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News Archiv

Der Zahlenjongleur unter Holdorfs Schützen

Geschrieben von OV am 2011-07-13
„Einer muss die Musik bestellen“: Schatzmeister Robert Hemmelgarn wirbelt hinter den Kulissen für das Fest

Robert Hemmelgarn freut sich auf das Schützenfest, mit dem die Holdorfer Schützen am Wochenende das 150-jährige Bestehen ihres Vereins feiern. Dabei weiß der Schatzmeister der Holdorfer Schützen genau, dass für ihn die Arbeit nach dem Schützenfest wieder richtig los geht.

Wenn Holdorfs Schützen marschieren, ist Robert Hemmelgarn mit dabei. Und auch auf dem Schützenfest, das am Freitag beginnt, wird der fast 60-Jährige nicht fehlen. Aber wenn Hemmelgarn sein Schützendasein beschreibt, sagt er: „Ich bin kein aktiver Schütze, ich bin ein Schreibtischtäter.“ Hemmelgarn ist der Mann, der dafür sorgt, dass im Schützenverein Holdorf die Kasse stimmt. Diese Aufgabe erledigt er als Schatzmeister bereits seit vielen Jahren. „1993 wurde ich gefragt, ob ich das Amt von Schatzmeister Walter Bavendiek übernehmen will“, erzählt Hemmelgarn. Er habe kurz überlegt, seine Frau gefragt und dann zugesagt. Zunächst wurde er stellvertretender Schriftführer. „Bei der nächsten Wahl hat man mich dann zum Schatzmeister gewählt.“

Hemmelgarn jongliert auch beruflich gerne mit Zahlen. Er ist Steuerfachangestellter. Neben den Finanzen des Schützenvereins hat er seit 2001 auch die des angegliederten Schießsportvereins unter sich. Viel Arbeit. Zählt der Schießsportverein doch rund 100 Mitglieder und kommt der Schützenverein auf 750 zahlende Schützen. „Wer neu nach Holdorf zieht, den versuchen wir gleich aufzunehmen“, sagt Hemmelgarn. Die Integration der Neubürger sei eine wichtige Aufgaben des Schützenvereins.

Aus Holdorf und aus Hemmelgarns eigenem Leben ist der Schützenverein nicht wegzudenken: „Für uns Kinder war der Schützenplatz immer unser Spielplatz. Die erste Zigarette habe ich auch auf dem Schützenplatz geraucht.“ Als Jugendlicher trat Hemmelgarn dem Schützenverein bei. Wenn er nicht arbeitet oder für die Schützen rechnet, pflanzt und schneidet er in seinem Garten oder singt im Kirchenchor. „Schützen und Kirchenchor – das Weltliche und Kirchliche muss ausgeglichen sein“, findet der Vater zweier Töchter.

Dafür, dass Hemmelgarn nicht aktiv schießt, zieren seine Schützenjacke ganz schön viele Orden. Über einen für besondere Verdienste hat er sich sehr gefreut: „Den habe ich von den Handorf-Langenbergern verliehen bekommen. Ihrem Schatzmeister hatte ich ein paar Tipps gegeben.“ Auch auf die silberne Ehrennadel, die er vom Schützenkreis Vechta vor drei Jahren verliehen bekam, ist er stolz. „Das ist etwas besonderes, weil ich eben nicht aktiv schieße“, sagt Hemmelgarn und lässt seinen Blick von den Orden zum Aktenordner schweifen. „Wenn das Schützenfest gelaufen ist, fängt meine Arbeit an.“ Es müsse abgerechnet werden. Dann müssten schon wieder die Ausschreibungen für das nächste Schützenfest raus. „Einer muss die Musik bestellen“, sagt Hemmelgarn. Er sieht zufrieden aus. Das Schützenfest ist auch für ihn ein großer Spaß.



Gemeinderat stimmt dem Einzelhandelskonzept zu

Geschrieben von Gemeinde Holdorf am 2011-07-12

Der Rat der Gemeinde Holdorf hat in seiner Sitzung am 28.06.2011 dem Einzelhandelskonzept zugestimmt.

Jedermann kann in die Dokumentationen Einsicht nehmen. Sie werden im Rathaus der Gemeinde Holdorf, während der Öffnungszeiten, bereitgehalten. Alternativ dazu können Sie über den nachfolgenden Link eingesehen werden.

Einzelhandelskonzept






Barrierefreies Wohnen mitten im Ortskern

Geschrieben von OV am 2011-07-12
Haus Kampers in Holdorf wird umgebaut / Tagespflegeeinrichtung und Wohnungen auf ehem. Supermarkt-Gelände

Unten Geschäftsräume, oben wohnen: Sieben barrierefreie Wohnungen sollen im umgebauten und aufgestockten ehemaligen Kampers-Gebäude entstehen. (Visualisierung: Architekt Andreas Möller)

Aus Alt macht Neu: Das hat sich Udo Schlarmann für das Haus, Große Straße 8, in Holdorf vorgenommen. „Das Haus bleibt stehen, es wird nur umgebaut“, sagt Schlarmann. Nicht nur das ehemalige Gebäude Kampers hat er gestern von der Gemeinde Holdorf gekauft. Sondern auch das sich daran anschließende Gelände, auf dem noch vor kurzem der Supermarkt von Alfred Kampers stand.

Die Gemeinde hatte das rund 3000 Quadratmeter große Areal nach Kampers Tod 2007 erworben. „Die Gemeinde wollte selbst entscheiden was im Ortskern passiert“, sagt Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug und ist mit der erzielten Lösung zufrieden. Schlarmann wird dafür sorgen, dass in der Ortsmitte barrierefreies Wohnen möglich ist.

Noch diese Woche will er den Bauantrag stellen, mit dessen Hilfe dem Tanklagegebäude neuer Schick verliehen wird. Hier sollen im Erdgeschoss zwei Gewerbeeinheiten entstehen. Eine davon wird eine Naturheilpraxis beziehen. Darüber werden sieben barrierefreie Mietwohnungen eingerichtet. Dafür wird der Bau um eine weitere Etage aufgestockt und mit einem Aufzug ausgestattet.

Anfang nächsten Jahres soll alles fertig sein. Aber damit ist Schlarmanns Projekt nicht am Ende. Auf dem ehemaligen Kampers- Gelände will er eine Tagespflegeeinrichtung bauen, in deren Obergeschoss sich ebenfalls barrierefreie Miet- oder Eigentumswohnungen befinden. „Wer eine der Wohnungen bezieht, kann die Tagespflege in Anspruch nehmen, muss es aber nicht“, erklärt Schlarmann. Auch dafür will er noch in diesem Jahre den Bauantrag stellen. In Steinfelds Großer Straße 9 hat der Holdorfer bereits barrierefrei gebaut. „Wir haben eine Gesamtlösung angestrebt, die den Ort voranbringt“, sagt Krug und ist überzeugt, sie gefunden zu haben.



Kindergärten erhalten Spielhaus für Außenbereich

Geschrieben von H. Vollmer am 2011-07-06
Bürgerstiftung Holdorf übergibt Geschenke in einer Feierstunde / Weitere Projekte sind geplant

Die Mädchen und Jungen des St.-Barbara-Kindergartens haben ihr Spielhaus erobert. Sie stellten sich mit ihren Gästen von der Bürgerstiftung, der Gemeinde Holdorf sowie den Schülern der Berufseinstiegsklasse der Adolf-Kolping-Schule dem Fotografen. (Foto: Vollmer)


Die Bürgerstiftung Holdorf hat ihr erstes Projekt in Angriff genommen. Die beiden Kindergärten St. Elisabeth am Roggenkamp und St. Barbara in Handorf-Langenberg erhielten in diesen Tagen jeweils ein Spielhaus für den Außenbereich. Der Kindergarten St. Dominikus an der Badberger Straße wird sein Spielhaus im kommenden Jahr erhalten, da dort der Spielplatz umfassend erneuert wird.

Die Bürgerstiftung schlug sprichwörtlich zwei Fliegen mit einer Klappe, denn von diesem Projekt profitierten ebenso Schüler der Berufseinstiegsklasse (BEK) an der Adolf-Kolping- Schule in Lohne. Auf der Suche nach einem geeigneten Projekt, das Unterstützung erfahren sollte, kam der Hinweis von Gerhard Honkomp, Lehrer an der Adolf-Kolping-Schule in Lohne, gerade recht, da es gleich mehrere Aspekte der Bürgerstiftungsziele vereint.

Mit dem Projekt „Ein Spielhaus für den Kindergarten“ bereitet die Bürgerstiftung nicht nur den Kindergärten in der Gemeinde Holdorf eine Freude, sondern geben den Schülern der BEK in Lohne außerdem die Möglichkeit, an einem Praxis-Projekt mitzuwirken. Die Schüler erhielten den Auftrag, die Spielhäuser zu bauen. Die Bürgerstiftung unterstützte das Projekt nicht nur mit einer Spende, um damit den Kauf der Baumaterialien zu finanzieren. Sie übernahm die Koordination und unterstützte durch Vorstandsmitglied und Bauunternehmer Franz-Josef Kreinest tatkräftig den Aufbau durch die BEK-Schüler.

Die Schüler arbeiteten an den beiden Spielhäusern auf Hochtouren, so dass der Aufbau kurzfristig erfolgen konnte. „Nachdem zunächst geplant war, nur ein Spielhaus zu bauen und dieses an einen der Kindergärten in Holdorf zu verlosen, konnten wir dank vergünstigter Einkaufskonditionen bereits zwei Spielhäuser errichten“, berichtete Stefan Witte, Geschäftsführer der Bürgerstiftung.

Die Freude bei den Jungen und Mädchen der beiden Kindergärten war groß, als bei jeweils einer Feierstunde die Spielhäuser übergeben wurden. Sie nahmen die neuen Spielmöglichkeiten im Beisein von Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug und den Elternvertretern freudestrahlend in ihren Besitz.





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