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News-Archiv (bis Februar 2017)

Bürgermeister Dr. Krug empfängt Bezirksvorsteher

Geschrieben von F. Lüpke-Narberhaus am 2005-02-19
Jährliches Treffen im Rathaus


"Eine Sache, die ich im vergangenen Jahr gelernt habe ist, dass es in Holdorf Bezirksvorsteher gibt", meinte Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug am Mittwoch abend im Rathaus. Er habe bislang geglaubt, dass diese Institution nur in größeren Städten existieren würde aber er halte dies auch in Holdorf für sehr sinnvoll.

Auf dem jährlichen Treffen der Bezirksvorsteher, die für die Kommune die Durchführung der Agrarerhebung leisten, teilte der Bürgermeister die Aufgaben für das laufende Jahr mit. So werden in diesem Jahr drei Erhebungen durchgeführt. Zunächst die Agrarstrukturerhebung, dann die Feststellung der betrieblichen Einheiten sowie abschließend eine Viehzählung.

Neben diesen Information stellte der Bürgermeister den anwesenden Vorstehern die Entwicklung der Gemeinde Holdorf im Jahr 2004 und die Planungen für 2005 und die weiteren Jahre vor. Dabei diskutierte die Runde über geplante Maßnahmen der Dorferneuerung sowie Ausweisung von Wohnbau und Industrieansiedlungen.



Einblick in die Vielfalt landwirtschaftlicher Betriebe

Geschrieben von H. Vollmer am 2005-02-16
Bürgermeister Dr. Krug folgte Einladung von Landwirten

Auf dem Hof von Mechthild und Ulrich Heil informierte sich Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug über moderne Milchviehhaltung. Von links: Ulrich Heil, Dr. Wolfgang Krug, Mechthild Heil, Matthias Honkomp, Bernhard Glandorf und Jürgen Schröder. Foto: hvo


Einblick in die Vielfalt landwirtschaftlicher Betriebe: Auf Einladung des Landvolkvereins besuchte Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug am Dienstag drei Landwirte des Ortes, um sich darüber zu informieren, wie in Holdorf moderne Landwirtschaft betrieben wird.

Landvolk-Vorsitzender Bernhard Glandorf und seine beiden Stellvertreter Jürgen Schröder sowie Matthias Honkomp begleiteten den Bürgermeister zur Hühnermast von Johannes Meyer-Coors in Handorf, der Schweinemast von Herbert Schlarmann und dem Milchkuhbetrieb von Mechthild und Ulrich Heil in Fladderlohausen.

„Diese Informationsreise bestätigt mein Vertrauen in die Landwirtschaft“, fasste Dr. Krug seine Eindrücke zusammen. Diese will er noch konkretisieren, wenn er am 28. Februar ((Montag), um 19.30 Uhr in der Gaststätte Zur Post die Mitglieder des Landvolkvereins über die Entwicklung der Gemeinde und die Dorferneuerung informiert.



Pfarrhaus wird zum Umschlagsplatz

Geschrieben von H. Vollmer am 2005-02-15
Manfred Kalender bringt Lebensmittel der Lohner Tafel für sozialschwache
Familien

Einmal wöchentlich bringt Manfred Kalender Lebensmittel für bedürftige Familien ins Pfarrhaus von Pfarrer Michael Kenkel. Foto: hvo


Als „reitender Bote“ bezeichnet sich Manfred Kalender. Der Rentner bringt einmal wöchentlich Nahrungsmittel ins Pfarrhaus von Michael Kenkel. Allerdings sind diese nicht für den Pfarrer bestimmt, sondern für zwei bedürftige Familien aus Holdorf, die am Rande des sozialen Spektrums leben.

Das Pfarrhaus ist der Umschlagplatz, denn was Manfred Kalender seit Mitte November im Dienst der Lohner Tafel hier abstellt, wird wenig später von den betroffenen Familien abgeholt. „Was die Helfer der Lohner Tafel mit ihrer Arbeit für gute Dienste leisten, bewundere ich“, sagt Kalender, deshalb habe er sich entschlossen, selbst auch Hand anzulegen.

Was Geschäftsleute, auch aus Holdorf, an die Lohner Tafel geben, ist kein Abfall, sondern sind gute genießbare Sachen, weiß Michael Kenkel. Deshalb hält er diese Art der Weitergabe von Nahrungsmitteln für eine gute Sache. Früher musste einer der betroffenen Familienväter per Anhalter oder mit der Bahn nach Lohne fahren, um die Lebensmittel abzuholen. „Das war viel zu umständlich und zu aufwändig, deshalb haben wir diese Lösung gewählt“, erklärt der Priester. Während der Vater der einen Familie zu wenig verdient, um seine Frau und demnächst drei Kinder ernähren zu können, ist im anderen Fall eine Mutter darum besorgt, ihre fünf Kinder allein zu ernähren. Die Familien zahlen einen Euro pro Erwachsenen und 50 Cent pro Kind für die zur Verfügung gestellten Lebensmittel.

Pfarrer Michael Kenkel ist dankbar für den ehrenamtlichen Einsatz von Manfred Kalender. „Was sich in Lohne im Großen entwickelt hat, brauchen wir im Kleinen in den Dörfern“, sagt der Geistliche. Dieser diakonische Dienst, bedürftigen Menschen zu helfen, ist ein wesentlicher Teil der kirchlichen Arbeit.



Versorgung bleibt weiter stabil

Geschrieben von OV am 2005-02-14
Kohlessen mit Kultusminister Busemann

Mit Applaus begrüßten die Holdorfer den Gast aus Hannover: Kultusminister Bernd Busemann gestern beim Kohlessen der Holdorfer CDU, gefolgt von Landrat Albert Focke und CDU-Kreisgeschäftsführer Walter Goda (von rechts). Foto: hvo


Das Menü war für die rund 300 Gästen gestern Abend in der Schützenhalle in Fladderlohausen bestens vorbereitet: Ein Exkurs in die Politik als Vorspeise, lecker Grünkohl als Hauptgericht und Unterhaltung durch das Jugendblasorchester als Beilage.

Den ersten Gang zum traditionellen Kohlessen der Holdorfer Christdemokraten servierte Niedersachsens Kultusminister Bernd Busemann mit einem Rundumschlag gegen die rot- grüne Bundesregierung: Fünf Millionen Arbeitslose, verfehlte Landwirtschafts-und Unternehmenspolitik, ungehemmtes Schuldenmachen waren da nur einige Beispiele, die Busemann zu Beginn der Bundesregierung ins Stammbuch schrieb.

Dass es anders geht, habe indes die niedersächsische CDU-Regierung gezeigt, spannte der Minister den Bogen von der Bundespolitik auf Landesebene. Und kam zu einem Thema, auf das wohl die meisten der Gäste gewartet hatten: die Schulpolitik. Hier habe die CDU nach dem Regierungswechsel mit den Reformen ein modernes und zukunftsfähiges Schulwesen auf den Weg gebracht. Als wichtigste Maßnahmen nannte Busemann die Auflösung der Orientierungsstufe und die Einführung des Abiturs nach zwölf Schuljahren.

Mit Blick auf die Unterrichtsversorgung verwies Busemann auf die Einstellung der 2500 neuen Lehrer, die letztlich zum erklärten Ziel einer hundertprozentigen Unterrichtsversorgung geführt habe. Im Landkreis Vechta liege die Versorgung um die 100 Prozent, genau so in Holdorf. Die leichte Unruhe im Saal konnte Busemann allerdings verstehen. Denn zwischen Herbst 2004 und Februar diesen Jahres seien wieder etliche Lehrer in den Ruhestand gegangen. Auf Grund des Sparzwanges auch in seinem Ministerium räumte Busemann ein, derzeit ein wenig "geizig" mit Neueinstellung zu sein. Er kündigte jedoch an, zum neuen Schuljahr wieder das volle Kontingent zur Verfügung zu stellen.

Mit Blick auf die Zukunft verwies der Minister auf Maßnahmen, die die Landesregierung plant - eine individuelle Förderung für alle Kinder von Klasse eins bis zehn, den Ausbau von eigenverantwortlichen Schulen und die damit verbundene Neuordnung der Schulaufsicht. Sehr zufrieden zeigte sich zum Schluss CDU- Fraktionschef Nobert von Handorff. "Man spürte, dass der Minister sein Fach versteht und auch zielstrebig und schnell die Reformen umsetzt."





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