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News Archiv

Dinklagerin (32) schwer verletzt

Geschrieben von OV am 2008-08-05
Unfall am Bahnübergang in Holdorf /Wagen schleudert in Graben

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Holdorf bargen die schwer
verletzte Dinklagerin aus dem Unfallwrack. (Foto: hvo)


Schwere Verletzungen erlitt eine 32-jährige Pkw-Fahrerin aus Dinklage bei einem Bahnunfall gestern kurz nach 17 Uhr in Holdorf. Nach Angaben der Polizei bestand am Abend aber keine Lebensgefahr für die Verunglückte.

Die Dinklagerin, die in Richtung Grandorf fuhr, wollte den unbeschrankten Bahnübergang an der Mühlenbachstraße – hier gibt es auch keine Warnblinklicht – überqueren. Dabei übersah sie nach Angaben der Polizei den Zug der Nordwestbahn, der in Richtung Holdorf fuhr und somit für die Pkw-Fahrerin von rechts kam.

Ihr Wagen prallte mit der Lok zusammen. Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurde der Pkw zurück in einen Graben geschleudert. Das Fahrzeug blieb auf dem Dach liegen. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Holdorf, die mit drei Fahrzeugen im Einsatz war, bargen die Schwerletzte aus dem Autowrack.

Vorsorglich wurde sie mit einem Rettungshubschrauber in das Osnabrücker Marienhospital gebracht. Zudem waren neben Notarzt, Malteser Hilfsdienst und Polizeibeamten auch die Notfallmanager der Deutschen Bahn und der Nordwestbahn vor Ort. Der Sachschaden wurde gestern Abend von der Polizei mit rund 13 000 Euro beziffert. Die Bahnstrecke musste zur Bergung für einige Zeit gesperrt werden.



Eine neue Herausforderung im Ehrenamt

Geschrieben von OV am 2008-08-02
Seit einem Jahrzehnt engagiert sich Angela von Grafen aus Holdorf für die Menschen im litauischen Pasvitinys

Einen Engel für den „guten Engel“ Angela von Grafen: Die Menschen aus Pasvitinys dankten der Holdorferin mit etliche Aufmerksamkeiten, erfuhr OV-Redakteur Klaus Hoffmann. (Foto:Haring)


Im „OV-Sommerinterview“ stellt die Oldenburgische Volkszeitung verschiedene Menschen im Kreis Vechta vor: Angela von Grafen (59) aus Holdorf hat vor zehn Jahren den Litauenkreis ins Leben gerufen. Mit ihr sprach OV-Redakteur Klaus Hoffmann.

OV: Wie man hört, hat sich die Partnerschaft zwischen Holdorf und dem litauischen Pasvitinys jetzt auch auf zwischenmenschliche Beziehungen ausgedehnt...
Von Grafen: Ja. Unsere langjährige Dolmetscherin Ingrida Glodaite ist mit ihrer 13-jährigen Tochter Paulena zu André Bünnemeyer nach Holdorf gezogen. Beide haben sich beim Schützenfest im vergangenen Jahr kennengelernt. Da hat es gefunkt.
OV: Sie sind erst ein paar Tage aus Pasvitinys zurück. Es war der zwölfte Hilfstransport in zehn Jahren. Der Litauenkreis strebt nun eine offizielle Partnerschaft an. Dazu gab es ein Gespräch mit Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug. Mit welchem Ergebnis?
Von Grafen: Generell Zustimmung. Allerdings darf sich die Partnerschaft nicht allein auf Besuche der Gemeindeverwaltungen beschränken, räumte der Bürgermeister ein. Wir müssen jetzt sehen, wie die Holdorfer Vereine darüber denken.
OV: Wie kam 1998 die Verbindung zu Litauen zustande?
Von Grafen: Es war Stephan Grabber, der Auslandsbeauftragte der Malteser im Landkreis Vechta, der mich damals als Ortsbeauftragte der Holdorfer Maltesergruppe fragte, ob ich mir vorstellen könnte, eine Partnerschaft zu übernehmen. Für uns als Gruppe wäre die Aufgabe nicht lösbar gewesen, aber ich hatte da an die Pfarrgemeinde mit dem damaligen Pastor Albert Holzenkamp gedacht.
OV: Was hat Sie persönlich bewogen, zu helfen?
Von Grafen: Seit 1982 helfe ich ehrenamtlich bei den Maltesern anderen Menschen. Die Litauenhilfe war für mich eine neue Herausforderung.
OV: Haben Sie geahnt, was da auf Sie zukommt?
Von Grafen: So richtig nicht. Klar war mir aber, das die Hilfe mit viel Arbeit und Zeit verbunden ist, aber auch eine neue Erfahrung sein könnte.
OV: Was haben Sie beim ersten Besuch erlebt?
Von Grafen: Bereits im Oktober 1998 brachten wir mit sieben Personen die ersten Hilfsgüter nach Pasvitinys. Die Vorbereitungen waren sehr intensiv. Abenteuerlich waren die langen Wartezeiten an den Grenzen. Damals brauchten wir drei Tage für einen Weg, heute bei den offenen Grenzen sind es zwei. Und, dass uns einmal vom litauischen Zoll Lebensmittel beschlagnahmt wurden. Ich wurde damals mit Polizeischutz zum Zollamt gebracht. Da hat man schon ein komisches Gefühl. Zu sehen bekamen wir dann aber wirklich viel Armut. Wir besuchten etliche hilfsbedürftige Familien. Trotz der Not waren die Menschen sehr gastfreundlich. Für uns war klar, dass wir helfen wollen.
OV: Wie haben die Holdorfer darauf reagiert?
Von Grafen: Positiv. Wir berichteten Pfarrer Holzenkamp und dem Pfarrgemeinderat von unseren Eindrücken der ersten Fahrt und entschieden, zunächst für fünf Jahre Hilfe zu leisten. Eine Gruppe von Holdorfer Frauen erklärte sich sofort bereit, die Hilfsgüter zu sammeln und zu verpacken. Später unterstützten uns dann auch die Handorf-Langenberger und die politische Gemeinde, so dass schließlich ganz Holdorf an dem Projekt beteiligt war.
OV: Ein Projekt im Projekt war die Renovierung des Dechantenhauses, die jetzt ja abgeschlossen ist. Wie viel Arbeit steckt da drin?
Von Grafen: Mit der Renovierung haben wir 2000 begonnen. Wir wollten das architektonisch sehr schöne Gebäude erhalten. Dafür hat der Litauenkreis rund 2000 Arbeitsstunden investiert, die der Einheimischen belaufen sich allerdings auf ein Vielfaches mehr.
OV: Welche Augenblicke haben Sie besonders bewegt?
Von Grafen: Da gab es einige. Zum Beispiel überreichte mir beim Besuch im Juli Pastor Vaidas eine Engel-Statue als Dankeschön für die Holdorfer Hilfe. Unvergesslich bleiben mir die Eindrücke der ersten Fahrt. Oder die leuchtenen Augen der Kinder, wenn wir unsere Hilfsgüter ausluden.
OV: Wie geht die Hilfe weiter?
Von Grafen: Das wir weiter helfen, ist klar. Welche Projekte neben den Transporten angepackt werden, steht noch nicht fest. Die Sakristei müsste renoviert werden wie auch der Kindergarten. Danken möchte ich an dieser Stelle allen, die den Litauenkreis in den zehn Jahren so tatkräftig mit Spenden, Hilfsgütern und Arbeitsleistungen unterstützt haben. Das gibt mir Mut, weiterzumachen.



Seit Wechsel vieles in Bewegung

Geschrieben von H. Vollmer am 2008-07-31
Zuwachs: Wirtschaftsforum Holdorf hat jetzt 58 Mitglieder

Damit rechtlich alles ohne Beanstandungen über die Bühne geht, haben die Mitglieder des Wirtschaftsforums während ihrer jüngsten Versammlung im Gasthaus Bocklage in Ihorst noch einmal die Namensänderung vom ehemaligen Handels- und Gewerbeverein einstimmig beschlossen.

„Es hat bei der Umwidmung des Vereinsnamens im Januar dieses Jahres einen Formfehler gegeben, den wir hiermit korrigiert haben“, sagte der im Januar neu gewählte Vorsitzende Günter Böckmann. Da in der damaligen Einladung die entsprechende Satzungsänderung nicht aufgeführt war, musste ein neuer, formgerechter Beschluss her.

Positive Zwischenbilanz: Von ehemals 45 Mitgliedern ist das Wirtschaftsforum mittlerweile auf 58 angewachsen, teilte Günter Böckmann mit. Rückblickend stellten die Mitglieder fest, dass sich seit dem Führungswechsel vieles in Bewegung gesetzt hat.

So wurde die Veranstaltung zur Fußballeuropameisterschaft auf dem Rathausplatz als erfolgreich gewertet, die ähnlich wieder zur Fußballweltmeisterschaft in zwei Jahren organisiert werden solle. Das Highlight fiel nicht nur durch den großen Zuspruch durch die Bevölkerung positiv auf. Es war auch ein Beleg, dass die Geschäftsleute an einem Strang ziehen und etwas auf die Beine stellen können. Diese Solidarität wird auch in zwei Jahren erwartet, wenn am 24. und 25. April die IGEHA ansteht und im September die 1300-Jahrfeier begangen wird.



Spannendes Ringen um Pokale

Geschrieben von H. Vollmer am 2008-07-29
80 Holdorfer Schützen nehmen an traditionellem Nachschießen teil

Sieger des Nachschießens: Eingerahmt von Vizepräsident Nicolas Vogt (links) und Präsident Richard Zumloh (rechts) sind die erfolgreichen Schützen (von links): Thomas Echtermann, Matthias Thöle, Michael Thöle, Christian von Lehmden, Thomas Haskamp, Sigrid Dinkgrefe,Werner Sporkmann, Königin Maria Wendt, Ludger Nuxoll, König Norbert Wendt, Hubert von Lehmden, Inge Horstmann, Jörg Schäfer (für Ludger Debbeler), Josef Thöle und Wolfgang Baumann. (Foto: hvo)


Das traditionelle Nachschießen eine Woche nach dem Holdorfer Schützenfest erlebte mit mehr als 80 Schützen eine traditionell gute Beteiligung. Präsident Richard Zumloh musste die Vergabe der Pokale um eine halbe Stunde nach hinten verlegen, da die Schießergebnisse derart knapp waren, dass es in mehreren „Kopf-an-Kopf-Rennen“ zu Stechen kam. Am Ende sicherte sich Wolfgang Baumann mit 27 Ringen zum wiederholten Mal den Königspokal.

Ebenso verteidigte auch Sigrid Dinkgrefe erfolgreich den im vergangenen Jahr errungenen Königinnenpokal. Die Wanderplakette „Bester nach dem König“ erhielt „Altmeister“ Werner Sporkmann. Spannend gestaltete sich auch das Rennen um den Vorstandspokal, den sich mit 28 Ringen letztendlich Michael Thöle nach einem hartem Wettkampf mit Andreas Prues sicherte.

Der Offizierspokal ging an den Chef der 2. Kompanie, Hubert von Lehmden, der 27 Ringe erzielte. Matthias Thöle errang den Schießwartepokal mit 27 Ringen. Die Kompanie-Wanderpokale in der Disziplin Luftgewehr gingen an Inge Horstmann (Damen, 49 Ringe), Thomas Echtermann (Jugend, 28 Ringe), Ludger Nuxoll (Kreuzritter, 50 Ringe), Christian von Lehmden (2. Kompanie, 49 Ringe), Josef Thöle (Burgwächter, 49 Ringe), Thomas Haskamp (Bahnhofskompanie, 48 Ringe) und Ludger Debbeler (5. Kompanie, 46 Ringe).





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