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News Archiv

Gemeinde lud zum Empfang

Geschrieben von H. Vollmer am 2008-01-16
Dr. Leuck als Festredner

Zum zwölften Mal in Folge hatte die Gemeinde Holdorf gestern die heimischen Unternehmer zum Neujahrsempfang in den Saal Bocklage in Ihorst eingeladen. Vor den rund 150 Gewerbetreibenden hielt der Geschäftsführer der Kalksandsteinwerke Holdorf, Dr. Hans Georg Leuck, den Festvortrag; von links Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug, Festredner Dr. Hans Georg Leuck, Günter Böckmann (Wirtschafts-Forum), Franz-Josef Kreinest (Industriestammtisch) sowie Bernard Echtermann. (Foto: hvo)



„Den Aufstiegstrend nicht bremsen“

Geschrieben von OV am 2008-01-11
Grünkohlessen: Bayerns Ministerpräsident Beckstein schwört CDU auf Sieg ein

Willkommener Gast im Oldenburger Münsterland: Der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (rechts) wurde gestern in Handorf-Langenberg herzlich begrüßt, wie hier von Siegfried Macke und Heinrich Evers (von links). Foto: hvo


Morgens beim CSU-Kommunalkongress in München, nachmittags beim Wahlkampfauftakt in Osnabrück mit dem Kollegen Christian Wulff und abends beim traditionellen Grünkohlesen der CDU Holdorf: Trotz eng gestrickter Terminplanung keine Ermüdungserscheinung bei Bayerns Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein, als er von den rund 550 Gästen in der Sporthalle in Handorf-Langenberg stürmisch begrüßt wird.

Was Beckstein mit „absolut Spitze“ kommentiert. Und: „Wenn Christian Wulff hier wäre, müsste er das ertragen, dass die Veranstaltung besser besucht ist, als in Osnabrück“, lobte der Ministerpräsident. Lob gab es dann auch eine ganze Menge in Richtung CDU in Niedersachsen. Zu Beispiel dafür, dass die CDU unter Wulff Niedersachsen vom Absteigerland zum Aufstiegsland geführt habe. Das zeige die gesunkene Arbeitslosigkeit im Lande genauso wie das gestiegene Wirtschaftswachstum. Niedersachsen habe es sogar geschafft, Bayern in einigen Punkten zu überholen,
räumte Beckstein in seiner zum Teil kämpferischen Rede ein.

Beim Bürokratieabbau sei dies der Fall. Besser sei Bayern indes bei den Finanzen. „Der Haushalt konnte ohne Neuverschuldung verabschiedet werden“, betonte Beckstein. Maßstäbe gesetzt habe Niedersachsen aber wieder bei der Kinderbetreuung. Beckstein sah die Notwendigkeit, Krippenplätze zu schaffen, um den Eltern die Möglichkeit zu geben, selbst die Betreuungsform zu wählen. „Es muss beides möglich sei“, sagte Beckstein: Krippenplätze oder die „Oma“ beziehungsweise die Tagesmutter.

Den Rücken stärkte der Minister der CDU Niedersachsen bei der Bildungspolitik. Es gebe keine Alternative zum gegliederten Schulsystem, sagte er und begründete: „Weil jedes Kind unterschiedlich ist“ und nach seiner Fähigkeit und Begabung gefördert werden müsse. Zurück auf die Bühne meldete sich Beckstein in Holdorf zum Thema innere Sicherheit. Vor dem Hintergrund des U-Bahnvorfalles in München sprach sich der Ministerpräsident erneut für eine Änderung des Ausländerrechtes und der Höchststrafe für Heranwachsende aus. „Wenn Ausländer immer wieder straffällig werden, dann haben sie nichts in Deutschland zu suchen“. Beckstein warnte aber auch davor, gegen Ausländer einen Generalverdacht auszusprechen.

Für die Landtagswahl wünschte Beckstein der CDU ein Ergebnis von 50 plus x, damit die Christdemokraten ein „gescheites“ Ergebnis wie in Bayern bekommen und der „Aufstiegstrend nicht gebremst wird“.

Zitate :

„Ich habe mir schon gedacht, was ist das für eine Gastfreundschaft – Bier im Fingerhut.“
(Beckstein zum CDU-Vorsitzenden Norbert gr. Schlarmann, der ihm statt eines kleinen Glases einen halben Liter Bier brachte.)

„Wenn mein Sohn Frank den Hammer in die Hand nimmt, muss man schauen, wo der nächste Arzt ist.“
(Zur Forderung nach einer individuellen Förderung von Jugendlichen.)



Neuorientierung gleich mit Aktivitäten untermauert

Geschrieben von H. Vollmer am 2008-01-10
Aus Handels- und Gewerbeverein Holdorf wird Wirtschafts-Forum: Günter Böckmann zum Vorsitzenden gewählt

Sie wollen der Aufbruchstimmung des Wirtschafts-Forums (WiFo) ein Gesicht geben: Christian Klus, Günter Böckmann, Maria Keßling und Klaus Kalkhoff. (Foto: hvo)


Der Handels- und Gewerbeverein ist tot – es lebe das Wirtschafts-Forum (WiFo): Einem Neuanfang gleich kam die Hauptversammlung des Handels-und Gewerbevereins Holdorf am Dienstagabend im Gasthaus „Zur Post“. Die Mitglieder wählten nicht nur komplett neue Vertreter in die Vorstandsetage, sondern stimmten einmütig für die Umbenennung ihrer Interessengemeinschaft.

Zukünftig wird diese sich Wirtschafts-Forum nennen und sich durch besondere Aktivitäten unter dem Kurznamen WiFo etablieren. „Wir wollen wieder was tun, damit Holdorf im Landkreis einen höheren Stellenwert als Einkaufsort erhält“, erklärte Günter Böckmann, der die nächsten zwei Jahre das Wirtschafts-Forum als Vorsitzender führen wird.

Der Gastwirt nahm das Amt von Alfred Kampers ein, der am 17. Oktober des vergangenen Jahres plötzlich verstarb. Nach dem die bisherige 2. Vorsitzende Gertrud Landwehr die Versammlung eröffnet hatte widmeten die Mitglieder ihm zu Ehren eine Gedenkminute. Während der Vorstandswahl stellten sich Gertrud Landwehr, Schriftführer Leonard Kruthaup und Kassierer Hans-Joachim Witte nicht wieder zur Wahl.

Neben Günter Böckmann werden Klaus Kalkhoff als 2. Vorsitzender, Christian Klus als Schriftführer und Maria Keßling als Kassiererin die Geschicke des WiFo in die Hand nehmen. Ein erklärtes Ziel ist es, dem Verein eine breite Plattform zu verschaffen, so dass der Kreis der Mitglieder, dieser bestand bisher aus Geschäftsleuten aus Handel und Gewerbe, auch auf industrielle und handwerkliche Betriebe ausgeweitet werden soll.

Außerdem erklärte Günter Böckmann sei es abzusehen, dass der Wirteverein sich in seiner nächsten Sitzung auflösen wird und dessen Mitglieder dem WiFo beitreten.

Um den gerade erwachten Elan der Neuorientierung nicht verpuffen zu lassen, legte Günter Böckmann konkrete Pläne für Aktivitäten vor. So soll es während der Fußball-Europameisterschaft am 12. Juni (Donnerstag) ein Open-air-Event auf dem Rathausplatz geben. Dabei soll auf einer großen Leinwand die Begegnung Kroatien gegen Deutschland (18 Uhr) live gezeigt werden. Eine schwarz-rot-goldene Nacht soll sich anschließen. Außerdem soll ein Menschenkicker-Turnier für junge Leute organisiert werden.

Weiterhin will sich der WiFo bei Frühjahrs- und Herbstkirmes, dem Kreisfeuerwehrfest und dem Pfarrfest 150 Jahre St. Peter und Paul engagieren. Außerdem soll wieder ein Weihnachtsmarkt organisiert werden. Darüber hinaus sollen zweimonatlich erscheinende Werbeseiten mit Lokalthemen auf Holdorfer Geschäfte aufmerksam machen.

Die spürbare Aufbruchstimmung begrüßte Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug. „Holdorf braucht ein starkes Wirtschafts-Forum, wenn künftig etwas in Bewegung gesetzt werden soll“, unterstützte er die Bemühungen und versprach eine finanzielle Beteiligung der Gemeinde an den Kosten der Leinwand in Höhe von 250 Euro.



Häuslebauer reagieren auf Streichung

Geschrieben von OV am 2008-01-09
2007 deutlich weniger Wohnbaugrundstücke verkauft / Gutachterausschuss tagte in Holdorf / Anstieg beim Gesamtumsatz

Ob über Kommune oder von privat: 2007 ging außer in Lohne in allen Gemeinden und Städten des Kreises Vechta der Verkauf von Wohnbauland zurück. (Grafik: Gutachterausschuss)


Die Häuslebauer im Landkreis Vechta haben offensichtlich auf den Wegfall der Eigenheimzulage reagiert: Die Zahl der verkauften Wohnbaugrundstücke ist im vergangenen Jahr gegenüber 2006 deutlich zurückgegangen. Das geht aus dem aktuellen Marktbericht des Gutachterausschusses für Grundstückswerte Cloppenburg hervor, der gestern im Holdorfer Rathaus vorgestellt wurde.

Im Berichtszeitraum vom 1. November 2006 bis 31. Oktober 2007 wurden demnach 183 Bauplätze im Landkreis Vechta verkauft. 2006 wechselten noch 297 Bauplätze den Eigentümer, in 2005 sogar 436. Veräußert wurden die Grundstücke fast zu gleichen Anteilen von Kommunen und Privatpersonen, wie Dr. Ralf Brückner, Leiter der Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften (früher Katasteramt) erklärte.

Im Durchschnitt wurden die Baugrundstücke im Kreis bei einer mittleren Größe von rund 775 Quadratmetern zu 53.000 Euro verkauft. Die Bauplatzpreise stiegen damit im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich um rund 14 Euro je Quadratmeter Grundstücksfläche auf 69 Euro pro Quadratmeter. Das sei allerdings kein Anstieg des Preisniveaus, so Brückner. „Offensichtlich wurden mehr Grundstücke in besserer Lage verkauft.“

Insgesamt registrierte die Behörde im Berichtszeitraum 1243 Verkäufe auf dem Immobilienmarkt. Nach einem Zwischenhoch in 2003 und 2004 mit jeweils 1500 Verkäufen ist nun das Niveau der Jahre 2001 und 2002 wieder erreicht. Trotz des Verkaufsrückganges liegt der Gesamtumsatz im Kreis mit 159 Millionen Euro rund 14 Prozent über dem Vorjahresumsatz und auch insgesamt höher als in den vier Vorjahren.

Den größten Anteil stellte dabei der Umsatz auf dem Marktsektor der bebauten Grundstücke mit 107,4 Millionen Euro. Hier wiederum machen die Verkäufe von privat genutzten Ein- und Zweifamilienhäusern mit 42 Prozent den größten Anteil aus. 2007 wechselten 317 Ein- und Zweifamilienhäuser die Besitzer, in 2006 waren es 325. Auch hier hatte Dr. Brückner einen durchschnittlichen Kaufpreis parat: Freistehende Ein- und Zweifamilienhäusern, die zwischen 1985 und 1999 gebaut wurden, wechselten den Besitzer für rund 169.000 Euro, während Doppelhaushälften und Reihenhäuser dieser Baujahre im Mittel zu 121.000 Euro verkauft wurden.

Damit bleib das Preisniveau für Ein- und Zweifamilienhäuser konstant, bei den Doppelhaushälften erhöhte sich der durchschnittliche Kaufpreis um 4000 Euro.

Ebenfalls auf gleichem Preisniveau lagen 2007 Eigentumswohnungen (insgesamt 123 verkauft) im Erstbezug mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 1490 Euro. Dagegen verringerte sich der Durchschnittspreis bei „gebrauchten“ Eigentumswohnungen um 65 Euro pro Quadratmeter. „Damit haben wir erstmals den Stand von vor zehn Jahren erreicht“, stellte Dr. Brückner fest.

Gegenüber 2006 ist der Flächenumsatz bei Ackerland mit 194 Hektar um rund acht Prozent gestiegen. Auch bei Grünland wurde 2007 mit 27 Hektar mehr Fläche umgesetzt als im Vorjahr. Für einen Quadratmeter Ackerfläche zahlten die Käufer im Mittel 3,32 Euro (Vorjahr 2,99), für Grünland im Mittel 1,37 Euro (Vorjahr 1,57). Der Grundstücksmarktbericht steht ab Ende Februar auf der Internetseite www.gag.niedersachsen. de gegen eine Gebühr zum Download bereit.

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte Cloppenburg hat für die einzelnen Kommunen im Landkreis Vechta folgende Bodenrichtwerte ermittelt:

- Neuenkirchen-Vörden: 36 Euro pro Quadratmeter,
- Damme: 70 Euro pro Quadratmeter,
- Holdorf: 39 Euro pro Quadratmeter,
- Steinfeld: 48 Euro pro Quadratmeter,
- Lohne: 90 Euro pro Quadratmeter,
- Dinklage: 70 Euro pro Quadratmeter,
- Bakum: 39 Euro pro Quadratmeter,
- Vechta: 90 Euro pro Quadratmeter,
- Goldenstedt: 39 Euro pro Quadratmeter,
- Visbek: 43 Euro pro Quadratmeter.





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