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News-Archiv (bis Februar 2017)

TEST

Geschrieben von am 2004-01-01

Das Beste aus Franken für Holdorf: Mit einem von Dr. Wolfgang Krug (rechts) mitgebrachten Birnenbrand aus Franken, der Heimat des neuen Holdorfer Bürgermeisters, stießen gestern Abend im Holdorfer Rathaus Norbert von Handorff, Franz Overmeyer, Norbert große Schlarmann, Heiner Themann und Bernard Echtermann (von links) auf den Wahlerfolg an. Foto: Niehues


Mit 89,50 % der abgegeben Stimmen wurde Dr. Wolfgang Krug heute von den Holdorfer Bürgerinnen und Bürger zum neuen Bürgermeister der Gemeinde Holdorf gewählt. Insgesamt entfielen auf Herrn Dr. Krug 2.313 Stimmen.

Als Einzelkandidat hatte er nach der Niedersächsischen Gemeindeordnung (NGO) die Hürde zu nehmen, dass mindestens 25 % aller Wahlberechtigten dem Kandidaten Ihre Stimme geben müssen. Notwendig wären bei der Gemeinde Holdorf mit 5.031 Wahlberechtigten also insgesamt 1.258 Stimmen gewesen. Diese Grenze wurde somit deutlich überschritten.

"Ich bin überwältigt vom Ergebnis", sagte der neue Bürgermeister direkt nach der Wahl. Er dankte der Holdorfer CDU und der SPD, aber auch den Holdorfer Bürgern für die Unterstützung im Wahlkampf. "Ich bin überall mit offenen Armen empfangen worden", so der 38-Jährige, der am 1. Juli seinen Dienst als Bürgermeister in Holdorf antreten wird.

Eine genaue Aufstellung, wie in den einzelnen Wahllokalen gewählt wurde, sehen Sie, wenn Sie unten auf den Link „mehr Fotos“ klicken.



Gesamtergebnis:
























Wahlberechtigte: 5.031
Wähler: 2.621
Gültige Stimmen: 2.583
Wahlbeteiligung: 52,1 %














Ja-Stimmen: 2.313
Nein-Stimmen: 270




Hallenbad öffnet am 06. Januar 2004

Geschrieben von OV am 2003-12-27
Sanierung mit vielen Hindernissen

Erst einmal die definitive Zusage der Gemeindeverwaltung: Das Hallenbad öffnet am 06. Januar wieder seine Pforten. Mit neuen und vor allem längeren Öffnungszeiten, da der Rat die Reinigung der Halle nun auf den Sportverein Holdorf übertragen hat. Neu sind die Zeiten für das Familienbaden am Dienstag von 15 bis 17 Uhr, am Donnerstag nun bis 20.30 Uhr und am Sonntag von 9 bis 12 Uhr. Ansonsten bleiben die bislang üblichen Zeiten bestehen.

Mit fast vier Monaten Verspätung – die Eröffnung war zunächst nach der Sommerpause geplant – ist nun die Sanierung des Hallenbades abgeschlossen. Eine Sanierung mit Hidnernissen, wie Bauamtsleiter Wilfried Schweigel einräumt. Dabei lag man zunächst im Zeitplan. Die Probleme kamen bei den Arbeiten am Schwimmbecken: Undichte Einströmdüsen, sich lösende Fliesen und abgerissene Ablaufleitungen. Am Ende wurde aus der vorgesehenen Teilsanierung eine komplette Sanierung, einschließlich neuer Bodenfliesen.

Und zu guter Letzt musste auch noch der Termin Anfang Dezember wieder gekippt werden. Denn beim Probelauf des Hubbodens war eine Hydraulikleitung geplatzt, erklärt Schweigel die nochmalige Verzögerung. Mit dem Ergebnis, dass man gleich alle vier Leitungen auswechselte, um in Zukunft vor Überraschungen sicher zu sein.

Bislang, so der Bauamtsleiter, liegen die Kosten der Sanierung immer noch im vorgesehenen Rahmen. Die endgültige Abrechnung erfolgt Anfang des neuen Jahres.




Holdorfs Quelle: 700 Jahre nach Christi Geburt

Geschrieben von OV - K. Hoffmann u. A. Kathe am 2003-12-22
Gemeinde will grundsätzlich archäologisch wertvolle Funde sichern / Problem: Projekt kostet rund 600000 Euro

Holdorfs Keimzelle: Im Baugebiet Osterort (umrandete Fläche) haben Archäologen Reste einer Siedlung entdeckt, die offensichtlich mit der Gründung des Ortes zusammenhängt.


Holdorfs Untergrund birgt Schätze. Das hat mit Gold und Silber nichts zu tun. Für die Geschichtsforscher aber könnte Holdorf eine dankbare Quelle sein, die uns vieles erzählt über Lebensorte und Lebensweisen unserer Vorfahren. Das erhofft sich zumindest Dr. Jörg Eckert, Bezirksarchäologe aus Oldenburg, in dessen Händen die aktuellen Forschungsarbeiten liegen.

Diese Arbeiten betreffen das neue Baugebiet Osterort. Es grenzt im Osten des Ortes Holdorf an das Baugebiet Am Lagerort an, in dem schon vor gut vier Jahren die Reste einer uralten Siedlung gefunden worden waren (siehe OV vom 26. August 1999). Im Osterort, das steht bereits durch Probegrabungen fest, sind weitere Siedlungsbestandteile unter dem Eschboden versteckt.

Eckert geht davon aus, dass es sich um die ursprüngliche Keimzelle des Ortes Holdorf aus der Zeit um 700 nach Christi Geburt handelt. Die Sachsen - unsere Vorfahren im heutigen Oldenburger Münsterland - bauten um diese Zeit ihre ersten kleinen Hofansammlungen (Streusiedlungen oder auch Gehöftgruppen) mit Hauptgebäuden, Neben- und Arbeitshäusern und Brunnenanlagen. Und diese liegen offenbar oft dort, wo sich später die Eschländereien der dann an neuer Stelle vergrößerten Dörfer befanden.

Während die ersten Siedlungsgrabungen vor vier Jahren nur Notbehelfe waren, weil die Bauherren bereits mit dem Ausschachten ihrer Häuser begonnen hatten, könnten die Archäologen im Osterort etwas ruhiger forschen; das Gebiet soll erst ab 2005 bebaut werden. Ein Problem gibt es allerdings: Die Finanzierung und die organisatorische Abwicklung der Grabung ist noch nicht gesichert.

Hier müssten noch Gespräche geführt werden. Die sollen laut Holdorfs Bauamtsleiter Wilfried Schweigel im Januar auch mit dem Vechtaer Arbeitsamt geführt werden. Denn grundsätzlich will die Gemeinde die Funde sichern. Anderenfalls darf auf der rund einen Hektar großen Fläche im neuen Baugebiet später nicht gebaut werden.

Mit dem Arbeitsamt soll nun verhandelt werden, ob die für die anstehenden Ausgrabungen benötigten Helfer eventuell über Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen zu finanzieren sind. Unklar ist bislang, wie das gesamte Projekt bezahlt werden kann. Immerhin geht es hier um eine Summe von rund 600 000 Euro. Eckert versprach, die Gemeinde bei entsprechenden Anträgen zu unterstützen.

Holdorfs Bodenschätze zu bergen, das dürfte indes ein lohnendes Ziel sein. Denn, so Eckert, dies ist das erste Mal, dass im Oldenburger Münsterland ein solcher frühmittelalterlicher Siedlungsbestand erforscht werden kann.



Gemeinderat verabschiedet Bürgermeister Muhle

Geschrieben von OV am 2003-12-18
Dank für geleistete Arbeit / Drei Tugenden für den Erfolg

Abschied: Bernard Echtermann (r.) übergab Gerd Muhle einen Gutschein zum Einkauf in Holdorf. Gesponsert aus den Aufwandsentschädigungen der Ratsmitglieder für eine Sitzung. Foto: Hoffmann


Herzliche Worte, stehender Applaus, Blumen von den Fraktionsvorsitzenden und ein Geschenk der Ratsmitglieder: Sichtlich bewegt verfolgte Gerd Muhle in der Ratssitzung am Dienstag die kleine Abschiedsfeier, die seine elfjährige Tätigkeit als Gemeindedirektor und Bürgermeister der Gemeinde Holdorf offiziell beendete.

Mit Muhle scheide ein Mann aus der Verwaltung, der sich zielstrebig und entscheidungsfreudig für die Gemeinde eingesetzt hat, dankte der stellvertretende Bürgermeister und Ratsvorsitzende Bernard Echtermann im Namen des Rates, der Verwaltung und der Bürger. In ganz persönlich gehaltenen Worten und ohne Manuskript skizzierte Echtermann das kommunalpolitische Wirken des Bürgermeisters, das "überall in der Gemeinde sichtbar ist." Ausgezeichnet habe Muhle dabei vor allem drei Tugenden. Neben der Zielstrebigkeit sei es das Vertrauen gewesen, das sich Muhle sehr schnell nach Amtsantritt bei den Bürger erworben habe. Zudem sei es die überparteiliche Zusammenarbeit mit der Verwaltung und dem Rat gewesen, die eine erfolgreiche Entwicklung der Gemeinde garantierte.

Letzteres bescheinigte der scheidende Bürgermeister dann auch dem Rat, den Bürgern und der Verwaltung. Dank galt aber auch seiner Familie, die ihm stets Rückhalt gegeben habe. Auch wenn er nun in Damme arbeiten werde, sei Holdorf seine Heimat.





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