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News-Archiv (bis Februar 2017)

Erweiterung der Schulbuskosten abgelehnt

Geschrieben von H. Vollmer am 2011-09-22

Es bleibt wie es ist: Die Ausweitung der freiwilligen finanziellen Beteiligung für die Schülerbeförderungskosten ist in Holdorf vorerst vom Tisch.

Bei zwei Enthaltungen der SPD-Ratsfrauen Inge Schuster und Elisabeth Vodde-Börgerding lehnten die Mitglieder des Schul- und Kulturausschusses einen entsprechenden Antrag der UWG ab. Dieser sah vor, die Förderung für Schüler ab dem fünften bis zehnten Schuljahr durch die Gemeinde freiwillig zu übernehmen. Das würde 170 Schüler außerhalb des Ortskerns betreffen und rund 25 000 Euro kosten, rechnete Heiner Themann, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, vor. Auch der Vorstoß der SPD, wenigsten für die Wintermonate alle Schüler zu fördern, fand kein Gehör. Ebenso wurde der SPD-Vorschlag einer einkommensabhängigen Förderung verworfen.

So bleibt es dabei, dass wie bisher Schüler der fünften und sechsten Klassen auf Antrag in der Zeit vom 1. Oktober bis 31. März in den Genuss einer Fahrkarte kommen können.

Ältere und behinderte Menschen können aufatmen. Bei einer Enthaltung entschied sich der Ausschuss dafür, im Schwimmbad eine bewegliche Treppe für den Zugang in das Schwimmbecken anzuschaffen. Diese ist so beschaffen, dass sie bei Bedarf per mobiler Hebevorrichtung entfernt werden kann. Außerdem passen sich die Stufen der Höhe des Hubbodens an, so dass das Becken sicher erreicht werden kann. Die Kosten liegen bei etwa 12 000 Euro.



Gülleverwertung in Holdorf noch Thema

Geschrieben von OV am 2011-09-21
Weitere Hürde

Ein innovatives Unternehmen, das nicht nur Gewinne, sondern auch neue Arbeitsplätze verspricht – das ist nach Ansicht von Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug eine Gülleverwertungsanlage.

Eine solche möchte die Gemeinde Holdorf im Bereich Ecke Grenzweg / Harpendorfer Weg ansiedeln. „Wir versuchen, das hinzubekommen. Ob es klappt, wissen wir nicht“, so Krug.

Die baurechtlichen Bedenken, die der Landkreis Anfang März gegen den Standort der geplanten Anlage geäußert habe, seien aufgrund verschiedener Gespräche abgearbeitet.

Jetzt gilt es, eine weitere Hürde zu nehmen. Die Gemeinde hat beim Land beantragt, die bislang für den Sandabbau festgelegte Fläche aus dem Raumordnungsprogramm herauszunehmen. Das steht bisher noch aus. Sollte aber auch hier grünes Licht erteilt werden, könnte mit den Bauleitplanungen begonnen werden.

Der vorgesehene Standort für die Gülleverwertungsanlage liegt nicht weit vom bestehenden Industriegebiet entfernt. Gleichzeitig, so Krug, sei er weit genug weg, um den nächstgelegenen Betrieb nicht in seiner Entwicklung einzuschränken.

Hinter dem Vorhaben steckt eine tschechische Investoren- Firma mit ihrem deutschen Vertreter Josef Friedrich aus dem mittelfränkischen Roth. Hinter der Gülleverwertung verbirgt sich ein Verfahren, mit dem der Geruch der Gülle verschwindet. Mit Hilfe von Stärkemolekülen, die aus Kartoffeln gewonnen werden, wird das Ammoniak der Gülle, die mit Stroh vermengt wird, an dieses gebunden. Fein gehäckselt entsteht so ein Substrat, das nicht nach Gülle riecht und als Dünger verkauft und eingesetzt werden kann.

Krug hat sich das ganze Verfahren schon einmal vor Ort angeschaut und natürlich auch Geruchsproben genommen. „ Nach dem Verfahren riecht die Gülle nach frischer Erde“, sagt er. Der Dünger, der durch das Verfahren entsteht, soll sich für die Ausbringung auf Golfplätzen und sogar in Trinkwasserschutzzonen eignen .



Kosten sind die Krux bei Bahnhofssanierung

Geschrieben von OV am 2011-09-20
Heute ein Schandfleck, morgen ein Hingucker: Holdorfer Bahnhof beschäftigt Arbeitskreis-Mitglieder

Grau und baufällig – der alte Bahnhof in Holdorf ist kein Schmuckstück. Dabei könnte er es nach umfangreicher Sanierung sein. Neben einem privaten Interessenten denkt auch die Gemeinde über den Kauf des Gebäudes nach.

Seit Ende Juni wird der alte Holdorfer Bahnhof im Internet unter www.denkmalboerse. de zum Verkauf angeboten (OV berichtete). Zwischenzeitlich hatten zwei Privatpersonen Interesse angemeldet. Inzwischen gibt es nur noch einen Interessenten. Was genau der Bewerber mit dem Bahnhof, zu dem auch Nebengebäude und Stellwerk gehören, vor hat, weiß Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug nicht. Planungen seien ihm bisher nicht bekannt.

Auch ein Arbeitskreis vor Ort befasst sich mit einer möglichen Sanierung und Nutzung des 1899 errichteten Bahnhofs. „Es sind Bahnhofsenthusiasten“, beschreibt Krug die Mitglieder des Arbeitskreises, zu dem auch er gehört. „Wenn man sich den Kulturbahnhof in Neuenkirchen anschaut, kann man schon neidisch werden“, findet Krug. Beim letzten Treffen des Arbeitskreises hatten die Neuenkirchener den Holdorfern ihr Konzept vorgestellt.

Eine kulturelle oder museale Nutzung durch die Gemeinde oder eine gewerbliche Nutzung durch einen privaten Investor? Im Grunde, so Krug, sei das egal. Beim nächsten Treffen des Arbeitskreises am 3. November wird Dr. Beate Bollmann, Museumsberaterin aus Oldenburg, ihre Ideen zum Holdorfer Bahnhof vorstellen. Das Hauptgebäude ist ein zweistöckiger Putzbau. Die Eingänge und Fenster, die im Erdgeschoss liegen, sind in kräftig profilierten Stuckrahmen gehalten.

Man muss kein Experte sein, um sich vorstellen zu können, dass der alte Bahnhof wieder aufgepeppt als repräsentativer Nutzbau viel hermacht. Doch das ist mit erheblichen Kosten verbunden.

„Das Bahnhofsgebäude zu sanieren, würde rund eine dreiviertel Million Euro kosten“, schätzt Krug. Mit Nebengebäuden käme die Gemeinde da locker auf eine Investitionssumme von 1,1 Millionen Euro, überschlägt Krug ganz grob. Sollte die Gemeinde das Gebäude, das sie 1991 an einen Privatmann verkauft hatte, tatsächlich zurückerwerben, ist eines klar: Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Der Abriss eines solchen denkmalgeschützten Gebäudes, wenn es im Besitz der öffentlichen Hand sei, werde nie genehmigt, sagt Krug.

Und eigentlich will man in Holdorf das Gebäude ja auch retten und nicht zerstören. Die hohen Kosten sind die Krux dabei. „Die Holdorfer hätten sicher nichts dagegen, wenn aus dem Schandfleck ein schickes Gebäude wird. Hauptsache es kostet nix“, sagt ein Bürgermeister, der sich schon nach Fördertöpfen umschaut.



Rollstuhlfahrer unterwegs

Geschrieben von H. Vollmer am 2011-09-20
Kinderchor singt Lieder / Nächstes Treffen am 8. Oktober

Gute Unterhaltung: Der Kinderchor Handorf-Langenberg „Ki-Cho-Ha-La“ erfreute die Rollifahrer, ihre Begleiter und die Gruppe Alleinstehender Frauen mit seinem Gesang. (Foto: Vollmer)


Zu ein paar abwechslungsreichen Stunden hatte die Holdorfer Gruppe „Alleinstehende Frauen“ am Samstagnachmittag die Freunde des Rollstuhlfahrertreffs eingeladen. In der Schützenhalle Fladderlohausen bedienten sie ihre Gäste mit Kaffee und Kuchen. Zur Unterhaltung der etwa 30 Rollstuhlfahrer und ihren Begleitern trug der Kinderchor aus Handorf-Langenberg „Ki-Cho-Ha-La“ unter der Leitung von Burgis Schwertmann einige Lieder vor. Zum Abschluss feierte Pfarrer Michael Kenkel die Heilige Messe.

Der Rollstuhlfahrertreff wurde vor 29 Jahren von Gudrun Gräfin von Merveldt und dem heutigen Ehrenvorsitzenden Bernd Scheele ins Leben gerufen. Finanziert wird der Rolli-Treff durch Spenden, von denen die Fahrten zu den Treffpunkten mit den Fahrzeugen der Malteser finanziert werden. „Wir besuchen Vereine, Theater, Schulen und Firmen, wenn wir eingeladen werden“, erklärt Manfred Zerhusen, der neben Christiane Nordlohne und Gudrun Gräfin von Merveldt den Vorstand bildet. Am 8. Oktober (Samstag) feiert der Rolli-Treff in der Christophorusschule Vechta ein Erntedankfest. Kontakt zu Manfred Zerhusen unter Telefon 05492/1319.





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