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News Archiv

„Erdmassen sind immer in Bewegung“

Geschrieben von H. Vollmer am 2007-05-08
Betriebsleiter des Kalksandsteinwerkes in Holdorf warnt: Lebensgefahr beim Baden im See

Hinweisschilder auf Lebensgefahr stehen zur Genüge außerhalb und unmittelbar am Kalksandsteinsee. Betriebsleiter Franz-Josef Wienholt muss immer wieder die Erfahrung machen, dass leichtsinnige Zeitgenossen diese missachten. (Foto: hvo)


Achtung Lebensgefahr!: Große Sorgen bereiten Franz-Josef Wienholt ungebetene Besucher am Kalksandsteinsee. „Gerade in den vergangenen Tagen haben bei den sommerlichen Temperaturen einige Unverbesserliche gemeint, dass sie unerlaubter Weise in unserem See baden müssten“, sagt der Betriebsleiter des BMO Kalksandsteinwerks und warnt eindringlich vor dem Betreten des Werksgeländes.

Der Familienvater versteht den Drang nach Abkühlung, weist jedoch darauf hin: „Das hier ist kein Baggersee der stillliegt, sondern hier wird aktiv abgebaut, da sind die Erdmassen immer in Bewegung.“ Das Problem ist der unbemannte Bagger, der unter der Wasseroberfläche selbstständig und unbemerkt arbeitet.

Das hohe Risiko für Fremde ist, dass die mächtige Sauganlage, die den Sand selbstständig abbaut, kaum zu hören und wahrzunehmen ist. „Im Falle einer Störung bekommen wir zwar Meldungen, aber wenn ein Mensch vor dem Saugrohr ist, dann ist es schon zu spät“, warnt Franz-Josef Wienholt.

Vor dem Erdwall, den die Geschäftsleitung des Kalksandsteinwerks extra anschieben lassen hat, stehen zusätzlich im 50-Meter-Abstand entsprechende Warnschilder. Niemand kann sagen, er hätte um die Gefahr nicht gewusst. Die Schilder sollte niemand leichtfertig nehmen und meinen, dass in vergangenen Zeiten hier auch verbotener Weise gebadet wurde. „Die Technik hat sich dermaßen gewandelt, dass heute mit modernen Maschinen abgebaut wird“, so der Betriebsleiter.

Bis zu 30 Meter Tiefe dürfen die Kalksandsteinwerke den Teich ausheben. Zurzeit liegt die aktuelle Wassertiefe bei 25 Metern. In der Nähe der Sandsauganlage beträgt die Wassertiefe bis zu sechs Metern. Hier entsteht eine sehr große Sogwirkung, so dass unverhofft das Ufer wegbricht.

Ein größerer Abbruch beschäftigte den Betrieb vor einigen Jahren. Damals rutschte das Ufer auf einer Länge von 250 Metern bis zu 50 Meter Breite in den See hinein. „Wenn man in einen Uferabbruch hinein gerät, was jederzeit vorkommen kann, hat man keine Chance rechtzeitig weg zu kommen“, weiß Franz-Josef Wienholt aus der täglichen Praxis mit dem Saugbagger.

Unerwünschter Besuch wird übrigens sofort des Platzes verwiesen, dafür sorgt auch ein Sicherheitsdienst, der insbesondere in den Abendstunden kontrolliert.



Wohl der Schüler weiterhin im Blick

Geschrieben von H. Vollmer am 2007-05-04
Förderverein ehrt ausscheidende Mitglieder /Vorstand will Mitgliederwerbung betreiben

Ehrung: Konrad Fischer, Uwe Prang und Silvia Boye erhielten zum Abschied für ihre langjährige Mitarbeit im Vorstand des Fördervereins Schulstandort Holdorf vom Vorsitzenden Rainer Blömer (von links) einen Blumenstrauß überreicht. Die kommenden zwei Jahre gehören Mechthild Ferneding, Maria Moormann, Petra Heitlage, Barbara Deters und Sabine Kenkel (von links) dem Vorstand an. (Foto: hvo)

„Die Gemeinde darf sich glücklich schätzen, solche engagierte Mitstreiter an ihrer Seite zu wissen, wenn es um die schulischen Belange geht“, lobt Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug das Engagement des Fördervereins Schulstandort Holdorf. Aus gutem Grund: Seit seiner Gründung im Jahr 1997 hat der Förderverein den drei Schulen der Gemeinde in den vergangenen zehn Jahren um die 20.000 Euro zukommen lassen.

„Initiator für den Förderverein war Bernd Vogt, der ehemalige Rektor der damaligen Sekundarschule, die heute als Haupt- und Realschule geführt wird“, erinnert sich Rainer Blömer, der als Gründungsmitglied von der ersten Stunde an als Vorsitzender die Geschicke des gemeinnützigen Vereins lenkt.

Erst jüngst wurde er während der Mitgliederversammlung in seinem Amt erneut bestätigt. Mit ihm zählen Mechthild Ferneding als 2. Vorsitzende und Maria Moormann als Schriftführerin ebenfalls zu den Gründungsmitgliedern, die sich weitere zwei Jahre für die Belange des Fördervereins einsetzen wollen. Die Gründungsmitglieder Silvia Boye (Kassiererin) und Konrad Fischer (Beisitzer) stellten sich nicht wieder zur Wahl. Ebenso schied Uwe Prang als Beisitzer aus. Neben der wiedergewählten Petra Heitlage rückt Barbara Deters als Beisitzerin nach. Die Kasse liegt nun in den Händen von Sabine Kenkel.

Auch künftig soll das Wohl der Schüler im Mittelpunkt der Förderarbeit stehen. Erfuhren in der Vergangenheit unter anderem Aktivitäten wie Schulhofgestaltungen, Pflanzaktionen, Schulbüchereien, Computerraum, Musikinstrumente und auch eine Lautsprecheranlage gefördert, so soll in naher Zukunft das Projekt „Gesund leben lernen“ an der Grundschule Holdorf sowie die Ausstattung der HRS-Schulbücherei mit Multimedia-Materialien unterstützt werden.

Damit die finanzielle Unterstützung auch in der längerfristigen Zukunft möglich ist, will der Vorstand seine Mitgliederwerbung weiter betreiben. Der Bestand von jetzt etwa 200 Mitgliedern soll noch weiter wachsen. „Der Mindestbeitrag von zwölf Euro im Jahr gleicht einem monatlicher Verzicht auf einen Euro und durchaus aufzubringen“, zeigt sich Rainer Blömer zuversichtlich. Zumal dieser abgegebene Euro vielfach den eigenen Kindern zu Gute kommt.



Goldene Sportmedaille für Jan Wernke

Geschrieben von OV am 2007-04-27
Gemeinde ehrt Sportler für Erfolge auf nationaler Ebene im Reiten, Schießen und Tennis

Flankiert von Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug (links) und dessen Allgemeinen Vertreter Heiner Themann (rechts) präsentieren die Sportler ihre Medaillen und Urkunden. (Foto: Hoffmann)


Reiten, Schießen und Tennis: In diesen drei Sportarten waren im vergangenen Jahr Holdorfer auf nationaler Ebene äußerst erfolgreich. Für die Gemeinde Grund genug, diese Sportler für die jährliche Ehrungen zu nominieren. Am Mittwochabend war es dann soweit: Im Vereinshaus des Tennisvereins überreichten Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug und dessen Allgemeiner Vertreter Heiner Themann die Urkunden und Medaillen.

Für seine ersten Plätze bei der Weser-Ems Meisterschaft und den Großen Preisen von Leer, Lingen und Norderney bekam Jan Wernke vom Reitsportclub Handorf-Langenberg die goldene Sportmedaille der Gemeinde.

Den Sprung in die Oberliga in der kommenden Wintersaison (höchste Klasse in Niedersachsen) schaffte die Herrenmannschaft (50) des Tennisvereins. Dafür gab es je eine silberne Sportlermedaille für Manfred Grote, Manfred Kotte, Helmut Völkerding, Helmut Ansmann, Benno Stuckenberg, Christoph Fabrewitz, Franz-Josef Stärk und Georg Möhlmann. Der Verein, der mittlerweile seit 30 Jahren besteht, hat momentan 160 Mitglieder, davon 50 Jugendliche und 70 aktive Spieler, erläuterte der erste Vorsitzende Ludger Deters.

Eine feste Größe bei den Sportlerehrungen sind die Schützen des Schießsportvereins Holdorf, hob Dr. Krug am Mittwoch hervor. Diesmal konnte er silberne Medaillen an die Schützen verleihen, die 2006 Erfolge bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften erzielten: Lucas Melzow, Karl-Heinz Harpenau, Wilhelm Helms, Josef Thöle, Gerhard Middendorf, Alfons gr. Kamphake und Werner Sporkmann. Darüber hinaus ehrte Dr. Krug Melanie Schwarte und Franziska Baumann mit der bronzenen Medaille.



Zuschuss erhöht

Geschrieben von OV am 2007-04-27
Gemeindeanteil für Dorfgemeinschaftshaus

Neues in Sachen Dorfgemeinschaftshaus: Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Dienstagabend beschlossen, den finanziellen Anteil der Gemeinde für den Bau des Dorfgemeinschaftshauses um 30.000 Euro auf jetzt 80.000 Euro zu erhöhen.

Die Summe soll der Schützenverein Holdorf für die Errichtung von Sanitär- und Duschmöglichkeiten bekommen. Gleichzeitig stimmte der Rat der Vertragsunterzeichnung zwischen Gemeinde und Schützenverein zu.

Darin ist zum einen festgeschrieben, dass die Gemeinde in den ersten beiden Jahren mögliche finanzielle Defizite, die sich aus der Unterhaltung des Dorfgemeinschaftshauses ergeben, mit ausgleicht. Zum anderen ist geregelt, dass das Dorfgemeinschaftshaus ausschließlich für Veranstaltungen von Holdorfer Vereinen zur Verfügung steht.

Das neue kulturelle Zentrum der Gemeinde, das der Schützenverein im Rahmen der Dorferneuerung an der Stelle des alten Schützenhauses selbst bauen will, wird nach ersten Schätzungen rund 350.000 Euro kosten. Davon stellt die Gemeinde 80.000 Euro zur Verfügung; aus dem Dorferneuerungs-Topf werden nochmals 50.000 Euro erwartet.

Die Erhöhung des Gemeindeanteils für die Sanitäranlagen erfolgt vor allem aufgrund der weiteren Nutzung des Außengeländes (Spielbetrieb) durch den Holdorfer Sportverein. Da bei Freiluftveranstaltungen auch die Allgemeinheit von den Anlagen profitiert, seien die Baukosten nicht dem Schützenverein aufzudrücken, begründete der Rat seine Entscheidung.





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