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News-Archiv (bis Februar 2017)

Holdorfer Rat zu Besuch bei Unternehmen Smyrek

Geschrieben von OV am 2010-11-07
Firma besichtigt

Betriebsbesichtigung: Firmengründer Andreas Smyrek (4. von links) stellt den Ratsmitgliedern sein Unternehmen und die von diesem angefertigten Produkte vor. (Foto: Vollmer)


Wie es bereits zur Tradition geworden ist, besuchten die Gemeinderatsmitglieder vor ihrer vergangenen Ratssitzung ein örtlich ansässiges Unternehmen. Diesmal sahen sich die Kommunalpolitiker in der Firma Smyrek Maschinen- und Werkzeugbau (SMW) an der Industriestraße um. Firmeninhaber Andreas Smyrek und zwei seiner Mitarbeiter stellten den 2003 ins Leben gerufenen Betrieb vor, der mittlerweile sieben Mitarbeiter beschäftigt.

Zur schnellen und effizienten Programmerstellung, für Geometrieberechnungen und für die CNC-Datenverwaltung sowie der Konstruktion steht ein leistungsstarkes CAD-/ CAM-Programmiersystem zur Verfügung. Zur Fertigung nutzt das Unternehmen CNC-gesteuerte Maschinen in den Bereichen Frästechnologie, Drehmaschinen und Erodiermaschinen mit modernsten Antriebstechnologien sowie innovativen und leistungsfähigen Werkzeugen. Darüber hinaus bietet SMW die Fertigungsbereiche Schleifen, Sandstrahlen, Wärmebehandlung und Sägezuschnitte.

Zu den Kunden zählen Zulieferer" der Automobil- und Landmaschinenindustrie, der Medizintechnik und dem allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau.

Der Aufgabenschwerpunkt der Firma besteht in der Anfertigung von Vulkanisations- und Spritzgusswerk zeugen, deren Einlegeteilen vom Prototyp bis zur Kleinserie sowie dem Vorrichtungs- und Anlagenbau.



Holdorfer Herbstkirmes mit kulinarischem Ausflug nach Venedig

Geschrieben von H. Vollmer am 2010-11-05

Drei Tage Herbstkirmes stehen der Südkreisgemeinde an diesem Wochenende ins Haus: Noch ehe am Samstag (6. November) um 14.30 Uhr der offizielle Startschuss mit Freibieranstich und Bonbonregen durch Bürgermeister Dr.Wolfgang Krug fällt, steht bereits heute (5. November), einiges auf dem Programm.

Im Rathaussaal wird ab 11 Uhr eine Ausstellung mit Werken des Holdorfer Künstlers Andrej Frankowski und des Holdorfer Fotografen Uwe Müller eröffnet. Während Uwe Müller großformatige Fotos zum Thema „Zirkuswelten“ zeigt, hängt Andrej Frankowski Motive seiner Naturmalereien auf. Die Ausstellung ist am Samstag von 14 bis 18 Uhr und am Sonntag von 12 bis 18 Uhr geöffnet. In diesem Jahr neu in Holdorf: Ab 18 Uhr bittet das Eiscafè Venezia zu einem Venezianischen Abend mit heißen Maronen.

Die musikalische Begleitung am Samstag hat der Musikverein Holdorf übernommen, der nach der Eröffnung ein Platzkonzert gibt. Sportlich wird es gegen 15 Uhr, wenn der 3. Holdorfer Kirmeslauf über 4,2, 6,8 und 10,8 Kilometer gestartet wird. Näheres dazu unter www.erfundaus.de. Am Sonntag ist um 11 Uhr Marktbeginn mit einem großen Floh- und Trödelmarkt.

Für geschäftstüchtige Kinder stehen ab 9 Uhr Tische zur Verfügung. Ab 14 Uhr hält der Einzelhandel seine Türen zum Shopping offen. Ab 14 Uhr beginnt am Montag das Markttreiben. Die Preisvergabe beim Kirmesrätsel mit Bonbonregen steht ab 15 Uhr vor dem Rathaus an. Zum Feierabendbier treffen sich Betriebe und Vereine ab 17 Uhr. Der Bummellaternenumzug startet um 18.30 Uhr vor der Kirche.



Westumgehung weiter Thema

Geschrieben von OV am 2010-11-05
Ausschuss verweist Beratung über Trassenführung in Fraktionen

Die Planungen für die Westumgehung sollen weiter verfolgt werden. Dafür stimmte der Grundstücks- und Wirtschaftsausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Allerdings gab es keine Empfehlung für eine der vier vorgestellten Varianten der Trassenführung. Darüber sollen die Fraktionen beraten.

Alle vier Varianten, die Heinz-Josef Überwasser vom Ingenieurbüro Frilling aus Vechta präsentierte, führen von der Neuenkirchener Straße zur Badberger Straße über die Scharbrink-Brücke. Diese Überquerung wird bislang von der CDU favorisiert. Die Gruppe SPD-Fraktion/Heinrich Schonhöft hatte in der Vergangenheit eine andere Variante – ohne Überquerung – vorgeschlagen: von der Neuenkirchener Straße westlich der Autobahn zur Badberger Straße. Diese Variante spielte im Ausschuss aber keine Rolle.



Axel H.: Auftraggeber wussten von Schwarzgeldlöhnen

Geschrieben von OV am 2010-11-05
NFZ Holdorf entlastet / SPD-Chef: Land muss Missbrauch bekämpft / Zoll: Schwer, illegale Geschäfte aufzudecken

Der Prozess gegen Axel H. in Düsseldorf fördert delikate Details illegaler Leiharbeitergeschäfte auf den Schlachthöfen zu Tage. Die SPD will ein Gesetz zur Bekämpfung des Missbrauchs. Von Helmut Lorscheid und Ulrich Suffner Düsseldorf/Oldenburger Münsterland –

Die illegalen Praktiken der Leiharbeitsfirmen seien seinen Auftraggebern bekannt gewesen, erklärte der Hauptangeklagte Axel H. aus Dormagen gestern vor der 14. Großen Strafkammer. Im Landgericht in Düsseldorf entlastete H. allerdings die Geschäftsleitung der früheren NFZ-Schlachterei in Holdorf im Kreis Vechta. Diese habe von seinen Tricksereien nichts gewusst.

Der niedersächsische SPDVorsitzende Olaf Lies aus Sande kündigte gestern eine Gesetzesinitiative im Landtag an, „um den Missbrauch von Leiharbeit endlich zu bekämpfen“. Nicht nur Mindestlöhne, sondern auch mehr Kontrollen seien nötig. Er werde deshalb Gespräche mit Fachleuten des Hauptzollamtes in Oldenburg führen. Angesichts der Berichte dieser Zeitung sei es unverständlich, dass die CDU/FDP-Landesregierung im Wirtschaftsausschuss des Landtages erklärt habe, Sachverhalte vonMissbrauch im Bereich der Leiharbeit lägen nicht vor.

Dem Hauptzollamt in Osnabrück ist dagegen sehr wohl bekannt, dass die Fleischbranche ein lohnender Bereich für Schwarzarbeit ist. Deshalb fänden in Zusammenarbeit mit Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften regelmäßig unangemeldete Kontrollen statt, versicherte Pressesprecher Martin Brug. Es sei aber schwierig, illegalen Geschäften auf die Spur zu kommen, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam betrügen. Da seien die Ermittler für jeden Hinweis dankbar.

Am dritten Prozesstag erklärte Axel H., seine Auftraggeber seien über den rechtswidrigen Einsatz von Werksvertragsarbeitern als weisungsgebundene Leiharbeitnehmer und auch über die Schwarzgeldzahlungen informiert gewesen. Die Anklagevorwürfe aus den Jahren 2003 bis 2005 seien „alle richtig“. H. und seine sieben Mitangeklagten sollen mit ihren 50 Firmen 14 Millionen Euro Sozialabgaben und Steuern hinterzogen haben.

Bei der Westfleisch AG habe es oft Kontrollen gegeben, doch die verliefen meist im Sande, berichtete H.. Rückte der Zoll an, hätten die Pförtner Mitarbeiter alarmiert, die dafür sorgten, dass deutsche Arbeiter, die innerhalb rumännischer Kolonnen tätig waren, in die Pause geschickt wurden. Neben H. waren in den großen Schlachthöfen auch weitere Subunternehmer tätig. Man habe sich über die Probleme und Risiken der branchenüblichen Schwarzarbeit ausgetauscht. Als ein Subunternehmer verhaftet wurde, habe H. an einer Besprechung teilgenommen, bei der auch Westfleisch-Vorstandsmitglieder anwesend gewesen seien.

H. entlastete dagegen die Geschäftsleitung der früheren NFZ in Holdorf im Kreis Vechta: „Die Verantwortlichen dort wussten nicht, wie wir die Kolonne abgerechnet haben.“ In Holdorf habe es zwei Werke gegeben, in Werk I seien nur Deutsche und in Werk II Rumänen tätig gewesen. H. äußerte den Verdacht, dass sein rumänischer Geschäftspartner, ein Bruder des früheren rumänischen Arbeitsministers, von den Schwarzlöhnen nochmals Geld abzweigte, das den rumänischen Arbeitskräften zustand. Diese hätten sich über zu geringen Lohn beklagt.

Auch Robert Sch. aus Köln bestätigte Schwarzgeldzahlungen, Blankorechnungen und Luftbuchungen in H.’s Subunternehmen. Der 46-jährige Mitangeklagte beschrieb die Grundstimmung auf den Schlachthöfen ähnlich wie H.: „Für Westfleisch war wichtig, dass die Produktion vernünftig lief.“ Die Auftraggeber hätten sich damit zufrieden gegeben, dass H. seine Sub-Subunternehmer unter Kontrolle hatte.





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