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News Archiv

Walmdach für Sporthalle

Geschrieben von OV am 2012-01-25
Fassadenplatten sollen verschwinden

Sie sind grün und sie enthalten Asbest – die Seitenplatten im Dachbereich an der Fassade der Sporthalle in Holdorf. Einige von ihnen weisen Sprünge auf. Das hat die Gemeinde kürzlich festgestellt.

Blieben die lädierten Platten dort, wo sie seien, gehe von ihnen keine Gefahr aus, hatte Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug jüngst den Mitgliedern des Rates erklärt. Im Zuge der Sanierung des Dachs sollen die Platten verschwinden beziehungsweise abgedeckt werden.

Die Dachsanierung sei in zwei bis drei Jahren vorgesehen, erklärte Heiner Themann, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. Rund 250.000 Euro seien einkalkuliert. Aus dem Flachdach soll ein Walmdach werden. Optisch soll die Fassade an Gymnastik- und Schwimmhalle angeglichen werden.



Sanierung: Eine Frage des Geldes

Geschrieben von OV am 2012-01-24
Holdorfer Bahnhofsfreunde wollen Bau erhalten / Rat gefragt

Der Putz ist ab: Der Holdorfer Bahnhof könnte zu einem Blickfang werden, wenn er komplett saniert würde. (Foto: Köhne)


Der Putz ist grau und bröckelt, die Fenster im Untergeschoss sind mit Brettern vernagelt. Eine Schönheit ist der Holdorfer Bahnhof auf den ersten Blick nicht. Und doch versprüht das über 100 Jahre alte Gebäude den Charme längst vergangener Zeiten. Dem sind die Mitglieder des Arbeitskreises Alter Bahnhof erlegen. Zu Recht. Saniert könnte der Bahnhof zu einem Hingucker werden.

Jetzt hat der Arbeitskreis Alter Bahnhof erneut getagt. Der Vorschlag, den Bahnhof abzureißen und neu so aufzubauen wie er war, stieß bei den Bahnhofs- Freunden auf keine Zustimmung. Diese Variante war ins Spiel gekommen, da Abriss und Neuaufbau billiger als die Komplettsanierung des Gebäudes sind.

Eine weitere Idee ist, die Fassade des Bahnhofs stehen zu lassen und zu restaurieren. Alles andere soll neu aufgebaut werden. Der Grundtenor, der im Arbeitskreis vorherrscht, ist aber, den Bahnhof zu erhalten und zu sanieren. In die Sanierung von Haupt- und Nebengebäude müssten rund 1,1 Millionen Euro investiert werden. Jetzt sind die Mitglieder des Gemeinderates gefragt, wie viel die Gemeinde in das Projekt investieren sollte, erklärte Kämmerer Thomas gr. Schlarmann auf OV-Anfrage. Der Bahnhof kann auch von privaten Investoren erworben werden. Im Internet wird er angeboten unter www.denkmalboerse.de.



1990: Naturschützer reichten Minister das Wasser

Geschrieben von OV am 2012-01-24
Besucher aus der Landeshauptstadt Hannover traf im „Stinkekreis“ auf Gülle- und Grundwasserproblematik

Eine Kiste mit erfrischendem Inhalt für den Minister: Die Dinklager Naturschützer Ulrich Heitmann, Christoph Möller und Bernd Averbeck (von rechts) übergeben sie Karl- Heinz Funke (links). Hintergrund war ein Streit um die Trinkwasserqualität. (Foto: OV-Archiv/Kathe)


Ein denkwürdiges Treffen fand 1990 in Fladderlohausen statt. Naturschützer passten den Landwirtschaftsminister ab. Sie fürchteten um seine Gesundheit.

Eine Kiste Mineralwasser spendierten dem Niedersächsischen Landwirtschaftsminister Naturschützer aus dem Landkreis Vechta. Das ist jetzt fast 22 Jahre her. Der Landwirtschaftsminister war damals Karl-Heinz Funke (SPD). Bernd Averbeck, Christoph Möller und Ulrich Heitmann waren die um die Gesundheit des Ministers besorgtenNaturschützer.

Grund für die Übergabe des Flaschenwassers war die hohe Nitratbelastung im Grundwasser. „Wir wollten ja nicht, dass der Minister sich vergiftet“, erinnert sich der Kreisvorsitzende des Naturschutzbundes (Nabu) Ulrich Heitmann. Die Wasserübergabe fand im August 1990 nahe des Wasserwerks in Fladderlohausen statt. Die Naturschützer baten Funke, sich um sauberes Trink- und Grundwasser im „Stinkekreis“ Vechta zu kümmern. Funke entgegnete, ganz so schlimm könne es um das Trinkwasser nicht bestellt sein, denn er selbst trinke es – über den Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband – ja auch. So berichtete die OV.

„Der Prophet in der Wüste gilt eben nichts“, kommentiert das heute Bernd Averbeck. Denn die zehn Forderungen, die die Naturschützer, in einer Resolution mit der Wasserkiste überreichten, sind derzeit hochaktuell. Die Naturschützer forderten unter anderem: keine weiteren Massentierställe, lückenlose Nachweispflicht für die Gülleausbringung, Reduzierung der Tierbestände bei fehlendem Güllenachweis, flächendeckende Bodenuntersuchungen auf Nährstoffe und Pestizide, Düngeverbot für alle überdüngten Flächen, ständige Kontrollen der Tierfabriken durch die Bezirksregierung, umweltschonende Verwertung der Gülle nach dem Verursacherprinzip und neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Stop für alle stillschweigend geduldeten Landschaftsveränderungen im Kreis.

Es seien Forderungen, die heute auch von Seiten der Behörden erhoben würden, so Averbeck. Für ihn tragen auch die großen Mastbetriebe und die damit verbundene Monokultur von Mais zur Versteppung der Landschaft bei. Dass die Ausräumung der Landschaft nicht ohne Folgen blieb, wird auch angesichts der aktuellen Diskussion um den Antrag des Oldenburgisch- Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV) deutlich. Der OOWV möchte die Grenze der zugelassenen Fördermenge in seinem Wasserwerk in Fladderlohausen auf 5,5 Millionen Kubikmeter Wasser jährlich erhöhen. Derzeit ist die Fördermenge dort auf 4,75 Millionen Kubikmeter jährlich begrenzt.

Der Lorser Landwirt Josef Wernke gehört zur Interessengemeinschaft für umweltverträgliche Wasserförderung (IGUWV), die gegen den OOWV-Antrag angesichts des bereits gesunkenen Grundwasserspiegels argumentiert. Sein Vater JosefWernke sen. hatte als Bürgermeister von Holdorf Funke bei dessen Besuch sehr freundlich und die Naturschützer weniger freundlich empfangen, wie sich Heitmann und Averbeck erinnern. Ihr Mineralwasser, so glauben die beiden, dürfte Funke gut bekommen sein.

Geschadet hat Funke aber Geld vom OOWV, dessen Verbandsvorsteher er ab 2001 war. Im Strudel einer Spendenaffäre – der OOWV zahlte für Funkes Silberhochzeit – ging er zeitweilig politisch baden. Heute sitzt der frühere Landwirtschaftsminister für die Wählergemeinschaft Zukunft Varel im Stad- tund Kreisrat seiner Heimatstadt.



Jugendband gibt Friedenskonzert für guten Zweck

Geschrieben von OV am 2012-01-24
UNICO spielt am 29.01.2012 in der Pfarrkirche

Spenden zu sammeln, das hat sich die Holdorfer Jugendband Unico vorgenommen. Sie lädt am Sonntag (29. Januar) zu einem Friedenskonzert in die Holdorfer Pfarrkirche St. Peter und Paul ein.

Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr. Auf dem Programm stehen neue geistliche Lieder. Der gesamte Erlös des Konzertes geht an die Unicef-Aktion „Kinder im Krieg“.





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