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Mehrkosten bei Kindergartenbetreuung

Geschrieben von OV am 2008-04-03
In St. Elisabeth und St. Dominikus fehlen Plätze / Nächste Beratung am 29. April

Mit dem neuen Kindergartenjahr in Holdorf kommen auf die Gemeinde erhebliche Mehrkosten zu. Denn nach dem aktuellen Stand der Anmeldungen fehlen derzeit in St. Elisabeth zehn und in St. Dominikus sieben Regelplätze plus vier Krippenplätze, wie Pfarrer Michael Kenkel am Dienstagabend im Jugend- und Sozialausschuss die momentane Situation vorstellte.

Zudem gibt es für den Kindergarten an der Badberger Straße erstmals vier Anmeldungen für Kinder unter drei Jahren. Darüber hinaus ist die Nachfrage nach verlängerten Öffnungszeiten in St. Dominikus gestiegen, informierte Kenkel. Um dem Elternwunsch zu entsprechen, schlug Kenkel in Absprache mit den Leiterinnen deshalb vor, eine Regelgruppe in St. Dominikus in eine Ganztagsgruppe umzuwandeln und zusätzlich eine Kleingruppe mit zehn Kindern einzurichten. Die restlichen Regelplätze sollten dann in St. Barbara angeboten werden. Dort gibt es noch 13 freie Plätze.

„Das ist sicher die optimalste Lösung“, räumte Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug ein. Allerdings bedeute dies auch Mehrkosten von bis zu 85 000 Euro, gab Krug zu bedenken. Als Alternative könnte sich der Bürgermeister vorstellen, eine zweite Krippengruppe einzurichten. „Dafür gibt es Zuschüsse vom Land für die Bau- und die Betriebskosten“, sagte er.

Vor dem Hintergrund einer genauerer Prüfung der Alternative wollten die Ausschussmitglieder am Dienstag keine Empfehlung treffen und verwiesen das Thema in die Fraktionen zurück.

Um den Eltern allerdings schnellstens Planungssicherheit zu geben, soll am 29. April in einer Sondersitzung das Thema wieder auf den Tisch kommen In diesem Zusammenhang wurden auch die Anträge auf Sonderöffnungszeiten in den drei Kindergärten sowie einer Kostenübernahme für den Einbau einer Akustikdecke in St. Barbara auf den 29. April verschoben.

Vor der Sitzung, die im Kindergarten St. Barbara stattfand, hatten sich die Ausschussmitglieder über die neu eingerichtete Krippengruppe, in der derzeit 15 Kinder betreut werden, informieren lassen. Einstimmiges Fazit der Erzieherinnen und der Eltern: Die Entscheidung der Gemeinde war richtig.



Thema Förderung zurück in die Fraktionen

Geschrieben von OV am 2008-04-02
SPD stimmt zwar grundsätzlich zu, bemängelt aber Art und Weise der Umsetzung

Die Hoffnung der CDU, dass ihre neuen Förderrichtlinien für den Eigenheimbau in Holdorf problemlos die Gremien passieren, erfüllte sich am Montagabend im Grundstücks- und Wirtschaftsausschuss nicht. Nach einer fast einstündigen Diskussion wurde auf Drängen der SPD das Thema zur Beratung in die Fraktionen verwiesen. Am 14. April soll dann in einer Sondersitzung erneut diskutiert werden.

Zwar stimmte die SPD grundsätzlich für eine Förderung, monierte aber die ihrer Meinung nach vorschnelle Präsentation in der Öffentlichkeit. Das sei unglücklich gelaufen, meinte Heinrich Schonhöft. Damit werden Tatsachen geschaffen, die der SPD die Grundlagen für weitere Argumente nehmen, sagte der Sozialdemokrat. Wie zum Beispiel für das Argument von Martin Fischer, warum denn nicht auch Grundstücke in Handorf-Langenberg mit in die Förderung aufgenommen wurden.

Fischer bemängelte auch, dass nicht im Vorfeld mit der SPD gesprochen wurde. „So wie wir es bei wichtigen Themen immer machen“, fügte er an. Die CDU indes rechtfertigte ihr Vorgehen damit, dass der Antrag zunächst der Versuch sei, auf dem Gebiet der Wohnbauförderung in Holdorf ein Zeichen zu setzen. „Wenn die Förderung in Bäkeesch IV klappt, werden wir erneut und schnell weiter beraten“, sagte Norbert gr. Schlarmann.

Wie berichtet, schlägt die CDU vor, die noch freien acht Grundstücke in diesem ältesten Holdorfer Wohngebiet mit jeweils maximal 15.000 Euro auf den Grundstückspreis zu fördern. CDU-Ratsvorsitzender Bernard Echtermann warnte davor, leichtsinnig Gelder zu verschwenden. Denn Wohnbauförderung sei eigentlich Sache des Bundes. Letztlich ließ sich die CDU aber dann auf den Kompromiss ein, die Förderrichtlinien noch einmal in der Fraktion zu beraten.


Abgelehnt hat der Grundstücks- und Wirtschaftsausschuss unter Leitung von Udo Schlarmann (CDU) den Antrag einer Familie, die Birken auf dem gemeindeeigenen Grund „Hinter dem Esch“ zu fällen.

Als Grund hatte die Familie allergische Reaktionen der Kinder auf Birkenpollen angegeben. Die allerdings, so der Ausschuss, würden nicht allein durch diese Birken ausgelöst. Die Birken sollten gefällt werden, wenn sie abgängig sind.



Gesundheitssport wird in Holdorf nachgefragt

Geschrieben von H. Vollmer am 2008-04-01
Gymnastikraum über Umkleidekabinen wird ausgebaut / Günther Eschen erhält Ansmann-Gedächtnispreis

Der Vorsitzende Hermann-Josef Bavendiek (rechts) mit den geehrten Mitgliedern des HSV. Von links: Georg Högemann, Helmut Ansmann, Ralf Sieve, Nicole Sieve, Theo Moormann, Günther Eschen und Ludger Knälmann. (Foto: hvo)


Dem Ausbau des zurzeit im Bau befindlichen Gymnastikraumes über den umgebauten Umkleidekabinen des SV Holdorf steht nichts im Weg. Nachdem der Rat der Gemeinde Holdorf Ende Februar einem zusätzlichen Zuschuss in Höhe von 30 000 Euro beschlossen hat, stimmten die Mitglieder des kleinen HSV am Sonntagabend einem auf drei Jahre befristeten zusätzlichen Mitgliedsbeitrag zu, um den Innenausbau zu sichern.

Einigkeit herrschte während der Hauptversammlung im HSV-Klubheim darüber, dass bis ins Jahr 2010 neben dem Jahresbeitrag ein Zusatzobolus in Höhe von fünf Euro für Kinder, zehn Euro für Erwachsene und 15 Euro für Familien pro Jahr erhoben wird. Zweckgebunden wird das Geld für die Ausstattung des neuen Gymnastikraumes verwendet, sagte der Vorsitzende Hermann-Josef Bavendiek.

Der vom Verein angebotene Gesundheitsport erfreue sich immer größerer Nachfrage, so dass dieser aus Platzmangel bereits teilweise in Kindergärten ausgeführt werde. Da die Kapazität der Sporthalle bei fast 30 Kinder- und Jugendmannschaften total unzureichend ist, soll der neue Raum Entspannung bringen.

Bei den Vorstandswahlen wurde Ferdinand „Ferdi“ Beckmann als zweiter Vorsitzender für zwei weitere Jahre in seinem Amt bestätigt, ebenso Fußball- Obmann Georg Högemann. Geschäftsführerin Elisabeth Wehring übernimmt für ein Jahr die Aufgabe des bisherigen Schriftführers Georg Möhlmann, der nicht wieder kandidierte. Nach mehr als zehnjähriger Zugehörigkeit zum erweiterten Vorstand schied Rolf Schulten-Hünefeld aus. Für ihn rückt Sabine Rottinghaus aus der Gesundheitsabteilung nach.

Für die Handballabteilung übernimmt Ralf Sieve den Platz von Jürgen Rawe. Ingo von Handorff und Heinrich Vollmer erhielten für zwei weitere Jahre das Vertrauen für ihre Tätigkeit im erweiterten Vorstand. Für mehr als 30-jährige ehrenamtliche Tätigkeit ehrte der HSV Helmut Ansmann und Georg Högemann. Mehr als zehn Jahre engagieren sich Nicole Sieve, Ralf Sieve, André Ortmann, Ludger Knälmann und Theo Moormann im Verein.

Eine besondere Auszeichnung erhielt Günther Eschen mit der Verleihung des Siegfried-Ansmann-Gedächtnispreises. Helmut Ansmann rief in Erinnerung, dass dieser nur an Personen oder Gruppen verliehen wird, die sich überdurchschnittlich intensiv besondere Verdienste um den HSV erworben haben. Günther Eschen sei ein echtes Eigengewächs des Vereins, dem er 1956 beitrat. Über sein fußballerisches Engagement hinaus habe er sich wiederholt beim aktuellen Umbau der Umkleidekabinen besonders hervorgetan.



Mit „Fünf mal drei“ die Lust aufs Bauen wecken

Geschrieben von OV am 2008-03-27
CDU will Eigenheimbau in Bäkeesch IV mit jeweils maximal 15.000 Euro fördern / Zunächst begrenzt bis 2009

Geld gibt es zunächst für die Baugrundstücke in Bäkeesch IV, erklären Norbert von Handorff (Mitte), Bürgermeister Dr.Wolfgang Krug und CDU-Ratsherr Udo Schlarmann.( Foto: Hoffmann)


Bauwillige in der Gemeinde sollen künftig von einer neuen Förderrichtlinie beim Eigenheimbau profitieren. Die CDU-Fraktion wird einen entsprechenden Antrag am kommenden Montag (31. März) im Grundstücks- und Wirtschaftsausschuss vorstellen.

Unter dem Slogan „Fünf mal drei“ sieht die Richtlinie eine Förderung in fünf Schritten von jeweils 3000 Euro des Grundstückspreises vor, erklärten gestern der CDU-Fraktionschef Norbert von Handorff, CDU-Ratsherr Udo Schlarmann sowie Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug in einem Pressegespräch.

Maximal sind das 15 000 Euro. Zunächst ist die Förderung bis zum 31. Dezember 2009 begrenzt und gilt nur für die noch acht freien Grundstücke im Baugebiet Bäkeesch IV. Die Einschränkung begründete von Handorff damit, dass „wir sehen wollen, wie es läuft. Dann soll erneut beraten werden, ob wir die Förderung auf weitere Baugebiete ausdehnen“.

Und so wird gefördert: Generell gibt es für die Bauherren 3000 Euro auf den Grundstückspreis. Zusätzlich können je 3000 Euro für bis zu vier Kindern unter 18 Jahre vom Grundstückspreis erlassen werden. Letzteres wird auch nachträglich gewährt, wenn innerhalb von zehn Jahren nach Grundstückskauf Kinder geboren werden. Voraussetzung für die Förderung ist eine zehnjährige Eigennutzung des Hauses.

Mit dem Antrag erhoffen sich die Christdemokraten, der momentanen Flaute beim Eigenheimbau auch in Holdorf zu begegnen. Darüber hinaus gehöre das Thema zum Zehn-Punkte-Programm, das die CDU zur Kommunalwahl zusammen mit den Bürgern erarbeitet habe.

„Bislang seien etliche Punkte umgesetzt“, richtete von Handorff den Blick auf die neuen Förderrichtlinien für Vereine, die Ortsumgehung, die Dorferneuerung oder die Kinderbetreuung. Er gab sich gestern optimistisch, dass der neuerliche Antrag im Rat in der April-Sitzung einstimmig verabschiedet wird.





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