichtet. Erst kürzlich haben er und sein Bruder Christian, der den Badesee betreibt, mit Mitgliedern der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) ein von Lacken befreites Schiffswrack in elf Metern Tiefe versenkt. Eine neue Attraktion für die Gerätetaucher. Den Sportlern ist keine Brise zu steif. Aber einen heißen Kaffee, den genießen auch sie am liebsten im Strandcafé, wie Rosi und Martin Bahlmann.



Umwelttag in Holdorf am 14.04.2012

Geschrieben von Gemeinde Holdorf am 2012-04-05
Große Müllsammelaktion der Gruppen und Vereine

Zu einer großen Müllsammelaktion lädt die Gemeinde Holdorf alle Bürgerinnen und Bürger am Samstag, den 14.04.2012 ein. Nachdem die Sammelaktion im letzten Jahr nicht stattgefunden hat, gehen die Organisatoren für dieses Jahr davon aus, dass der Frühling hält, was er verspricht.

Ab 9.00 Uhr soll es dann mit Trecker und Wagen oder zu Fuß dem Müll in der Landschaft an den Kragen gehen und die fragwürdigen Hinterlassenschaften von Umweltsündern sichergestellt werden.

Beim Bauhof der Gemeinde Holdorf (Fladderlohausen 49) werden Container aufgestellt, in denen die gesammelten Abfälle entsorgt werden können.

Als Belohnung für die Mühen geht es um 12.00 Uhr gemeinsam zum Holdorfer Schulzentrum, wo der Umwelteinsatz mit Getränken und gegrillten Würstchen ausklingt.

Bereits vor einige Wochen wurden die Vereine und Gruppen angeschrieben und um Mithilfe gebeten. Diejenigen, die noch nicht geantwortet haben, werden um eine kurze Rückmeldung gebeten. Ansprechpartner bei der Gemeinde Holdorf ist Ralf Bolles (Telefon 05494/985-21, E-Mail: E-Mail-Adresse bolles@holdorf.de).





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