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News-Archiv (bis Februar 2017)

Spartipps von Experten

Geschrieben von OV am 2010-04-16
Energiesparmobil zur Igeha in Holdorf

Das Energiesparmobil Niedersachsen des Naturschutzbundes (Nabu) macht Station in Holdorf: Am 24. und 25. April ist das Info-Mobil auf der Igeha. Mitarbeiter des Nabu Holdorf und Energieberater der Schornsteinfegerinnung geben Einblicke in die Wirkungsweise von Energie und Dämmung.

„Wir wollen durch einfache Beispiele deutlich machen, dass Energieeinsparen oft viel leichter ist, als viele glauben“, sagt Ludger Westerhoff vom Nabu Holdorf.

Die Experten informieren unter anderem kostenlos über die Haustechnik, den Einsatz erneuerbarer Energien, staatliche Fördermittel und Stromeinsparmöglichkeiten.



Ein Pfarrfest zur Grundsteinlegung

Geschrieben von OV am 2010-04-15
Evangelische Gemeinde Fladderlohausen feiert am 23. Mai Bau der Kirche vor 75 Jahren

Vor 75 Jahren gebaut wurde die evangelische Christus-Kirche in Fladderlohausen. Mit einem Pfarrfest will Pastorin Kerstin von Stuckrad die Grundsteinlegung feiern. (Foto: Martin)


Sie ist eine kleine, aber besondere Kirche. Mitten in der Zeit des Nationalsozialismus wurde die evangelische Kirche in Fladderlohausen gebaut. Am 17. Mai 1935 wurde der Grundstein gelegt. 75 Jahre später möchte Pastorin Kerstin von Stuckrad am 23. Mai (Pfingstsonntag) diese Grundsteinlegung mit einem großen Pfarrfest in Fladderlohausen feiern. Dieses ist auch Teil der Feierlichkeiten zum 1300-Jahr-Jubiläum der Gemeinde Holdorf.

Rund 1200 Mitglieder zählen heute zur evangelischen Gemeinde von Pastorin von Stuckrad. „Verglichen mit den rund 6500 Einwohnern in Holdorf, ist das für das katholische Oldenburger Münsterland recht viel“, freut sich die Pastorin, die seit mehr als acht Jahren in der Gemeinde arbeitet.

Im Rahmen der Vorbereitungen für das Pfarrfest hat sie sich auch mit der Geschichte „ihrer“ Kirche beschäftigt. „Die Christus-Kirche ist eine von zwei Kirchen, die während der Zeit des Nationalsozialismus im Gebiet der Oldenburgischen Landeskirche gebaut wurden“, erzählt sie. In nur zehn Monaten – von der Grundsteinlegung bis zur Einweihung – wurde die etwa 17 Meter lange, neun Meter breite und 16 Meter hohe Kirche gebaut. „Die Gemeindemitglieder haben damals viel selbst gemacht“, sagt die Pastorin. Bis zur Einweihung des Gotteshauses im Februar 1936 fanden die Gottesdienste in der evangelischen Schule statt. An diese war bereits 1842 eine kleine Kapelle angebaut worden. Allerdings sollte die Schule nur eine Übergangslösung bleiben, da diese viel zu klein war.

Bis heute ist das Kirchengebäude nahezu unverändert geblieben. Lediglich im Altarraum wurde nachträglich ein großes Buntglasfenster eingebaut. „Anders als am Gotteshaus selbst, hat sich in der evangelischen Gemeinde seit der Grundsteinlegung vor 75 Jahren sehr viel verändert“, sagt Pastorin von Stuckrad. Obwohl die Fladderlohausener ab 1936 nun eine eigene Kirche hatten, gab es noch keinen eigenen Pfarrer. Fladderlohausen wurde zunächst weiterhin von der evangelischen Gemeinde in Neuenkirchen mitbetreut. Erst 1968 kam mit Martin Haas der erste eigene Pastor in die Gemeinde. Er war jedoch nur wenige Jahre in Fladderlohausen tätig, bis 1976 Pastor Christian Kriete folgte. Mit Pastorin Kerstin von Stuckrad übernahm 2001 schließlich die erste Pfarrerin die kleine Gemeinde in Fladderlohausen.

Gemeinsam mit allen Einwohnern will sie nun am Pfingstsonntag das Pfarrfest feiern. „Geplant ist ein bunter Tag für die ganze Familie“, sagt sie. Nach einem Festgottesdienst soll es ein gemeinsames Mittagessen geben. Am Nachmittag gibt es auf der Wiese neben der Kirche ein großes Fest mit Spielen, Kaffee und Kuchen.



Bermes startet Produktion spezieller Milchprodukte

Geschrieben von OV am 2010-04-15
Mit neuer Trocknungsanlage wurde Vier-Millionen-Projekt abgeschlossen / Weitere Mitarbeiter werden eingestellt

Die Milchwerke Bermes investierten in ihrem Werk in Holdorf zusätzlich rund vier Millionen Euro in eine neue Milchtrocknungsanlage. Jetzt wurde der neue Fabrikteil in Betrieb genommen.

Nach Auskunft von Geschäftsführer Engelbert Deux sollen mit den Produktionsanlagen spezielle Milchprodukte hergestellt werden. Mit den neuen Produkten werden auch neue Absatzmärkte in Europa bedient.

Nach Angaben des Geschäftsführers konnten hierfür erste Großkontrakte mit namhaften Lebensmittelherstellern abgeschlossen werden. Bei den neuen Produkten handelt es sich um hochspezielle Artikel.

Bermes verdankt sein hohes Innovationspotential und seinen Erfolg auch der Kreativität und dem Wissen seiner Mitarbeiter, so Engelbert Deux. Für 2010 seien weitere Investitionen in den Ausbau der Produktion in Holdorf geplant. Für die neuen Produktionen werden weitere Mitarbeiter eingestellt.

Trotz der schwierigen Marktbedingungen in Europa und dem Weltmarkt konnte sich Bermes in 2009 absatzmäßig gut behaupten. Bermes beliefert Kunden aus der Lebensmittelindustriemit einem großen Sortiment an Spezialprodukten. Bedeutende Schokoladen-, Backwaren- und Feinkostunternehmen wie Mars, Cadbury, Unilever und Nestle gehören zum festen Kundenstamm.

Der Erfolgstrend scheint sich fortzusetzen: Auch im ersten Quartal 2010 konnte Bermes mit einer zweistelligen Absatzsteigerung an das gute Vorjahr anschließen.



Vom Ehrenmal den Blick zum Kloster

Geschrieben von OV am 2010-04-14
Sanierung für 80.000 Euro / Ausschuss stimmt Konzept für Möbel-Böckmann-Gelände zu

Die Sichtachse zum alten Kloster ist nach Vorschlag des Architekturbüros das zentrale Merkmal bei der Sanierung des Holdorfer Ehrenmals. (Grafik: Pölking und Theilen)


Mit Kosten von maximal 80.000 Euro soll im Zusammenhang mit der Dorferneuerung das Ehrenmal an der Badberger Straße saniert werden. Der Architekt Werner Pölking stellte dazu am Montagabend im Planungs- und Umweltausschuss zwei Varianten vor. Der Ausschuss unter Leitung von Ludger Westerhoff (CDU) stimmte letztlich der Variante zu, die zwar eine Sichtachse zum dahinter liegenden ehemaligen Kloster beinhaltet, dafür aber keinen direkten Durchgang, wie es die andere Variante vorsah.

Im hinteren Bereich umschließen das Ehrenmal Stelen, die im Halbkreis angeordnet und im Blickbereich zum Kloster unterbrochen sind. Nach längerer Diskussion über einen offenen oder geschlossenen Eingang empfahl der Ausschuss, zunächst ein Tor einzuplanen. Zudem soll auf Anregung von Heinrich Schonhöft (SPD) das Ehrenmal künftig nicht nur für die Kriegsopfer, sondern für alle Opfer von Krieg und Gewalt stehen.

Schonhöft hatte hier auf den in Fladderlohausen existierenden Gedenkstein für die zwei russischen Gefangenen hingewiesen, die 1944 auf der Flucht erschossen wurden. Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug regte deshalb an, eine Tafel anzubringen, die zum einen auf die Sanierung des Ehrenmales und zum anderen auf den erweiterten Gedenkcharakter hinweist.

Zugestimmt hat der Ausschuss zudem dem vom Planungsbüro Diekmann und Mosebach aus Rastede vorgestellten städtebaulichen Konzept für den Bereich Möbel-Böckmann an der Großen Straße. Da im Oktober die Veränderungssperre ausläuft, und diese auch nicht mehr verlängert werden kann, muss gehandelt werden, so Bauamtsleiter Wilfried Schweigel.

Mit der neuen Festsetzung von Misch- und Wohngebiet hat sich vorerst auch das vor zwei Jahren von der Bremer Gesellschaft für Consulting und Unternehmensberatung vorgestellte Konzept für die Nachnutzung des ehemaligen Möbel-Böckmann-Gebäudes erledigt. Danach sollte ein Fachmarkt entstehen, in dem als Ankerbetrieb der Lebensmittelmarkt Penny vom jetzigen Standort umgesiedelt werden sollte.

Der Investor aus Brühl hat bislang jedoch nicht reagiert, so Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug. Auch nicht, als die Gemeinde dem Investor jetzt signalisiert hatte, bauleitplanerisch tätig zu werden.

Der neue Entwurf für den Bebauungsplan „Neues Einzelhandelgebiet Große Straße“ sieht nun lediglich Geschäfte mit bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern vor. Das Fachmarkt-Projekt mit den angedachten Filialisten sollte indes eine Gesamt-Verkaufsfläche von 2400 Quadratmetern haben.





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