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News Archiv

Politiker sehen Kirchenfusion kritisch

Geschrieben von OV am 2011-11-22
Zusammenlegung der Pfarreien Holdorf und Steinfeld macht Kirchgang nicht einfacher

St. Peter und Paul liegt im Herzen Holdorfs. Mit der Fusion werden die Wege für die Katholiken länger. (Foto: Vollmer)


Die Fusion der katholischen Kirchengemeinden Holdorf und Steinfeld beschäftigt Holdorfs Kommunalpolitiker.

Von Seiten der Kirche ist die Fusion der katholischen Kirchengemeinden Steinfeld und Holdorf eingeleitet. Seit 13. November ist Holdorfs früherer Pfarrer Michael Kenkel nicht mehr für die Holdorfer Katholiken zuständig und an seinen neuenWirkungsort Raesfeld im Münsterland gezogen. Pfarrer em. Helmut Middendorf hat die Position des Pfarrverwalters übernommen, bis die Fusion mit der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes Baptist vollzogen ist. Das soll am 15. April 2012 der Fall sein.

Wer dann der Pfarrer der fusionierten Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist mit Sitz in Steinfeld wird, ist noch immer nicht geklärt. Das und die Kirchenfusion im Allgemeinen ist ein Thema, das nicht nur in den Kirchenbänken besprochen wird, sondern heute auch in der Sitzung des Kulturausschusses der Gemeinde Holdorf. Die öffentliche Sitzung beginnt um 18 Uhr im Rathaussaal.

Der Grund, warum die Kirchenfusion Holdorfs Kommunalpolitiker umtreibt: Das niedersächsische Kultusministerium hat die Gemeinde Holdorf um ihre Stellungnahme zur Fusion der katholischen Kirchengemeinde Steinfeld und Holdorf gebeten.

Aus Sicht der Verwaltung geht durch die große Fusion die Nähe zur örtlichen Kirche verloren und die Zusammenarbeit zwischen Kirche und politischer Gemeinde wird erheblich beeinträchtigt. Auch in der Namensgebung bleibe Holdorf unberücksichtigt. Denn der Name der neuen katholischen Kirchengemeinde, die sich aus St. Peter und Paul Holdorf mit Tochterkirche St. Barbara Handorf-Langenberg und St. Johannes Baptist Steinfeld mit St. Bonaventura Mühlen zusammensetzt, soll „St. Johannes Baptist s.t. Decoll.“ lauten.

Dass Holdorf nicht mehr im Namen auftaucht, hält der SPD-Fraktionsvorsitzende Martin Fischer „für falsch“. Schließlich habe Holdorfs katholische Kirchengemeinde eine lange Tradition. Gerade im Bereich der Kindergärten und Senioren sei eine enge Zusammenarbeit von politischer und kirchlicher Gemeinde wichtig. „Mit der Fusion sehe ich die Gefahr, dass das nicht mehr gewährleistet wird.“

CDU-Fraktionsvorsitzender Norbert von Handorff glaubt, dass es durch die weiteren Wege für die Christen und auch für die Institution Kirche nicht einfacher wird. Auch er befürchtet, dass der einzelne Mensch künftig gerade mit Blick auf die Seelsorge zu kurz kommt. Das wiederum, so der CDU-Mann, könne Kirchenaustritte zur Folge haben. Dass die Kirche jemanden wie Pfarrer Kenkel, der seine Sache gut gemacht habe, abziehe, ohne auf die Betroffenen zu hören, kritisiert von Handorff als Gutsherrenart. Gleichzeitig sagt er: „Wir müssen uns in die Situation fügen.Wir können nur sehen, dass es dann auch vernünftig rund läuft.“

Heinrich Schonhöft, UWG-Fraktionschef, findet: „Man braucht einen Ort, mit dem man sich identifizieren kann.“ Deshalb plädiert er dafür, den Namen der fusionierten Kirchengemeinde um den Zusatz „Steinfeld/ Holdorf“ zu ergänzen. Die UWG würde die eigene Kirchengemeinde lieber so belassen, wie sie war. „Aber wir sind Realisten. Deshalb lehnen wir die Fusion nicht völlig ab, sondern bitten um Ergänzung des Namens.“

Pfarrverwalter Middendorf hofft, dass bald entschieden wird, wer der neue Pfarrer der fusionierten Gemeinde wird. Er versuche in der Übergangsphase, die Dinge wie gewohnt weiterzuführen. Die Frustration unter den Katholiken aufgrund der Fusion halte sich in Holdorf im Vergleich zu Neuenkirchen in Grenzen, sagt Middendorf, der zuvor in Neuenkirchen tätig war.



Inklusion im Alltag

Geschrieben von OV am 2011-11-22
Arbeitskreis wird in Holdorf gegründet

Behinderten Menschen soll in der Gemeinde Holdorf ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht werden. Ein Ziel des Teilhabekreises. Der Sozialausschuss hat gestern Abend seine Gründung empfohlen.

Für die Mitarbeit in dem Kreis wurden von der UWG benannt: Martin und Elfriede Lampe, Iris Artner, Waltraud Macke. Für die CDU arbeiten Jan-Dierk Brandt und Mario Trumme mit. Die SPD wird ihre Teilnehmer bis zum 12. Dezember benennen. Außerdem sollen noch Vereine und Kirchen mit ins Boot geholt werden. Am Arbeitskreis könne jeder mitwirken, betonte Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug. Er solle sich nur kurz im Rathaus melden. Anfang Juni hatte Matthias Warnking, Geschäftsführer des Andreaswerks, über die Möglichkeit eines Teilhabekreises informiert.

Der Arbeitskreis nimmt die Inklusion beim Wort und beschränkt sie nicht nur auf Schulen. Er sucht nach Lösungen, die dasMiteinander von behinderten und nicht behinderten Menschen im Alltag zu einer Selbstverständlichkeit machen.



Wie aus alten Betonklötzen Schotter wird

Geschrieben von OV am 2011-11-21
Der Abriss des ehemaligen Möbel-Böckmann-Baus in Holdorf ist ein Geschäft mit ausgedienten Baustoffen

Zur Entkernung freigegeben: Bauleiter Dirk Hesse von der Dammer Baustofffirma Pundt erklärt, wie der Möbel-Böckmann-Bau recycelt wird. Die Holzteile werden auf der Deponie verbrannt. Die Betonteile werden in der firmeneigenen Brechanlage zu Schotter zerkleinert. (Foto: Köhne)


Die Firma Pundt aus Damme recycelt ganze Gebäude.Aktuelles Beispiel: das ehemalige Möbelhaus Böckmann in Holdorf.

Verschwunden sind die Schildkröte und andere Urwaldbewohner aus dem Holdorfer Umwelthaus. Holdorfs Künstler Waldemar Krause hat die Ausstellungsstücke aus Styropor in Sicherheit gebracht. Denn jetzt räumt die Firma Pundt aus Damme in dem ehemaligen Möbel-Böckmann-Bau so richtig auf. Bevor der Bagger anrollt ist Recycling angesagt.

Auf dem ehemaligen Möbel- Böckmann-Gelände soll ein Einkaufskomplex entstehen (mehrfach berichtet). Dafür muss das alte Gebäude weichen. Nicht auf einen Schlag, sondern nach und nach. Bis Ende Dezember wird von dem alten Bau endgültig nichts mehr zu sehen sein, so die grobe Schätzung von Bauleiter Dirk Hesse. Im Prinzip laufe das Recycling eines Gebäudes genauso ab wie die Mülltrennung im Haushalt, erklärt der 41-jährige Fachmann. Zu Hause trennt man Glas, Altpapier und Plastikmüll, damit die Rohstoffe in den großen Kreislauf der Wiederverwertung kommen.Was nicht zurWiederverwertung taugt, kommt auf den Müll. Im Fall von Möbel Böckmann sieht das ähnlich aus.

„Das Holz wird abgehängt, die Decke muss separiert werden. Sie darf nicht in den Bauschutt gelangen“, sagt Hesse. Denn aus dem Bauschutt macht die Firma Pundt Schotter. Und damit auch ein gutes Geschäft.

Der Bauschutt ist der Beton, der aus Boden und Wänden stammt. „Der kommt in eine Brechanlage. Dort wird der Beton zerkleinert und gesiebt“, sagt Hesse. Die Brechanlage müsse man sich wie einen großen Schredder vorstellen. Einen Meter hoch, einen Meter lang und 50 Zentimeter breit sind die Betonblöcke, die auf dem firmeneigenen Gelände in die Brechanlage wandern. Sie würden dann auf eine Körnung von null bis 56 Millimeter heruntergebrochen. Aus den riesigen Betonklötzen werden so kleine Beton-Krümel. Die sind zum Beispiel als Belag für Parkplätze oder bei den vorbereitenden Maßnahmen beim Straßenbau gefragt.

Kein Wunder, dass Kommunen zu den Hauptabnehmern des Recycling-Betons zählen. In diesem dürfen sich keine Reste des Moniereisens finden, das beim Häuserbau die Betonstücke zusammenhält. Deshalb durchläuft der Schotter noch einen Magnetabscheider, der das Eisen herauszieht. Denn durch die Brechanlage ist der Beton zuvor gemeinsam mit dem Eisen gewandert, wie Hesse erklärt. Denn kämen die Eisenstücke beispielsweise auf einen Parkplatz, wäre das für die Reifen, die darüber rollen, schlecht.

Die Hölzer der abgehängten Decke des Möbel-Böckmann- Baus werden in der Verbrennungsanlage verbrannt. Aus der Wärme wird Strom. Das Stahlgerippe des Baus wird eingeschmolzen und ist so auch wiederverwertbar.

Das Recycling von Baustoffen ist nicht nur ein gutes Geschäft, wie Hesse weiß. Es schont vor allem auch die Umwelt. Beton ist ein Mineralgemisch, das aus dem Steinbruch und damit aus der Landschaft stammt. Recycelter Schotter hilft dabei, dass weniger Löcher in der Landschaft entstehen und kann sogar dazu beitragen einige wieder zu schließen.



Geschenke gestalten leicht gemacht

Geschrieben von H. Vollmer am 2011-11-19
Ursula Kruse vom Landwirtschaftsamt gib Landfrauen Tipps

Spaziergang durch das Jahr: Ursula Kruse vom Landwirtschaftsamt Meppen besuchte die Landfrauen Holdorf. Unter dem Titel „Geschenke aus Küche und Garten zum Selbermachen – Spaziergang durch das Jahr“ zeigte sie Möglichkeiten auf, kreative Geschenke, Hausschmuck und viele andere nützliche Dinge mit einfachen Mitteln zu gestalten.

Unter der Fragestellung „Was verschenke ich von Januar bis Dezember an selbstgebastelten oder gekauften Kleinigkeiten?“ vermittelte sie anhand von mitgebrachten Gelees und Aperitifen, die zum Probieren gereicht wurden, praktische und relativ schnell umsetzbare Möglichkeiten. Außerdem demonstrierte sie anhand von Fotos im gut gefüllten Saal der Bauernschänke Bocklage in Ihorst, wie beispielsweise aus Draht ein schmucker Kranz gebunden wird.





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