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News-Archiv (bis Februar 2017)

Viele Gespräche nötig

Geschrieben von H. Vollmer am 2012-02-21
Quakenbrücker Grundschulrektor MichaelHeil über Ganztagesgrundschule

„Wenn Holdorf eine Ganztagsgrundschule will, dann muss die Gemeinde Geld in die Hand nehmen, ansonsten braucht man gar nicht erst anfangen“, sagte Michael Heil. Der Rektor der Grundschule Am Langen Esch in Quakenbrück berichtete gestern Abend in der Barbara-Schule zu Handorf-Langenberg den Mitgliedern des Schulausschusses über seine Erfahrungen mit der Offenen Ganztagsgrundschule.

Bevor eine Entscheidung getroffen wird, ob dieses Modell im Schuljahr 2013/14 eingeführt wird, besteht noch Informations- und Beratungsbedarf. Michael Heil betonte, dass bereits im Vorfeld eine umfangreiche Kommunikation im gesamten Ort notwendig sei. Das treffe nicht nur für die Schulen zu, sondern umfasse Gespräche mit den Kirchen, Vereinen, Lehrerkollegien und Eltern.

Er selbst sei der Meinung, dass Holdorf gezwungen sein wird, eine Ganztagsgrundschule einzuführen, da hier eine Oberschule geplant ist. „Da wird die Nachfrage groß sein“, so seine Erfahrung. Für den ersten Schritt sei es wichtig, dass die Gemeinde ein klares Bekenntnis zur Ganztagsschule ablege und sich entsprechend finanziell engagiere.



Spaßiges Comeback des Frauenkarnevals

Geschrieben von H. Vollmer am 2012-02-20
Frauen aus Handorf-Langenberg starten nach einer Pause mit einer dreieinhalbstündigen Show bei Schanko durch

Kiss rockt den Karneval: Als Double-Version der legendären Hard-Rock-Band begeisterten Tessy Diekhaus, Tina Knittel, Andrea Knappwerth und Evi Ullrich. (Foto: Vollmer)


Mit einem Feuerwerk der Narretei feierte der Frauenkarneval nach dem Motto „Kunterbunt geht’s auf zur neuen Sause nach einem Jahr Pause!“ ein Comeback. Als homogenes Moderatoren-Duo erwiesen sich dabei Adele (Melanie Meyer) und Lisbeth (Alexandra Deitermann) auf der närrischen Bühne und bestanden ihre Feuertaufe bravourös.

„Irgendwie hat doch etwas in unserem Ort gefehlt“, stellte Barbara Deters fest. Sie und 13 junge Frauen kümmerten sich darum, dass die Tradition des Frauenkarnevals fortgesetzt wird. Altbewährte und neue Büttenrednerinnen sowie Tanz- und Spaßgruppen überzeugten mit einem unterhaltsamen und abwechslungsreichen Programm. Gepaart mit witzigen Überleitungen der Moderatorinnen ging im bunt geschmückten Saal des Gasthauses Frilling, besser bekannt als „Schanko“, eine dreieinhalbstündige Show über die Bühne.

Die erste humoristische Duftnote setzte Monika Meyer- Coors alias „Onkel August“. Auf Platt berichtete dieser aus dem dörflichen Geschehen und dem Rest der Welt. Um das berühmte Viereinhalb-Minuten-Ei stritten sich ganz in Loriot-Manier Louise Schnuck und Kerstin Enneking als Berta und Hermann. Später setzten sie mit „Emma und Otto im Theater“ ihre Ehestreit- Parodie fort.

Mit großem Charme und kleinem Geist erklärte „Die doofe Tusnelda“, dargestellt von Petra Többe-Bultmann, das Leben. „Die ist so blöd, die verheddert sich sogar im kabellosen Telefon!“, kündigten Adele und Lisbeth die Darbietung an. Fans des SV Handorf- Langenberg kamen auch auf ihre Kosten. Im Zwiegespräch an der Seitenlinie lösten Rosalie (Ines Chojnacki), sie hat von Fußball null Ahnung, und ihr Ehemann (Christina Keil), Lila- Weiß-Fan und Experte, heftigeHeiterkeit aus.

Eine bewegte Figurentheatershow führte die Närrinnen in die zweite Runde. Ines Chojnacki, Lena Meyer, Annelie Klose, Heike Glandorf, Anja Schnuck und Jessica Spilz starteten derart durch, dass eine Zugabe fällig wurde. Annette Chojnacki setzte ein Highlight als „Dummer Junge“, der überzeugend erklärte, dass er von 13 Geschwistern der Schönste sei. Den Höhepunkt des Abends bildete die Band Kiss. In annähernd originalen Kostümen der legendären Band rockten Tessy Diekhaus, Tina Knittel, Andrea Knappwerth und Evi Ullrich.

Die „Jung-HaLa-Tanzgruppe gab ihr Debüt, während die erfahrene Gruppe „Lady-Power“ einen peppigen Tanz auf die Bretter legte. Zu den Klängen von „Sexbomb“ begeisterte das Männerballett die Frauen.



„Wir werden älter, weniger und bunter“

Geschrieben von OV am 2012-02-18
Sozialministerin Aygül Özkan spricht als erste weibliche Gastrednerin bei Holdorfer CDU

Im Mittelpunkt: Die Sozialministerin Aygül Özkan war Gast der Holdorfer CDU. Zwischen Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug (rechts) und Dr. Stephan Siemer wurde sie willkommen geheißen. (Foto: Köhne)


„Silberlocke trifft Milchzahn“, ein Motto, zu dem Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) steht. Und das sie auch gestern beim Kohlessen der CDU Holdorf verkündete. Rund 250Menschen hatten für die Veranstaltung Karten erworben, darunter auch viele ältere Bürger und Lohnes Ehrenbürger Hans Diekmann. Die jüngsten in der Schützenhalle Fladderlohausen sorgten für die musikalischen Einlagen – das Jugendorchester des MusikvereinsHoldorf.

Der Vorsitzende des CDUGemeindeverbandes Holdorf, Norbert gr. Schlarmann, freute sich mit Özkan erstmals eine Frau als Ehrengast begrüßen zu können. Immerhin elf Jahre mussten bis dahin verstreichen. Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug hatte für den Gast aus Hannover das passende Geschenke parat. Eine Gießkanne ohneWasser – ein Symbol dafür, dass in Holdorf die Grenze des Machbaren und der Solidarität in Bezug auf dasWasserwerk erreicht sei. CDU-Landtagsabgeordneter Dr. Stephan Siemer merkte an, dass das Geschenk unter zehn Euro wert sei, also ruhigen Gewissens angenommen werden dürfe.

„Wir werden älter, wir werden weniger, wir werden bunter“, stellte Aygül Özkan in die Zukunft blickend fest. Deshalb müssten jetzt die Weichen gestellt werden, damit der hohe Standart im Land gehalten werde. Jeder siebte Euro im Landeshaushalt fließe in die Sozialpolitik. Sozialpolitik sei damit Kernpolitik der CDU. Özkan sprach sich für eine wohnortnahe Versorgung von Patienten aus, auch im ländlichen Raum.

Hoch erfreut war sie, dass 35 Prozent mehr junge Menschen in den letzten drei Jahren für die Ausbildung in einem pflegerischen Beruf gewonnen werden konnten. Und sie plädierte für mehr Begegnung von Alt und Jung. Ältere Menschen, die heute länger fit seien, trügen mit ihrer Erfahrung ganz wesentlich zur Gesellschaft bei: „Wir sind eine Gesellschaft der gewonnenen Jahre. Wir müssen etwas daraus machen.“ Das Thema Integration sprach sie kurz an: „Integration muss im Alltag gelebt werden.“



Holdorfs Lebensretter auf hohem Niveau

Geschrieben von OV am 2012-02-17
DLRG-Mitgliederzahl klettert um zwölf Prozent

Gut für die Zukunft aufgestellt ist die Ortsgruppe Holdorf der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG). Wie Kassenführer Bernd von Lehmden jetzt auf der von der Vorsitzenden Martina Gronemeyer geleiteten Jahreshauptversammlung berichtete, wuchs die Zahl der Mitglieder 2011 um stolze zwölf Prozent.

Von den heute 272 Mitgliedern, so von Lehmden weiter, seien 213 unter 18 Jahre alt. Diese Entwicklung stieß bei den Anwesenden auf positive Resonanz. Zugleich wies Michael Lüken, der für den DLRG-Bezirk Oldenburger Land/Diepholz an der Versammlung teilnahm, darauf hin, dass es neben einer großen Mitgliederzahl darum gehe, die Arbeit auf hohem Niveau zu halten. Lobende Worte fand Lüken für das Engagement der Ortsgruppe im Wasserrettungsdienst. Genau das sei die Kernaufgabe des Verbandes.

Zu dieser lieferte der technische Leiter Eike Ohmstede in seinem Jahresbericht weitere Informationen. Demnach hat die Ortsgruppe 2278 Wachstunden am Holdorfer Heidesee geleistet, was einen Anstieg von 161 Stunden gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Damit habe die Ortsgruppe fast die Hälfte des dortigen Wachdienstes übernommen. Daneben habe die Aus- und Fortbildung im Mittelpunkt der Aktivitäten gestanden.

Außerhalb des Schwimmbeckens beteiligt sich die Ortsgruppe seit 2011 an den von der Kolpingsfamilie organisierten Wertstoffsammlungen. Außerdem fanden unter anderem ein Tag der offenen Tür und die Aktion „Wir warten aufs Christkind“ mit mehr als 100 Kindern am Vormittag des Heiligabend statt. Als größere Investitionen hat die Ortsgruppe 2011 unter anderem ein Schlauchboot und einen Trailer angeschafft.





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