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News Archiv

Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband übernimmt ab 01.01.2004 Abwasserbeseitigung in Holdorf

Geschrieben von H. Vollmer am 2003-12-17
Verträge wurde gestern unterschrieben

Unterschrift mit Dame: Notarin Maria Anna Liening sieht beim Unterzeichnen der Verträge durch den OOWV-Verbandsvorsteher Karl-Heinz Funke und Bürgermeister Gerd Muhle genau hin. Außerdem verfolgen Claus Barwig (OOWV-Verwaltung), Holdorfs Kämmerer Hans-Günter Wesker, CDU-Fraktionsvorsitzender Norbert von Handorf, Peter Kaufmann (OOWV-Technik), Ratsvorsitzender Bernard Echtermann, SPD-Fraktionsvorsitzender Franz Overmeyer und Hans-Peter Blohm (OOWV-Geschäftsführer) (v. li.) die Unterzeichnung. Foto: hvo



Jetzt ist es amtlich: Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserband (OOWV) in Brake übernimmt die Abwasserbeseitigung der Gemeinde Holdorf. Bei der Unterzeichnung des notariellen Übertragungsvertrages setzte gestern im Rathaus Holdorfs scheidender Bürgermeister Gerd Muhle seine letzte Unterschrift für die Gemeinde unter ein amtliches Papier.

Mit ihm unterschrieben der Verbandsvorsteher des OOWV, Karl-Heinz Funke, und OOWV-Geschäftsführer Hans-Peter Blohm im Beisein der Notarin Maria Anna Liening, den OOWV-Hauptabteilungsleitern Peter Kaufmann (Technik) und Claus Barwig (Verwaltung) sowie den Rats- und Fraktionsvorsitzenden, den Übernahmevertrag.

Ab dem 1. Januar geht die Abwasserentsorgungspflicht einschließlich der Haftung zum OOWV über. Mit den Unterschriften wurden die Abwasserbeseitigungsanlagen der Gemeinde auf den OOWV übertragen, der auch das Klärwerkpersonal übernimmt. Die Gemeinde Holdorf wird zum gleichen Zeitpunkt Mitglied beim OOWV. Sie schließt sich zum Zwecke der gemeinsamen Erfüllung ihrer Aufgabe im OOWV mit anderen Städten und Gemeinden, die auch Mitglied des OOWV sind, zusammen.

Seit Januar 1999 vollzieht die OOWV die Abwasserentsorgung als neues Aufgabenfeld. „Wir hoffen, dass sich noch weitere Kommunen zu einer gemeinsamen Zusammenarbeit entschließen können. Je schneller es zu einem überregionalen Zusammenschluss kommt, je schneller und größer treten Synergieeffekte ein“, sagte Karl-Heinz Funke. Vorteile einer Mitgliedschaft sieht Funke darin, dass das von der OOWV angebotene Verbandsmodell keiner europaweiten Ausschreibungspflicht unterliege, wie zum Beispiel das so genannte Betreibermodell von privaten Unternehmen. Außerdem arbeite der OOWV satzungsgemäß ohne Gewinnerzielung und unterliege keiner Mehrwertsteuerpflicht. „Hinzu kommen viele Synergieeffekte, die durch die überregionale Erledigung der Aufgaben Trinkwasser und Abwasser entstehen“, so der Verbandsvorsteher. Die Folge seien somit günstigere Tarife für die Kunden.



Steueranhebung bei höherer Kreisumlage

Geschrieben von OV am 2003-12-17
Rat gibt deutliches Signal an den Kreistag / Gertrud Landwehr als Ratsfrau verpflichtet

Die letzte Amtshandlung:
Gerd Muhle verpflichtete gestern die neue Ratsfrau Gertrud Landwehr. Foto: Hoffmann


Eine ungewöhnliche Entscheidung hat der Gemeinderat gestern bei der Verabschiedung des Haushaltsplanes 2004 getroffen: Gegen die Stimmen der SPD stimmte das Gremium für eine Anhebung der Grundsteuerhebesätze von 270 auf 290 v.H., wenn der Kreistag am Donnerstag die Kreisumlage um weitere zwei Punkte (75000 Euro) erhöhen sollte.

Bürgermeister Gerd Muhle begründete gestern den ungewöhnlichen Schritt mit einer ganz neuen Finanzsituation, vor der die Gemeinde beim Haushalt 2004 steht. Zum ersten Mal klafft im Verwaltungshaushalt dann ein Loch von 320000 Euro. Grund: Neben der höheren Kreisumlage "bestrafen" auch die hohen Einnahmen bei der Gewerbesteuer in den beiden vergangenen Jahren die Gemeinde. 35 Prozent davon müssen an den Bund und das Land abgeführt werden. Zudem machen sich verspätet auch die Auswirkungen auf den Finanzausgleich bemerkbar. "Da ziehen keine Sparmaßnahmen mehr", meinte gestern Muhle.

Zwar wird mit der Erhöhung der Grundsteuerhebesätze (rund 50000 Euro mehr) nicht die Kreisumlagensteigerung aufgefangen, aber es werde der Gemeinde helfen, so der Bürgermeister. Für die dann noch fehlenden 270000 Euro greift die Gemeinde in die Rücklage und auf einen Teil des verbleibenden Übertragspreises für die Kläranlage zurück.



Wirken für die sympathische Alternative

Geschrieben von OV am 2003-12-16
Heute letzter Arbeitstag für Bürgermeister Gerd Muhle / Verabschiedung in Ratssitzung

"Ein Lotse geht von Bord", zieht der Holdorfer CDU-Gemeindeverbandschef Norbert gr. Schlarmann im aktuellen parteieigenen Mitteilungsblatt "Blickpunkt" sein Resümee über das zehnjährige Wirken von Gerd Muhle als Gemeindedirektor und Bürgermeister.

Heute ist Muhles letzter Arbeitstag in Holdorf, bevor er zum 1. Januar als 1. Stadtrat nach Damme wechselt. Ein Schritt, dessen Ankündigung im April dieses Jahre bei vielen Bürger zunächst auf Enttäuschung stieß, wie CDU-Fraktionschef Norbert von Handorff im "Blickpunkt" formuliert. Der Enttäuschung ist mittlerweile die Akzeptanz der persönliche Entscheidung gewichen.

Gerd Muhle geht ohne großen Bahnhof. Er wird heute in der Ratssitzung offiziell verabschiedet. Was bleibt, ist eine erfolgreiche Arbeit, deren Ergebnisse schon im Vorfeld immer wieder parteiübergreifend gelobt wurden. Norbert von Handorff fasst es treffend im "Blickpunkt" zusammen: "Ein Zyniker hat einmal gesagt: Es wird nie soviel gelogen wie vor einer Wahl, beim Abschied oder nach der Jagd. Wir fühlen uns davon nicht angesprochen, denn wir können einfach Fakten sprechen lassen." Und die sprechen für eine positive Entwicklung der Gemeinde in den vergangenen zehn Jahren: So wurden zum Beispiel über 30 Millionen Euro für Schulen, Kindergärten, Wohn- und Gewerbegebiet, für die Ortskernsanierung oder den Straßenbauie investiert. Die Zahl der Arbeitsplätze stieg seit 1992 um 1200.

Gerd Muhle macht die Erfolgsgeschichte vor allem an drei Dingen fest, die ihm die Jahre über als Leitlinie dienten: "Ich habe mich stets mit dem Slogan ,Holdorf, die sympathische Alternative‘ identifiziert und versucht, das auch in die Öffentlichkeit zu tragen." Wichtig war Muhle zudem die aktive Bürgerbeteiligung bei kommunalpolitischen Entscheidungen. Das beste Beispiel dafür ist das Kinder-und Jugendprojekt, wofür die Gemeinde auch vom Land Niedersachsen geehrt wurde.

Und schließlich setzte der Bürgermeister stets auf eine gute Zusammenarbeit zwischen Rat und Verwaltung und mit den Bürgern selbst. "Ich habe mich dabei immer als Mittler und Vermittler gesehen", meint Muhle. Die Rechnung ist aufgegangen. Kommunale Sachfragen wurden in der Vergangenheit meistens parteiübergreifend und somit für den Bürger entschieden. Das soll nun auch bei der Wahl des neuen Bürgermeisters zutreffen.
So sollen den Ratsfraktionen von CDU und SPD demnächst vier der 22 Bewerber vorgestellt werden. Am 21. Januar stellt dann die CDU den von ihr gewählten Kandidaten öffentlich vor.



Spende für Holdorfer Kindergärten

Geschrieben von H. Vollmer am 2003-12-11
Betreiber des McDonald´s Restaurants überreicht Scheck

Scheckübergabe: Karin und Werner Bist überreichen den Kindergartenleiterinnen Anneliese gr. Schlarmann, Beate Decker und Christiane gr. Schlarmann (v. li.) den Scheck. Mit ihnen freuen sich Bürgermeister Gerd Muhle und der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters Heiner Themann. Foto: hvo



Vorweihnachtliche Überraschung: Da staunten die drei Kindergartenleiterinnen Anneliese gr. Schlarmann (St. Barbara), Beate Decker (St. Dominikus) und Christiane gr. Schlarmann (St. Elisabeth) als ihnen gestern während einer Dienstbesprechung im Rathaus ein Scheck in Höhe von 10.000 Deutsche Mark überreicht wurde.


Aus Anlass des zehnjährigen Bestehens des McDonald"s-Restaurants Holdorf betätigten sich die Geschäftsinhaber Karin und Werner Bist als Nikolaus. So wie sie bereits beim Einjährigen (1.000 DM) und Fünfjährigen (5.000 DM) für die drei Kindergärten gespendet hatten, setzten sie diese Tradition nun fort und überreichten einen Scheck in alter DM-Währung.


„Statt einer großen Feier wollen wir lieber den Nachwuchs an unserem geschäftlichen Erfolg teilhaben lassen“, sagte Werner Bist. Die Kindergartenleiterinnen wussten auch gleich eine sinnvolle Verwendung der Spende. Während der Spielplatz von St. Barbara erneuert werden muss, verwendet St. Elisabeth das Geld für die Ausstattung des Anbaus und St. Dominikus schafft neue Geräte für die Turnhalle an.





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