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News-Archiv (bis Februar 2017)

Jetzt auf der Suche im Steinbruch

Geschrieben von OV am 2007-11-30
Ort der Trauer um tot- und fehlgeborene Kinder / Starmann stellt Gedenkstein-Entwürfe vor

Vier Entwürfe hatte Ferdinand Starmann für den Gedenkstein vorgelegt, die Holdorfer entschieden sich für den unbearbeiteten Sandstein (kleines Foto) mit Engelmotiv. (Fotos: Hoffmann)



Ein heller nach oben verjüngter und unbearbeitete Sandstein mit einem Engelmotiv: Schlicht und dennoch aussagekräftig ist der Gedenkstein für die künftige ökumenische Grabanlage fehl- und totgeborener Kinder auf dem katholischen Friedhof in Holdorf.

Nachdem vor gut einem dreiviertel Jahr Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug die Idee für eine solche Anlage hatte, haben sich jetzt Vertreter der beiden Kirchengemeinden und der politischen Gemeinde für einen von vier Gedenkstein-Entwürfen des Neuenkirchener Künstlers Ferdinand Starmann entschieden. Starmann, der auch schon die Gedenksteine für solche Anlagen in Dinklage und Lohne entworfen hat, wird sich nun auf die Suche nach einem passenden Stein machen. Zunächst im Ibbenbührener Steinbruch.

Die Steine sind dort wetterfest und auch hell, erklärt der Künstler. Starmann weiß genau, was er sucht. Einen unbearbeiteten Stein, der für den unfertigen Menschen steht. Auf der Vorderseite wird der Künstler dann zwei Engel vertikal anordnen. Der untere Engel steht für das Ende des Lebens, der vom oberen Engel abgeholt wird. Das Thema Leben und Sterben setzt sich mit zwei Bäumen an den Seiten des Gedenksteines fort. So wird auf der eine Seite ein nach oben wachsener Baum und auf der anderen Seite eine Trauerweide platziert.

Vor dem Gedenkstein ist eine Steinplatte angedacht, auf der eine Grableuchte steht. „Wir müssen noch überlegen, ob die Platte eine Inschrift tragen soll“, erklärt Starmann. Nach Weihnachten soll ein weiteres Treffen stattfinden, bei dem es um die Größe des Steines gehen wird. So zwischen 1,60 bis 1,80 Meter schwebt dem Künstler vor. Mit der Fertigstellung rechnet Starmann im kommenden Frühjahr. Pfarrer Michael Kenkel zeigte sich begeistert von den Entwürfen. „Ich hätte alle vier genommen.“



Bläser wagten sich an Klassik

Geschrieben von Diepholzer Kreisblatt am 2007-11-27
Musikverein Holdorf begeisterte mit einem ungewöhnlichen Repertoire in der St. Marien-Kirche in Dielingen

Musikalischer Genuss: Der Musikverein Holdorf unternahm in der Dielinger St. Marien Kirche einen Streifzug durch die klassische Musik (Foto: Reuter)


Ein Kirchenkonzert am Totensonntag? Darüber hat die Kirchengemeinde Dielingen lange nachgedacht. Dass es richtig war, an einem „stillen Tag“ ein musikalisches Erlebnis in der St. Marien-Kirche anzubieten, bewies der Musikverein Holdorf.

Trotz aller Trauer sollte der Ewigkeitssonntag auch ermuntern und aufrichten, wie Hannelore Fieseler, Vorsitzende des Presbyteriums, zur Begrüßung der Zuhörer betonte. „In diesem Sinne soll das Konzert einen wunderschönen Hörgenuss ermöglichen.“ Viele Musikfreunde hatten trotz oder vielleicht gerade wegen des schlechten Wetters ihren Weg in das Dielinger Gotteshaus gefunden, um einen Streifzug durch die klassische Kirchenmusik zu erleben.

Der Musikverein Holdorf war bereits zwei Mal zu Gast in Dielingen und hat auch schon einen Gottesdienst mitgestaltet. Ein ganzes Kirchenkonzept zu geben, ist für den 1922 gegründeten Verein etwas Besonderes: Den Blasmusikern bietet sich so eine Möglichkeit, abseits vom üblichen Repertoire in die klassische Musik einzutauchen, Das sei auch eine Herausforderung, wie Norbert gr. Schlarmann, der durch das Programm führte, unterstrich. Denn eigentlich sind die 40 Instrumentalisten vorwiegend auf Schützenfest-Bühnen zu hören.

Die selbst gestellte Herausforderung meistere sie mit Bravour. Unter der Leitung von Josef Bruns eröffneten die Holdorfer Musiker den Abend mit einem Auszug aus Guiseppe Verdis „Nabucco“. In dieser Oper erzählt der Komponist die Geschichte der Gefangenschaft und Befreiung der Juden in Babylon. „Das Werk trägt den Freiheitsgedanken nach außen und beschreibt die Bekehrung des Königs Nebukadnezar, der durch seine Hinwendung zu Gott vom Größenwahn erlöst wird“, erläuterte Schlarmann.

Nach einem leisen, sanften Einstieg kristallisieren sich rasch die musikalischen Qualitäten des Blasorchesters heraus: Souverän gelang es ihm, die ganze donnernde Gewaltigkeit des Werkes zu entfalten. Schon von diesem ersten Stück war das Publikum begeistert und es sollten noch viele klassische Leckerbissen folgen. Antonio Vivaldis „Winter – aus den „Vier Jahreszeiten“ zum Beispiel – im Arrangement von Steve Cortland mit modern-beschwingter Schlagzeugbegleitung – „Honorisia“ von Ben Haemkotus, der Choral „Lobe den Herren“ oder „Cantabile for winds“ von Rob Ares.

Der Musikverein wagte auch einen Sprung in den amerikanischen „Spiritual“, mit dem die Sklaven einst von ihrer Demütigung, aber auch von Hoffnung und Gottvertrauen erzählten. Ein Werk von einem der großen Kirchenmusiker des 17. Jahrhunderts war ebenfalls zu hören: der „Canon“ von Johann Pachelbel. Nach seinem Tod in Vergessenheit geraten, hatte sein Verehrer Johann Sebastian Bach Pacheibel wieder aufleben lassen.

Der bekannte „Canon“ beginnt mit einer Bassmelodie, die von der Trompete übernommen, von Tenorhörnern und Saxophonen weitergeführt und variiert wird. 28 Mal kehrt die Melodie wieder – aber immer in veränderter Form, so dass sie stets neu erlebt werden kann. Dass auch ein Blasorchester die sanften, leisen und bewegenden Töne einfangen und atmosphärisch verdichten kann, zeigte der Verein mit der Interpretation von Charles Goundnouds „Ave Maria“.

Nach dem „Adagietto“ von Ernest Majo bedankte sich das Publikum mit einem Riesenapplaus bei den Holdorfern, die sich erst nach einer Zugabe aus Dielingen verabschiedeten. Den Musikern ist genau das gelungen, was sie mit dem Konzert erreichen wollten: Ein wenig Freude in die Seelen der Zuhörer zu bringen.



Holdorfer Ratsmitglieder auf der „Agritechnica“

Geschrieben von Gemeinde Holdorf am 2007-11-26
Besuch von heimischen Firmen

Holdorfer Ratsmitglieder besuchten am 14. November 2007 die Agrarmesse „Agritechnica“ in Hannover. Die Mitglieder verschafften sich hierbei besonders einen Überblick über die heimischen Firmen.

Auf dem Bild zu sehen (v.l.: Bernhard Kanppwerth von der Firma Grimme, Ludger Westerhoff, Bernard Echtermann, Norbert von Handorff, Heiner Themann, Manuela Rocks, sowie Mario Stickfort)



Immer mehr Einheimische im Holdorfer Jugendtreff

Geschrieben von OV am 2007-11-23
Jugendverein zieht Bilanz /Verstärkung für Gabi Kolbeck gesucht / 2008 Ferienbetreuung in Grundschule geplant

Neben Aussiedlern nutzen immer mehr einheimische Jugendliche den Holdorfer Jugendtreff. Zu diesem erfreulichen Fazit kam die Vorsitzende des Vereins Zukunft für Jugend Holdorf, Elisabeth Vodde- Börgerding. Sie stellte zusammen mit ihre Stellvertreterin Inge Schuster in der Jugend- und Sozialausschusssitzung am Dienstagabend den Jahresbericht des Vereins vor.

Dabei lobte sie die Arbeit der Jugendpflegerin Gabi Kolbeck, der es gelungen sei, mit vielen Aktionen das Interesse der einheimischen Jugendlichen am Treff zu wecken. Neben den Angeboten in den Ferien hob Vodde-Börgerding vor allem das jüngste Projekt an der Haupt- und Realschule „Ich mag mich – mag ich mich?“. Aber auch die regelmäßigen Treffen mit dem Hobbyfotografen Jürgen Meyer zum Thema Fotografie begeistern zunehmend die Jugendlichen.

Für das kommende Jahr plant Gabi Kolbeck unter anderem ein Mädchenwochenende im Dümmerheim, eine Kooperation mit der Lohner Musikschule, Fahrten in die Umgebung und zusammen mit dem Verein eine Betreuung von Grundschulkindern in den Ferien. Die Betreuung soll jeweils eine Woche in den Oster- und Herbstferien sowie drei Wochen in den Sommerferien angeboten werden.

Demnächst soll bei den Eltern abgefragt werden, ob Interesse an einer Betreuung besteht. Mit Blick auf die Zukunft hat sich der Verein vorgenommen, verstärkt an die Jugendlichen heranzutreten, die bislang den Jugendtreff meiden und dafür auf andere Plätze in der Gemeinde ausweichen. Was nicht immer auf Gegenliebe bei den Anwohner stößt, sagte die Vorsitzende.

Eine Lösung könnte eine sogenannte Schutzhütte sein, die sich der Verein in Molbergen angeschaut hat. Dort steht die Hütte als Treffpunkt für Jugendliche direkt an der Schule. Jetzt sucht der Verein eine entsprechende Stelle in der Gemeinde Holdorf. Denn Vodde-Börgerding ist sich sicher: „Wir werden nicht alle Jugendliche für den Jugendtreff begeistern können.“

Um trotzdem Kontakt zu diesen Jugendlichen zu bekommen, wünscht sich der Verein für Gabi Kolbeck eine männliche Verstärkung auf Honorarbasis. Einen weiteren Schwerpunkt der zukünftigen Arbeit sieht Vodde-Börgerding in der Hausaufgabenbetreuung mit Mittagessen an der Grundschule.





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