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News Archiv

Urgestein wird Ehrenmitglied

Geschrieben von H. Vollmer am 2011-03-30
Holdorfer Sportverein zeichnet Ulrich Beckermann aus

Besondere Ehrung für „Bill“: Der Ehrenvorsitzende Hans Böckmann (links) und der 1. Vorsitzende Hermann-Josef Bavendiek (rechts) überreichten Ulrich Beckermann die Urkunde. (Foto: hvo)


Er zählt zu den Urgesteinen des Holdorfer Sportvereins. Die Rede ist von Ulrich Beckermann, der seit 54 Jahren dem SV Holdorf angehört. Er wurde auf der Jahreshauptversammlung am 20.03.2011 zum Ehrenmitglied ernannt.

Hans Böckmann würdigte die Verdienste des 61-Jährigen, der 27 Jahre als Schatzmeister tätig war. Der gelernte Volkswirt hat früh selbst aktiv Fußball gespielt, engagierte sich lange im erweiterten Vorstand, übernahm Mannschaften als Jugendbetreuer und wurde später Jugendleiter. Er erhielt 1999 den Siegfried-Ansmann- Gedächtnispreis.

Zudem ehrte der Verein langjährige Mitglieder. 50 Jahre: Alois Heitmann. 40 Jahre: Hermann-Josef Bavendiek, Günther Böckmann, Konrad Beckermann und Josef Kampers. 25 Jahre: Markus Römer, Claudia Jendrzejewski, Ralf Böckmann, Wolfgang Baumann, Silke Berkemeyer-Buck und Wilfried Behre. Für zehn Jahre Mitgliedschaft wurden Johannes Pohlmann und Ludger Nuxoll ausgezeichnet.



Holdorfer SPD wählt Kandidaten für Kreistagswahl

Geschrieben von OV am 2011-03-29

Die Holdorfer SPD wählt heute (29. März) ihren Kreistagskandidaten für die Kommunalwahl im September. Die Versammlung beginnt um 18.30 Uhr bei Schanko in Handorf- Langenberg.

Darüber hinaus wird sich Dr. Wolfgang Krug als Bürgermeisterkandidat bei der SPD vorstellen. Und Johannes Benedde wird für seine 40-jährige Mitgliedschaft in der SPD geehrt.



Brand weiter an der Spitze

Geschrieben von H. Vollmer am 2011-03-25
Reit- und Fahrverein Holdorf wählt seinen Vorstand neu

Das neue Team (von links): Jan-Dierk Brand, Clemens Moser, Werner Kampers, Maike Scherbrink, Dr. Aloys Brand, Dr. Peter Scherbrink, Ruth Meyer, Dieter Keding, Karin Biestmann, Martina Hörnschemeyer und Melanie Mohrmann. (Foto: Vollmer)


Dauerbrenner: Auch nach 20 Jahren an der Spitze des 1991 neu ins Leben gerufenen Reit- und Fahrvereins Holdorf steht Dr. Aloys Brand zum wiederholten Male in der Verantwortung des Vorstandsvorsitzenden. Während der Generalversammlung in der Reithalle erhielt der Tierarzt erneut das Vertrauen der Mitglieder.

Ebenso wurden Werner Kampers als Platzwart, Maike Scherbrink als Jugendwart und Melanie Mohrmann als Beisitzerin in ihren Ämtern bestätigt. Als neues Vorstandsmitglied nahm Dr. Peter Scherbrink auf dem Stuhl des stellvertretenden Vorsitzenden platz, der dieses Amt von Joachim Schmidt übernahm. Zudem schied auf eigenen Wunsch Rolf Helms nach achtjähriger Tätigkeit als stellvertretender Platzwart aus dem Vorstand aus.

Dem Reit- und Fahrverein gehören heute etwa 400 Menschen an. In diesem Jahr steht unter anderem am Wochenende vom 30. April auf den 1.Mai das große Fahrturnier auf dem Programm, bei dem Pferdesportler aus ganz Norddeutschland erwartet werden.



Verständnis für Zwang zu Gemeindefusionen

Geschrieben von OV am 2011-03-24
Katholiken im Südkreis können mit jüngsten Entscheidungen der Bistumsleitung offensichtlich leben

Pfarrgemeinden rücken zusammen: Die vier Kirchtürme im Kreis links mit den Pfarrern Franz Ortmann (links) und Michael Kenkel stehen für die katholischen Pfarrgemeinden in Steinfeld, Mühlen, Holdorf und Handorf-Langenberg, die nun zur Pfarrei St. Johannes Baptist mit Pfarrsitz in Steinfeld zusammenwachsen sollen; rechts die Kirchen der Pfarrgemeinden in Damme, Neuenkirchen, Osterfeine und Rüschendorf mit den Pfarrern Helmut Middendorf (links) Christoph Winkeler. (Fotomontage: Von der Heide)


Heiner Pohlmann, engagierter Katholik aus Neuenkirchen, glaubt nicht, dass dies die letzte Gemeindefusion im Südkreis Vechta war. Nur ein paar Jahre, dann werde auch die neue Pfarrgemeinde Steinfeld/Holdorf in St. Viktor Damme aufgehen, glaubt er. Denn Größenordnungen von 14 000 beziehungsweise 11 000 Mitgliedern in Damme und Steinfeld/Holdorf dürften letztlich zu klein sein. Mit der Entscheidung des Offizialates, St. Bonifatius in St. Viktor einzugliedern, könnten die Neuenkirchener allerdings gut leben.

Das sieht auch Thomas Hugenberg, Schriftführer des St.- Bonifatius-Pfarrgemeinderates, so. „Wir sind mit dieser Lösung zufrieden. Es war richtig, uns einem Zusammenschluss mit Holdorf zu widersetzen“, unterstreicht er. Nicht ganz glücklich ist Neuenkirchen-Vördens Bürgermeister Alfons Wieschmann. Er hätte lieber einen Zusammenschluss von St. Bonifatius mit der Vördener Pfarrgemeinde St. Paulus Apostel, die dem Bistum Osnabrück zugeordnet ist, gesehen. „Aber es hat nie einen ernsthaften Versuch des Bistums Münster gegeben, diesenWeg zu gehen“, haderte er nach wie vor mit den Verantwortlichen in Offizialat und Bistum.

Johannes Malik, stellvertretender Vorsitzender des St.-Viktor- Kirchenausschusses, hatte vor der Bekanntgabe der neuen Pläne damit gerechnet, dass St. Bonifatius sowie St. Peter und Paul Holdorf in St. Viktor aufgehen werden. Auch wenn die jüngste Fusion der Pfarrgemeinde St. Viktor mit St. Agnes Rüschendorf und St. Mariä Himmelfahrt Osterfeine noch gar nicht abgeschlossen sei, „bekommen wir die Eingliederung der Neuenkirchener hin“, ist er sicher. Das sieht auch St.-Viktor- Pfarrer Christoph Winkeler so. Er hat sich bereiterklärt, leitender Pfarrer der vergrößerten St.-Viktor-Kirchengemeinde zu werden. Sorgen der Gläubigen wegen des Zusammenschlusses halte er zwar für verständlich, doch nun müssten die Beteiligten sehen, wie sie zueinander finden. Einen Zeitplan für die Integration gebe es noch nicht.

Sie sei sehr überrascht worden von der Entscheidung, die Steinfelder Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist mit der Holdorfer Pfarrgemeinde St. Peter und Paul zusammenzulegen, sagt die Steinfelder Pfarrgemeinderatsvorsitzende Rita Overmeyer. „Von Holdorf war vorher keine Rede gewesen.“ Doch kann sie die Entscheidung durchaus nachvollziehen: „Mit Holdorf haben wir kein Problem. Da stoßen auch die natürlichen Ortsgrenzen aneinander.“

Fest steht, dass die neue Holdorfer und Steinfelder Kirchengemeinde neben einem leitenden Pfarrer zwei Priester der Weltkirche sowie zwei Pastoralreferenten bekommt. Ob Michael Kenkel leitender Pfarrer wird und die Holdorfer damit ihren Pfarrer behalten, oder der Steinfelder Pfarrer Franz Ortmann dieses Amt übernimmt, entscheidet letztlich der Bischof: Insofern wollen sich auch beide Pfarrer zu dieser Frage nicht äußern. Auch Rita Overmeyer stellt klar: „Rein theoretisch kann auch ein dritter, der von außen kommt, dafür eingesetzt werden.“ Für sie ist ganz wichtig: „Dass wir Holdorfer und Steinfelder uns als Gemeinde finden.“

Pfarrer Kenkel hat unter seinen Gläubigen eine grundsätzliche Offenheit für den Zusammenschluss feststellen können. Außerdem spricht er bei dem Zusammenschluss mit Steinfeld nicht gleich von Fusion: „Die beiden Pfarrgemeinden müssen zusammenarbeiten. Ein gemeinsames Seelsorgeteam ist ein sinnvoller Weg. Das geht auch, wenn man die Kirchenausschüsse und Pfarrgemeinderäte selbstständig lässt.“

Das findet auch Josef Taphorn, Vorsitzender des Holdorfer Seelsorgerates: „Eine gute Zusammenarbeit in selbständigen Strukturen wäre wünschenswert.“ Der Zusammenschluss werde vollzogen, wenn einer der beiden Pfarrer aus seinem Dienst ausscheidet. „Wir wollen die Zeit nutzen, um einen gemeinsamen Weg mit Steinfeld einzuschlagen.“ Taphorn kann da auf Erfahrungen zurückgreifen. Schließlich hatte die Fusion zwischen Holdorf und Handorf-Langenberg einen Vorlauf von fast neun Jahren.

Bis 2020 werden weitere Pfarrgemeinden im Offizialatsbezirk zusammenrücken müssen: Wie Offizialatsrat Bernd Winter gestern erläuterte, sei davon zunächst das Dekanat Delmenhorst betroffen. Für weitere Pfarrgemeinden im Offizialatsbezirk gebe es keine konkreten Planungen. Diözesanbischof Felix Genn werde voraussichtlich im Herbst einen neuen Stellenplan in Kraft setzen: Und der geht von nur 35 leitenden Pfarrern im Offizialatsbezirk aus. Mit den gestern bekannt gemachten Fusionen werden aus bis dahin 41 Pfarreien im Offzialatsbezirk 39 Pfarreien plus Pfarr-Rektorat in Stapelfeld – das sind dann also noch vier zu viel. Außer für Delmenhorst gebe es aber für andere Pfarrgemeinden in der Region noch keine konkreten Planungen, so Winter.

Auch der Einsatz von Priestern der Weltkirche wird offensichtlich in den neu fusionierten Gemeinden eine größere Rolle als zuvor spielen: In die zwei neuen Gemeinden kommen ein beziehungsweise zwei Geistliche aus dem Ausland, hieß es am Dienstag. Zurzeit seien im Offizialatsbezirk fünf Priester aus Indien im Einsatz, im Mai komme ein weiterer aus Afrika hinzu, erläuterte Winter gestern. Da der Stellenplan des Bischofs noch in der Diskussion sei, könne er momentan noch keine Auskunft darüber geben, ob es künftig mehr werden würden. Im Regelfall blieben Priester der Weltkirche jeweils für fünf Jahre in den Gemeinden – mit der Option, den Aufenthalt nochmal um fünf Jahre zu verlängern.





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