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News-Archiv (bis Februar 2017)

„Ohne Gemeinderat ist Bürgermeister nichts“

Geschrieben von OV am 2011-07-28
Dr. Wolfgang Krug möchte Holdorfs Erfolgsgeschichte fortschreiben und stellt sich der Wiederwahl

Fühlt sich wohl im Holdorfer Rathaus: Dr. Wolfgang Krug stellt sich im Herbst erneut zur Wahl. (Foto: Köhne)



Alle sollen sich wohlfühlen in Holdorf, die Jungen ebenso wie die Alten. Das ist eines der Ziele, die Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug auch in den kommenden Jahren anvisieren will, wie er im Gespräch mit der OV-Redakteurin Kerstin Köhne deutlich macht. Krug ist Bürgermeisterkandidat der CDU und wird auch von der SPD unterstützt.


Frage: Sie stammen aus Franken, sind nicht CDU-Mitglied, waren SPD-Mitglied. Sind das nicht schlechte Voraussetzungen, um im schwarzen Oldenburger Münsterland Fuß zu fassen?
Krug: Ich verstehe Kommunalpolitik immer parteiübergreifend und orientiere mich nicht an Parteiprogrammen. Es geht darum, die besten Ideen zusammenzutragen. Insofern hatte ich in der Beziehung gar keine Probleme. Ich bin hier in Holdorf auf offene Arme gestoßen, in die ich mich nur werfen musste.

Frage: Warum sind Sie aus der SPD ausgetreten?
Krug: Weil ich sonst hier nicht hätte Bürgermeister werden können. Die Nominierung erfolgte durch die CDU. Das Parteienrecht lässt es nicht zu, dass ein SPD-Mitglied von der CDU formal nominiert wird.

Frage: Jetzt sind sie wieder Bürgermeisterkandidat der CDU?
Krug: Also jeweils sowohl in 2004 und 2011 mit Unterstützung durch die SPD.

Frage: Was reizt Sie am Bürgermeisteramt?
Krug: Dass sich nie Routine einstellt. Natürlich müssen jedes Jahr unsere Haushaltspläne aufgestellt werden, es müssen so und so viele Ratsversammlungen und Ausschüsse abgehalten werden. Der Rahmen ist gleich. Der Inhalt ist immer wieder neu. Das Spannende ist, dass man bei der Kommunalpolitik schnell eine Rückkopplung bekommt. So weiß man, liegt man richtig oder falsch.

Frage: Wenn Sie zurückblicken, welche Ziele, die Sie sich 2004 gesetzt haben, haben Sie erreicht?
Krug: Ich weiß noch, dass ich beim Wahlkampf 2004 gesagt habe, das Gewerbegebiet hat noch viel Platz, das kann man füllen. Das ist mir noch nicht ganz gelungen. Es wäre auch ein bisschen vermessen gewesen, das nach sieben Jahren schon erreicht haben zu wollen.

Frage: Und sonst?
Krug: Wir konnten immer genügend Wohnbauland vorhalten. Den Leuten, die hier arbeiten, sollte man einen Bauplatz zur Verfügung stellen.Wir leben in einer Region mit der höchsten Eigenheimquote in Deutschland. Natürlich gehört dazu, dass wir den Ausbau der Kinderbetreuung in Angriff genommen haben. Holdorf war die erste Kommune, die eine Krippe auf kommunaler Seite betrieben hat. Dann haben wir durch die Igeha 2006 und 2010 gezeigt, dass Holdorf auch im wirtschaftlichen Bereich einen Namen hat. Was unverändert war und in Zukunft wichtig sein wird, ist, dass wir sachlich über Probleme reden.

Frage: Wie jüngst bei der Diskussion um die vom OOWV beantragte Erhöhung der Wasserfördermenge im Wasserwerk Holdorf geschehen?
Krug: Ja, dass wir nach außen und intern diskutieren: Wo ist das Ziel, wo der Nährwert für die Gemeinde? Das ist gut gelungen. Bürgermeister, das ist der eine, ohne Gemeinderat ist er nichts. Und ohne die Bevölkerung, die mitmacht, auch nichts. Engagement und Vereinsaktivitäten führen dazu, dass man mit 6500 Einwohnern die große Bandbreite an kulturellen Einrichtungen hat.

Frage: Wenn Sie für die nächsten Jahre ihre Schwerpunkte setzen, wo liegen die dann?
Krug: Im Grunde den Weg der Holdorfer Erfolgsgeschichte fortsetzen. Mein Hauptthema im Moment ist der demographische Wandel. An diesem Thema wird sich die Zukunftsfähigkeit von Kommunen entscheiden. Wir müssen dafür sorgen, dass es weiter genügend junge Arbeitskräfte gibt. Dass es zweitens genügend Potential gibt, um die Senioren hier in der Region zu halten und drittens die Senioren betreuen zu können. Das Ganze geht schleichend, aber es kommt. Wenn wird nicht versuchen, gegen die negativen Auswirkungen des Wandels anzugehen, wird es schwierig, die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben. Aber ich bin optimistisch.

Frage: Wie sieht das konkret in der Praxis aus?
Krug: Wir haben vor, mit den anderen Kommunen und dem Landkreis ein paar Workshops durchzuführen. Wo man sagt, wo soll in Holdorf die Struktur hingehen, wo sollen die Ziele gesetzt werden? Und wie setzen wir die Ziele in die Realität um? An diesem Thema bin ich näher dran, weil ich in Mecklenburg Vorpommern war. 1996 bis 2004 konnte man erleben was passiert, wenn eine Region ausblutet, wenn die Jungen weg sind und nur noch die Älteren bleiben.

Frage: Gab es in der Vergangenheit auch strittige Themen?
Krug: Es gab auch mal eine Entscheidung im Gemeinderat, da ging das Abstimmungsverhältnis 18 zu eins aus. Der eine, der allein war, der war ich. Aber das ist ok, das ist eben so.

Frage: Worum ging es da?
Krug: Vor vielen Jahren hatte ich angeregt, dass wir uns von einem Planungsbüro vortragen lassen, ob es sinnvoll ist, eine Steuerung von Biogasanlagen vorzunehmen. Der Gemeinderat sagte nein. Aber es gab nichts, wo wir uns dauerhaft in die Haare gekriegt haben. Ich blicke auf diese Jahre sehr zufrieden zurück, denn was wir in Angriff genommen haben, haben wir auch gemeinsam hingekriegt.

Frage: Angenommen, Sie hätten einen Wunsch frei. Wie würde der lauten?
Krug: Ich habe den Wunsch, dass die kommenden Jahre – wenn man mich wählt – genauso sein werden wie die vergangen sieben. Nämlich, dass man sich als Bürger der Gemeinde weiter so engagiert. Das ist die Stärke. Die Identifikation mit dem Ort ist sehr groß. Mein Wunsch ist, dass wir die kommenden Jahre weiter an dem Fortschritt unseres Ortes arbeiten.

Zur Person:

Dr. Wolfgang Krug ist 45 Jahre alt und stammt aus Hofheim in Unterfranken. Nach Abitur (1985) und Bundeswehrzeit studierte er Politik und Verwaltungswissenschaft an der Universität Bamberg.

Nach seinem Diplom 1991, begann er mit der Promotion, die er 1994 abschloss. Nebentätigkeiten übernahm er für das Berufsbildungszentrum des bayerischen Arbeitgeberverbandes, war in Nürnberg, in Fürth und in der Verwaltung seiner Heimatstadt tätig. 1996 wurde er zum ehrenamtlichen Stadtrat (SPD) seiner Heimatstadt gewählt und zum Bürgermeister in der Gemeinde Zinnowitz.

Seit 2004 lebt er mit seiner Frau und vier Kindern in Holdorf.



Wanderplakette für Richard Stangenberg

Geschrieben von H. Vollmer am 2011-07-27
Schützenverein Holdorf vergibt beim Nachschießen die Pokale in der Schützenhalle

Erfolgreiche Schützen: Präsident Richard Zumloh (von links) mit den erfolgreichen Holdorfern: Christian von Lehmden, Marie-Theres Nobbe, Matthias Thöle, Vizekönig Richard Stangenberg, Henning Koch, Kaiserin Sieglinde kl. Bornhorst, Hubert von Lehmden, Kaiser Eduard I. kl. Bornhorst, Thomas Heitlage, Sigrid Dinkgrefe, Andreas Prues, Stefan Heil, Alfons gr. Kamphake und Wolfgang Baumann. (Foto: Vollmer)


Beim Nachschießen des Schützenvereins Holdorf sind kürzlich zahlreiche Pokale ausgeschossen worden. Seine Majestät Kaiser Eduard I. kleine Bornhorst hatte zu Freibier und Beisammensein in die Schützenhalle eingeladen.

Die Wanderplakette des Vizekönigs wurde an Richard Stangenberg überreicht, der diese für ein Jahr präsentieren wird. Außerdem überreichte Vizepräsident Nicolas Vogt folgende Pokale: 1.Kompanie Kreuzritter (Wolfgang Baumann), 2.Kompanie Heideschützen (Alfons große Kamphake), 3.Kompanie Burgwächter (Thomas Heitlage), 4.Kompanie Bahnhofskompanie (Stefan Heil), 5.Kompanie Bäkeesch (Ludger Debbeler), Jugendkompanie (Henning Koch), Damenschießgruppe (Marie- Theres Nobbe), Vorstandspokal (Andreas Prues), Offizierspokal (Hubert von Lehmden), Schießwartepokal (Matthias Thöle).

Den Königspokal erhielt Christian von Lehmden, den Königinnenpokal Sigrid Dinkgrefe.



Messdiener zu Gast bei der Feuerwehr

Geschrieben von OV am 2011-07-27

Die Holdorfer Messdiener waren kürzlich im Rahmen des Ferienpasses bei der Berufsfeuerwehr in Osnabrück.

Die Holdorfer Manfred Koldehoff und Jens Wobbeler haben den Kindern vor Ort die verschiedenen Fahrzeuge und Geräte erklärt. (Foto: privat)



Hundebesitzer warnen vor Gift-Ködern

Geschrieben von OV am 2011-07-25
In Holdorf zeigen Hunde Symptome wie nach Einnahme von Nervengift / Die Vorfälle häufen sich

Hund Emmi fraß vermutlich Gift: Doris und Manfred Locker wollen die Nachbarschaft vor vermeintlichen Giftködern warnen. (Foto: Köhne)


Die schwarze Mischlingshündin Emmi starb in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. Ende vergangener Woche waren ihre Besitzer, Doris und Manfred Locker, bei der Polizei und haben Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Die Holdorfer glauben, dass ihre siebenjährige Hündin einen giftigen Köder gefressen hat. Die Symptome sprechen dafür und auch, dass ein Hund in der Nachbarschaft der Lockers einen Abend später die gleichen Symptome zeigte.

„Uns geht es darum, die Nachbarschaft zu warnen. Schließlich wohnen hier auch viele kleine Kinder, die sich schnell mal etwas in den Mund stecken können“, sagt Doris Locker, die selber Mutter ist. Am Dienstagabend war sie, wie gewöhnlich noch einmal kurz mit dem Hund rausgegangen. „Ich war schon wieder am Haus und Emmi kam nicht sofort. Ich bin nochmal zum Wendehammer, da war sie und ist mitgekommen“, erzählt die Hundebesitzerin. Die Lockers wohnen Am Zuschlag. Der Wendehammer ist nur ein paar Schritte von ihrem Haus entfernt. Vielleicht nahm Emmi am Wendehammer den Köder zu sich.

Nicht viel später habe der Hund zitternd auf der Treppe gestanden, die er sonst nie betreten habe. „15 Minuten später hat Emmi dann gekrampft und wir sind sofort mit ihr nach Dinklage zum Tierarzt.“ Emmi habe in kurzen Abständen noch zwei weitere Male gekrampft. Symptome wie sie von hochdosiertem Nervengift herrühren, habe der Tierarzt erklärt. Emmi schläferte er ein, um ihr weitere Qualen zu ersparen.

Einen Abend später zeigte dann ein Hund in der Birkenallee die gleichen Symptome wie Emmi. Die Straße Am Zuschlag zweigt in die Birkenallee ab. Der Hund aus der Birkenallee wurde zwar nicht eingeschläfert, aber auch hier habe der Tierarzt Pflanzengift als Ursache vermutet. „Beide Tierärzte haben Rattengift ausgeschlossen“, sagt Manfred Locker.

Ihm ist bei beiden traurigen Vorfällen wieder in den Sinn gekommen, dass bereits Anfang Mai und im April in unmittelbarer Nachbarschaft zwei Hunde plötzlich gestorben sind. „Vier Hunde in einem halben Jahr, da liegt die Vermutung nahe, dass Köder ausgelegt werden.“

Natürlich ist Doris und Manfred Locker klar, dass das nur eine Vermutung ist, die sie nicht beweisen können. Das ist ihnen aber auch nicht so wichtig. Für sie zählt, die Nachbarschaft zu warnen.





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