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News-Archiv (bis Februar 2017)

Ein Seelsorger, der sich den Menschen zuwendet

Geschrieben von H. Vollmer am 2004-07-12
Gemeinde St. Peter und Paul nimmt Abschied von Pfarrer Albert Holzenkamp / 31 Jahre im Dienst der Kirche

Ausgezeichnet: Pfarrer Albert Holzenkamp (Mitte) bekam von Dr. Wolfgang Krug (links) und Bernard Echtermann die „Große Ehrentafel“ der Gemeinde Holdorf überreicht. Foto: hvo


Mit einem Gottesdienst in der Kirche sowie einem Empfang im Saal des Hotels Zur Post verabschiedete sich gestern die Gemeinde St. Peter und Paul nach 31-jähriger Dienstzeit von ihrem Pfarrer Albert Holzenkamp.

War schon in der Kirche kaum noch ein Platz zu finden, so platzte beim Empfang der Saal aus allen Nähten. Viele Menschen wollten sich von ihrem Seelsorger persönlich verabschieden. Eines ragte aus allen Reden von Vertretern aus Verbänden, Vereinen und Gruppen sowie Repräsentanten aus Politik, Verwaltung und anderen kirchlichen Gemeinden heraus: Pfarrer Albert Holzenkamp ist in seinem priesterlichen Dienst vorrangig ein Seelsorger, der sich den Menschen zuwendet und stets ein offenes Ohr für ihre vielfältigen Anliegen hat.

Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Silvia Boye sprach dem scheidenden Pfarrer, der seinen Ruhestand in seiner Heimatgemeinde in Garrel verbringen wird, den Dank der gesamten Kirchengemeinde für sein segensreichen Wirken aus. Im Oktober 1973 kam der damalige Kaplan von Dinklage als Pfarrer nach Holdorf. Äußerliche Zeichen seines Wirkens sind der Bau des Pfarrheimes (1976) und die Kirchenrenovierung im Jahre 1982. Zudem wurde in seiner Zeit der Friedhof erneuert, zwei Kindergärten gebaut und die Klosterkapelle renoviert. Ihm ist es zu verdanken, dass ein auf dem Dachboden von ihm gefundenes altes Kreuz wieder hergerichtet wurde und heute in neuem Glanz über dem Zelebrationsaltar zu sehen ist. "Das wird uns immer an Sie erinnern", sagte Silvia Boye. "Unser Pastor war ein den Menschen zugewandter Seelsorger, der mit uns und für uns gelebt hat", betonte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende. Er habe den Gemeindemitgliedern das Gefühl gegeben, wichtig zu sein.

Als Zeichen der Dankbarkeit überreichten der Kirchenprovisor Johannes Hasenkamp und Josef Taphorn, Pfarrgemeinderatsvorsitzende der St. Barbara- Gemeinde aus Handorf-Langenberg - die Pfarrer Holzenkamp in den vergangenen zwei Jahren zusätzlich betreute - jeweils eine Figur der beiden Kirchenpatrone St. Peter und St. Paul.

Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug und Bernard Echtermann, 1. stellvertretender Bürgermeister, zeichneten Albert Holzenkamp mit der "Großen Ehrentafel" der Gemeinde Holdorf aus. Während Dr. Krug hervorhob, dass der Ausgezeichnete "ein Werbeträger und Gewinn für das Bodenpersonal des Herrn" sei, unterstrich Echtermann, dass Holzenkamp dazu beigetragen habe, dass Holdorf sein Gesicht positiv verändern konnte. Ihm sei es zu verdanken, dass sich der Ortskern mit dem Bau des Rathauses und des Pfarrheims entwickeln konnte und durch Grundstückstausch im Industriegebiet Arbeitsplätze entstanden.



Ehrentafel und Medaille

Geschrieben von OV am 2004-07-10
Auszeichnung für Börgerding und Eichhorst

Gruppenbild mit Dame: In Empfang nahmen Waldemar Eichhorst (2. von links) die Sportmedaille in Gold sowie Paul Börgerding (rechts) die große Ehrentafel. Die Auszeichnungen verliehen Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug (Mitte) und Hauptamtsleiter Heiner Themann (links). Für Ehefrau Elisabeth gab es einen Blumenstrauß. Foto: Hoffmann


Weil sie bei der offiziellen Feierstunde verhindert waren, gab es für Paul Börgerding und Waldemar Eichhorst am Donnerstag eine nachträgliche: Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug überreichte am Donnerstag im Rathaus an Paul Börgerding die große Ehrentafel.

Die Gemeinde würdigt damit seine großen Verdienste bei der Arbeit in der örtlichen Seniorengemeinschaft. Börgerding organisiert nicht nur die regelmäßigen Ausflüge und Treffen sondern unterstützte fast 20 Jahre lang mit seinem Akkordeon den Frauenkarneval. Sein musikalisches Talent ist auch in den beiden Altenpflegeheimen bekannt.

Die mittlerweile fünfte Goldmedaille in Folge bei der jährlichen Auszeichnung verdienter Bürger der Gemeinde konnte Waldemar Eichhorst für seine sportlichen Leistungen beim Taekwon-Do in Empfang nehmen. Eichhorst ist Mitglied der Herren-Nationalmannschaft, errang 2003 den 1. Platz beim Sachen- Anhalt-Cup und nahm an den Deutschen Meisterschaften teil.



Schuldnerberatung im Jugendtreff

Geschrieben von A. Westermann am 2004-07-10
Maria Thieke-Wacker von der AWO mit zahlreichen Tipps rund ums Geld

Maria Thieke-Wacker (Mitte stehend) gab den Jugendlichen im Holdorfer Jugendtreff zahlreiche Tipps rund um das Thema Geld. (Foto: aw)


Mehr Jugendliche als erwartet waren in den Holdorfer Jugendtreff gekommen, um den Vortrag von Maria Thieke-Wacker von der Arbeitwohlfahrt (AWO) in Vechta zum Thema „Schuldnerberatung“ zu hören. Maria Thieke-Wacker ist bei der AWO als Schuldenberaterin tätig, und gibt nicht nur Jugendlichen zahlreiche Tipps rund um das Thema Geld.

Die Beraterin der AWO animierte die Jugendlichen durch ihre lockere Art bei ihrem Vortrag von Anfang an zum Mitmachen, und ließ so die Beratung niemals langweilig werden. „Vorbeugende Beratung (Prävention) ist das A und O in der Schuldnerberatung“, weiß Maria Thieke-Wacker. „Es ist offensichtlich, dass durch Aufklärung und Information in vielen Fällen Verschuldung vermieden werden kann. Je früher die Prävention als Mittel der Hilfestellung eingesetzt wird, desto größer sind die Chancen - im Vorfeld der Verschuldung – ein geschärftes Wissen um die Ursachen und Folgen von Verschuldung vermitteln zu können“, erklärt die Beraterin.

So ging Thieke-Wacker insbesondere auf die Themen Handy, Konto und Rechnungen ein. Gerade im Bereich des Mobilfunks lauerten viele Gefahren, hieß es. So würden zum Teil viel zu schnell neue Verträge abgeschlossen, wenn noch bestehende liefen. Unter dem Motto „Asche, Knete, rote Zahlen“ ließ Thieke-Wacker die Jugendlichen Quiz-Fragen rund um das Thema Konto beantworten. Insbesondere beim Thema Handy ließ die Beraterin nicht „locker“ und gab den Jugendlichen nützliche Tipps für den nächsten oder auch ersten Handyvertrag.

Eine Untersuchung des Münchener Instituts für Jugendforschung (IJP) hat ergeben, dass die 13- bis 25-jährigen Jugendlichen bundesweit mit rund 3,5 Milliarden Euro verschuldet sind, wobei den Löwenanteil die Altersgruppe der 21- bis 25-jährigen mit 3 Milliarden Euro Schulden trägt. Bereits 22 Prozent dieser Altersgruppe haben Schulden mit einem Durchschnittswert von 3.100 Euro pro Person.



Rathausschlüssel für Dr. Krug

Geschrieben von OV am 2004-07-02
Gestern Amtsantritt des neuen Bürgermeisters von Holdorf

Willkommen: Den symbolischen Rathausschlüssel gab es zum Amtsantritt in Holdorf für Dr. Wolfgang Krug von Heiner Themann (rechts). Begrüßt wurde der neue Bürgermeister auch von Bauamtsleiter Wilfried Schweigel (links) und Kämmerer Hans-Günter Wesker. Foto: Hoffmann


8 Uhr Vorstellungsrunde bei den Verwaltungsmitarbeitern, 10 Uhr Treffen mit der sechsten Klasse der Holdorfer Orientierungsstufe, anschließend 80. Geburtstag von Ida Lüpke-Narberhaus: Bereits an seinem ersten Arbeitstag war der Terminkalender gestern für Holdorfs neuen Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug fast ausgebucht.

Empfangen wurde der neue Rathauschef pünktlich zum Dienstbeginn um 8 Uhr von den Amtsleitern. Der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Heiner Themann, übergab dabei den symbolischen Rathausschlüssel an Krug. Bauamtsleiter Wilfried Schweigel hatte noch einen Blumenstrauß parat, den er in Namen des Personalrates überreichte.

Dr. Wolfgang Krug, der am 13. Juni von den Holdorfern zum Nachfolger von Gerd Muhle ins Amt des Bürgermeisters gewählt wurden, wird nun für die nächsten sieben Jahre zusammen mit Politik und Verwaltung die Geschicke der Gemeinde leiten.

Der 38-Jährige gab sich gestern zuversichtlich. "Wer in Zinnowitz durchhält, schafft es überall", zitierte Dr. Krug einen ehemaligen Verwaltungskollegen aus Zinnowitz. Gefallen war die Bemerkung bei Krugs Verabschiedung als Bürgermeister des Ostseebades vergangene Woche.

Während Krug bei seinem Amtsantritt 1996 in Zinnowitz zerstrittene Politiker und katastrophale Finanzen vorgefunden hatte, ist das "Feld" in Holdorf gut bestellt.

So sieht Krug seine künftigen Schwerpunktaufgaben auch in der Beibehaltung einer soliden Finanzpolitik, in der Schaffung von Arbeitsplätzen und einer Infrastruktur für ein moderates Bevölkerungswachstum. Aber auch den Tourismus wolle er fördern. Wie berichtet, schwebt Krug eine Theaterinszenierung auf der Dersaburg vor.
Ende August wird seine Familie, Krug ist Vater zweier Töchter, nach Holdorf ziehen. Vorerst in eine Übergangswohnung, da die Familie zurzeit noch nach einem geeigneten Domizil sucht.





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