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Bericht von: Heinrich Vollmer Veröffentlicht am 02.03.2026

Damit Amphibien sicher zum Laichplatz kommen

Damit Amphibien sicher zum Laichplatz kommen

Schülerinnen und Schüler der GKS und Barbara-Schule aktiv

Auf geht's: Ausgestattet mit Eimern gehen GKS-Schülerinnen und -Schüler in Grandorf auf Amphibien- Sammel-Tour. (Foto: Vollmer)

Jedes Frühjahr wandern zahlreiche Kröten, Frösche und Molche zu ihren Laichgewässern. Viele von ihnen geraten dabei in Gefahr, wenn sie viel befahrene Straßen überqueren müssen. Um die Tiere zu schützen, helfen 55 Schülerinnen und Schüler der GKS aktiv beim Amphibienschutz.

Entlang einer bekannten Wanderroute wurden Amphibienzäune aufgestellt und die Kinder kontrollieren täglich die Fangeimer. Gefundene Kröten und andere Amphibien werden vorsichtig aufgenommen und anschließend sicher auf die andere Straßenseite getragen. Normalerweise suchen sich die männlichen Kröten Huckepack eine ,,Mitfahrgelegenheit" über die Straße, indem sie sich auf die weiblichen Kröten setzen. Aber auch diese bekommen nun Unterstützung und werden von den Schülerinnen und Schülern transportiert. Alle Tiere werden gezählt und per Messenger dokumentiert, um einen Überblick über die Entwicklung der Populationen zu bekommen. Jedes Jahr können zahlreiche Kröten, Molche und auch Grasfrösche gerettet werden. Durch diese Aktion wird das Überfahren vieler Tiere verhindert und gleichzeitig erhalten die Jugendlichen Einblick in Arten- und Naturschutz.

Dieses Jahr erwarten die Naturschützer zusätzlich noch besondere Herausforderungen. In Niedersachsen ist die Lage zur Salamander-Pest - verursacht durch einen Hautpilz - im Jahr 2026 angespannt. Nachdem der Pilz bereits in den Nachbarländern und Regionen wie der Eifel und dem Ruhrgebiet gewütet hat, wurden inzwischen auch Fälle in unmittelbarer Nähe und innerhalb Niedersachsens wie beispielsweise im Raum Osnabrück bestätigt. Da der Pilz für Feuersalamander und andere Schwanzlurche fast immer tödlich ist und durch Sporen im Schlamm an Schuhen oder Reifen weitergetragen wird, gelten strenge Schutzmaßnahmen. Die Schülerinnen und Schüler wurden bei der Auftaktveranstaltung über diese Maßnahmen aufgeklärt und nun lautet die wichtigste Regel lautet: Verschleppung verhindern! Bernard Schonhöft (NABU Kreisgruppe Vechta) und Ludger Frye (Vorsitzender der NABU Kreisgruppe Vechta) informierten umfassend und stehen der GKS in jedem Jahr mit Rat und Tat zur Seite.

Die Beteiligung der Schüler am Amphibienschutz ist in jedem Jahr ein voller Erfolg. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt heimischer Arten und entwickelten gleichzeitig ein stärkeres Bewusstsein für den Schutz der Natur. Nach Auskunft von Bernard Schonhöft, der sich seit Jahren im Umwelt- und Naturschutz engagiert, beteiligt sich auch die Barbara-Schule Handorf.-Langenberg am Amphibienschutz und sammelt an der Gramker Straße die Fangzäune ab, um die Lurche sicher über die Straße und zum Laichteich zu bringen.

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