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News-Archiv (bis Februar 2017)

Stille in der neuen Kultur kennen gelernt

Geschrieben von Westermann am 2005-08-14
20 junge Mexikaner aus Anlass des Weltjugendtages zu Gast in Holdorf

Soziales Engagement der Gäste: In der Holdorfer Kleiderkammer zeigten am gestrigen Freitag die mexikanischen Gäste ihr soziales Engagement. Sieben Mitglieder der zwanzigköpfigen Gruppe räumten die alte Kleidung aus, und die neue Kleidung wieder in die Regale. Die anderen Mitglieder waren im Altenheim und beim Ortsjugendring zu Gast. (Foto: Westermann)


„Der erste Eindruck der mir von der etwas anderen Kultur in Deutschland vermittelt wurde, war die Stille“, erzählt ein sichtlich beeindruckter Hector Preciado von seinen ersten Wahrnehmungen in Deutschland. Selbst auf einer großen Einrichtung wie dem Frankfurter Flughafen sei die Stille zu spüren gewesen. „In meiner Heimat hört sind ständig und überall die Stimmen von Menschen zu hören“, erzählt Hector weiter. Hector Preciado gehört zu einer zwanzigköpfigen Gruppe mexikanischer Jugendlicher und junger Erwachsener, die am frühen Freitagmorgen nach über 36 Stunden Reisezeit in Holdorf eintrafen.

Der 40-jährige Hector ist gemeinsam mit den anderen Gruppenmitgliedern aus Anlass des Weltjugendtages zu Gast in der Gemeinde Holdorf. „Seit Mittwochabend um 20 Uhr sind wir nun unterwegs“, sagt Hector. „Eine Reisestrapaze, die wir aber gerne auf uns genommen haben“, erzählt Hector weiter. Seine Vorfreude auf die bevorstehenden Begegnungen auf dem Weltjugendtag in Köln ist dabei unübersehbar. Auf Nachfrage, was ihm positiv an Deutschland aufgefallen ist, sagt Hector: „Die freundliche Aufnahme unserer Gastgeber hat mich sehr beeindruckt. Auch der Zusammenhalt, den die Menschen in Deutschland pflegen, ist unübersehbar“, ergänzt Hector Preciado. „Auch über die vielen gleich aussehenden Häuser haben wir uns sofort unterhalten“, sagt Evelia Valle. Die 38-jährige erzählt weiter, dass es schon ungewöhnlich für sie sei, dass die Häuser keine hohen Mauern hätten. „Das zeugt davon, dass hier die Kriminalität sehr niedrig ist“, sagt Evelia.

„Eigentlich haben wir gehofft, Papst Johannes Paul II. noch in Köln treffen zu können“, erzählt Hector. Ein guter Freund Hectors, der in der Zwischenzeit leider verstorben ist, hatte ihnen vom Treffen mit Johannes Paul II. auf dem letzten Weltjugendtag im kanadischen Toronto vorgeschwärmt, so dass sie sich dann überlegt hätten, nach Deutschland zu reisen. „Jetzt freue ich mich aber umso mehr, einen deutschen Papst in Köln treffen zu können“, sagt Evelia Valle. „Ich möchte die frohe Botschaft, die Papst Benedikt zu verkünden hat mit nach Mexiko nehmen“, ergänzt die 38-jährige. „Dafür sparen wir bereits seit Februar unser Geld, um an diesem großen Ereignis teilzunehmen.“

Dass die mexikanischen Gäste auch soziales Engagement zeigen, bewiesen sie am gestrigen Freitag. Nach einer Messe in der Pfarrkirche nahmen die ausländischen Gäste ihre „Arbeit“ auf. So richtete eine Gruppe die Kleiderkammer auf dem Ölberg neu ein, eine andere Gruppe war zu Gast im Altenheim „As to huus“, und die dritte Gruppe setzte Bänke und Spiele instand, die dem Holdorfer Ortsjugendring gehören.

Am Montagmorgen nach dem Reisesegen machen sich die Mexikaner zusammen mit Holdorfer Jugendlichen auf den Weg nach Köln, um dort bis Sonntag auf dem Weltjugendtag Eindrücke zu sammeln. „Wir möchten in Köln anderen Ländern gerne unsere Kultur näher bringen, Kontakte aus aller Welt knüpfen und andere Kulturen näher kennen lernen“, hofft Hector Preciado.



Ein kleiner Schritt mit einer riesengroßen Wirkung

Geschrieben von OV - Harding Niehues am 2005-08-13
Pfarrerin Kerstin von Stuckrad hat Besuchskreis für Ältere und Kranke ins Leben gerufen / Mitmachen erwünscht

Auf Leute zugehen: Harro Hüser, Kerstin von Stuckrad, Wilma Bathke und Karin Hüser wünschen sich, dass noch mehr Holdorfer am Besuchsdienst teilnehmen. (Foto: Niehues)


"Ich hatte am Anfang Angst vor Altenheimen." Harro Hüser nimmt kein Blatt vor dem Mund. Denn so, wie es ihm ergangen ist, wird es jetzt auch noch mehr Leuten gehen. Doch der Holdorfer hat seine Angst überwunden - und könnte sich jetzt sogar vorstellen, einmal selbst in einem solchen Heim den Lebensabend zu verbringen. Denn zusammen mit seiner Frau Karin besucht er regelmäßig eine 68-jährige Bewohnerin des Altenpflegeheims "as to huus" in Holdorf und hat so erfahren, dass seine Ängste und Vorurteile unbegründet waren.

Die beiden Holdorfer gehören wie Wilma Bathke einem Kreis an, den Pfarrerin Kerstin von Stuckrad ins Leben gerufen hat. Ihr Ziel: Alte und kranke Leute aus der Gemeinde sollen regelmäßig Besuch erhalten. So könnten Leute zum Beispiel älteren Mitbürgern im Auftrag der Kirchengemeinde zum Geburtstag gratulieren oder im Krankenhaus besuchen. Aber gerade auch Kontakte zu älteren Personen sind erwünscht. Karin und Harro Hüser besuchen so einmal in der Woche ihren "Partner" im Altenpflegeheim. Gespräche, Spaziergänge oder auch einmal ein Besuch beim Arzt mit der fast blinden 68-Jährigen stehen dann auf dem Programm. Und vom Miteinander profitieren beide Seiten, gesteht Harro Hüser. "So ein Besuch gibt auch uns ganz viel", bestätigt Ehefrau Karin.

Auch Wilma Bathke kümmert sich gerne um eine 92-jährige Frau aus dem Altenpflegeheim. Zusammen werden regelmäßig Eisdielen im Umkreis angefahren - denn für die 92-Jährige gibt es kaum ein größeres Vergnügen, als gemütlich ein Eis zu essen.

Für Kerstin von Stuckrad ist es wichtig, dass Kirche und christliche Werte nicht nur in der Kirche stattfinden und vermittelt, sondern auch nach außen sichtbar werden. "Wenn die Kirche zu Leuten hingeht, strahlt das aus", sagt die Pfarrerin. Und hofft deshalb, dass möglichst viele Leute - egal ob evangelisch oder katholisch - sich am Besuchsdienst beteiligen.

Bei Fragen und Interesse stehen Harro und Karin Hüser (Telefon 914813), Wilma Bathke (Telefon 8148) und Kerstin von Stuckrad (Telefon 268) gerne zur Verfügung. Auch wer Personen kennt, die gerne besucht werden möchten, wird gebeten, sich bei einer der drei Adressen zu melden.



Ausgrabung einer mittelalterlichen Siedlung in Holdorf

Geschrieben von NLD am 2005-08-10


Weitere Infos usw. erhalten Sie, wenn Sie unten auf den Link "mehr Fotos" klicken.



Rote Farbe für mehr Sicherheit

Geschrieben von OV am 2005-08-08
Markierung für Fußgänger und Radfahrer soll ins Auge stechen

Alles echte Handarbeit: Die rote Farbe wurde jetzt manuell aufgetragen. Foto: Niehues


Radfahrer leben gefährlich in Holdorf. So ist es in den letzten sechs Monaten vermehrt zu Unfällen gekommen, weil Autofahrer oft erst zu spät auf dem kombinierten Geh- und Radweg fahrende Radfahrer entlang der Großen Straße gesehen haben.

Zumindest im Bereich der Kreuzung Neuenkirchener Straße / Große Straße ist jetzt ein Zeichen gesetzt worden: Mit roter Farbe wurde hier die Fuhrt markiert – für Autofahrer, die nicht farbenblind sind, kaum zu übersehen. „Der Fuß- und Radweg war bereits schon einmal angestrichen worden, die Farbe ist aber durch die Witterung und die Beanspruchung kaum noch zu sehen gewesen“ so Thomas gr. Schlarmann vom Bauamt der Gemeinde Holdorf.

Die Kosten für die Markierungsarbeiten trägt übrigens das Land. Denn bei den beiden Straßen handelt es sich um Landesstraßen. Bleibt zu hoffen, dass sich jetzt die Zahl der Unfälle zwischen Auto- und Radfahrern deutlich reduziert.







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