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News-Archiv (bis Februar 2017)

Holdorf weist "Sondergebiet Agrarhandel" aus

Geschrieben von OV am 2004-08-25
Planungs- und Bauausschuss bringt Bebauungsplan auf den Weg

Für die Bürger in Fladderlohausen ist die Ausweisung eines "Sondergebiets Agrarhandel" auf dem Areal des Betriebs Josef Strunk die beste Lösung. Das ist die einhellige Meinung des Holdorfer Planungs- und Umweltausschusses.

Über eine neue Erschließungsstraße entlang am Rötepohlteich, die Strunk selbst zahlen müsste, könnte die Belastung durch den zunehmenden Schwerlastverkehr des Betriebs im Ort entscheidend gemindert werden, glauben die Ausschussmitglieder. Wenngleich nur mit großen Bauchschmerzen. "Wir schaffen damit vielleicht einen Präzedenzfall", sagte Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug.

Der Landkreis Vechta hatte mitgeteilt, der Errichtung des dringend benötigten Bürogebäudes nur zuzustimmen, wenn die Gemeinde ein "Sondergebiet Agrarhandel" ausweise. Was hier erlaubt sein wird, das muss der Gemeinderat noch beschließen. Der Ausschuss brachte mit der Aufstellung des geforderten Bebauungsplans das Sondergebiet am Montag auf den Weg.



Michael Kenkel am gestrigen Sonntag als neuer Pfarrer ins Amt eingeführt

Geschrieben von Frank Lüpke-Narberhaus am 2004-08-23
"Es werden viele Erwartungen an Dich gestellt"

Der Neue ist nach sechs Wochen Vakanz schon da: Die Kirchengemeinden Holdorf und Handorf-Langenberg haben seit dem gestrigen Sonntag mit Michael Kenkel (Dritter von rechts) einen neuen Pfarrer. Dechant Ortmann (Zweiter von rechts) führte ihn im Kreise zahlreicher Mitbrüder in beiden Gemeinden ins Amt ein. Foto: fln


"Wir freuen uns, einen neuen Priester zu haben, wir freuen uns, Sie zu haben." Passender als der Kirchenprovisor der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul, Johannes Hasenkamp, hätte es niemand ausdrücken können. Seit diesem Wochenende ist Michael Kenkel neuer Pfarrer der Kirchengemeinden St. Peter und Paul in Holdorf und St. Barbara in Handorf-Langenberg.

In zwei Gottesdiensten, am Sonntagmorgen in Handorf- Langenberg und am Sonntagnachmittag in Holdorf, wurde der Pfarrer in sein neues Amt von Dechant Franz Ortmann eingeführt. "Es werden viele Erwartungen an Dich als neuen Pfarrer gestellt werden, aber auch Du hast Erwartungen an die Gemeinden", betonte der Dechant bei seiner Festansprache. Er sei jedoch sicher, dass ein gemeinsamer Weg gefunden werde, um den Glauben aktiv zu leben.

Mit einem Korso aus bunt geschmückten Fahrrädern hatten Gläubige aus beiden Pfarrgemeinden ihren neuen Pfarrer von Handorf-Langenberg nach Holdorf begleitet. Ein festlicher Gottesdienst, den die Jugendband Unico und der Holdorfer Kirchenchor mitgestalteten, war der Arbeitsbeginn von Michael Kenkel in Holdorf. Bisher war er als Vikar in Garrel tätig.

Die Freude und Herzlichkeit, die Pfarrer Kenkel bei seiner Amteinführung entgegengebracht wurden, ließen sich begründen. "Als uns unser ehemaliger Pfarrer Albert Holzenkamp seinen Entschluss mitteilte, in den Ruhestand zu gehen, wussten wir als Pfarrgemeinde nicht, ob wir noch einmal einen Pfarrer bekommen werden", erklärte Johannes Hasenkamp bei seinen Begrüßungsworten. Die Regelung des Bischofs, einen Pfarrer für die beiden Pfarrgemeinden einzusetzen, sei eine gute Lösung, mit der beide Gemeinden zufrieden seien.

Auch der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates von St. Barbara, Josef Taphorn, freute sich, den neuen Pfarrer begrüßen zu dürfen: "Trotz der Sorge der Kirchen wegen der sinkenden Besucherzahlen bei den Gottesdiensten und des Mangels beim Priesternachwuchs können wir hier jedoch auch feststellen, dass sich zu keiner Zeit zuvor so viele Menschen aktiv in der Kirchengemeinde eingesetzt haben."

Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug machte einen Unterschied zwischen der Verwaltung und der Kirchengemeinde aus: "Auf ihren neuen Bürgermeister mussten die Holdorfer ein halbes Jahr warten, auf ihren neuen Pfarrer nur sechs Wochen."

Michael Kenkel bedankte sich bei den vielen Gästen, die beim Empfang im Hotel zur Post dem Priester die besten Wünsche mit auf dem Weg geben wollten, und sprach zugleich eine Hoffnung aus: "Ich wünsche mir, dass Sie in einem Jahr noch ebenso gut von mir sprechen wie jetzt." Er wird eine Menge Aufgaben zu erfüllen haben. Die ersten Termine warten in dieser Woche schon mit einer Kirchenausschusssitzung und dem Schuleinführungsgottesdienst.

Doch Michael Kenkel wird sich an seine Arbeit setzen. Und vielleicht ist dann in den nächsten Jahren auch Zeit, in Holdorf einen Motorradclub zu gründen.



Für 102 Kinder drehte sich in der Heide alles um Olympia

Geschrieben von Frank Lüpke-Narberhaus am 2004-08-18
Immer den Wimpel im Auge

„Dabei sein ist alles“ – diesen olympischen Gedanken lebten in den vergangenen zehn Tagen 102 Kinder aus Holdorf. Grund hierfür: im diesjährigen Ferienlager in Hanstedt in der Lüneburger Heide drehte sich vieles um das große Sportereignis, das am Wochenende beginnt. In vielen Spielen und Aktionen sollten die Teilnehmer neue Erfahrungen machen. So wurden antike olympische Sportarten, wie Wagenrennen, Ringen, Speer und Diskuswurf aber auch antikes Trompetenblasen wenn auch in leicht abgewandelter Form von den Gruppenleitern vorbereitet und in umjubelten Wettkämpfen von den Jungen und Mädchen absolviert.

Doch nicht nur der sportliche Geist von Olympia wehte über dem Lager. In dem Gottesdienst am Sonntag, zu dem die Pastoraltreferentin Elisabeth Lüken zu Besuch kam, lernten die Kinder, das die fünf olympischen Ringe nicht nur für die fünf Kontinente stehen sondern auch für Begriffe wie Freude, Fairness, Fitness oder Frieden stehen. Auch bei der Eröffnungsgala, bei der neben dem Zeltlagerwimpel auch die olympische Fahne gehisst wurde, wurde den Teilnehmern gezeigt, dass nicht nur der Wettkamp Spaß macht sondern auch den gemeinsamen Aufgaben und Arbeiten.

Ganz besonders viel Freude machte den Kindern das Wetter. Zehn Tage strahlender Sonnenschein ließ so manche Wasserschlacht zur willkommenen Abkühlung werden, aber auch der Besuch des Freibades war für alle Teilnehmer ein Muss. Der Höhepunkt der zehn Tage war der Besuch im Heidepark, bei dem die Fahrgeschäfte von den Jungen und Mädchen meist nicht nur einmal auf Herz und Nieren geprüft wurden.

Doch nicht nur tagsüber waren Spiel, Spaß und Aktionen angesagt. Vier Mal kam unangemeldeter nächtlicher Besuch aus Holdorf, doch der Lagermasten mit den Wimpel konnte bei allen vier Angriffen erfolgreich verteidigt werden. „Wichtig für uns und die Kinder ist aber auch, dass niemand zu Schaden gekommen ist, und wir alle Kinder gesund in Holdorf wieder abgeben konnten“, zeigt sich Lagerleiter Rolf Bergmann auch mit dem diesjährigen Lager sehr zufrieden. Sein Dank ging auch an die 29 Personen starke Gruppenleitermannschaft. „Sie opfern ihre Freizeit und nehmen zum Teil auch ihren Urlaub dafür, um mit den Kindern loszufahren. Für diesen Einsatz möchte ich mich bedanken“, so Bergmann.

Ein nächstes Treffen der Zeltlagerteilnehmer steht schon in Kürze wieder an. Am Freitag, den 27. August sind alles Teilnehmer und Eltern um 16 Uhr ins Holdorfer Pfarrheim eingeladen, um eine Fotonachlese zu halten.



Ackern und Lackfolie gegen Schnurfüßer

Geschrieben von OV am 2004-08-14
Bürgermeister lud Anwohner von Bäkeesch zum Gespräch ein / Tiere jetzt weiter südlich

Sie sind wieder da, waren eigentlich auch nie so richtig weg: Die Schnurfüßer. Das Getier sorgte im Mai vor zwei Jahren für eine Invasion in den Wohngebieten "Bäkeesch II und III" in Holdorf. In diesem Sommer treten sie vermehrt in den Gebieten Bäkeesch IV und entlang der Mühlenbachstraße auf.

Die Anwohner hatte darüber die Gemeinde im Zusammenhang mit den verschickten Infobriefen zur Schaben-Vorbeuge informiert. Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug reagierte und lud 280 Einwohner zu einem Gespräch ein. 70 folgten am Dienstag der Einladung ins Hotel zur Post. Mit dabei auch wieder als Experte der Geschäftsführer der Firma Varex aus Dinklage, Frank Koslitzki und ein Vertreter des Gesundheitsamtes Vechta.


Weshalb sich die Schnurfüßer diesmal mehr südlich orientieren und ob es sich eventuell um eine neue Population in den angrenzenden Waldstücken handelt, konnte nicht geklärt werden. Möglicherweise hat das Ackern auf dem Streifen zwischen dem Wald und den Gebieten Bäkeesch I und II den Wanderweg der Schnurfüßer dort unterbunden, erklärt Dr. Krug. Diese Maßnahme soll jedenfalls nun auch im Bereich der südlichen Wohngebiet durchgeführt werden. Zudem will Dr. Krug überprüfen lassen, ob das Auslegen einer so genannte Lackfolie Abhilfe schaffen kann. "Die Kosten müssten aber vom Rat genehmigt werden."

Darüber hinaus will der Bürgermeister noch einmal Kontakt mit Professor Dr. Rainer Ehrnsberger von der Hochschule Vechta aufnehmen, der sich auch schon vor zwei Jahren mit der Schnurfüßer-Plage in Holdorf auseinander gesetzt hatte. Im September will sich die Gemeinde dann erneut mit den Anliegern treffen.





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