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News Archiv

Krug will alte Holdorfer Stärken aufgreifen

Geschrieben von
Lebhafte Diskussion über Baugebiet „Im Bäkeesch“ während der Ratssitzung

Eine Stärke der Holdorfer, so betonte es Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug im Rahmen der Ratssitzung am Dienstag, sei es immer gewesen, Ideen aufzugreifen und zu schauen, ob es Holdorf nach vorne bringe. Dabei sei es nicht darauf angekommen, wer die Idee ins Gespräch gebracht habe.

Krug betonte dies im Zusammenhang mit der vom Rat beschlossenen Aufstellung des Bebauungsplanes „Im Bäkeesch“. Ratsherr Heinrich Schonhöft (SPD) hatte der CDU-Fraktion vorgeworfen, das Baugebiet für ein CDU-Fraktionsmitglied ausweisen zu wollen. Diese Information habe er von einem anderen Mitglied der CDU-Fraktion erhalten.

Norbert von Handorff, Vorsitzender der CDU-Fraktion, wehrte sich vehement gegen diese Anschuldigung. „Wir haben keine Vorteilsnahme für irgendjemanden machen wollen.“ Die Vorwürfe seien untragbar. Auch Bürgermeister Krug war mit der Art und Weise Schonhöfts nicht einverstanden. „Sie arbeiten mit Unterstellungen und Vermutungen. Die Darstellung entbehrt jeglicher Grundlage“, so der Bürgermeister.

Ratsvorsitzender Bernard Echtermann gab zu, dass dieses Baugebiet „euphorisch angepackt“ worden sei, auch um die schwächelnde Baukonjuntur zu beleben. Aus seiner Sicht habe das Baugebiet noch nicht die „nötige Reife“. Abschließend beschlossen die Ratsmitglieder mit zwei Gegenstimmen und drei Enthaltungen die Aufstellung des Bebauungsplans. Die Baugrundstücke werden dabei zu einer Mindestgröße von 1000 Quadratmetern angeboten.



Die Milchwerke BERMES investieren in ihrem Werk in Holdorf rund vier Millionen Euro in eine neue Milchtrocknungstechnologie.

Geschrieben von Verbund Oldenburger Münsterland am 2008-09-25

Nach Auskunft von Geschäftsführer Engelbert Deux sollen mit den neuen Produktionsanlagen spezielle Milchprodukte hergestellt werden. Mit diesen werden künftig auch neue Absatzmärkte in Europa beliefert. Mit dem Bau und der Installation der Anlagen soll im Oktober 2008 begonnen werden. BERMES hat in diesem Jahr bereits in ein Großprojekt zur Herstellung von speziellen Sahneprodukten investiert.

Die Milchwerke beliefern hauptsächlich Kunden aus der weiterverarbeitenden Lebensmittelindustrie mit einer Vielzahl von Milchprodukten. Dazu gehören die Süßwaren-, Backwaren- und Feinkostindustrie. Der Umsatz betrug im zurückliegenden Jahr rund 60 Millionen Euro, was einer Steigerung von 21 Prozent zum Vorjahr entspricht. Info: Michaela Möller, 05494/801-47, michaela.moeller@NORDMILCH.de.



Headline Wirtschafts-News

Geschrieben von ms am 2008-09-24
Untertitel Wirtschafts-News
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Tränen beim Einmarsch von Team Germany

Geschrieben von
OV am 2008-09-17
Holdorfer Heinz Bröer unterstützt seinen querschnittsgelähmten Sohn bei den Paralympics in Peking

Beijing 2008: Im Zielbereich der Rennstrecke von Peking posierten Heinz Bröer und sein Sohn Torben für dieses Erinnerungsfoto von den Paralympics in China. (Foto: privat)


Zwölf Tage lang erlebte Heinz Bröer aus Holdorf die einzigartige Faszination Peking, doch gleich zu Beginn gab es die vielleicht bewegendsten Momente bei den immer noch laufenden Paralympics. „Ich bin normalerweise nicht nah am Wasser gebaut, aber bei der Eröffnungsfeier im Stadion kamen mir schon die Tränen, als ’Germany’ gerufen wurde und mein Sohn mit dem Rollstuhl einfuhr“, erzählt der 60-Jährige, der seit acht Jahren mit seiner aus Holdorf kommenden Ehefrau Monika im Südkreis wohnt. Sein 37-jähriger Sohn Torben Bröer, der in Kaltenkirchen bei Hamburg lebt, gehört zur deutschen Paralympics- Mannschaft und verpasste als Vierter im Handbike-Fahren nur ganz knapp eine Medaille.

Dass sein Sohn aus erster Ehe in China um Olympische Medaillen kämpfte, erfüllt Heinz Bröer mit großer Freude. „Dass er sich so gut entwickelt hat, ist einfach stark. Nur drei Jahre nach dem Unfall, das ist auch für die Mediziner einzigartig“, sagt der Holdorfer. Das besagte Unglück passierte erst vor drei Jahren bei einem Badeurlaub in der Türkei, als die Animateure am Pool einen Hochsprungwettbewerb initiierten und er bei zu niedrigen Wasser mit dem Kopf am Boden aufschlug; dabei brach er sich den fünften Halswirbel und ist seitdem bis unter die Achseln gelähmt.

Doch der schwer verunglückte Sohn ließ sich nicht unterkriegen und bestellte noch in der Reha ein Handbike. „Er war ja immer ein Sportler, ist viel Marathon gelaufen. Oder auch Moto-Cross“, erinnert sich sein Vater. Mit Fleiß, Ehrgeiz und bis zu 7000 Trainingskilometern im Jahr kämpfte sich der gelernte Werkzeugmacher in kürzester Zeit zu Deutschlands Nummer eins hoch. „Ende Juli hat er die Qualifikation für die Paralympics geschafft, da war auch für mich klar, dass ich nach Peking fliege“, sagt Heinz Bröer.

Zusammen mit seiner Frau, die noch Anfang des Jahres beruflich in China war, ging es ganz kurzfristig mit einer Reisegesellschaft nach Peking, was heutzutage kein Problem mehr ist. Chinesische Mauer, alle Tempel oder den Platz des Himmlischen Friedens – alles haben sie mitgenommen. „Wenn man die Menschenrechte mal ausklammert, bin ich fasziniert von China. Peking hat ja 16 Millionen Einwohner, das ist 16-mal Köln. Und mit welchem Talent sie die Wettkämpfe organisiert haben. . .“, staunt Heinz Bröer.

Den Wettkampf seines Sohnes über die 12,7-km-Distanz hat er live verfolgt. Dabei musste der deutsche Handbiker mit höchstem Behindertengrad im Gegensatz zur schnelleren Konkurrenz mit zwei weiteren Handicaps fertig werden: Da sein Körper aufgrund der Verletzung nicht schwitzt, musste er bei Temperaturen um 32 Grad mit einer Kühlweste fahren; außerdem konnte er auf der sehr steigungsreichen Strecke nicht wie andere den Oberkörper mit in die Pedalen werfen.

Am Lenker seines Handbikes hatte Torben Bröer das Bild seines 9-jährigen Sohnes Tjark geklebt. „Ich wollte ihm unbedingt etwas mitbringen, was er um den Hals hängen kann“, kämpfte der 37-Jährige in einem ARD-Interview mit den Tränen. Das glückte nicht ganz, doch spätestens nach dem Händedruck von Bundespräsident Horst Köhler im Deutschen Haus nahm der Handbiker seine neuen Ziele ins Visier. Bei der Weltmeisterschaft 2009 in Sevilla soll die Medaille für den Sohn herausspringen. Und 2012 stehen nach den Olympischen Spielen die Paralympics in London an. „Dann bin ich auch wieder dabei“, sicherte Heinz Bröer seinem Sohn schon jetzt seine moralische Unterstützung zu. Auch wenn London für den Holdorfer nicht an die einzigartige Faszination von Peking herankommt, die bewegenden Momente beim Einzug von Team Germany kommen dort auf jeden Fall zurück.





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