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News-Archiv (bis Februar 2017)

Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug zieht nach 100 Tagen Amtszeit erste Bilanz

Geschrieben von OV am 2004-10-12
Gibt es Unterschiede zu Zinnowitz?



Das Auto ist umgemeldet und auch die Familie hat Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug mittlerweile von Zinnowitz nach Holdorf geholt: Seit 100 Tagen ist der erste hauptamtliche Bürgermeister der Gemeinde im Amt. Im Interview mit der Oldenburgischen Volkszeitung zieht Dr. Krug eine erste Bilanz.



OV: Wie würden Sie die vergangenen drei Monate zusammenfassen?

Dr. Krug: Sie waren außerordentlich spannend und informativ für mich. In meiner früheren Aufgabe als Bürgermeister an der Ostsee hatte ich ja fast ausschließlich mit touristischen Belangen zu tun, und nun stehen die Fragen der Landwirtschaft und des verarbeitenden und produzierenden Gewerbes im Vordergrund.



OV: Welche Erfahrungen haben Sie mit den Menschen im Landkreis, speziell natürlich in Holdorf, gemacht?

Dr. Krug: Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, nur die besten. Ich habe die Holdorfer Bevölkerung als selbstbewusst, werteverbunden, aber auch neuen Dingen und Personen gegenüber sehr aufgeschlossen erlebt. Von meinem ersten Besuch in Holdorf an wurde mir eine freundliche Neugierde entgegen gebracht.



OV: Gibt es in der Rathausarbeit Unterschiede zwischen Holdorf und Zinnowitz?

Dr. Krug: Wie schon angedeutet nimmt in Holdorf kein Kurdirektor an den regelmäßigen Amtsleiterrunden teil. In dieser internen Verwaltungsrunde treffen sich mindestens einmal pro Woche die drei Amtsleiter bei mir, um die anstehenden Aufgaben zu besprechen und zu einer abgestimmten Lösung zu kommen.

Darüber hinaus habe ich die Art der Sitzungsunterlagen für die Ausschüsse und den Rat ein bisschen modifiziert. Der größte Unterschied zu Zinnowitz besteht in Holdorf jedoch darin, dass ich hier eine Gemeinde übernommen habe, in der ich nicht - wie seinerzeit in Zinnowitz - erst einmal die grundlegendsten Spielregeln öffentlichen Verwaltungshandeln einführen und den Haushalt sanieren musste. Zudem kennen hier die politischen Gremien genau ihre Aufgaben und Kompetenzen und die Verwaltung arbeitet effektiv und - und das freut mich besonders - nach Ansicht vieler Einwohner auch bürgerfreundlich.



OV: Welche Schwerpunkte werden in nächster Zeit Ihre Arbeit bestimmen?

Dr. Krug: Natürlich steht die Fortsetzung der Holdorfer Erfolgsgeschichte auch weiterhin im Vordergrund. Im konkreten bedeutet das, dass wir uns weiterhin mit der Ausweisung von ausreichend Bauland und von Gewerbeflächen befassen werden. Deshalb bin ich auch sehr froh darüber, dass in den vergangenen drei Monate sowohl Eigenheimbauflächen in Handorf-Langenberg als auch in Holdorf (Osterort) per Aufstellungsbeschluss in Angriff genommen wurden, und dass beispielsweise mit dem Verkauf einer größeren Fläche an die Firma Pöppelmann auch der Grundstein zu einer guten weiteren wirtschaftlichen Entwicklung gelegt wurde. Zwei sehr positive Einrichtungen in Holdorf bilden in meinen Augen der Industriestammtisch und der HGV. Selbstverständlich wird zu beiden der Kontakt auch weiterhin gepflegt.



OV: Und zum Schluss: Was macht das "Weiße Fräulein von der Dersaburg"?

Dr. Krug: Im Moment schläft sie noch den Schlaf der Gerechten. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir im nächsten Jahr das Fräulein ausgeschlafen und live erleben werden. Aus diesem Grunde habe ich einem befreundeten Theaterintendanten einige Unterlagen über die Dersaburg zugesandt und ihn gebeten, sich Gedanken über ein Theaterstück zu machen. In den kommenden Wochen werde ich ihn dann besuchen und das weitere Vorgehen mit ihm besprechen. Also, wir dürfen gespannt sein.



Zentrale Plätze für die Gemeinschaft

Geschrieben von OV am 2004-10-07
Ausschuss beschäftigt sich mit Dorferneuerung / Öffentliche Vorstellung am 13. Oktober

Noch sind es Ideen, aber sie sind detailliert aufbereitet und auf die Machbarkeit überprüft: 32 Maßnahmen umfasst der Dorferneuerungsplan für die Gemeinde Holdorf, den der Arbeitskreis zusammen mit dem Oldenburger Planungsbüro NPW nach einer knapp einjährigen intensiven Diskussion jetzt zusammengestellt hat.

Am Dienstagabend erläuterte Dipl.-Ing. Diedrich Janssen vom Planungsbüro in einem rund zweistündigen Vortrag die wichtigste Ergebnisse im Planungs- und Umweltausschuss. Auffällig dabei: Jedem Ortsteil ist ein zentraler Platz als öffentlicher Treffpunkt zugeordnet. Für den Ortskern ist das der Rathausplatz mit Kirche, Pfarrheim und Pfarrhaus. Eine funktionelle Neuordnung schwebt hier dem Planungsbüro und dem Arbeitskreis vor.

Anhand von Folien machte Janssen die Überlegungen sichtbar. Ein großer freier Platz vor dem Rathaus, der einerseits weiterhin als Parkplatz (unterschiedliche Pflasterung) und andererseits als Ort für diverse Veranstaltungen dienen soll. Optisch umgestaltet werden soll in Absprache mit der Kirche denn auch das Gelände an den kirchlichen Gebäude. Angedacht ist hier unter anderem ein Hochzeitwald.

Für Handorf-Langenberg sehen die Planungen einen solchen zentralen Platz im Bereich Ringstraße/Rosenstraße vor. Vorgeschlagen wurden hier gestalterische Elemente wie eine Museumslore und Informationen zum Bergbau, ein Pavillon und eine Boule-Bahn.

Zum Schluss der Ausführungen bekamen die Ausschussmitglieder auch schon einmal eine Kostenaufstellung an die Hand. Die sei aber lediglich eine "Hausnummer", wie Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug erklärte. Denn letztlich entscheidet der Rat über die Anzahl und die Reihenfolge der Maßnahmen. Das letzte Wort hat dann die Bezirksregierung, die eine Förderung genehmigt.

Um eventuell weitere Anregungen in den Plan mit aufnehmen zu können, lädt die Gemeinde am Mittwoch (13. Oktober) alle Bürger zu einer Informationsveranstaltung ab 19 Uhr ins Hotel zur Post ein.



Grundschule erstrahlt in neuem Glanz:

Geschrieben von H. Vollmer am 2004-10-05
Tag der offenen Tür nach abgeschlossener Sanierung

Aus Freude über die Sanierung ihrer Schule, malten die Kinder bunte Bilder an die Tafel, während Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug und Rektor Theo Wegener (3. v. links) die Klassenräume besichtigten. Foto: hvo


Nach drei Jahren stetiger Sanierung des Schulgebäudes öffnete am Samstag die Grundschule ihre Türen für die Öffentlichkeit.

Zahlreiche Eltern und Kinder nutzten die Gelegenheit, um das Gebäude zu besichtigen, nachdem Rektor Theo Wegener Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug, dem Schulausschussvorsitzenden und Vorsitzenden des Fördervereins Rainer Blömer sowie der Elternratsvorsitzenden Maria Moormann und den zahlreichen Helfern für ihren Einsatz gedankt hatte.

Neben der Erneuerung der Fenster, Decken, Beleuchtung und Heizkörper im Verwaltungs- und Klassentrakt erhielt die Schule eine neue WC-Anlage. Außerdem wurde die Aula erneuert, der Schulhof eingezäunt und der Parkplatz erweitert. Insgesamt wurden 160.000 Euro investiert.



Kolping setzt auf Rot

Geschrieben von OV am 2004-10-04
Holdorfer führen eigene Papiertonne ein

Die Kolpingfamilie sagt der so genannten Blauen Tonne, die das Entsorgungsunternehmen Siemer kreisweit für die Sammlung von Altpapier einsetzen will, den Kampf an. Wie der Vorsitzende Frank Lüpke-Narberhaus gestern mitteilte, wird die Kolpingfamilie den Bürgern in Holdorf-Ort, Grandorf, Ihorst und Fladderlohausen anbieten, für eine einmalige Gebühr von etwa 20 Euro eine Rote Tonne zu erwerben.
Die Tonnen wollen die Kolping-Söhne und -töchter spätestens bis zum Jahreswechsel an die interessierten Haushalte verteilt haben. Die Leerung der Tonnen ist einmal im Monat vorgesehen. Es soll sich um eine 120-Liter- Tonne handeln. Sie geht ins Eigentum desjenigen über, der die Gebühr von 20 Euro bezahlt. Das Leeren der Tonne wird kostenlos sein.

"Da die Kolpingfamilie das durch die Sammlungen eingenommene Geld weiter für soziale Zwecke in der Gemeinde verwenden wird und es nicht an ein Unternehmen im Kreis fließt, ist die einmalige Anschaffungsgebühr von 20 Euro gerechtfertigt", sagte Frank Lüpke-Narberhaus. Er machte zudem darauf aufmerksam, dass es auch in Zukunft möglich sein wird, das Altpapier in Kartons zu sammeln.

Ausgenommen von der Aktion "Rote Tonne" ist Handorf- Langenberg. Dort sammelt auch in Zukunft der Aktionskreis P. Beda für Entwicklungsarbeit das Altpapier und zwei Mal pro Jahr auch Altkleider.





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