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News Archiv

Kindergartenvormittag wird länger

Geschrieben von OV am 2011-06-09
Jugend- und Sozialausschuss plädiert für mehr Plätze außerhalb der Regelöffnungszeit

Wie viele Kinder werden nach dem Sommer den Holdorfer Kindergarten mit seinen drei Standorten St. Elisabeth, St. Barbara und St. Dominikus besuchen? Wie viele Kinder sollen auch nach der Regelöffnungszeit, die um 11.45 Uhr endet, noch eine Stunde länger betreut werden? Konkrete Zahlen lagen dem Holdorfer Jugend- und Sozialausschuss während seiner jüngsten Sitzung nicht vor. Sie hätten aber die Diskussion um den Antrag des St. Elisabeth Kindergartens abgekürzt.

Am 1. Juni hatte die Leiterin des Kindergartens, Doris Schmedes, bei der Gemeinde beantragt, zusätzlich zu den zehn derzeit bewilligten Plätzen außerhalb der Regelöffnungszeit für das Kindergartenjahr 2011/ 2012 weitere Plätze für die Sonderöffnungszeit 11.45 bis 12.45 Uhr einzurichten. Derzeit seien, so Schmedes, 18 Kinder für die verlängerte Betreuungszeit angemeldet. Ab dem elften Kind ist eine zweite Betreuungskraft nötig. Dass würde wiederum rund 500 Euro mehr an Personalkosten pro Monat bedeuten. „Dem gegenüber stehen jedoch auch erhöhte Einnahmen durch den Elternbeitrag“, heißt es in dem Antrag.

Im Grunde war sich der Ausschuss unter seiner Vorsitzenden Elisabeth Vodde-Börgerding (SPD) einig, dass jungen Familien die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch längere Öffnungszeiten des Kindergartens ermöglicht werden soll. Doch Rainer Blömer (CDU) stieß mit seiner Frage, ob denn nicht beispielsweise am St.-Dominikus- Kindergarten Plätze frei seien und die Eltern ihre Kinder nicht einfach ein paar Hundert Meter weiter dort zum Kindergarten bringen könnten, eine Diskussion über die mögliche Flexibilität der Eltern an. Mehr noch als diese Frage beschäftigten Blömer allerdings die Kosten von rund 6000 Euro, die durch die weiteren Plätze in der Sonderöffnungszeit auf die Gemeinde zukommen. „Zweitrangig“ fand es Hauptamtsleiter Heiner Themann, die Einrichtung der Plätze von den Kosten abhängig zu machen. Rainer Blömer allerdings hielt an seiner Kritik fest, dass die Verwaltung konkrete Zahlen vorlegen müsse, wenn es um eine Mehraufwendung von rund 6000 Euro gehe.

„Wir werden eine Abfrage bei den Kindergärten vornehmen bis der Verwaltungsausschuss tagt und schauen, ob es alternative Möglichkeiten gibt“, münzte Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug Blömers Kritik in einen Auftrag an die Verwaltung um. Nicht konkret auf einen der drei Kindergärten war daher auch der Beschlussvorschlag zugeschnitten, dem das Gremium mit fünf Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen zustimmte. Er beinhaltet, dass die Sonderöffnungszeit von 11.45 bis 12.45 befristet für ein Jahr in einer Kindergartengruppe mit zwei Betreuern und maximal 25 Plätzen gelten soll.



Auch zu Hause keine Langeweile

Geschrieben von OV am 2011-06-08
Programm für Holdorfer Ferienpassaktion steht / Jetzt anmelden

In den Sommerferien wird für Holdorfer Kinder und Jugendliche von sechs bis 16 Jahren keine Langeweile aufkommen: 53 Aktivitäten gibt es im Rahmen der Ferienpassaktion, teilt die Gemeinde mit. „Das ist absoluter Rekord“, heißt es aus dem Rathaus.

Vereine, Verbände, Privatpersonen, die Kirche und die Schulen haben sich wieder allerhand einfallen lassen, damit in den Sommerferien auch zu Hause für Abwechslung gesorgt ist. Der Ferienpass ist eine Kombination aus Ferien- und Badepass. Er gilt gleichzeitig als Ausweis für den kostenlosen Eintritt zum Heidesee Holdorf während der Sommerferien.

Also benötigen auch Kinder und Jugendliche, die an keiner Ferienpassveranstaltung teilnehmen wollen, einen Ferienpass als Badepass. Außerdem berechtigt der Pass bis zum 31. Dezember 2011 zum dreimaligen kostenlosen Eintritt ins Holdorfer Hallenbad. Die Programmhefte wurden in den Holdorfer Schulen und auch an die Holdorfer Schüler im Gymnasium Damme verteilt. Das Heft kann auch im Rathaus abgeholt werden. Die Grundgebühr für den Ferienpass beträgt drei Euro.

Das Anmeldeblatt für die Veranstaltungen ist unbedingt bis zum 22. Juni bei der Gemeindeverwaltung abzugeben. Telefonische Anmeldungen sind nicht möglich. Ansprechpartnerin im Rathaus ist Ute Hausfeld, Telefon 05494/985-11.



Holdorf stellt sich der Inklusion

Geschrieben von OV am 2011-06-08
Selbstbestimmtes Leben für behinderte Menschen / Andreaswerk unterstützt Arbeitskreis

Ein weißer Fleck ist Holdorf, wenn es um Einrichtungen des Andreaswerkes geht. Doch Holdorfer nutzen die Angebote des Andreaswerks: zehn von ihnen die Frühförderung, zehn einen Kindergarten, zehn ein schulisches Angebot. 24 Holdorfer arbeiten in derWerkstatt. Außerdem kommen 17 Mitarbeiter des Andreaswerks aus der Gemeinde.

Zahlen, die der Geschäftsführer des Andreaswerkes Matthias Warnking gestern dem Jugendund Sozialausschuss der Gemeinde Holdorf vorstellte. Gemeinsam mit Christoph Bräuer, Leiter der Frühfördereinrichtung, bot er der Gemeinde an, ihr beim Aufbau eines lokalen Teilhabekreises, zu helfen. Einen Vorschlag, den die Ausschussmitglieder sehr offen aufnahmen. Nach der Sommerpause soll ein entsprechender Arbeitskreis in Zusammenarbeit mit Schulen, Kindergärten, Kirchen, Gewerbevertretern und Interessierten einberufen werden.

Ziel ist es dabei, behinderten Menschen auch in der Gemeinde Holdorf ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Das fängt bei abgesenkten Bordsteinkanten an und reicht bis hin zu barrierefreien Wohneinheiten. Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug, der den Kontakt zum Andreaswerk geknüpft hatte, warb für den Teilhabekreis und brachte gleich die Idee eines Aufzugs und einer behindertengerechten Toilette für das Rathaus mit ein. Aufgabe des Teilhabekreises ist es, die Barrierefreiheit in der Gemeinde, die nicht nur für Rollstuhlfahrer, sondern für alle Behinderungsformen gilt, zu analysieren und Versorgungslücken zu entdecken. Nach einer Auswertung können Verbesserungsvorschläge entwickelt und später dann auch umgesetzt werden. Denn die Inklusion, das gleichwertige Miteinander von Behinderten und Nichtbehinderten, sei nicht nur eine Aufgabe für Schulen, sondern ein gesamtgesellschaftliches Ziel.

„Aber Holdorf wäre die erste Gemeinde im Landkreis Vechta, die einen solchen Teilhabekreis gründet“, so Warnking. Mehr Fragen als an die Vertreter des Andreaswerkes hatten die Ausschussmitglieder an Sebastian Wolke vom Sozialamt, als es um das Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes (OV berichtete) ging. Mit diesem werden bedürftige Kinder unterstützt.

In der Gemeinde Holdorf leben derzeit 190 Kinder, für die entweder im Rahmen des Arbeitslosengelds oder des Wohngeldbezugs Leistungen beantragt werden könnten. Dem Beschlussvorschlag, dass die Gemeinde Holdorf die Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepaktes übernimmt – die Kostenerstattung durch den Landkreis vorausgesetzt – wurde zugestimmt. Eine entsprechende öffentlichrechtliche Vereinbarung würden die zehn Städte und Gemeinden Donnerstag mit dem Landkreis ausarbeiten, so Krug.



Zweckverband wird 40 Jahre alt

Geschrieben von Sonntagsblatt am 2011-06-08
„Dammer Berge“ feiern mit Sternfahrt

Am Sonntag, 19. Juni, geht es aus vier Kommunen zur Zentralveranstaltung am Heidesee.

Am 7. Mai 1971 konstituierte sich der Zweckverband Erholungsgebiet Dammer Berge. In diesem Verband arbeiten seither der Landkreis Vechta und die vier Kommunen Damme, Neuenkirchen-Vörden, Steinfeld und Holdorf zusammen und haben sich den Erhalt von Landschaft, Flora und Fauna in den Dammer Bergen zu eigen gemacht. Insbesondere der Tourismus soll über die Förderung von der naturnahen Erholung dienenden Maßnahmen entwickelt werden. Am Sonntag, 19. Juni, wird das 40-jährige Bestehen mit einer Sternfahrt aus allen Mitgliedskommunen zur Zentralveranstaltung am Heidesee in Holdorf gefeiert.

Die Gesamtinvestitionen, die in den vergangenen 40 Jahren auf dem Gebiet der Dammer Berge getätigt wurden, umfassen inklusive weiterer Fördermittel rund 1,7 Millionen Euro. Gelder flossen übergreifend etwa in die Anlegung des Nordic-Walking-Parks Dammer Berge, Rast- und Ruhemöglichkeiten, die Erarbeitung eines Reitwege- Leitsystems und in die Gästeroute. Dazu gesellen sich zahlreiche Einzelmaßnahmen auf dem Gebiet der Verbandskommunen, wie diverse Bau-, Ausbau- und Sanierungsmaßnahmen, Pflanzungen, Anlegung von Lehr- und Wanderpfaden oder Schaffung von Spielplätzen.

Die Jubiläumsfeier beginnt mit einer Radsternfahrt, die um 10.30 Uhr bei den Rathäusern in Damme, Neuenkirchen und Steinfeld startet. In Holdorf wird ab Heimathaus gewandert. Wer die Fahrt/Wanderung mitmachen möchte, muss sich unbedingt vorher anmelden. Eine Anmeldekarte findet sich in einem Flyer, der derzeit an vielen Stellen im Landkreis ausliegt. Die ab 12 Uhr am Heidesee in Holdorf stattfindende Zentralveranstaltung beginnt mit Grußworten und Eröffnung der Wanderausstellung 40 Jahre Zweckverband. Nach dem Mittagstisch folgen gegen 13.30 Uhr Vorführungen auf der mobilen Bühne des Zweckverbandes, ab 14 Uhr eine ökumenische Freiluftandacht. Die Kinder können sich am Nachmittag über eine riesiges Programm freuen.

Gegen 17 Uhr ist das Ende der Veranstaltung am Heidesee vorgesehen.






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