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News-Archiv (bis Februar 2017)

Angler gegen Pläne des Wasserverbandes

Geschrieben von OV am 2011-05-03
Verein kritisiert geplante Erhöhung der Fördermenge / Interessengemeinschaft lädt ein

Befürchten sinkenden Wasserspiegel: Die Mitglieder des Angelsportvereins kritisieren die Pläne des OOWV.Dazu gehören (von links) Helmut Bubendorfer, Bernard Schonhöft, Sven Leymann, Christian kleine Bornhorst (Vorsitzender), Sascha Grevenstette, Mark Schröder und Bernd Schlarmann. Foto: privat


In Holdorf kritisieren immer mehr Einwohner die Pläne des Oldenburgisch- Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV), die Fördermenge des Wassers zu erhöhen. Auch die Mitglieder des Angelsportvereins finden den Antrag des OOWV unverantwortlich.

Der Wasserspiegel sinke bereits seit einiger Zeit am Angelgewässer, teilte der Verein unter dem Vorsitzenden Christian kleine Bornhorst mit. Zu dem Gebiet gehört eine fast acht Hektar große Fläche in der Danau- Rüschenhorstriede, zu der eine Teichanlage mit zwei Kleingewässern für Amphibien, eine Feuchtwiese, eine Streuobstwiese und Feldhecken gehören.„Vor zehn Jahren hätten wir an einigen Stelle noch nasse Füße bekommen“, sagt Bernd Schlarmann, ehemaliger Vorsitzender. Heute sind die Bereiche trocken. 1998 bestätigte der Landkreis, dass der Bereich ein Biotoptyp sei, der dem Niedersächsischen Naturschutzgesetz unterliege.

„Unser Einsatz mit über 4000 Arbeitsstunden für die Feuchtwiese und Amphibiengewässer war womöglich vergebens. Der seit Jahren rückläufige Wasserstand gefährdet bereits jetzt die Artenvielfalt“, sagte Hegedienstleiter Sven Leymann. Helmut Bubendorfer (ehemaliger Gewässerwart) und Sascha Grevenstette (Gewässerwart) erlebten mehrfach ein Fischsterben, nachdem der Teich fast trocken gefallen war. Auch 2011 zeichne sich diese Entwicklung ab. Unverständlich für sie sei, dass der Landkreis den Verein im Rahmen des Verfahrens nicht beteiligt habe, obwohl er anerkannter Naturschutzverband ist. Kleine Bornhorst sagte: „Wir werden eine Mitgliederversammlung einberufen, um das weitere Vorgehen zu beschließen.“

- Über die Erhöhung der Fördermenge diskutiert auch die „Interessengemeinschaft für eine umweltverträgliche Wasserförderung“. Sie lädt am 12. Mai (Donnerstag) um 19.30 Uhr ins Hotel zur Post ein. Ein Geologe gibt Erläuterungen. Zudem stellt die Interessengemeinschaft Ziele und Forderungen vor.



Drei Gabelstapler und viel Eichenholz

Geschrieben von OV am 2011-05-02
Neuer Orgelboden in Holdorfer Kirche St. Peter und Paul nimmt mehr und mehr Gestalt an

Da stapeln sie hoch: Mit Gabelstaplern ging es an das Aufstellen
des Orgelboden-Skeletts in St. Peter und Paul. (Foto: Braun)


Am Samstagvormittag hieß es mit drei Gabelstaplern und fachmännischem Geschick, das neue, aus Eichenholz verleimte Orgelbodenskelett aus Pfeilern und Gebälk aufzustellen. Im Zuge der Kirchenrenovierung von St. Peter und Paul hatte der Männergesangverein Concordia von 1861 angeregt, einen neuen Orgelboden zu planen, damit an die Stelle der Orgel im linken Seitenschiff der neue, noch zu renovierende und zusammenzubauende Josefsaltar wieder aufgestellt werden könne. Er ist zurzeit noch im ehemaligen Flüchtlingsheim im Industriegebiet eingelagert.

Die klanglich sehr gute Orgel soll nach ihrer Überholung und der Schimmelbeseitigung mitten vor die Öffnung zum Turm auf den neuen Orgelboden gestellt werden. Die etwa 60 Quadratmeter große Empore bietet in Zukunft nicht nur Platz für die Orgel, sondern auch für etwa 40 Musiker oder den Kirchenchor. Der Aufgang zum Boden erfolgt auch weiterhin über dieWendeltreppe im Turm.

Gemeinsam mit Architekt Claus Böckmann aus Damme sowie Dank der Spende des hochwertigen Eichenholzes durch Bernhard Haverkamp und die Firma Themann Holzbau aus Holdorf konnte in einer Gemeinschaftsleistung das Aufstellen des Traggerüstes des späteren Orgelbodens wie geplant nach Ostern beginnen. Die Löcher für die Lagerhölzer in den Außenwänden und im Boden für die Pfeilerstützen waren bereits eingestemmt, als das Team von Themann Holzbau mit den drei Gabelstaplern anrückte.

Zum Sängerfest Ende Juni soll alles fertiggestellt sein und die Orgel an dem neuen Standort klingen. Dann wird das Instrument vis à vis dem Hochaltar im Hauptschiff thronen und der Marienaltar rechts und Josefsaltar später links die Blicke der Gemeinde einfangen. Wenn Pastor Michael Kenkel aus Rom zurückkommt, dürfte er staunen, wie weit die Arbeiten fortgeschritten sind, hieß es.



Neuseeland als neue Heimat für Holdorfer Familie

Geschrieben von OV am 2011-05-02
15-jähriger Sven Horstmann und seine Eltern sind vor anderthalb Jahren ausgewandert / Grund waren Probleme in der Schule

Genießt das Leben in seiner neuen Wahlheimat: Der 15-jährige Sven Horstmann ist mit seiner Familie nach Neuseeland ausgewandert. Jetzt lebt er dort, wo andere Leute Urlaub machen. (Foto: privat)


Weiße Sandstrände, Sonne und blaues Meer: Fernab von Deutschland lebt der Holdorfer Sven Horstmann den Traum vieler Deutscher. Er ist mit seiner Familie im Dezember 2009 nach Neuseeland ausgewandert. „Ich war froh, mein altes Leben hinter mir lassen und ein neues anfangen zu können“, sagt der 15-jährige Sven Horstmann.

Immense Probleme in der Schule waren der Grund für diesen großen Schritt. Denn der gebürtige Holdorfer leidet an der Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS). „Meine Lehrer in Deutschland waren mit mir völlig überfordert“, erläutert er und fügt hinzu: „Vor versammelter Klasse wurde mir gesagt, dass ich zu doof zum lernen bin.“ In Neuseeland sei das anders: Mit den Lehrern komme er wesentlich besser zurecht. „Die Schule hier ist wirklich sehr gut. Die Lehrer sind sympathisch und hilfsbereit.“

Verwandte und Freunde reagierten unterschiedlich auf die Auswanderung der Horstmanns. „Viele waren der Meinung, dass dieser Schritt gut und richtig für meine Zukunft ist“, erinnert sich Sven. Andere wiederum konnten nicht verstehen, warum es gleich Neuseeland sein muss. Für Familie Horstmann aber stand der Beschluss fest: Sie wollen auswandern und zwar in ein englischsprachiges Land. Neuseeland und Australien standen zur Wahl. Aufgrund des Schulsystems fiel die Entscheidung letztlich auf Neuseeland. Auch die Landschaft des kleinen Inselstaates zog Sven und seine Familie in den Bann: Üppige Regenwälder, samtig grüne Hügellandschaften, traumhafte Strände und imposante Gebirgsketten.

Bevor die Horstmanns jedoch Deutschland hinter sich ließen, musste vieles geregelt werden. „Unter anderem mussten wir unser Haus verkaufen, Versicherungen kündigen und wichtige Unterlagen vom Deutschen ins Englische übersetzen lassen“, erläutert Sven. Am 3. Dezember 2009 hieß es dann endgültig: Auf Wiedersehen Deutschland! Um 6 Uhr morgens hob der Flieger in Bremen ab. Über Frankfurt, Hongkong und Adelaide ging es nach Auckland.

Jetzt wohnt die Familie in Henderson, West Auckland. Heimweh hat Sven nicht: „Ich habe mich schnell eingelebt und Freunde gefunden.“ Und bis auf das „deutsche Essen, Schnitzel und Bratwurst, das Brot und Brötchen“ vermisse er eigentlich nichts. Seine Mutter Nicole arbeitete in Neuseelands größtem Baumarkt. Sein Stiefvater Wolfgang war in Deutschland als Energieanlagenelektroniker beschäftigt. Jetzt arbeitet er als Entwicklungsingenieur. Die neue Heimat der Krogmanns ist für Sven Faszination pur: „Wir leben zwar in einer Großstadt mit 1,4 Millionen Einwohnern, haben aber neben unserem Haus einen National Park mit 80 Meter hohen Wasserfällen und riesigen Kauri Bäumen“, schwärmt der Auswanderer.

Aber auch im Urlaubsparadies gilt die Schulpflicht. Derzeit besucht Sven die zehnte Klasse der Henderson High School in West Auckland. Montags bis freitags von 8.35 bis 15.05 Uhr drückt er die Schulbank. Er will seinen Abschluss machen und anschließend studieren. Nach dem Unterricht werden viele Aktivitäten wie Surfen, Rugby, Fußball, Tennis, Segeln und Hockey angeboten. Samstags trifft er sich mit einer Gruppe, die sich aus Flüchtlingen aus Afrika zusammensetzt. „Wir tanzen, singen und spielen Theater.“ Einmal im Monat geht es für ihn hoch hinaus. Sein größtes Hobby ist das Fliegen. „Ich liebe Flugzeuge“, erzählt der Auswanderer. Sein Traumberuf: Pilot.

Nur selten besucht die gebürtige Holdorfer Familie Horstmann ihre Heimat. Zuletzt war Sven über die Weihnachtstage und Neujahr in Deutschland. „Vielleicht fliege ich auch im Sommer 2012. Die Flüge sind teuer.“ Er versuche aber, alle zwei Jahre nach Deutschland zu kommen, um die Familie zu sehen. Ob es ihn irgendwann zurück in sein Heimatland treibe, wisse er aber noch nicht.



Attraktion im Schwimmbad

Geschrieben von H. Vollmer am 2011-05-01
Spende der LzO

Für mehr als 2500 Euro schaffte die LzO ein großes aufblasbares Spielgerät für das Hallenbad Holdorf an. Das Schwimmtier soll jeweils Dienstag- und Samstagnachmittag ins Wasser geholt werden.

Von links: Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug, Jugend- und Sportausschussvorsitzender Jan Dierk Brand, Schwimmmeister Daniel Fraß, LzO-Regionaldirektor Alfred Müller, Bürgermeister- Stellvertreter Heiner Themann, LzO-Filialleiter Johannes Hasenkamp und CDU-Kreistagsabgeordneter Bernhard Glandorf. (Foto: Vollmer)






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