Holdorfer Dorfleben

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Bericht von: Heinrich Vollmer Veröffentlicht am 23.11.2025

30 Jagdhornbläser bestehen Prüfung zur Kupfernen Hornfesselspange

30 Jagdhornbläser bestehen Prüfung zur Kupfernen Hornfesselspange

18 Kinder und 12 Erwachsene stellen sich der Prüfungskommission

Entspannte Prüflinge: 30 Jagdhornbläserinnen und -bläser stellten sich mit Erfolg der Prüfungskommission, von rechts: Michael Pleißig, Jan-Bernd Völkerding und Gudrun Kröger. (Foto: Vollmer)

30 Jagdhornbläser im Alter von 8 bis 52 Jahren erwerben die Kupferne Hornfesselspange: 18 Kinder und 12 Erwachsene aus Holdorf und Langförden stellten sich am Freitagabend in der Remise des Bürgerhauses mit Erfolg der Richterkommission aus dem Jägerschaft-Verband Oldenburg/Delmenhorst.

Die die Aufgabe der Absolventen bei dieser intensiven Prüfung bestand darin den Prüfern Gudrun Kröger, Kreisbläserobfrau Vechta, Jan-Bernd Völkerding, Jägerschaft Vechta und Michael Pleißig, Kreisbläserobmann Oldenburg/Delmenhorst zu demonstrieren, dass sie die Jagd-Signale korrekt beherrschen.

In den vergangenen anderthalb Jahren haben sich die Prüflinge in wöchentlichen Übungsstunden auf dieses besondere Ereignis, unter der Leitung von Hegerings-Leiter Hendrik Busse und Kinder-Jagdhornbläser-Leiter Dirk gr. Schlarmann, vorbereitet. Dazu reichte es für die Prüflinge nicht, einfach nur ins Horn zu tuten, sondern es mussten Tonhöhen, Rhythmen, Melodien und Ausdauer trainiert werden. Dabei gab es auch manche Rückschläge, die weiteres intensives Üben notwendig machten. Somit war die Spannung bei den Jung-Bläsern auch sehr hoch und die Erleichterung umso größer, als die Prüfer den Signal-Vortrag positiv bewertet hatten. 

Das Jagdhornblasen ist eine Tradition, die in der Jägerschaft mit Begeisterung gepflegt wird. Doch geht es nicht allein darum den Melodien zu folgen, die mit dem Jagdhorn gespielt werden können. Die Jagdhörner haben auf der Jagd immer noch eine große Bedeutung. Sie gewährleisten die Kommunikation zwischen Jägern und Treibern und tragen dadurch entscheidend zur Vermeidung von Unfällen bei. Geht es darum, Anweisungen innerhalb der Schützen- beziehungsweise Treiberkette weiterzugeben, ist das mit modernen Kommunikationsmitteln wegen bestehender Funklöcher gewöhnlich nicht möglich. Hier ist immer noch der klare, helle Klang des Jagdhorns notwendig. Ein sauber geblasenes und von den Jagdteilnehmern auch erkanntes Signal kann kilometerweit gehört und schnell und unmittelbar befolgt werden. Gerade bei sehr großen Drückjagden im unwegsamen Gelände oder bei widrigen Wetterbedingungen ist hier das Horn, auch heute noch, von unschätzbarem Wert.

Aus dem Grund ist die Kenntnis über die sicherheitsrelevanten Signale ein Schwerpunkt bei der Jägerprüfung. Dazu ist es notwendig, das geübte Bläser diese Signale auch richtig und klar vortragen können. Die wichtigsten Jagdleitsignale und einige Totsignale sind deshalb Gegenstand der Prüfung zur Kupfernen Hornfesselspange. Dieses ist die erste ernsthafte Prüfung, die für Jagdhornbläser vorgesehen ist. Nachfolgende weitere Prüfungen stehen für die Plaketten in Bronze, Silber und Gold an. Unter großem Applaus wurden die Hornplaketten und die dazugehörigen Urkunden im Bürgerhaus an die Teilnehmer von der Prüfungskommission überreicht. 

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