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News Archiv

CDU-Fraktion: Verleumdung und Ehrabschneidung

Geschrieben von OV am 2009-08-24
„Wir haben von der Panne der Gemeindeverwaltung nichts gewusst“ / Zusammenarbeit mit SPD vor dem Ende?

„Wir haben nicht gewusst, dass seit dem Beginn der Ratsperiode im November 2006 der SPD-Fraktion im Verwaltungsausschuss ein Sitz mehr zugestanden hat“, reagiert CDU-Fraktionschef Norbert von Handorff in einer Pressemitteilung auf den Beitrag am Samstag in der OV.

Die Gemeindeverwaltung allein habe das fälsche Auszählverfahren angewandt und sie sei für den Fehler verantwortlich. „Der CDU zu unterstellen, sie habe die SPD jahrelang betrogen und damit das Votum der Wähler missachtet, das ist eine neue Qualität der SPD in der Reihe der unsachlichen Angriffe der Vergangenheit“, so Norbert von Handorff weiter.

Hier handele es sich nicht mehr nur um Populismus, also um eine prinzipienlose Politik, die die Gunst der Massen zu gewinnen sucht, sondern um Verleumdung und Ehrabschneidung. Und CDU-Vorsitzender und Ratsmitglied Norbert gr. Schlarmann wird noch deutlicher: „Mit der Aussage, die CDU habe die SPD jahrelang um einen Sitz betrogen, unterstellt Herr Overmeyer uns Wahlbetrug. Wir prüfen derzeit, ob wir gegen diese niederträchtige Unterstellung strafrechtlich vorgehen müssen.“

In ihrer Presseerklärung schreibt die CDU weiter: „Wir haben es nicht nötig, die SPD zu betrügen. Vielmehr wird das von Holdorfer und Handorf-Langenberger Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam erstellte Bürger-Wahlprogramm weiterhin Richtschnur der CDU Gemeinderatsarbeit bleiben. Nur, weil die SPD etwas Vergleichbares nicht hat, will sie mit Verleumdungen und Lügen gegen die CDU Profil gewinnen, wie armselig.“

„Uns wäre es lieb gewesen“, so der Fraktionsvorsitzende weiter, „der Verwaltung wäre der Fehler nicht unterlaufen. Jetzt wird der Fehler schnell behoben und wir werden unsere engagierte Gemeindepolitik mit noch mehr Bürgernähe fortsetzen.“ Die Christdemokraten wollen nun, dass die SPD die Verleumdung widerruft. Ansonsten werde es „bis auf Weiteres keine Zusammenarbeit mit der SPD geben“, was von Handorff in Bezug „auf die besonnenen SPD-Fraktionsmitglieder“ bedauern würde.



Spende für Kirche

Geschrieben von H. Vollmer am 2009-08-24
Kolpingsfamilie feiert Sommerfest

Über die Spende der Kolpingsfamilie freute sich Pfarrer Michael Kenkel (links). Frank Lüpke-Naberhaus überreichte einen Scheck in Höhe von 5000 Euro für die Sanierung der Kirche. (Foto: hvo)


Ihr Sommerfest nahm die Kolpingsfamilie St. Peter und Paul zum Anlass, einen Teil des Erlöses aus den Altpapiersammlungen für die Sanierung der Pfarrkirche zu spenden. So nahm Pfarrer Michael Kenkel gestern Mittag im Pfarrgarten vom Kolpingvorsitzenden Frank Lüpke-Naberhaus einen Scheck in Höhe von 5000 Euro entgegen.

Zuvor bedankte sich der Vorsitzende bei allen aktiven Helfern, die im vergangenen Jahr neun Mal durch die Straßen Holdorfs gezogen waren, um die typisch roten Kolping-Altpapiertonnen zu leeren und deren Inhalt auf dem Gelände der Genossenschaft (LBD) zusammenzutragen. 16 bis 18 Tonnen sammeln die Kolpinger bei jeder ihrer Touren auf diese Weise zusammen.

Den Erlös stellen sie seit mehr als 30 Jahren für kirchliche und gemeinnützige Zwecke zur Verfügung. Pfarrer Michael Kenkel zeigte sich von der Spende begeistert. Diese zeige, dass Kolping mit der Gemeinde tief verwurzelt ist.



Hanne paukt Portugiesisch

Geschrieben von H. Vollmer am 2009-08-24
19-Jährige geht für ein Jahr nach Brasilien

Freut sich auf ihren Einsatz im brasilianischen Alenquer: Hanne Hillemann. Per Internet wird sie Kontakt zur Heimat halten. (Foto: hvo)


„Ein Abenteuer ist es schon“, gibt Hanne Hillemann zu, wenn sie von ihrem Vorhaben, für ein Jahr als „Missionarin auf Zeit“ in die brasilianische Provinzstadt Alenquer zu gehen, erzählt. Hier wird die 19-Jährige in der international tätigen Ordensgemeinschaft der „Missionsschwestern von der unbefleckten Empfängnis der Mutter Gottes“ mit sozial schwachen Kindern arbeiten, die sonst keine Chance auf Bildung haben. Am Samstag wohnten ihrem Entsendungsgottesdienst in der Kirche St. Peter und Paul zu Holdorf zahlreiche Mitchristen aus Handorf-Langenberg und Schwestern aus dem Mutterhaus Münster sowie Salvador und Alenquer bei.

Für die 1990 im niederländischen Maastricht geborene Hanne Hillemann war schon immer klar, dass sie nach ihrem Abitur ein Jahr im Ausland verbringen würde. Ihr ursprünglicher Wunsch war der Besuch eines Landes auf dem afrikanischen Kontinent. Doch als sie durch das Internet Kontakt zu den „Missionsschwestern von der unbefleckten Empfängnis der Mutter Gottes“ bekommen hatte und diese Ordensgemeinschaft in Münster besuchte, stand ihr Entschluss nach Alenquer zu gehen, schnell fest. „Ich fühlte mich bei den Ordensschwestern in Münster wie zuhause“, sagt sie zu ihrer Umorientierung. „Der Orden hat den Vorteil, dass ich in eine gefestigte Gemeinschaft aufgenommen werde und das gibt Sicherheit“, so die Abiturientin, die nach ihrer Rückkehr das Studium zur Sozialarbeiterin aufnehmen möchte.

Der Kontakt zu Kindern und Jugendlichen fiel Hanne Hillemann noch nie schwer. Mit 14 Jahren gründete sie gemeinsam mit ihrer Freundin Hanna Platte eine Mädchentanzgruppe, die bis heute das Pfarrfest und den Frauenkarneval von St. Barbara bereichert. Sie engagierte sich im Jugendleiterteam, begleitete als Gruppenleiterin die Ferienzeltlager und qualifizierte sich für ihre Aufgaben in der Gemeinde mit dem Erwerb der Jugendleiter-Card (JuLeiCa).

Bis zu ihrem Abflug nach Brasilien am 1. September ist für die künftige Missionarin Portugiesisch pauken angesagt. „Das muss sein, um mich verständigen zu können“, weiß Hanne Hillemann. Ihre Erwartungen für die kommenden zwölf Monate hat sie nicht besonders hoch geschraubt. „So kann ich verhindern, dass die mögliche Enttäuschung nicht so groß ist, falls es nicht klappt.“

Und das mit dem Heimweh sieht sie ganz locker: Kontakte zur Familie und zu Freunden will sie über das Internet halten. Hanne Hillemanns öffentliches Internet-Tagebuch: Homepage: www.hannekeim-paradies.blogspot.com .



Jahrelang eine Stimme vorenthalten

Geschrieben von OV am 2009-08-22
Falsche Auszählung nach Kommunalwahl 2006 bringt Holdorfer SPD-Fraktion um einen Sitz

Peinliche Panne bei der Holdorfer Gemeindeverwaltung: Drei Jahre lang ist der SPD-Fraktion im Holdorfer Gemeinderat seit der Kommunalwahl 2006 ein Sitz im Verwaltungsausschuss vorenthalten worden.

Grund ist ein falsches Auszählungverfahren, das die Verwaltung angewandt hatte. SPD-Fraktionschef Franz Overmeyer schließt dabei allerdings auch die CDU mit ein, die die SPD „jahrelang um einen Sitz betrogen und damit das Votum der Wähler missachtet“ habe. Nachdem Franz Overmeyer und Heinrich Schonhöft die Gemeinde darüber informiert und die Kommunalaufsicht in Vechta eingeschaltet hatten, muss nun in der nächsten Ratssitzung am kommenden Dienstag (25. August) ab 18.30 Uhr im Rathaus eine Korrektur erfolgen.

Was war geschehen? In der konstituierenden Sitzung des Holdorfer Gemeinderates am 7. November 2006 hatte die Gemeindeverwaltung für die Besetzung der Ausschüsse das so genannte d’Hondt-Verfahren angewandt. „Ein Fehler“, wie Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug einräumt. Denn mit der Kommunalwahl 2006 löste in Niedersachsen das Hare-Niemeyer-Verfahren das d’-Hondt-Verfahren ab. Damit hätte der Verwaltungsausschuss im Holdorfer Rat nicht mit fünf CDU-Sitzen und einem SPD-Sitz plus Bürgermeister sondern mit vier CDU-Sitzen und zwei SPD-Sitzen plus Bürgermeister besetzt werden müssen. Krug sieht im Nachhinein den Grund für den Fehler im zeitlichen Ablauf. Der neue Gesetzestext sei am 2. November veröffentlich worden, und habe die Gemeinde über das kommunale Mitteilungsblatt am 6.November erreicht. „Wir haben bei der Vorbereitung der Sitzung am 7.November mit der 7. Auflage der kommentierten NGO das falsche Buch in der Hand gehabt“, gibt Krug zu.

Overmeyer vermutet trotzdem, dass die CDU das gewusst hat. Zumal die Christdemokraten bereits zur Kommunalwahl 2001 die gesetzliche Möglichkeit genutzt hatten, die Gesamtzahl der Sitze im Verwaltungsausschuss von vier auf sechs zu erhöhen. Hintergrund war die von der CDU 2006 angestrebte und dann auch durchgesetzte Aufstellung von drei stellvertretenden Bürgermeistern, die automatisch auch Beigeordnete im Verwaltungsausschuss werden. Overmeyer hatte damals bemängelt, dass die Aufstockung der Sitze eine Verschiebung des Proporzes sei. Aber nicht nur der Verwaltungsausschuss ist von der falschen Berechnung betroffen. Auch vier der fünf Fachausschüsse müssen am Dienstag neu gebildet werden. Nach Hare-Niemeyer sind im Holdorfer Fall in diesen Ausschüssen jeweils der neunte Sitz über das Los zu besetzen.

Dass die SPD erst so spät den Fehler bemerkt hat, begründete Franz Overmeyer mit der Fraktionsarbeit, die viel Zeit in Anspruch nehme.





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