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Holdorfer Gewerbegebiet vom Planungs- und Umweltausschuss auf den Weg gebracht

Geschrieben von OV am 2003-08-27
Erschließung "Industriestraße I" nur über eine Stichstraße möglich

Die Gemeinde Holdorf kann die Dorferneuerung planen. Das teilte Bürgermeister Gerd Muhle am Montag in der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses mit. Seit 1. Juli offiziell im Förderprogramm des Landes Niedersachsen, muss die Gemeinde nun bis zum 1. November einen Vertragsentwurf mit einem zu beauftragenden Planungsbüro beim zuständigen Amt für Agrarstruktur in Oldenburg vorlegen. Darin muss auch das Gebiet der zukünftigen Dorferneuerung umrissen sein. Die weiteren Planungen sollen in einem Arbeitskreis laufen.

Einen ersten Entwurf für die Neuaufstellung des Bebauungsplanes Nummer 50 "Industriestraße I" stellte Bauamtsleiter Wilfried Schweigel vor. Um eine zukünftige Entwicklung der Industriestraße zur Landestraße nicht zu gefährden, sieht die Planung die Erschließung der Grundstücke über eine Stichstraße, die von der Industriestraße mit Linksabbiegerspur erreichbar ist, vor. "Außerhalb von geschlossenen Ortschaften dürfen wir keine einzelnen Grundstückszufahrten auf Landesstraßen zulassen", erklärte Schweigel.

Die Grundstücksgrößen im Gewerbegebiet variieren. In einer ersten Planung weist das größte Grundstück der 14,7 Hektar großen Gewerbefläche 13 050 Quadratmeter aus. "Es lohnt sich noch nicht endgültig über Grundstücksgrößen nachzudenken, letztlich müssen wir uns an das anpassen, was die Betriebe wollen", sagte Muhle. Im weiteren Verfahren sollen nun die Träger öffentlicher Belange frühzeitig beteiligt werden.

Die Bebauungspläne Nummer 28/I "Fallenriede", Nummer 39 "Flurweg" und Nummer 46a "Osterort" gingen nach den Abwägungen der vorgebrachten Anregungen der Träger öffentlicher Belange einstimmig als Beschlussempfehlung durch. Alle drei wurden ohne Veränderungen als Satzung beschlossen.

Premiere feierte ein neuer Beamer, mit dem erstmals die Bebauungspläne farblich an die Wand projiziert wurden.



SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriele Groneberg zu Gast beim Verwaltungsausschuss

Geschrieben von H. Vollmer am 2003-08-25
Es besteht Einigkeit: Hansalinie soll zügig ausgebaut werden

Im Gespräch: Bürgermeister Gerde Muhle erläuterte Gabriele Groneberg die Entwicklung der Gemeinde. (Foto: H. Vollmer)


„Die A 1 ist die Lebensader für den norddeutschen Raum“, bekräftigte die SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriele Groneberg gestern bei ihrem Besuch im Holdorfer Rathaus. Diese Verkehrsader müsse gepflegt werden. Das sei nicht nur der Wunsch der anliegenden Gemeinden, sondern eine Forderung der Regionen des gesamten Nordens, bekräftigte sie ihre Unterstützung für den zügigen sechsspurigen Ausbau der Autobahn zwischen Lohne/Dinklage und Bramsche.

In dem Gespräch mit den VA-Mitgliedern hatte zuvor Bürgermeister Gerd Muhle der Sozialdemokratin deutlich gemacht, dass vor Ort die Befürchtung besteht, der Ausbau werde noch lange Jahre auf sich warten lassen. Doch Groneberg hatte eine gute Nachricht für die Kommunalpolitiker. „Der Ausbau ist neuerdings in die Liste für den vordringlichen Bedarf des Bundeswegeplanes aufgenommen worden“, sagte sie. In der kommenden Woche solle dieser auf den Weg gebracht werden. Die Runderneuerung werde noch in diesem Jahr kommen und wenn die Standspur es hergebe, werde diese vorläufig als dritte Spur verwendet. „Die Grunderneuerung und der Ausbau hat bei uns absolute Priorität“, bekräftigte die 47-Jährige und ging davon aus, dass der Entwurf beschlossen werde, so dass bis im Jahr 2010 alles abgeschlossen sei. Muhle und die VA-Mitglieder zeigten sich über diese positive Mitteilung erfreut. Jedoch drängte der Bürgermeister: „Der Planungsauftrag muss so schnell wie möglich auf den Weg gebracht werden“, um weitere Verzögerungen zu vermeiden.

Im Verlaufe des Gesprächs wurden weitere Themen wie die Gemeindefinanzreform, Strukturausgleich, laufende Kindergartenkosten und der aktuelle „Pendlerbeschluss“ der Bundesregierung behandelt. In Anbetracht der komplexen Reformbedürfnisse müsse man parteiübergreifend zu Lösungen kommen, meinte Groneberg. Sie plädierte dafür, Gesetze mit einem „Verfallsdatum“ zu versehen, um nach geraumer Zeit die Wirkung zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren.




Bürgermeister Muhle verleiht Weltmeister Peter Borgmann Sportmedaille in Gold

Geschrieben von H. Vollmer am 2003-08-21
Empfang für den Zweispänner-Fahrer in Holdorf

Ein Weltmeister in Holdorf: Bürgermeister Gerd Muhle gratuliert Peter Borgmann, hier mit Ehefrau Petra und Familie, gestern persönlich und verlieh ihm die Sportmedaille der Gemeinde. (Foto: H. Vollmer - weitere Bilder: s.u.)


Großer Empfang und Auszeichnung für Zweispänner-Fahrer Peter Borgmann: Noch ehe gestern Abend der frisch gebackene Team-Weltmeister im Pony-Gespannfahren gebührend von seinen Vereins-Freunden des Reit- und Fahrvereins Holdorf sowie vielen Gästen aus Politik, Verwaltung und Pferdesportverbänden gefeiert wurde, ließ es sich Bürgermeister Gerd Muhle nicht nehmen, den aus Lorse stammenden Sportler mit der Sportmedaille in Gold der Gemeinde Holdorf auszuzeichnen.

Insgesamt 16 in den Vereinsfarben geschmückte Kutschengespanne begleiteten Peter Borgmann mit Ehefrau Petra und Kinder zum Holdorfer Rathaus. Hier würdigte Muhle die „überragende sportliche Leistung“ des „Hobbyfahrers“ und seines Teams. Sie hatten am vergangenen Wochenende im österreichischen Karlstetten neben der Mannschafts-Weltmeisterschaft auch die Bronze-Medaille im Einzelfahren errungen. „Peter Borgmann ist als ,Lorser Junge" ein Aushängeschild für die Gemeinde Holdorf“, lobte Muhle und wünschte Borgmann und seinem Team, dass dies erst ein Anfang für viele weitere sportliche Erfolge sein möge.

„Weltmeister 2003 – Wir begrüßen unseren Weltmeister Peter + Team“ prangte es in großen Lettern an der Reithalle, vor der sich mehrere hundert Gäste zum Feiern eingefunden hatten. Stolz begrüßte Dr. Alois Brand, Reit- und Fahrverein-Vorsitzender, die Erfolgssportler. Unter den Gästen auch Neuenkirchens Bürgermeister Alfons Wischmann, der den in seiner Gemeinde wohnenden Gespannfahrer zu seinem Erfolg beglückwünschte. Wischmann überreichte eine Urkunde sowie einen Gutschein für Pferdezubehör in „fünfstelliger Höhe – allerdings drei vor dem Komma“, wie er humorvoll bemerkte.

Den Glückwünschen schlossen sich zahlreiche Vertreter an: unter anderem Gerhard Blanke, Vorsitzender vom Pferdestammbuch Weser-Ems, Hans Flemming, Vorsitzender vom Kreisreiterverband des Oldenburger Münsterland, Kreis Cloppenburg-Vechta, sowie der Weser-Ems Fahrsportbeauftragte Wilhelm Rottwinkel.



Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr Fladderlohausen

Geschrieben von A. Westermann am 2003-08-20
70 Jahre Feuerwehr in Lorse – Josef Wessel wird als Gründungsmitglied geehrt

Die Freiwillige Feuerwehr Fladderlohausen zählt derzeit 31 aktive Mitglieder. Neun Kameraden sind in die Altersabteilung übergetreten. (Foto: Westerman - weiteres Bild: s.u.)


Seit nunmehr 70 Jahren gibt es in Fladderlohausen eine Freiwillige Feuerwehr. Dieses Ereignis und die in den letzten Jahren in großem Umfang veränderte Technik bei der Wehr nehmen die Kameraden zum Anlass, um sich der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Zu einem „Tag der offenen Tür“ laden daher die Kameraden am Sonntag (24. August) auf das Gelände des Schützenplatzes in Fladderlohausen ein. Dort hat die Feuerwehr ebenfalls ihr Domizil. „Es hat sich in den letzten Jahren soviel, gerade im Bereich der Technik bei der Wehr Lorse getan, so dass wir den interessierten Bürgern nicht nur die Wehr selber, sondern auch die neue Technik vorstellen wollen,“ so Ortsbrandmeister Klaus Meyer. Am Sonntag haben alle Interessierten in der Zeit von 11 bis 18 Uhr die Möglichkeit, sich ein Bild über die Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehr in Fladderlohausen zu machen. Mit einem bunten Rahmenprogramm umrahmen die Kameraden den Tag der offenen Tür. So wird es eine Feuerwehrminiaturausstellung, Fotoausstellung und eine große Fahrzeugschau der Holdorfer Wehren und der Drehleiter aus Damme geben. Attraktionen für Kinder und alles für das leibliche Wohl dürfen natürlich ebenso nicht fehlen.

Der offizielle Teil beginnt um 11 Uhr mit der Begrüßung der Gäste durch Ortsbrandmeister Klaus Meyer und einem Platzkonzert des Holdorfer Musikvereins. Im Rahmen des offiziellen Teils wird Josef Wessel am Sonntag für 70-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr Fladderlohausen geehrt. Wessel gehörte im Jahre 1933 zu den Gründungsmitgliedern der Wehr. Ab 12 Uhr besteht die Möglichkeit zur deftigen Erbsensuppe. Um 14 Uhr wird die große Kaffeetafel eröffnet, und um 15.30 Uhr gibt es eine Brandschutzvorführung der Firma Deters aus Holdorf.

Schon in den Jahren vor der offiziellen Gründung gab es in Lorse „Spritzenübungen“. Bereits 1930 wurde in Fladderlohausen ein Spritzenhaus gebaut, dessen Grundmauern noch heute auf dem Parkplatz bei der Kirche zu sehen sind. Im Jahre 1933, als in Deutschland der große Umbruch kam, gründeten die Lorser am 5. Mai die Freiwillige Feuerwehr, um in der Großgemeinde Neuenkirchen selbständig zu bleiben. Nach dem Krieg schritt der Aufbau der Wehr nur langsam voran. Erst im Jahre 1951 ging es dann mit der Feuerwehr wieder aufwärts, als ein Löschgruppenfahrzeug Ford „Ruhr“ angeschafft wurde. 1957 erhielt die Wehr dann eine neue Tragkraftspritze. Mit der Anschaffung eines Löschgruppenfahrzeuges LF-8, das im Jahre 1975 in Dienst gestellt wurde, war der Neubau eines Feuerwehrhauses unumgänglich, das im Jahre 1989 durch einen zusätzlichen Stellplatz erweitert wurde. Im vergangenen Jahr wurde das im Jahre 1990 von der Holdorfer Wehr übernommene Tanklöschfahrzeug nach 37 Dienstjahren in den Ruhestand geschickt, und das neue TLF 16/24 konnte in Dienst gestellt werden. Besonders stolz sind die Kameraden auch über die gezeigten Leistungen bei Wettkämpfen. So konnte die Wettkampfgruppe im Jahre 1981 bei den Bezirksmeisterschaften in Rastede siegen. Dieser Titel ist bis heute einmalig im Landkreis Vechta.

Die Freiwillige Feuerwehr Fladderlohausen zählt heute 31 aktive Mitglieder. Neun Mitglieder hat die Wehr in der Altersabteilung.








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