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News-Archiv (bis Februar 2017)

Nur geringer Eingriff in private Flächen

Geschrieben von H. Vollmer am 2009-09-05
Holdorfer CDU diskutiert mögliche Trasse einer westlichen Umgehung über „Scharbrink“

Treffpunkt Scharbrink: An der Autobahnbrücke sah sich die CDU-Fraktion um (von links): Mario Stickfort, Joachim Witte, Norbert gr. Schlarmann, Norbert von Handorff, Matthias Honkomp, Ludger Westerhoff, Rolf Bergmann und Manuela Rocks. (Foto: hvo)


Lastwagen raus aus dem Ortskern: „Wer an einem Arbeitstag oder Samstagvormittag den Lkw-Verkehr im Ortsbereich beobachtet, wünscht sich schnellstmöglich eine westliche Umgehungsstraße“, sagte Norbert von Handorff beim Ortstermin der Holdorfer CDU-Fraktion.

Bereits bei der Bürgerbeteiligung der CDU 2006 war es eine zentrale Forderung, den Schwerlastverkehr aus dem Ortskern zu verbannen.

Nach der Fertigstellung der östlichen Umgehungsstraße durch das Industriegebiet diskutieren jetzt die politischen Gremien intensiv über die Möglichkeit einer westlichen Ortsumgehung. Dabei ist noch vor der weiteren Beratung von Rat und Verwaltung über den genauen Verlauf der Trasse eine Entscheidung zur Beteiligung an der Sanierung der Autobahnbrücke „Am Scharbrink“ notwendig. Dazu hat sich die CDU-Fraktion über die Gegebenheiten vor Ort vorab informiert.

Im Rahmen der Brückensanierung besteht die Möglichkeit, die Brückenbreite und die Tragkraft an spätere Notwendigkeiten anzupassen. „Auch wenn die Realisierung einer West-Umgehung erst in einigen Jahren möglich ist, besteht jetzt die Notwendigkeit, in die Planung einzusteigen“, sagte Fraktionschef Norbert von Handorff.

Die Christdemokraten sind sich einig, dass bei der Umsetzung der Pläne für eine Westumgehung ein möglichst geringer Eingriff in private Flächen vorgenommen werden soll.



Kinder verdienen beste Betreuung

Geschrieben von H. Vollmer am 2009-09-03
Holdorfer Kindergärten eröffnen Aktionstag

Mit Luftballons und selbst gebastelten Transparenten unterstützten gestern die Kinder der drei Holdorfer Kindergärten ihre Erzieherinnen und Eltern bei der Forderung nach besseren Rahmenbedingungen für die Kindertageseinrichtungen in Niedersachsen. (Foto: hvo)


Mit einem Sternmarsch der drei Holdorfer Kindergärten zum Rathaus demonstrierten gestern Vormittag engagierte Bürger, Erzieher, Eltern, Kinder und Politiker unter dem Motto „Kinder sind mehr wert“ für bessere Rahmenbedingungen für die Kindertageseinrichtungen in Niedersachsen.

Ein Meer von weißen Luftballons mit der Aufschrift des Mottos, selbst hergestellte bunte Spruchbänder mit Forderungen der Kampagne, zu der die Landesarbeitsgemeinschaft für Wohlfahrtspflege aufgerufen hat, bestimmten das Bild vor dem Rathaus. Hier hatten sich etwa 150 Erwachsene und 250 Kinder versammelt. Aus organisatorischen Gründen führten die Holdorfer bereits gestern ihre Kundgebung durch, die landesweit für Freitag (4. September) ausgerufen ist und an der sich viele Kindergärten aus dem Kreis Vechta beteiligen werden. Nachdem der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters Heiner Themann die Demonstranten begrüßt hatte, stellten die Erzieherin Ulrike Bolles (Kindergarten St. Dominikus) und Elternratsvertreter Thorsten Trumme (St. Barbara) die politischen Forderungen aus Sicht der Pädagogen und Eltern dar.

Thorsten Trumme forderte Eltern, Erzieher und Politiker auf, gemeinsam anzupacken, um die Rahmenbedingungen für die Kindererziehung und –betreuung zu verbessern. Er stellte klar, dass bereits jetzt gute Arbeit von den Erzieherinnen der drei örtlichen Kindergärten geleistet werde. Sein „Dankeschön“ dafür wurde durch aufbrausenden Beifall der Teilnehmer ausdrücklich begrüßt.

Ulrike Bolles betonte, dass die Kinder die bestmögliche Erziehung, Bildung und Betreuung verdienen. Dieses jedoch nur mit den entsprechenden materiellen, personellen und zeitlichen Rahmenbedingungen sowie besseren Arbeitsbedingungen für die sozialpädagogischen Fachkräfte gelingen.

Am zentralen Aktionstag am Freitag werden auch die Kinder der Vechtaer sowie der Dammer Einrichtungen nach einem Sternmarsch gegen 10.30 Uhr am Rathaus erwartet. In Lohne hat der Kindergarten St. Josef die Aktion „Mehr Kinderwagen“ vorbereitet. In Bakum werden an diesem Tag rund 200 Kinder mit ihren Erzieherinnen aus den Kindergärten in Bakum und Lüsche vor dem Rathaus demonstrieren.



„So etwas haben wir in Holdorf noch nie erlebt“

Geschrieben von OV am 2009-09-01
Klubchef Brand begeistert vom Reitturnier / Christian Temme gewinnt Großen Preis / Japans Verband als Sponsor

Ein stilistischer Genuss: Christian Temme mit Rubin-Ascot auf dem Weg zum Sieg. (Foto: rü)


Großer Sport in Holdorf – das garantierten allein die Namen der Sportler. Beim viertägigen Reitturnier auf der Anlage des RFV Holdorf kam ein zweites Superlativ hinzu: Zuschauer, Zuschauer und Zuschauer. „So etwas haben wir hier in Holdorf noch nie erlebt. Damit konnten wir nicht rechnen, dass so viele kommen. Es standen da viele Autos mit Kennzeichen, die kannte ich gar nicht“, freute sich der Vereinsvorsitzende Dr. Aloys Brand über die riesige Resonanz bei den Pferdesportfreunden aus Nah und Fern.

Obwohl auch viele Reiter aus der Ferne anreisten, kam der große Sieger aus der Nachbarschaft: Christian Temme aus dem Mühlener Stall Paul Schockemöhle gewann den abschließenden Großen Preis mit der schnellsten Nullrunde im Stechen – seine 38,06 Sekunden mit Rubin-Ascot stellten das Maß der Dinge. Von den elf Stechkandidaten hatte Aloys Pollmann-Schweckhorst mit Paldatus (38,86 sec) lange geführt, ehe der P.S.-Manager von Christian Temme abgefangen wurde. Aber der 30-Jährige aus dem Hannoverschen musste noch lange warten, bis er die Siegerfaust ballen durfte. So stürmte etwa Andreas Kreuzer (Silberberghof) mit Morgane du Ry in 38,01 sec zur schnellsten Zeit, doch bei ihm fiel eine Stange. Auch im Turnierbüro knisterte die Spannung. „Der letzte Reiter war keiner von uns“, bangte etwa Yvonne Wolking vom Mitveranstalter RV Oldenburger Münsterland bis zum letzten Sprung des Tages. Am Ende reichte es doch: Gleich vier OM-Reiter belegten die Spitzenplätze. Sieger Christian Temme soll sogar eine Träne verdrückt haben: Nach gut drei Jahren verlässt er den Stall Schockemöhle und wechselt nach Neumünster zum Verband Schleswig-Holstein; da war der Sieg in Holdorf ein ideales Abschiedsgeschenk.

Ein Wiedersehen gab es dagegen mit dem fast 63-jährigen Hirokazu Higashira. Viele Jahre sattelte der japanische Olympia- Reiter seine Pferde in Mühlen, heute steht er als Chef dem Pferdeverband Japans vor. In dieser Funktion betreute er die japanischen Junioren, die sich in Fernost extra für das Holdorfer Turnier qualifizieren mussten; darüber hinaus trat die „Japan Equestrian Federation“ als Sponsor des Großen Preises von Holdorf in Erscheinung.

Eine große Überraschung gab es zudem auf der „Großen Tour“. Erfolgreichster Reiter war weder Temme, Pollmann-Schweckhorst, Stevens und Co., sondern die erst 15-jährige Laura Klaphake. Die Ponyreiterin aus Mühlen verpasste mit Qualdandro infolge eines Springfehlers leider das Stechen im Großen Preis. Zum besten Reiter der Mittleren Tour schwang sich Carsten Olding (Neuenkirchen/Bramsche) auf, zur Nummer eins in der Kleinen Tour avancierte Viktoria Bokern aus Dinklage. Und Gastgeber RFV Holdorf platzierte im Nachwuchsbereich viele Talente in Spitzenpositionen.

Dies erhellte die Minen der Klubverantwortlichen des RFV Holdorf zusätzlich. „Es lief alles vom Feinsten, so gut wie noch nie“, blickte Aloys Brand am fünften Turniertag, dem gestrigen „Aufräumtag“, auf die Ereignisse zurück. Selbst das Wetter spielte mit, was der Klubchef mit einem Schmunzeln registrierte: „Durch den Heidesee haben wir ja Seeluft, also auch wenig Mücken und wenig Wespen.“

Gleichzeitig bedankte sich Holdorfs Vorsitzender beim RV Oldenburger Münsterland als Co-Veranstalter, speziell bei Yvonne Wolking und Gerardus Krijnen vom Stall Schockemöhle. Auch dort herrschte nicht nur angesichts der sportlichen Erfolge gute Stimmung. „Ich denke, dieses Jahr können wir mit dem Turnier total zufrieden sein. Speziell am Samstag und Sonntag herrschte sehr viel Andrang. Die Resonanz bei Reitern, Sponsoren und Zuschauern fiel durchweg positiv aus“, berichtete Yvonne Wolking.

Vier Tage herrschte Hochbetrieb mit über 700 Reitern auf zwei Springplätzen, zwei Dressurplätzen und in der Reithalle. Aber nicht nur dort, sondern auch hinter den Kulissen, wo die vielen Helfer ebenfalls Höchstleistungen vollbringen mussten.



Overmeyers Vorwurf steht weiterhin im Raum

Geschrieben von OV am 2009-08-27
SPD-Fraktionschef überlegt rechtliche Prüfung / Neubildung der Fachausschüsse: CDU reduziert Anzahl der Sitze

Das Thema Kommunalwahl-Panne 2006 ist offensichtlich noch nicht vom Tisch. Zwar hatten CDU und SPD am Dienstag nach längerer Diskussion die gegenseitigen Beschuldigungen relativiert. Aber letztlich steht der Vorwurf von SPD-Fraktionsvorsitzenden Franz Overmeyer, die CDU habe die SPD um einen Platz im Verwaltungsausschuss betrogen, noch im Raum. Denn öffentlich zurückgenommen hatte ihn Overmeyer nicht. Stattdessen erklärte er am Rande der Sitzung gegenüber der OV, dass er möglicherweise dies noch rechtlich prüfen lassen wolle.

Sowohl CDU-Fraktionsvorsitzender Norbert von Handorff als auch CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Norbert gr. Schlarmann hatten indes immer wieder an eine vertrauensvolle Arbeit im Rat zum Wohle der Bürger appelliert. Das fehle derzeit bei der SPD, kritisierte von Handorff und sprach von einem „Theater“. Die CDU stellte sich zudem hinter Bernard Echtermann. Ihm hatte Schonhöft vorgehalten, als Ratsvorsitzender nach dem rechtlichen Aspekt für die Sitzverteilung verantwortlich gewesen zu sein und deshalb von der Panne gewusst zu haben. Daraufhin hatte Echtermann nicht nur von einer Unterstellung gesprochen, sondern sogar angeboten, einen Misstrauensantrag gegen sich stellen zu lassen. Aus der juristischen Interpretation abzuleiten, dass die CDU vorsätzlich der SPD einen Sitz vorenthalten hat, konnte Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug indes nicht erkennen. „Die Verwaltung ist Verursacher“, machte Krug wiederholt deutlich. Ratsmitglieder arbeiteten ehrenamtlich und müssten sich auf die Verwaltung verlassen können, sagte Krug

Neben der Umbildung des Verwaltungsausschusses, in dem die SPD jetzt mit Heinrich Schonhöft einen zweiten Sitz hat, mussten am Dienstag auch die Fachausschüsse umgebildet werden. Allerdings ging hier die CDU der nach Hare-Niemeyer geforderten Auslosung des jeweils neunten Sitzes aus dem Wege, indem sie zuvor beschloss, die Anzahl der Sitze in den Fachausschüssen generell auf jeweils acht festzulegen. Damit nahm sie der SPD die Möglichkeit, per Los zusätzliche Ausschusssitze zu bekommen.

Im Gegenzug nahm es die CDU hin, dadurch jeweils einen Sitz zu verlieren. Anstelle von zuvor sieben für die CDU und zwei für die SPD sind die Ausschüsse nun mit jeweils sechs für die CDU und zwei für die SPD besetzt. Neu gewählt wurden auch die drei Stellvertretenden Bürgermeister. Das Prozedere endete wie vor drei Jahren mit der Wahl von Bernard Echtermann, Silvia Boye und Rainer Blömer.

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