Holdorfer Dorfleben

Aktuelles aus dem Rathaus

Für den Inhalt sind die jeweiligen Autorinnen & Autoren verantwortlich (V.i.S.d.P.)
Bericht von: Heinrich Vollmer Veröffentlicht am 22.02.2026

Kohlessen des CDU-Gemeindeverbandes

Kohlessen des CDU-Gemeindeverbandes

Landrat Tobias Gerdesmeyer unterhält 200 Gäste mit amüsanter Festrede  (Foto: Vollmer)

Mit einer launischen Festrede unterhielt Landrat Tobias Gerdemeyer die 200 Gäste beim traditionellen Kohlessen des CDU-Gemeindeverbands im Saal des Restaurants Hotel zur Post am Donnerstagabend. Einen Tag nach Aschermittwoch zeigte sich der oberste Dienstherr des Landkreises Vechta offensichtlich noch in Karnevalsstimmung, als er die Vorzüge der Südkreisgemeinde mit blumigen Worten beschrieb und später die politischen Herausforderungen und das sich daraus ergebende Verhalten der CDU dieser Region formulierte.

Neben dem Festredner und seiner Ehefrau Kerstin begrüßte der Gemeindeverbandsvorsitzende Udo Schlarmann zahlreiche Gäste auch aus angrenzenden Gemeinden, wie beispielsweise Michael Wernke, Bürgermeister der Samtgemeinde Bersenbrück nebst Ehefrau Karin. Diese erlebten ein rhetorischen Feuerwerk des Referenten und fühlten sich gut unterhalten. Gerdesmeyer behauptete von sich, er sei ein Botschafter für gutes Essen und Trinken und für leckeren Grünkohl aus dem Oldenburger Münsterland. Dieser sei gesund, reich an Vitaminen und außerdem ein echtes Superfood, wie es auf Plattdeutsch heißt. Die Aussage ,,An mir sieht man, dass wir hier im Oldenburger Münsterland nicht nur gute Lebensmittel herstellen, sondern auch essen", zeugt von einem speziellen Humor. Der Landrat forderte, dass eigentlich der Sitz des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums ohnehin in Holdorf sein müsste. Hier im Landkreis Vechta schlage das agrarische Herz Niedersachsens, Deutschlands und Europas. Seine Feststellung ,,Wir sind die Speisekammer Europas" wurde mit Applaus gefeiert.


In Anspielung auf den Bau des Bürgerhauses, den überall aufgestellten Gedenksteinen, den Brunnen und den Backhäusern werde Holdorf zunehmende zu einem fränkischen Märchendorf nach Beispiel der Gebrüder Grimm. Den schwierigen außenpolitischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zeiten zum Trotz habe Holdorf an der Verwirklichung seiner Projekte wie Industriestraße, Bürgerpark und -haus festgehalten. Sein Fazit: ,,Von Holdorf lernen, heißt also siegen lernen!" Bei allen Schwierigkeiten dürfe die CDU nie den Blick für die Menschen verlieren, die hier im Oldenburger Münsterland den Karren ziehen. Und was wir gar nicht brauchen sind diejenigen, die pauschal gegen andere hetzen, die alles schwarzmalen, die die Gesellschaft spalten wollen und in einem herabwürdigenden Ton über dieses Land und seine demokratischen Institutionen sprechen. Es sei wieder an der Zeit, die Stimme zu erheben für Menschenfreundlichkeit, für Toleranz und für Nächstenliebe. ,,Setzen wir den Miesepetern dieser Welt ganz bewusst unsere Holdorfer und Südoldenburger Lebensfreude entgegen", so sein Schlusswort.

 Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug bezeichnete das CDU-Grünkohlessen als einen gesellschaftlichen Höhepunkt, den er seit 20 Jahren besucht. In diesem Jahr insbesondere, da am 13. September die Kommunalwahl ansteht, zu der die CDU ihn am 11. März wieder als Bürgermeisterkandidat aufstellen möchte. Er dankte allen, die sich für die Demokratie einsetzen. ,,Die Demokratie lebt vom Kompromiss. Wer keinen Kompromiss machen kann, ist für die Demokratie nicht zu gerbrauchen". So sei das Wesensmerkmal der Holdorfer und der Gemeindepolitik, dass diese Kompromisse eingehen können. Durch Tatkraft und Verantwortung habe die Gemeinde zahlreiche Aufgaben bewältig, wie beispielsweise die Sanierung der Industriestraße, das Voranbringen der Kitas, die Sanierung der Schulen, der Bau des neuen Feuerwehrhauses und eines Bürgerparks mit Bürgerhaus. 

Zur Kohlkaiserin kürte die CDU Maria Cäcilia (Cili) Lüpke-Narberhaus, der sie Kohlkönig Hubertus Meyer zur Seite stellten. Lob gab es für Maria Schoe, die Jahrzehnte eine hochwertige Tombola zusammenträgt. In diesem Jahr gewann Heinz Boer eine viertägige Berlinfahrt und Karin Wernke eine mehrtägige Fahrt nach Brüssel.

« Zurück