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News Archiv

Spannende Reise zurück in das 8. Jahrhundert / 1300 Jahre alte Siedlungsform

Geschrieben von H. Vollmer am 2005-07-25
Gestern sogar Gebiss eines Pferdekopfes entdeckt

Historischer Boden: Das Baugebiet Osterort präsentiert sich zurzeit Zeit wie eine südländische Ausgrabungsstätte (großes Foto). Dabei ließen sich die Archäologen gerne über die Schulter schauen und präsentierten ihre Ausgrabungsergebnisse. Fotos: hvo


Spannend gestaltete sich gestern für die Besucher des Tages der offenen Tür beiden im Baugebiet Osterort stattfindenden Ausgrabungen: Just als Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug die zahlreichen Gäste begrüßte, stießen die Archäologen in dem sandigen Boden auf ein Gebiss, das sie spontan einem aus dem 8. Jahrhundert stammenden Pferdekopf zuordneten.

Überhaupt sind die Funde der Ausgrabungen, die seit Anfang April unter der Leitung vom Bezirksarchäologen Dr. Jörg Eckert auf einer Fläche von etwa einem Hektar stattfinden, von überregionaler Bedeutung sind. "Nach derzeitigen Erkenntnissen entwickelte sich an dieser Stelle um das Jahr 700 eine Siedlung, die bis ins 13. Jahrhundert Bestand hatte", erklärte Dr. Jörg Eckert den Besuchern.

Nach Dr. Jonathan Scheschkewitz von der Landes- und Denkmalpflege gehen die Archäologen davon aus, dass hier der Beginn des heutigen Holdorfs liegt - fast 500 Jahre vor der ersten urkundlichen Erwähnung, die aus dem Jahre 1188 stammt. Jetzt sei endlich nachgewiesen, dass das weiße Fräulein von der Dersaburg hier gewohnt habe, drückte Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug seine Freude über die erfolgreichen Grabungen aus.

Der Historische Atlas, in dem Visbek bereits erwähnt ist, müsse auf Grund der eindeutigen Funde mit den Holdorfer Ergebnissen neu geschrieben werden, sagte der Bürgermeister. "Kalkriese war gestern - Holdorf ist heute", unterstrich er die Bedeutung der Grabungen. Er dankte den Holdorfern, dass sie sich an den Wunsch der Archäologen gehalten haben, während der laufenden Ausgrabungen, das Gelände nicht zu betreten. Ob der neuen Erkenntnis hatte die Gemeinde Holdorf gestern Dagmar van t‘ Hull aus Winkelrott bei Wildeshausen engagiert, die im weißen Leinenkleid den Besuchern demonstrierte, wie im 8. Jahrhundert gesponnen wurde. Mit einem Spinnwirtel, der bei den Ausgrabungen gefunden wurde, sponn sie aus Wolle von einem Landschaf einen robusten Faden. "Da es damals noch keine Spinnräder gab, war es eine mühsame Arbeit, die meistens von den Frauen ausgeübt wurde", berichtete sie.

Begleitet wurde der Tag der offenen Tür von einer Ausstellung der archäologischen Kostbarkeiten und informativen Schautafeln. Sechs Messer, zahlreiche Pfeilspitzen, eine Pinzette, die zur Körperpflege benutzt wurde und zahllose Scherben, die offensichtlich von Tongerätschaften stammen, waren zu bewundern. Zudem lassen ein Reitersporn und mehrere Eisenluppen darauf schließen, dass hier bereits im 8. Jahrhundert Eisengewinnung betrieben wurde.



Im Oktober Baubeginn für Kreisel in Ihorst

Geschrieben von OV am 2005-07-25
Der Bund übernimmt 60 % der Kosten

Der Bau des Kreisverkehrs an der Kreuzung Bundesstraße/Ihorst/Industriestraße wird im Oktober in Angriff genommen. Das teilte jetzt Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug mit.

Die mit den Arbeiten beauftragte Bramscher Firma Dallmann hat als Fertigstellungstermin den 01. November anvisiert. Im Haushalt hat die Gemeinde für diese Maßnahme 340.000 Euro eingeplant. Davon wird der Bund allerdings 60 Prozent übernehmen. Der Kreisverkehr wird die Situation an der Kreuzung deutlich einschärfen – vor allem in Hinblick an Steinfeld.



Selbstbehauptungsseminare in der Holdorfer Grundschule

Geschrieben von Westermann am 2005-07-23
Matthias Wolter vom I-GSK vermittelt spielerisch Methoden zur Verteidigung

Körpersprache als Selbstbehauptung: Matthias Wolter vom Holdorfer Institut I-GSK zeigte den Holdorfer Viertklässlern, wie hier der Klasse von Maria Klausing (Mitte rechts), Abwehrtechniken und Methoden zur Selbstbehauptung. (Foto: Westermann)


Zum zweiten Mal fand nun in den vierten Klassen der Holdorfer Grundschule ein Selbstbehauptungsseminar statt. Matthias Wolter vom Holdorfer Institut für Gewaltprävention, Selbstbehauptung und Konflikttraining (I-GSK) vermittelt den Schülerinnen und Schülern dabei in spielerischer Form Methoden zur Selbstverteidigung.

Sehr angetan von den Inhalten und Methoden zeigte sich auch Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug, der an einem der Seminartage eigentlich nur eine halbe Stunde bleiben wollte, sich dann aber zwei Stunden Zeit nahm. Toll im Übrigen, dass die Gemeinde Holdorf für die Kosten der Seminare aufkommt, so dass die Maßnahme für die Schüler kostenlos ist.

In spielerischer Art und Weise schilderte und trainierte Matthias Wolter die Viertklässler. Zu den allgemeinen Trainingszielen gehören unter anderem das gestärkte Selbstbewusstsein und der Mut zur Selbstbehauptung. Des Weiteren vermittelt Wolter den Kindern, wie sie ihre eigenen Ängste bewältigen und Situationen sensibilisierter wahrnehmen können. So vermittelte Wolter vielfältige verbale und körpersprachliche Handlungs- und Entscheidungsmöglichkeiten.

Auf Grund von Fallbeispielen machte Wolter - unter anderem mit aktuellen Zeitungsausschnitten - die Wichtigkeit von spezifischen Grundregeln und Verhaltensweisen bewusst. Einfache körperliche Abwehrtechniken, die effektiv gegen vitale und empfindliche Körperstellen eingesetzt werden können zeigte Wolter auf.



Auf den Spuren der Gemeinde Holdorf

Geschrieben von OV am 2005-07-22
Lebendige Geschichte

Seit Monaten graben sie sich durch die Holdorfer Geschichte und haben bemerkenswerte Funde gemacht: Das Team um Bezirksarchäologen Dr. Jörg Eckert stieß im neuen Baugebiet am Osterort auf die bislang wohl größte frühmittelalterliche Siedlung im Oldenburger Land. Unter anderem beweisen das die mittlerweile entdeckten Überreste von elf so genannten Langhäusern, die aus dem Zeitraum zwischen 8. bis 14. Jahrhundert datieren.

Eine anschauliche Reise in diese Zeit ist nun am Sonntag (24. Juli) ab 14 Uhr direkt vor Ort möglich. Die Experten werden die Interessierten durch das Ausgrabungsfeld führen und anhand der Funde und Schautafeln die Wurzeln der Gemeinde Holdorf erläutern. Den Tag der Spurensuche wird Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang eröffnen.





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