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News-Archiv (bis Februar 2017)

Samstag Sportlerball beim SV Holdorf

Geschrieben von OV am 2015-01-20
Keine Abendkasse

Der SV Holdorf bittet alle Gäste des Sportlerballs am Samstag (24. Januar) um pünktliches Erscheinen, damit es um 19.30 Uhr losgehen kann. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Der Ball ist ausverkauft, es gibt keine Abendkasse mehr.



Spende für Wohngruppe

Geschrieben von OV am 2015-01-19
1125 Euro von Mitarbeitern der ZF Friedrichshafen AG

Von den Dammer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ZF Friedrichshafen AG wurden jetzt 1125 Euro an die heilpädagogische Wohngruppe Franziskus in Holdorf gespendet. Bei der symbolischen Scheckübergabe waren anwesend (von links) Johannes Ortmann, Petra Kolbeck, Schwester Hildegard und Damian Piegsa. (Foto: Brennenstuhl)



Krug sieht Landkreis im Wasser-Streit in einem Dilemma

Geschrieben von OV am 2015-01-19
Die verschiedenen Klagen gegen den Bewilligungsbescheid werden vor zwei Kammern des Gerichts verhandelt

Fürchtet um Rechtssicherheit: Bürgermeister Wolfgang Krug. (Foto: Honkomp)


„Jeder Kubikmeter Grundwasser, der nicht gefördert wird, ist ein Gewinn für Holdorf.“ Dies sagt der Holdorfer Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug zum vorläufigen Kompromiss des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV) mit dem Landkreis Vechta hinsichtlich der Trinkwasserentnahme in Holdorf.

Der OOWV hatte im Dezember 2013 gegen den Landkreis Vechta vor dem Verwaltungsgericht Oldenburg geklagt. Die Kreisbehörde hatte per Bewilligungsbescheid die Wassermenge, die der Verband künftig in Holdorf fördern darf, reduziert – von bis dahin 4,75 Millionen Kubikmeter Wasser auf 4,5 Millionen. Bis das Hauptklageverfahren entschieden ist, darf der Verband nun – befristet bis zum 1. Juni 2016 – 4,67 Millionen Kubikmeter Wasser fördern. Dies war das Ergebnis eines Eilverfahrens, das der OOWV anstrebte. Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug stellt fest, dass die Gemeinde in diesem Rechtsstreit lediglich Beobachter sei. „Wenn sich die Götter streiten, müssen die Menschen die Köpfe einziehen“, beschrieb er die Holdorfer Position. Er sehe den OOWV allerdings in dem Dilemma, dass zwei Klagen in ein und derselben Sache vor zwei Kammern des Gerichts verhandelt würden. „Es wäre besser, sie in einem Verfahren zu bündeln.“

Denn nicht nur der OOWV klagt vor dem Verwaltungsgericht Oldenburg gegen den Bewilligungsbescheid des Landkreises, sondern auch zwei Holdorfer Privatpersonen. Allerdings unter umgekehrten Vorzeichen: Ihnen ist die vom Landkreis bewilligte Menge von 4,5 Millionen Kubikmeter Wasser zu hoch. Sie klagen zum einen gegen den Bewilligungsbescheid des Landkreises und zum anderen gegen das Verfahren zur Beweissicherung. Die Aufteilung in mehrere Verfahren sei für alle Beteiligten sehr unglücklich, so Krug. SeinWunsch wäre, dass alle Klagen bei einem Richter angesiedelt seien, um so Rechtssicherheit zu erreichen, machte der Bürgermeister auch beim Empfang für die Gewerbetreibenden deutlich. Das Problem: In zwei Verfahren können auch zwei unterschiedliche Entscheidungen gefällt werden. Krug fordert: „Es ist notwendig, dass beide Verfahren an einer Stelle gebündelt werden.“



Fehlender Anschluss sorgt für Kontakte

Geschrieben von OV am 2015-01-19
Telekomleitungen sind beim Einzug in das Baugebiet Lagerweg II tot / Bewohner froh über Zentrumsnähe

Kirchturm lugt hinter den Dächern hervor: Während manche ihr Haus schon vor über einem Jahr bezogen haben, freuen sich andere noch aufs Richtfest. (Foto: Honkomp)


Der Weg von Sachsen nach Franken ist in Holdorf nicht weit. Die Straßen sind nach Regionen in Deutschland benannt.

Am Anfang fehlte die Verbindung zur Außenwelt. „Wir waren das Tal der Ahnungslosen“, sagt Rainer Gottkehaskamp. Heute kann er darüber schmunzeln. Doch damals, 2013, als er sein schmuckes Häuschen hier im Holdorfer Baugebiet Lagerweg baute, war ihm das Lachen vergangen: Denn die Anschlüsse fürs Telefon waren installiert, doch die Leitungen der Telekom blieben tot. „Nicht einmal mit dem Handy hatten wir hier Empfang, genauso wenig gab es Internet.“ Nicht nur den Gottkehaskamps ging es so – auch den Nachbarn. Und so führte die fehlende Verbindung immerhin zu den ersten Kontakten untereinander. Sie schlossen sich für eine Protestaktion zusammen. Und nachdem die OV über die Holdorfer Häuslebauer ohne Freizeichen berichtete, kam Bewegung in die Sache. Die Telekom rührte sich tatsächlich, „die mussten alle Leitungen neu schalten“, so Gottkehaskamp.

Mittlerweile funktionieren die Anschlüsse problemlos – genauso wie die Nachbarn durch die Aktion guten Anschluss zueinander fanden. „Mit sechs Familien haben wir uns zusammengetan. Neujahr und Geburtstage feiern wir zusammen, es gibt auch mal Grillabende“, erzählt Kerstin Gottkehaskamp.

2013 haben sie ihr Haus in der Sachsenstraße bezogen, im gleichen Jahr wie Familie Giere in der nahen Frankenstraße. Sie kamen von Fladderlohausen hierher und gehören ebenfalls zu den ersten, die sich bei der Gemeinde für ein Grundstück beworben hatten. Sie fühlen sich hier sehr wohl, sagen Hans-Bernd und Sandra Giere. Einziges Manko momentan: „Es gibt noch keine Straßenlaternen, die sollten eigentlich vor dem Winter installiert sein“, bedauern sie.

Im Dezember 2011 hatte der Holdorfer Gemeinderat den Satzungsbeschluss für das 4,7 Hektar große Gebiet mit 44 Bauplätzen gefasst. Es grenzt direkt an das Baugebiet Lagerweg I mit 42 Bauplätzen. In diesem Jahr gehen die Grundstücke des auf der anderen Seite des Areals angrenzenden Gebietes Lagerweg III mit etwa 50 Bauplätzen in die Vermarktung. Im Lagerweg II sind die Grundstücke im Durchschnitt 700 bis 800 Quadratmeter groß, die Größen reichen von 609 Quadratmeter bis 1121 Quadratmeter. Bis auf vier sind alle vergeben, aber auch deren Verkauf ist in Kürze besiegelt, sagt der allgemeine Stellvertreter des Bürgermeisters, Heiner Themann. Auch die Kirchengemeinde hat einige Erbbaugrundstücke veräußert. Lagerweg heiße das Gebiet, weil es direkt an der Straße Am Lagerweg gelegen ist, so Themann. Warum die Straße so heißt, ist unklar. Heimatvereinsvorsitzender Bernard Echtermann vermutet, dass es sich um eine Übertragung aus dem Plattdeutschen handeln könnte. „Da sagt man Lohweg.“

Für Gottkehaskamps ist ihr Familienhaus an der Sachsenstraße bereits das zweite, das sie in Holdorf bauten. Lange Zeit wohnten sie im Ort am Westring, „hier ist es ruhiger“, nennt Rainer Gottkehaskamp einen Vorteil. Er freut sich schon darauf, wenn der Hausbau im Gebiet Lagerweg III losgeht: Denn das Gebiet grenzt an seinen Garten, „doch hier ist im Moment noch freies Land. Es gibt keinen Windschutz, die Pflanzen werden weggeweht.“ Das knapp 700 Quadratmeter große Eckgrundstück, dass er und seine Frau bebauen konnten, war ihre erste Wahl. „Wir hatten uns für zwei Grundstücke vormerken lassen und uns dann schnell entschieden“, sagt der gelernte Koch, der im Brückenrestaurant arbeitet.

Anders als bei den Gottkehaskamps muss sich bei Familie Giere die Nachbarschaft noch zusammenfinden. „Manche in unserer Nähe sind erst vor kurzem eingezogen. Aber wir haben auch schon zusammen Richtfeste gefeiert“, erzählt Hans-Bernd Giere. Er und seine Frau finden: „Die Nähe zum Ortszentrum ist ein großer Vorteil.“

Umfrage Warum wohnen Sie gerne hier?

Leon Gottkehaskamp 13 Jahre

„Seitdem wir hier wohnen, kann ich länger schlafen. Ich finde es toll, dass ich von hier aus in drei Minuten in der Schule und beim Sportplatz zum Fußballtraining bin.“

Hans-Bernd Giere 44 Jahre

„Ich komme ja aus Fladderlohausen und wir haben auch lange an der Fladder gewohnt. Wir wollten gern hier bauen, weil wir hier näher am Ort sind. So reicht uns jetzt auch ein Auto, weil wir beide mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren können.“

Kerstin Gottkehaskamp 36 Jahre

„Hier im Baugebiet wohne ich gern, Familie, Freunde und Arbeitsplatz sind in der Nähe. Jeder kennt jeden. Man findet schnell Kontakt, wenn man will. Für die Kinder, die hier wohnen, ist der Schulweg außerdem sicherer, weil sie nicht mehr über die Hauptstraße fahren müssen.“

Marie Giere 11 Jahre

„Ich kann schnell zur Sporthalle und zu meinen Freunden. Auch bei der Bushaltestelle für den Schulbus an der Kirche bin ich schnell mit dem Fahrrad. Im Wohngebiet kenne ich auch schon einige andere Kinder. Ich fühle mich hier sehr wohl.“





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