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46 neue Grundstücke

Geschrieben von OV am 2010-11-04
Holdorfer Ausschuss gibt grünes Licht für zwei weitere Baugebiete

Die Gemeinde macht den Weg frei für eine weitere Wohnbebauung: Der Grundstücks- und Wirtschaftsausschuss empfahl am Dienstagabend die öffentliche Ausschreibung für die Ersterschließung der neuen Baugebiete Am Lagerweg II (29 Plätze) in Holdorf und Ernst-Böhm-Straße II (17 Plätze) in Handorf-Langenberg.

Zuvor hatte Heinz-Josef Überwasser vom Vechtaer Ingenieurbüro Frilling die Ausbauplanungen vorgestellt. So wird in Handorf-Langenberg die Erschließung über das vorhandene Baugebiet im gleichen Endausbau erfolgen: Betonsteinpflaster und bituminöser Ausbau. Auch bei der Entwässerung wird auf ein Mulden-Regolen-System zurückgegriffen. Die Baustraße wird von der Industriestraße in das Baugebiet führen.

Geändert haben die Ausschussmitglieder die Fahrbahnbreite der Stichstraße von vier auf fünf Meter, um dort punktuell Parkplätze bauen zu lassen. Weitere Stellflächen sollen an der Erschließungsstraße auf Teilen der Sickerflächen für das Mulden-Regolen-System entstehen. Im Haushalt 2011 will der Ausschuss für die Ersterschließung 150 000 Euro einstellen.

Für das neue Baugebiet Am Lagerweg II sind 320 000 Euro für die Ersterschließung eingeplant. Auch die lehnt sich an die im Osterort an: Endausbau in Betonsteinpflaster, Fahrbahnbreiten zwischen vier und sechs Meter, Entwässerung über Mulden- Regolen-System sowie Parkbuchten. Geplant ist ein Geh- und Radweg am Lagerweg.

Diskussionen gab es bei beiden Baugebieten bezüglich der Entwässerung. Nach dem Verkauf des gemeindeeigenen Klärwerkes an den Oldenburgisch- Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) wurde auch der Bau der Kanäle dem OOWV vertraglich übertragen. In der Vergangenheit wurde aber die Aufgabe in Absprache mit dem OOWV in einigen Baugebieten wieder von der Gemeinde übernommen. Der Ausschuss stellte sich jedoch auf den Standpunkt, den Vertrag einzuhalten und dem OOWV die Herstellung der Entwässerung zu überlassen.



Überschwemmungsflächen sollen keine Schikane sein

Geschrieben von OV am 2010-11-04
Gebiete sollen größere Schäden verhindern / Gemeinde Holdorf muss in Hochwasserschutz investieren

Land unter: Beim letzten Jahrhundert-Hochwasser im Jahr 1998 sorgten die Regenmassen auch für Überschwemmungen im Goldenstedter Moor. (Foto: Archiv)


Niemand soll gegängelt werden, weder Städte und Gemeinden, noch Landeigentümer: „Die Ausweisung von Überschwemmungsflächen ist vorbeugender Hochwasserschutz“, sagt Herma Heyken vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Dennoch sorgen die Überschwemmungsflächen für Unmut. Denn die ausgewiesenen Gebiete dürfen wie in Dinklage (OV berichtete) nicht ohne weiteres bebaut werden. Teilweise stehen allerdings bereits seit Jahren Gebäude auf den Überschwemmungsflächen: So wie in der Gemeinde Holdorf, die jetzt investieren muss, um für den Hochwasserschutz zu sorgen.

„Das sind alles natürliche Überschwemmungsgebiete. Die hat es immer schon gegeben, sie waren bloß nicht ausgewiesen“, sagt Heyken. Seit rund vier Jahren werden landesweit im Auftrag des NLWKN verstärkt die Landstriche entlang der Bäche und Flüsse vermessen. Im Kreis Vechta waren das Gebiete an Bach- und Flussläufen in einer Länge von insgesamt 97 Kilometern. Das Land will so bis Ende 2012 – wie es im Wasserhaushaltsgesetz festgelegt ist – herausfinden, welche Gebiete bei einem Hochwasser mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit überflutet werden und diese ausweisen. Die Ausweisung von Überschwemmungsgebieten sei damit reine Vorbeugung, sagt Herma Heyken.

Die Idee des vorbeugenden Hochwasserschutzes ist einfach: Sind genügend unbebaute Überschwemmungsgebiete vorhanden, fällt der Schaden in bebautem Gebiet geringer aus. Außerdem sollen sich Anwohner und Grundstückseigentümer bereits vor einem möglichen Hochwasser auf Überschwemmungen einstellen können. Gleichzeitig werden aber auch die Kommunen in die Pflicht genommen, für Hochwasserschutz zu sorgen. Das betrifft auch die Gemeinde Holdorf. Hier fallen bebaute Gebiete im Ortskern in das Überschwemmungsgebiet entlang des Handorfer Mühlenbachs. Bisher ist allerdings noch nicht bekannt, wie hoch das Wasser in diesem Gebiet im Extremfall stehen könnte.

In einer Woche werden der Gemeinde die Zahlen in der Cloppenburger NLWKN-Geschäftsstelle auf den Tisch gelegt. „Erst dann können wir weiter planen“, sagte Holdorfs Bürgermeister Wolfgang Krug am Dienstag im Grundstücks- und Wirtschaftsausschuss. Krug machte allerdings klar, dass die Gemeinde Geld in die Hand nehmen muss, um die bebauten Überschwemmungsgebiete zu kompensieren.

In ersten Gesprächen mit dem Landkreis Vechta sei deutlich geworden, dass eine Ableitung des Wassers in den Heidesee oder in den Kalksandsteinsee nicht möglich sei, so Krug. Alternativen wären ein Regenrückhaltebecken in der Nähe der Grandorfer Straße oder die Aufweitung des Mühlenbaches.



Radweg in Langenberg, Parkplätze an Sporthalle

Geschrieben von OV am 2010-11-02
Holdorfer Christdemokraten stellen während Klausurtagung ihre Weichen für beginnende Haushaltsdebatte

In den Fachausschüssen des Holdorfer Gemeinderates beginnen jetzt die Beratungen über den Haushalt 2011. Die CDU-Fraktion hat dazu am Wochenende während einer Klausurtagung ihre Vorstellungen für notwendige Investitionen abgestimmt.

„Ziel ist es, auch für das kommende Jahr einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen und gleichzeitig den Wünschen der Holdorfer Bürger nachzukommen“, sagt Ratsherr und CDUGemeindeverbandsvorsitzender Norbert gr. Schlarmann. „Wir müssen uns vor den Haushaltsplanberatungen eine Meinung bilden, welche Ausgaben wir den Fachausschüssen empfehlen wollen“, ergänzt CDU-Fraktionsvorsitzender Norbert von Handorff.

An erster Stelle steht der Bau eines Radweges in Langenberg, von der Ernst-Böhm-Straße zur Industriestraße. Die Gemeinde soll hier investieren, um den Weg für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zum Ort Holdorf sicherer zu machen. Auch beim Radweg am Lagerweg sieht die CDU Handlungsbedarf. Mit einer Verbindung entlang des Lagerweges von der Industriestraße zur Großen Eschstraße wird die Schulwegsituation erheblich verbessert, sagt Norbert gr. Schlarmann.

Eine weitere wichtige Investition im nächsten Jahr ist für die Christdemokraten die Erneuerung der Gartenstraße in Langenberg. In diesem Zusammenhang soll der Entwässerungskanal in Langenberg saniert werden. Die Gemeinde soll für beide Maßnahmen 175 000 Euro im Haushaltsplan vorsehen.

Für notwendig erachtet es die CDU, so Norbert von Handorff, die Parkplatzsituation an der Sporthalle zu verbessern. „Die Großveranstaltungen in der Sporthalle und auf den Sportplätzen haben in der Vergangenheit immer wieder zu chaotischen Verkehrssituationen an der Großen Eschstraße geführt. Wir wollen nach Rücksprache mit dem Ortsjugendring an der Straße zusätzliche Parkmöglichkeiten bauen lassen.“ Reagieren müsse die Gemeinde zudem auf die große Nachfrage an Bauland. Eine Investition sei deshalb im kommenden Jahr der weitere Grunderwerb im Baugebiet Up’n Tummel in Fladderlohausen.

Und schließlich sprechen sich die Christdemokraten für die Gestaltung des Ortseinganges in Langenberg aus. „Das sind zunächst erst einmal Vorschläge, die in der Klausur erarbeitet wurden. Jetzt muss darüber in den Ausschüssen diskutiert werden“, so der CDU-Fraktionschef.



Glauben bestärkt

Geschrieben von H. Vollmer am 2010-11-01
Weihbischof spendet 53 Mal Firmsakrament

Vollendung der Taufe: Weihbischof Heinrich Timmerevers (2. von rechts) spendete gesternVormittag in der St.-Barbara-Kirche 53 Firmlingen das Sakrament der Firmung. (Foto: Vollmer)


53 junge Christen der St.-Peter-und- Paul-Gemeinde empfingen gestern Vormittag in der St.-Barbara- Kirche in Handorf-Langenberg durch Offizial Weihbischof Heinrich Timmerevers das Firmsakrament.

Die Firmung wird auch als Sakrament des Heiligen Geistes bezeichnet. Es bestärkt und befähigt, den Glauben als Zeuge Christi in Wort und Tat zu verbreiten und gegebenenfalls zu verteidigen. Die Firmung ist die Bestätigung des Glaubensbekenntnisses, das die Eltern und Paten bei der Taufe geleistet haben, und vollendet die Taufe.

Während der Firmung legte der Bischof die Hand auf den Kopf jedes einzelnen Firmlings und zeichnete ihm mit geweihtem Öl ein Kreuz auf die Stirn (Chrisamsalbung). Dabei sprach der Bischof die Worte „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ Die Firmlinge antworteten mit „Amen“. Zum Zeichen der Unterstützung legten die Firmpaten bei der Firmung die rechte Hand auf die Schulter des Firmlings. Durch Handauflegung und Salbung wurde der Heilige Geist auf dem Firmling übertragen.





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