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News Archiv

216.000 Kubikmeter Wasser bedrohen Holdorf

Geschrieben von OV am 2010-11-12
Jahrhundert-Hochwasser überschwemmt Zentrum ab Autohaus Dinkgrefe / Rückhaltebecken oder Ableitung?

Land unter: Bei einem Jahrhunderthochwasser werden weiteTeile des Holdorfer Ortskernes (Kartenmitte) überflutet. Die Gemeinde muss handeln.Wie, ist noch unklar. (Grafik: NLWKN)


Die schlechte Nachricht: Nach einem Jahrhundert- Hochwasser steht der Holdorfer Ortskern komplett unter Wasser – und zwar nicht nur ein bisschen, sondern bis zu 30 Zentimeter. Die guten Nachrichten: Neuere Bebauungsgebiete bleiben außen vor. Und Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug will die Kommunalpolitiker überzeugen, die betroffenen Grundstückseigentümer nicht zur Kasse zu bitten, damit Kompensationsflächen ausgewiesen werden können. „Aufgrund der Größenordnung gibt es für mich keinen anderen Weg. Die Gemeinde muss die Kosten übernehmen.“

Wie hoch die sein werden, weiß Krug noch nicht. Dafür aber, dass bei anhaltendem Regen über 40 Stunden lang im Einzugsgebiet des Handorfer Mühlenbaches (35 Quadratkilometer) 360 000 Kubikmeter Wasser anfallen. 144 000 Kubikmeter könnte in diesem Fall der Bach aufnehmen. Bleiben 216 000 Kubikmeter, die ab Autohaus Dinkgrefe das nördliche Zentrum Holdorfs bedrohen. Ab Dinkgrefe ist der Bach verrohrt und kann pro Sekunde maximal einen Kubikmeter Wasser aufnehmen. Bei 40 Stunden Regen gehen die Experten von 2,5 Kubikmeter pro Sekunde aus.

Fakten, die der Verwaltungschef gestern in der Cloppenburger Geschäftsstelle des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) präsentiert bekam.

Zwei Möglichkeiten gibt es, den Wasserfluss zu unterbinden. „Wir könnten ein Regenrückhaltebecken vor den Toren der Gemeinde an der Grandorfer Straße bauen lassen“, sagt Krug. Das Risiko dabei: Wenn in zehn Jahren nicht mehr ein Jahrhundert- Hochwasser, sondern vielleicht eine auf 200 Jahre hochgerechnete Prognose Berechnungsgrundlage für neue Überschwemmungsgebiete ist, reicht das Becken nicht mehr aus.

Die zweite Variante, die gestern auch der Vertreter der Hase Wasseracht favorisierte, ist eine Ableitung desWassers über Rohre zur Autobahn hin und weiter um den Ort herum. „Wir müssen nun schnell entscheiden“, sagt Krug. Los geht es bereits am Montag (15. November). Dann steht das Thema ab 18 Uhr im Mittelpunkt der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses im Rathaus. Unter anderem wird Otto Langeland vom Landkreis Vechta weitere Informationen zu den Überschwemmungsgebieten geben und rechtliche Auswirkungen erläutern. Der Verwaltungschef appellierte gestern an die Holdorfer, diese Gelegenheit wahrzunehmen.



Zukunft des Holdorfer Jugendtreffs ungewiss

Geschrieben von H. Vollmer am 2010-11-11
Caritas-Sozialwerk trennt sich aus Kostengründen von den Gebäuden an der Badberger Straße / Lösungssuche

Die Tage sind gezählt für den Holdorfer Jugendtreff an der Badberger Straße. Seit fünf Jahren werden drei der vier Blockhäuser des Caritas-Sozialwerkes für den Treff genutzt. Das Sozialwerk will nun das Gelände samt der Gebäude abgeben. 1991 waren die Häuser für die damaligen Spätaussiedler gebaut worden.Von 1997 bis 2005 nutzte das Jugendgemeinschaftswerk beziehungsweise später der Jugendmigrationsdienst des Caritas-Sozialwerkes die Gebäude. (Foto: Vollmer)


Der Verein Zukunft für Jugend Holdorf hat ein Problem: Das Caritas-Sozialwerk will sich von den vier Blockhäusern an der Badberger Straße trennen. Drei davon nutzt der Verein seit fünf Jahren für den Holdorfer Jugendtreff. Der laufende Unterhalt ist für die Caritas zu hoch, berichtete Inge Schuster als Vertreterin des Vereins in der Sitzung des Jugend- und Sozialausschusses am Dienstagabend. Das hatte ihr der Caritas-Geschäftsführer Reinhard Möller erklärt. Und, dass das Sozialwerk lieber heute als morgen den Standort aufgeben will.

Der Verein hingegen möchte die Häuser weiter nutzen, kann aber finanziell nicht die Gebäude beziehungsweise das kirchliche Erbpachtgrundstück übernehmen. Zwar will das Caritas- Sozialwerk die Häuser zum Nulltarif an den neuen Eigentümer abgegeben. Aber der Verein für Zukunft könne die Betriebskosten und eventuelle Sanierungen nicht stemmen, sagte Inge Schuster.

Mittelfristig müsse saniert werden. Erste Angebote für Maler- und Holzarbeiten hat sich der Verein bereits eingeholt. Die belaufen sich auf 25 000 Euro. Am Dienstagabend stand die Frage im Raum, ob eventuell die Gemeinde neue Eigentümerin wird. Eine Grundsatzentscheidung, über die der Ausschuss allerdings keine Empfehlung abgeben konnte und wollte. Darüber müsse weiter beraten werden.

Die Übernahme berge für die Gemeinde das Risiko von nicht absehbaren Folgekosten, wenn zum Beispiel die Heizung komplett erneuert werden müsse. Deshalb soll auch über andere Standorte für einen Jugendtreff nachgedacht werden. Pfarrer Michael Kenkel hatte zum Beispiel Räume im Pfarrheim und im Barbaraheim angeboten. Die seien allerdings zu klein, gab Ute Rybka-Beckermann vom Verein zu bedenken. Gemeinsam mit den Fraktionen soll nach Lösungen gesucht werden. Denn eine ersatzlose Streichung des Jugendtreffs mit seinen Angeboten wird es nicht geben, sagte Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug am Dienstag.



Stiftungsgeld und nächstes Jahr Seniorenfahrt

Geschrieben von OV am 2010-11-11
Entscheidungen des Jugend- und Sozialausschusses

„Richtiger Weg“, „Zeichen der Zeit erkannt“, „klasse Idee“: Durchweg positiv fiel im Holdorfer Jugend- und Sozialausschuss die Reaktion auf die geplante Gründung einer Bürgerstiftung aus.

Deshalb empfahl der Ausschuss auch, dass die Gemeinde Holdorf mit 25000 Euro als Gründungsstifterin mit einsteigen und das Geld als außerplanmäßige Ausgabe verbuchen soll. Ziel der Stiftung ist ein Kapital von mindestens 100000 Euro. Noch in dieser Woche wollen die Initiatoren der Stiftung Details bezüglich Gründungsdatum und Besetzung des Vorstandes mitteilen.

Nicht mehr alle fünf, sondern alle drei Jahre soll künftig den Senioren eine Fahrt angeboten werden. Die Resonanz auf bisherige Fahrten sei mit jeweils bis zu 200 Teilnehmern immer sehr groß, begründete der Ausschuss die Empfehlung. Die nächste Fahrt ist im kommenden Jahr. Die Kosten von 2300 Euro sollen im Haushalt eingeplant werden.



Allererster Tipp lautet auf „steiht“

Geschrieben von OV am 2010-11-11
Startschuss für elfte Dümmer-Eiswette der Tourist-Information Dammer Berge ist gefallen

Klar, der Dümmer steht:
Steiht oder geiht der Dümmer? Die elfte Dümmer-Eiswette der Tourist-Information (TI) Dammer Berge hat begonnen. Gestern gaben der TI-Vorsitzende Dr. Wolfgang Krug und Günter Meier, Leiter der Hofgemeinschaft Wahlde in Neuenkirchen- Vörden, im StrandhausWilhelm und Gundi Schomakers am Olgahafen den Startschuss für den Verkauf der 1000 Wettscheine.

Den ersten füllte Günter Meier aus. Er tippte darauf, dass der Dümmer am 9. Januar (Sonntag), dem Tag der eigentlichen Eiswette, „steiht“. Das heißt, der Dümmer ist mit einer so dicken Eisdecke versehen, dass die einen Menschen trägt. Die Alternative ist, „geiht“ zu tippen, also zu prognostizieren, dass es keine, zumindest aber keine dicke Eisschicht auf dem See gibt.

Bis zum 31. Dezember sind Wettscheine unter anderem in der OV-Außenredaktion in Damme, in der TI-Geschäftsstelle und bei der Oldenburgischen Landesbank, beide ebenfalls in Damme, erhältlich. Ein Tipp kostet fünf Euro.Wer das Ergebnis richtig voraussagt, kann sich den Gewinn samt dem Einsatz am 9. Januar auszahlen lassen. Er kann darauf aber auch verzichten. Dann fällt auch dieses Geld an die 2001 eröffnete Hofgemeinschaft. Deren Mitarbeiter betreuen heute 27 behinderte Menschen, von denen 22 auch in Wahlde leben. Neben zwei Wohnheimen gibt es eine Gärtnerei, eine Tischlerei und eine Webwerkstatt, in denen die Behinderten beschäftigt sind. Zudem bietet die Hofgemeinschaft die Pflege von Gärten an. Tätig sind Bewohner ferner im Bereich Küche/Hauswirtschaft.

Günter Meier zeigte sich froh, dass die TI die Hofgemeinschaft als Begünstigte der Eiswette ausgesucht hat. Denn so werde die Einrichtung in der Öffentlichkeit noch bekannter und erfahre eine großeWertschätzung.

TI-Geschäftsführer Bernd Stolle gab einen ersten Einblick in das für den 9. Januar geplante Unterhaltungsprogramm, das um 11 Uhr beginnen wird. Um 15 Uhr soll der Überraschungsgast eintreffen. Auf der Schaubühne am See ist ein Unterhaltungsprogramm mit dem Titel „Eiskalt serviert“ geplant. Im Festzelt wird zum Auftakt der Veranstaltung, deren Schirmherrin die Gemeinde Holdorf ist, die Bigband des Dammer Gymnasiums spielen.





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