Holdorfer Dorfleben

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Bericht von: Heinrich Vollmer Veröffentlicht am 12.03.2026

Josef Kampers mit dem ,,Bernd-Sieve-Gedächtnispreis" ausgezeichnet

Josef Kampers mit dem ,,Bernd-Sieve-Gedächtnispreis" ausgezeichnet

Stifter Bernard Echtermann hält Laudatio

Ehre, wem Ehre gebührt: Josef Kampers (2. von rechts) mit der vom Heimatverein verliehenen Bernd-Sieve-Gedächtnistafel, die ihm der Stifter Bernard Echtermann überreichte. Die Vorsitzende Eva-Maria Junker-Schlarmann und Ehefrau Maria Kampers (von links). (Foto: Vollmer)

,,Seine heimatliche Verbindung zeichnet den neuen Besitzer des Bernd-Sieve-Gedächtnispreises aus", betonte der Laudator und Stifter Bernd Echtermann, als er gemeinsam mit der Vorsitzenden Eva-Maria Junker-Schlarmann die hölzerne Erinnerungstafel während der Generalversammlung des Heimatvereins Holdorf an Josef Kampers überreichte.

Für die im Jahr 2018 erstmals an Günter Horstmann verliehene Gedächtnistafel gibt es zwar keine offizielle veröffentlichte Kriterienliste, aber die Vergabe folgt klar erkennbaren Leitlinien: langjähriges, außergewöhnliches Engagement, besonderer Beitrag zur Heimatpflege, kulturelle Verdienste, große Verlässlichkeit und ein Vorbildcharakter im Sinne des Namensgebers Bernard Sieve, der am 26. Oktober 2017 verstarb. 

Der in der Bauerschaft Ihorst aufgewachsene Josef Kampers ist als junger Student dem Heimatverein beigetreten und hat seitdem in zahlreichen Ämtern den Verein ehrenamtlich unterstützt. Der heute 73-Jährige hat den Holdorfer Heimatverein mehrere Jahre in überörtlichen Gremien wie den Delegiertentagen des Dachverbandes im Oldenburger Münsterland, den Münsterlandtagen und beim Wiehengebirgstag vertreten.

,,Das Entscheidende war, er hatte immer ein offenes Ohr und er nahm überall Anregungen für die Arbeit vor Ort mit. Wenn er Aufgaben übernimmt, dann hat er diese beispielsweise bei der Planung von Veranstaltungen berücksichtigt und genau durchgetaktet", so Bernard Echtermann. Des Weiteren war er sich auch nie zu schade sich auch körperlich einzusetzen. Bernd Echtermann erinnerte an das große Dreschfest mit über 1000 Besuchern. ,,Da hat er nach urgroßväterlicher Art, ausgerüstet mit Strohhut und eigens beschafften Manchesterhosen, bei 30 Grad im Schatten Getreide mitgedroschen". 

Ihorst liegt ihm besonders am Herzen, denn sein Großvater war der letzte Pferdekutscher der des Grafen und später auch des Gutsinspektors. Über das Gut Ihorst weiß er bis zurück in die Urgeschichte alles, was dieser wertvolle Fleck Erde in unserer Heimatgemeinde an Bedeutung hat.

Der Heimatverein hat zwei wertvolle Standuhren, auch da zeichne Josef Kampers sich aus, da er diese regelmäßig und immer pünktlich in Takt halte. Er arbeitet zudem in der Bildergruppe jeden Dienstagnachmittag mit. Auch da ist er so wie er von Typ her ist - er kocht den Kaffee, er serviert den Kuchen, nur beim Abwasch dürfe ihm jemand helfen. ,,Ich kenne kaum einen, der diese Ehrentafel mehr verdient hat als deine Person", lobte ihn der einstige Vorsitzende. Mit einem Blumenstrauß dankte der Heimatverein seiner Ehefrau Maria, die ihn über all diesen Jahrzehnte den Rücken für seinen Einsatz freigehalten hat. 

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