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News-Archiv (bis Februar 2017)

Holdorfs Bitte an den Bischof

Geschrieben von OV am 2012-03-15
Ort im Namen der neuen Pfarrei erwähnen

Die Christen von St. Peter und Paul fürchten mit der Fusion um ihre Identifikation. (Foto: Köhne)


Einen Brief an Bischof Felix Genn in Münster hat jetzt Holdorfs katholische Kirchengemeinde St. Peter und Paul geschickt. Es geht um den Namen der neuen Pfarrei nach der Fusion mit Steinfelds Katholiken.

Die Kirchengemeinden Steinfeld und Holdorf werden Mitte Mai zu einer neuen Pfarrei fusionieren. Die über 4400 Holdorfer Katholiken sind darüber nicht glücklich. Denn die Fusion bedeutet für sie, dass sie ihre Eigenständigkeit verlieren. Außerdem haben sie 2010 gerade erst die Fusion von St. Peter und Paul mit St. Barbara (Handorf-Langenberg) hinter sich. Viel lieber wäre den Holdorfern daher eine Seelsorgeeinheit. Mit ihr hätte die Kirchengemeinde ihre Selbständigkeit behalten können.

Was den Holdorfern außerdem zu schaffen macht: Bei der Fusion taucht der Name Holdorf nicht mehr im Namen der neuen Pfarrei auf. Sie soll „St. Johannes Baptist s.t. Decoll. Steinfeld“ heißen. Den Holdorfern wird so die Identifikation mit der neuen Pfarrei schwer gemacht. Sie schlagen hingegen vor, die neue Pfarrei „St. Johannes Baptist s.t. Decoll. Steinfeld und Holdorf“ zu nennen. Einen Brief mit dieser Bitte haben die Mitglieder des Seelsorgerates und des Verwaltungsausschusses der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul jetzt an Bischof Felix Genn geschickt. In dem Schreiben erläutern sie ihren Antrag.

„Alternativ könnte der oben genannte Name der neuen Pfarrei den Christen von St. Peter und Paul – und ebenso jenen von St. Johannes Baptist – klar widerspiegeln, dass es sich bei der Fusion nicht um ein ’Schlucken` von St. Peter und Paul durch St. Johannes Baptist handelt, sondern um eine tatsächlich ganz neue Pfarrgemeinde und dass der künftige Pfarrer trotz seines Dienstsitzes in Steinfeld ebenso Pastor in Holdorf ist. Auch in der Außendarstellung würde dies durch den Namen deutlich“, heißt es in dem Brief.

Auch die politische Gemeinde Holdorf steht der Fusion der Kirchengemeinde kritisch gegenüber und unterstützt die Forderung nach einer Seelsorgeeinheit. Im Brief an den Bischof wird angemerkt, dass der Zusatz Holdorf im Namen der neuen Pfarrgemeinde möglicherweise die Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde Holdorf erleichtern könnte. „Im dortigen Rat gibt es starke Vorbehalte gegen eine Pfarrei, die nur den Namen Steinfeld führt und damit Holdorf als zweite beteiligte Gemeinde ’unterschlägt’.“

Aus der Bischöflichen Pressestelle Münster hieß es auf die Frage zur Reaktion des Bischofs auf das Schreiben, dass angesichts der zahlreichen Termine des Bischofs nicht mit einer „postwendenden“ Antwort zu rechnen sei. Aus dem Offizialat wurde gemeldet, Schriftwechsel einzelner Gemeindeleitungen mit dem Bischof von Münster kommentiere das Offizialat Vechta nicht.



Vorläufig keine Zuschüsse

Geschrieben von H. Vollmer am 2012-03-15
Ausschuss vertagt Votum zu Vereinsanträgen

Ein knapp vierstündiges Mammutprogramm leisteten die Mitglieder des Jugend-, Kultur und Sozialausschusses Holdorf während ihrer Sitzung ab.Vertreter der Vereine, die Zuschussanträge gestellt haben, erhielten Gelegenheit, diese zu erläutern. Sie mussten jedoch ohne konkretes Ergebnis den Saal verlassen. Die Fraktionen wollen noch einmal beraten. Konkret betroffen waren der Angelsportverein Holdorf (Erneuerung der Wetterschutzhütte), die Gemeinde St. Peter und Paul (Sanierung der Leichenhalle), der Tennisclub (Sanierung des Clubheimes) und der Schützenverein Handorf-Langenberg (Erweiterung der Toilettenanlage).

Zum Thema Babyschwimmen im Hallenbad berichtete Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug, dieses komme gut an. Jeweils Mittwochnachmittags werde für eine Stunde der Hubboden auf 40 Zentimeter Wasserstand angehoben. Solange es kein eigenes Babyschwimmbecken gebe, sei dies eine praktikable Lösung. Es sei nun zu beraten, ob dieses Angebot fortgesetzt werden solle.

Außerdem beschlossen die Mitglieder, dass das Behinderungsgrad für Schwerbehinderte von 51 auf 50 Prozent abgesenkt wird. Davon können gemeindeweit 171 Personen profitieren. Sie zahlen ab sofort den halben Eintrittspreis. Krug machte sich außerdem für den Kauf eines Lifters stark. Eine mobile Treppe für den Zugang ins Becken sei keine optimale Lösung.



Rund 7000 Euro für krebskranke Kinder

Geschrieben von am 2012-03-15
Jugendfußballer kreisweit engagiert / Zum Schluss ein Tausender vom SV Holdorf

Stolze Aktivisten: Holdorfs Helfer bei der Spendenübergabe. Hinten von links: Hans Engelmann, Helmut Ansmann, Sascha Bley und Manni Pohlmann; vorne von links: Hannah Wegner, Marie Kampers und Glücksfee Lily Bley. (Foto: Vollmer)


Aller guten Dinge sind drei – und das war ein besonders gutes Ding. Zum dritten Mal beteiligten sich die Jugendfußballer des Kreises Vechta an der bundesweiten Aktion E-Jugend-Cup für die Deutsche Kinderkrebshilfe. Kamen in den ersten zwei Jahren jeweils 4200 Euro zusammen, so liegt der jetzige Erlös bei der herausragenden Summe von rund 7000 Euro. Den exakten Betrag überreicht Vechtas Kreisjugendleiter Hans Engelmann am Wochenende beim Verbandsjugendbeirat in Barsinghausen dem Niedersächsischen Fußball-Verband.

Der hohe vierstellige Erlös, mit dem der Kreis Vechta landesweit wohl wieder in der Spitze anzutreffen ist, kommt durch viele Einzelaktionen zusammen. So hatten die Jugendleiter der VEC-Klubs auf ihrer Arbeitstagung im vergangenen Jahr eine pauschale Spende von 50 Euro beschlossen – das war schon ein Grundstock von etwa 1250 Euro. Während der Kreismeisterschaften der D- und E-Jugend klapperte Hans Engelmann mit einer Spardose den Landkreis ab, in jeder Halle war er mindestens einmal. Weitere 2000 Euro.

„Das ist inzwischen aber schon ein generationsübergreifendes Modell“, meinte der Kreisjugendwart. Erstmals gingen die Spardosen auch bei den drei Endrunden der Altherrenkicker rum, ihr Spielleiter Siegfried Lammers überreichte weitere 900 Euro. Sehr engagiert zeigten sich aber auch Dinklager Fanclubs. So versteigerten die Fohlenfreunde ein Gladbach-Trikot mit Autogrammen und stifteten den Erlös von 924 Euro. Die Bayern- Burg wurde aktiv, die Burgwald- Borussen planen schon fürs nächste Jahr. Kurios ebenfalls die 505 Euro vom TuS Lutten: Ausgangspunkt war eine Wette, die zur Folge hatte, dass ein Lutter am Neujahrstag 40 Meter unfallfrei mit einem Waveboard fahren musste.

Für den Abschluss dieser Serie vieler Einzeltaten sorgte der SV Holdorf, der am Sonntag nach der Mädchen-Endrunde einen stolzen Betrag von 1000 Euro spendete. Die HSVer hatten bei all ihren 15 Turnieren dieses Winters gesammelt. Sonntag gab’s darüber hinaus noch eine schöne Tombola, zu den Preisen zählten etwa zwei Originaltrikots von Werder Bremen, die Marie Kampers (Holdorf) und Hannah Wegner (Damme) gewannen. Moderator Helmut Ansmann und Glücksfee Lily Bley zauberten nicht nur ihnen ein Lächeln ins Gesicht.



Keine Veränderung

Geschrieben von OV am 2012-03-14
Für Möbel-Hüdepohl-Gelände fehlt Konzept

Die Veränderungssperre in einem Teilbereich des Bebauungsplans „Dinklager Straße, Alte B214,Neue B214“ in Holdorf wird vorerst nicht aufgehoben. Der Planungsausschuss der Gemeinde empfahl einstimmig, eine Entscheidung über die Aufhebung zu verschieben.

Betroffen von der Veränderungssperre ist das ehemalige Möbel-Hüdepohl-Gelände. Anfang des Jahres hatte es der Vechtaer Ralf Kurzweg gekauft. Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug gab zu bedenken, dass sich bei der Aufhebung der Veränderungssperre jederzeit ein Discounter auf dem Gelände ansiedeln könne, der kleiner als 750 Quadratmeter sei.

Er plädierte dafür, die Veränderungssperre so lange aufrecht zu erhalten, bis die weitere Planung geklärt sei. CDU-Chef Norbert von Handorff wies darauf hin, dass schnell etwas passieren müsse. Ausschussvorsitzender Frank Lüpke-Narberhaus (CDU) fasste zusammen: „Es gibt eine Verschiebung, aber nicht in alle Ewigkeit.“





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