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News-Archiv (bis Februar 2017)

Renaturierung an der Dersaburg

Geschrieben von OV am 2011-01-22
Naturschutz ist auch Hochwasserschutz

Eine ideale Auffangfläche für eventuelles Hochwasser sehen die Naturschützer (von links): Uli Heitmann, Ludger Frye, Bernd Averbeck, Bernhard Schonhöft undWerner Schiller in denTalwiesen mit dem Mühlenbach an der Dersaburg. (Foto: Hoffmann)


Die Lösung liegt für die Naturschützer auf der Hand und in den Talauen am Fuße der Dersaburg: Eine Renaturierung des Handorfer Mühlenbaches bereits im Oberlauf bietet effektiven Hochwasserschutz für die Gemeinde Holdorf.

Die gilt nach den Ausweisungen der aktuellen Überschwemmungsgebiete als stark gefährdet. Experten haben errechnet, dass bei einem 100-jährigen Hochwasser weite Teile des Ortskernes unter Wasser stehen; bis zu 30 Zentimeter. Die Verwaltung hat deshalb ein Ingenieurbüro beauftragt, Lösungen zu erarbeiten.

„Naturschutz ist Hochwasserschutz,“ stellt Werner Schiller, Chef der Dammer Naturschützer bei einer Vor-Ort-Besichtigung an der Dersaburg klar. Seit Jahren sind die für den Maisanbau genutzten Flächen unterhalb der Dersaburg den Naturschützern ein Dorn im Auge.

Jetzt wäre die Gelegenheit, gegenzusteuern, sagt Ulrich Heitmann, Vorsitzender der Kreisgruppe des Naturschutzbundes. Soll heißen: Die Gemeinde kauft den Landwirten die Flächen ab und macht daraus Grünland. Zudem wird der Mühlenbach wieder in einen natürlichen Verlauf zurückversetzt. Mit einer Verschwenkung könne die Fließgeschwindigkeit stark reduziert werden, erklärt Ludger Frye von der Kreisgruppe.

Werner Schiller geht noch weiter: Die Flächen zu Sumpfgebieten entwickeln, was sie früher einmal waren. Das komme auch einem sanften Tourismus an der Dersaburg zugute, meint Schiller. „Wir schlagen damit drei Fliegen mit einer Klappe: Naturschutz, Hochwasserschutz und Tourismus“, ergänzt Naturschützer Bernd Averbeck. Mit ihrem Vorschlag rennen die Naturschützer bei Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug offenen Türen ein: Die Anregung sei bereits vom CDU-Kreistagsabgeordneten Bernhard Glandorf gekommen. „Wir haben sie dem Ingenieurbüro weitergeleitet“, sagt Krug. Er freue sich, dass die Naturschützer ihre Ideen unterbreiten. „Ich bin über jede dankbar.“ Allerdings weiß der Rathauschef noch nicht, ob die Renaturierung allein als Schutz ausreicht.

Der Mühlenbach habe im Oberlauf ein Einzugsgebiet von acht Quadratkilometer, im Holdorfer Bereich dann 35 Quadratkilometer. Letztlich müssen die Ergebnisse des Ingenieurbüros abgewartet werden, meint der Verwaltungschef. Die liegen Ende März vor. Alle Varianten werden öffentlich diskutiert, verspricht Krug. Er hofft, dass bis zum Sommer eine Entscheidung gefallen ist.



Holdorfer Kirchenchor will aktiv um neue Sänger werben

Geschrieben von H. Vollmer am 2011-01-21
Alois Herkenhoff als verlässlichster Sänger gelobt / Rückblick auf Auftritte und Veranstaltungen im vergangenen Jahr

Alois Herkenhoff ist ein verlässlicher Sänger. Während der Generalversammlung des Kirchenchores St.-Peter- und-Paul im Hotel Zur Post lobte die zweite Vorsitzende Mathilde Hömmen den Holdorfer besonders. Im vergangenen Jahr hat Alois Herkenhoff keine der 42 Chorproben und Übungsstunden und 26 Auftritte versäumt.

Damit im Chor auch künftig viele aktive Mitglieder sind, wurde ein Gremium gebildet, das unter Leitung von Elfriede Ansmann neue Sänger werben will. Die Chorproben finden jeden Montag um 20 Uhr im Pfarrheim statt.

Traditionell begann die Generalversammlung mit einem Gottesdienst und einem gemeinsamen Essen. Mathilde Hömmen leitete die Versammlung und ließ das Jahr 2010 Revue passieren. Höhepunkte waren der Besuch der Matthäuspassion in Quakenbrück und die Teilnahme am Tag der Kirchenchöre in Bethen. Weitere Höhepunkte seien die Mitgestaltung der ökumenischen Andacht in der Scheune Völkerding-Strukhoff zur Eröffnung des Jubiläum 1300 Jahre Besiedlung Holdorf und die Teilnahme am Festumzug gewesen.

Ehe Pfarrer und Präses Michael Kenkel die weiteren Renovierungsarbeiten in der Pfarrkirche erläuterte dankte, er den Sängern für die geleistete Arbeit. Dazu zählte auch die Mitgestaltung des Gottesdienstes zur Fusion der Kirchengemeinden St.- Peter-und-Paul und St. Barbara in Handorf-Langenberg.

2011 steht die Mitwirkung bei den beiden Konzerten zum Jubeljahr des MGV Concordia und am Festhochamt beim Sängerfest im Juni sowie am 18. September die Teilnahme am Cäcilienfest im Lohne auf dem Programm. Für das gesellige Chorleben soll im September ein Ausflug angeboten werden. Als neue Kassenprüferin wurde Marianne Haskamp gewählt.



Rewe-Markt kommt nach Holdorf

Geschrieben von OV am 2011-01-20
Ansiedlung auf ehemaligem Möbel-Böckmann-Gelände / Neues Einzelhandelsgutachten

Bald eine historische Aufnahme: Auf dem ehemaligen Möbel-Böckmann-Areal an der Großen Straße in Holdorf soll in diesem Jahr der Vollsortimenter Rewe angesiedelt werden. (Foto: Vollmer)


So schnell kann es gehen: Noch gestern berichtete die OV an dieser Stelle von der bald zu erwartenden Stellungnahme von Rewe bezüglich der Nachnutzung des Möbel- Böckmann-Areals. Jetzt ist sie da und positiv.

Wie der Geschäftsführer der Grundwerte- und Projektentwicklung GmbH Vechta (Genos), Wolfgang Grieshop, gestern auf Anfrage mitteilte, hat Rewe für den Standort Holdorf das Okay gegeben.„Wir sind uns grundsätzlich einig und stehen mitten in den Mietvertragsverhandlungen“, sagte Wolfgang Grieshop. Wie berichtet, hatte Genos im Dezember überraschend dem Gemeinderat seine Pläne für die Nachnutzung des Möbel-Böckmann-Areals vorgestellt und war auf offene Ohren gestoßen.

Danach sieht das Genos-Konzept auf der etwa 9500 Quadratmeter großen Grundstücksfläche den Bau eines Nahversorgungszentrums mit einem etwa 2100 Quadratmeter großen Lebensmittelmarkt (Rewe) sowie den Bau verschiedener Fachmärkte auf einer Fläche von etwa 900 Quadratmetern vor. Der Vollsortimenter Rewe werde zudem auch ein Discount-Angebot vorhalten, erklärte Grieshop. Zum zeitlichen Ablauf sagte der Geschäftsführer, dass im Spätherbst mit dem ersten Spatenstich zu rechnen sei. Die Türen des Nahversorgungszentrums könnten sich dann im Sommer 2012 öffnen. Bezüglich der Fachmarkt-Ansiedlung stehen die Vechtaer in Gesprächen mit mehreren Interessenten.

Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug nahm die Nachricht von Rewe erfreut auf. Jetzt müsse allerdings im Zusammenhang mit der Bauleitplanung auch ein neues Einzelhandelsgutachten in Auftrag gegeben werden, sagte der Verwaltungschef. Gefordert hat dies die Industrie- und Handelskammer (IHK). Krug: „Ich hatte nach dem Bekanntwerden der Genos-Pläne vorsorglich ein Gespräch mit der IHK.“

Mit der Ansiedlung von Rewe haben sich die Pläne von Manfred Frilling zerschlagen. Der ehemalige Markant-Chef hatte noch Ende vergangenen Jahres verkündet, in Verhandlungen mit Penny zu stehen, um diesen Markt vom Standort „Wischhäuser“ zum Markant-Standort zu holen. „Penny hat mitgeteilt, sich aus Holdorf zurückzuziehen“, sagte Manfred Frilling. Er überlege jetzt, eventuell etwas anders anzusiedeln, was „nichts mit Lebensmitteln“ zu tun hat.

Die momentane Entwicklung gibt dem Holdorfer Gemeinderat nun auch die Möglichkeit, die im Dezember verhängten beiden Veränderungssperren für Möbel Hüdepohl und Markant aufzuheben.



Hochwasserschutz vorrangige Aufgabe

Geschrieben von OV am 2011-01-19
Holdorfs Bürgermeister blickt auf 2011

Ende März wird sich der Holdorfer Gemeinderat mit dem Hochwasserschutz beschäftigen. Ein Ingenieurbüro ist derzeit dabei, auf Grundlage der aktuellen Überschwemmungsgebiete praktikable Lösungen auszuarbeiten. Das teilte Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug während des Neujahrsempfanges für Gewerbetreibende mit.

Die errechneten Überschwemmungsgebiete vor dem Hintergrund eines Jahrhunderthochwassers hatten die Gemeindeverwaltung Ende vergangenen Jahres zum schnellen Handeln gezwungen, sagte Krug. Denn weite Teile des Ortskerns würden bei einem Jahrhunderthochwasser bis zu 30 Zentimeter unterWasser stehen.

Als weitere zentrale Herausforderung für die Gemeinde nannte der Bürgermeister die Einzelhandelsentwicklung auf den Standorten Möbel Hüdepohl und ehemals Kampers. Bei der Nachnutzung des ehemaligen Möbel-Böckmann-Geländes warte die Gemeindeverwaltung auf die Stellungnahme von Rewe. Wie berichtet, plant die Vechtaer Grundwerte- und Projektentwicklung GmbH (Genos) auf diesem Areal ein Einkaufszentrum mit Rewe als Vollsortimenter. Genos-Geschäftsführer Wolfgang Grieshop hatte für den Januar eine endgültige Zusage des Unternehmens angekündigt.

Eine gut zehn Hektar große Fläche für Gewerbeansiedlungen kann die Gemeinde aktuell im Gewerbegebiet „In den Wiesen“ anbieten. Die Bauleitplanung werde deshalb in diesem Jahr abgeschlossen, sagte Bürgermeister Krug.

Die Rede des Bürgermeisters zum Neujahrsempfang kann unter dem folgenden Link aufgerufen werden.

Neujahrsempfang 2011 – Rede Bügermeister





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