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News-Archiv (bis Februar 2017)

Fladderlohausens Jugend gewinnt Vergleichsschießen

Geschrieben von H. Vollmer am 2012-03-29
Marco Sbroggio ist der beste Einzelschütze / Mario Stickfort gewinnt bei den Betreuern

Alle drei Pokale bleiben in Fladderlohausen: Beim 32.Vergleichsschießen der Jugendkompanien in der Gemeinde Holdorf spielten die Lorser Jungschützen ihren Heimvorteil voll aus.

Alle drei Trophäen stehen nun in der Vitrine der Schützenhalle Fladderlohausen. Mit 449 Ringen sicherten sich die Lorser Jungschützen den Kompaniepokal, die zweitplatzierte Kompanie aus Handorf-Langenberg kam auf 435 Ringe, gefolgt von Holdorf mit 371 Ringen. Den Pokal für den besten Einzelschützen überreichte die stellvertretende Bürgermeisterin Silvia Boye an Marco Sbroggio aus Fladderlohausen. Er ließ gleich vier Schützen hinter sich. Das Nachsehen hatten Pauline Westermann (Holdorf), Luisa Melzow (Handorf-Langenberg) sowie Stefan Borgmann und Maxi Heil (beide Fladderlohausen).

Außerdem schossen die Jugendbetreuer der drei Holdorfer Vereine einen Pokal aus. Dem Jugendschießwart Mario Stickfort gelang der dritte Streich der gastgebenden Lorser Jungschützen. Er verdrängte Lukas Melzow aus Handorf-Langenberg mit 44 Ringen auf Platz zwei.



Ein Wörterbuch der netten Muttersprache

Geschrieben von OV am 2012-03-28
Holdorfer Maria Haverkamp für das Plattdeutsche immer aktiv

Ein ganz spezielles Fremdsprachenlexikon: Maria Haverkamp freut sich darauf, die leeren Seiten zu füllen. (Foto: Köhne)


Sie denkt auf Plattdeutsch. Vermutlich träumt sie auch auf Plattdeutsch. Letzteres kann Maria Haverkamp nicht wirklich bestätigen. Die Annahme liegt aber nah – Maria Haverkamp ist Plattdeutschbeauftragte der Gemeinde Holdorf.

„Schnöttkiel“ oder „Schleitkefidel“ – zwei Worte von vielen, die sich Maria Haverkamp notiert hat. Zwei Worte auf Platt, die Haverkamp gern mag, weil man sie wie so viele andere plattdeutsche Begriffe nicht wirklich 100-prozentig ins Hochdeutsche übersetzen kann. „Schnöttkiel“ könnte man mit „ein unreifer Mensch“ und „Schleitgefidel“ mit „jemandem, der nichts ernst nimmt“ übersetzen, erklärt die Holdorferin. Sie muss es wissen. Schließlich wurde sie gemeinsam mit Elsbeth Ansmann kürzlich zur Plattdeutschbeauftragten der GemeindeHoldorf ernannt.

Dabei hatte ihr der Bürgermeister ein großes gelbes Buch in der Anmutung eines Fremdsprachenlexikons überreicht. Es trägt den Titel „Großes Taschenwörterbuch Holdorfer Platt“. Der Clou: alle Seiten sind leer.

Der ehemaligen Lehrerin wird es nicht schwer fallen, sie zu füllen. Schließlich ist Plattdeutsch ihre Muttersprache. „Ich konnte kein Hochdeutsch, als ich in die Schule gekommen bin“, erzählt die gebürtige Schwegerin. Geschadet habe das nicht. Hochdeutsch lernte sie fix. Und konnte dann zusätzlich noch Plattdeutsch. „Mit Plattdeutsch beherrscht man eine zusätzliche Sprache. So habe ich das später dann auch immer den Kindern schmackhaft gemacht.“ Denn ihren Spaß an der Sprache, die so gemütlich, so nett klingt, hat die 64-Jährige bis zu ihrer Pensionierung im vergangenen Jahr an ihre Schüler weitergegeben. In Schulen und Kindergärten will sie künftig als Plattdeutschbeauftragte vorbeischauen, den Kindern kurze Texte vorlesen oder mit ihnen Quatschlieder auf Plattdeutsch singen.

Wenn Plattdeutsch ihre Muttersprache ist, denkt sie dann auch auf Platt? Darüber habe sie sich noch nie Gedanken gemacht, stutzt Haverkamp nur kurz. „Doch, ich denke auf Plattdeutsch“, sagt sie dann. Beim Träumen dürfte das wohl ähnlich sein. Natürlich können auch ihre drei Söhne Platt. Das ältere ihrer beiden Enkelkinder ist drei Jahre alt und versteht diese Sprache auch schon. Die Liebe zum Platt liegt eben in der Familie. Der Heimatdichter Dr. Hubert Burwinkel – ein Onkel der Plattdeutschbeauftragten.

In ihrer Freizeit engagiert sich Haverkamp beim Heimatverein und fürs Theaterspiel. Als Schauspielerin könnte man sie sich gut auf der Bühne vorstellen, weil sie so ein schön deutliches Hochdeutsch spricht und ihre Worte mit passenden Gesten untermalt. Aber weit gefehlt. Haverkamp steht nicht auf der Bühne, sie führt Regie gemeinsam mit Christiane gr. Schlarmann. Und was sprechen wohl ihre Holdruper Plattschnackers?



Wie Josef Bruns neue Musik-Maßstäbe setzt

Geschrieben von H. Vollmer am 2012-03-28
Holdorfer bitten zum Konzert in die Pfarrkirche / Elisabeth Dopheide gab ihr Debüt

Mit der tragenden Musik des Pilgerchores aus der Oper „Tannhäuser“ von RichardWagner (1813 bis 1883) eröffnete das Orchester des Musikvereins Holdorf sein Konzert in der Pfarrkirche St. Peter und Paul. Und klassisch sollte es auch unter der musikalischen Leitung von Dirigent Josef Bruns weitergehen.

So hatte dieser das umfangreiche Werk „Russian Christmas Music“ des amerikanischen Komponisten Alfred Ried (1921 bis 2005) ausgesucht, das Motive aus der liturgischen Musik der Orthodoxen Kirche aufgreift. Der typische Glockenschlag durfte nicht fehlen, als eingangs sachter Klarinetten klang die tragende Melodie bestimmte. Punktgenau stimmten Hörner, Saxophone, Posaunen, Querflöten und später Trompeten mit ein. Eine besondere Rolle spielte hierbei die Sektion der Schlaginstrumente, wie Kesselpauken, Xylophon und Becken. Die konzentrierte Leistung der Musiker wurde mit langanhaltendem Beifall honoriert.

Erstmals erklang in der voll besetzten Kirche, die Orgel von ihrem neuen Platz der Empore. Von dem Tasteninstrument durch ihre Musiklehrerin Maria Laux begleitet, gab die junge Sopranistin Elisabeth Dopheide mit dem Solopart „Herr in den Höh’n“ von Georg Friedrich Händel (1685 bis 1759) ein gelungenes Debüt in Holdorf.

Später beeindruckte die Bersenbrückerin in Begleitung des Orchesters mit dem „Abendsegen“ aus der Märchenoper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck (1854 bis 1904) sowie mit dem „Ave Maria“ von Giulio Caccini (1545/51 bis 1618) als Zugabe.

Elisabeth Dopheide überzeugte durch ihre ausgeprägte und markante Stimme, die sie klar und wenn gefordert, kraftvoll einsetzt. Nachdem das Orchester weitere Werke wie „Canzon in Echo“ von Giovanni Gabrieli (1557 bis 1612) sowie die „Barock Suite“ von Jean-Baptiste Lully (1632 bis 1687) und im Zusammenspiel mit Maria Laux an der Orgel „The Lost Chord“ von Arthur Sullivan (1842 bis 1900) intonierte, gab es minutenlang stehenden Beifall.

Eindrucksvoll hatten die Musiker belegt, dass Josef Bruns mit ihnen ein ganz neues Kapitel des Musizierens aufgeschlagen hat. Er versteht es, seine Experimentierfreude auf das Orchester zu übertragen, das die ihm gestellten Aufgaben in bravouröser Manier löst.



Pfarrer Wölke freut sich auf neue Aufgabe

Geschrieben von OV am 2012-03-26
Christian Wölke wird leitender Seelsorger für Holdorf, Mühlen und Steinfeld / Amtseinführung am 17. Mai

Der neue Pfarrer in Steinfeld und Holdorf: Christian Wölke.

Seiner neuen Aufgabe blickt er „mit Freude entgegen“, sagt Pfarrer Christian Wölke. Noch ist er Pfarrverwalter im nordrhein-westfälischen Dorsten. Doch der 44-Jährige wird am 17. Mai in sein Amt als leitender Seelsorger für die Kirchengemeinde St. Johannes Baptist eingeführt, die an diesem Tag neu entsteht. Gegründet wird sie am Hochfest Christi- Himmelfahrt von den Pfarreien Holdorf (St. Peter und Paul Kirche) mit Handorf-Langenberg (St. Barbara Kirche) und Steinfeld (St. Johannes Kirche) mit Mühlen (St. Bonaventura Kirche). Am vergangenen Mittwoch habe er sein Einverständnis gegeben, die Stelle anzutreten, berichtet Pfarrer Wölke.

Bereits zuvor hatte er sich vor Ort einen Eindruck verschafft. Da war gewiss, dass er die Gegend mag. Ganz unbekannt sei ihm das Oldenburger Münsterland nicht gewesen. Nun freue er sich auf die spannende Aufgabe.

Gestern gab das Offizialat die Personalie bekannt: per Pressemitteilung und in den Sonntagsgottesdiensten der beteiligten Gemeinden. Am 3. April will Offizialatsrat Prälat Bernd Winter den Gemeindegremien der Holdorfer, Handorfer, Mühlener und Steinfelder Katholiken ihren neuen leitenden Seelsorger persönlich vorstellen.

Dort ist Erleichterung zu spüren. „Wir sind froh, dass nun ein Pfarrer benannt ist und wir die Fusion der Kirchengemeinden vernünftig vorbereiten können“, sagt Anke Rehling aus Holdorf. Sie ist Vorstandsmitglied im Seelsorgerat von St. Peter und Paul. Sie erklärte: „Wir freuen uns auf Pfarrer Wölke.“ Nun sei auch die Vakanz für Holdorf und Handorf beendet, wo es keinen leitenden Seelsorger gab.

Wölke stammt aus Dülmen (Westfalen), hat 2003 in Münster die Priesterweihe empfangen und war in Gescher, Coesfeld sowie in Dorsten als Seelsorger tätig. In der Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist wird er 11 000 Gläubige betreuen. Sitz des gemeinsamen Pfarramtes und Pfarrkirche wird St. Johannes in Steinfeld. Die Kirchen in Holdorf, Handorf und Mühlen behalten ihre Patrozinien.





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