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Bericht von: Heinrich Vollmer Veröffentlicht am 14.03.2026

Sport und Bildung: Erste Hilfe am Pferd

Sport und Bildung: Erste Hilfe am Pferd

Reit- und Fahrverein bietet Pferdeliebhabern praktische Hilfen an

Fachkundig einem Pferd Erste Hilfe leisten: Anna Haverkamp war bei der Fortbildung dabei und sammelte praktische Erfahrungen. (Foto: Vollmer)

Wie erkenne ich eine Kolik beim Pferd? Wann kann ich eine Verletzung selbst versorgen - und wann muss unbedingt ein Tierarzt hinzugezogen werden? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich 25 Teilnehmerinnen beim Erste-Hilfe-Kurs am Pferd, den der Reit- und Fahrverein (RuF) Holdorf bereits zum zweiten Mal veranstaltete. Der Kurs zog Pferdeinteressierte, Reiter und Reiterinnen aus den Landkreisen Vechta sowie Osnabrück an.

Organisiert wurde die Veranstaltung von Marie Honkomp vom Reitverein Holdorf. Als Referentin konnte der Verein Camille Huguet von der Pferdeklinik Mühlen gewinnen, die mit viel Fachwissen und praxisnahen Beispielen durch den Tag führte. Zu Beginn vermittelte die Tierärztin grundlegende Kenntnisse über die Anatomie des Pferdes. Ein wichtiger Schwerpunkt lag dabei auf der Beurteilung des allgemeinen Gesundheitszustandes eines Pferdes. Besonderes Augenmerk lag dabei auf die Beobachtung von Körperhaltung, Verhalten und Bewegungsabläufen und wie man selbst Vitalwerte beim Pferd überprüft. Das richtige Erfühlen von Puls sowie die Wahrnehmung der Pulsierung konnten später auch praktisch ausprobiert werden - für viele eine neue und interessante Erfahrung.

Ein weiteres zentrales Thema war die Kolik beim Pferd. Die Referentin erklärte, was sich hinter diesem Begriff verbirgt, welche Ursachen Koliken haben können und an welchen Symptomen sie frühzeitig zu erkennen sind. Ebenso wurde besprochen, welche Sofortmaßnahmen Pferdehalter ergreifen können und wann unverzüglich tierärztliche Hilfe erforderlich ist.

Besonders aufmerksam verfolgten die Teilnehmerinnen auch den Abschnitt über Verletzungen. Anhand zahlreicher Bilder aus dem Klinikalltag wurden typische Verletzungen am Kopf, Maul, an den Augen, am Hals sowie im Brust- und Bauchbereich erläutert. Dabei stand stets die wichtige Frage im Mittelpunkt: Was kann ich selbst versorgen - und wann sollte unbedingt ein Tierarzt gerufen werden? Auch das Thema Hufverletzungen stieß auf großes Interesse.

Nach einer gemeinsamen Mittagspause folgte der praktische Teil des Kurses. Am Pferd und am Pony demonstrierte Camille Huguet zunächst verschiedene Verbandstechniken. Sie erklärte die unterschiedlichen Arten von Verbänden, deren Einsatzbereiche und die korrekte Anlage. Anschließend wurden die Teilnehmerinnen selbst aktiv: Geübt wurden unter anderem der Hufverband sowie der Druckverband.

Der Erste-Hilfe-Kurs hinterließ bei allen Beteiligten einen nachhaltigen Eindruck. Die Teilnehmerinnen nahmen nicht nur viele neue Informationen mit, sondern entwickelten auch ein besseres Verständnis für Verletzungen und mehr Sicherheit im Umgang mit möglichen Notfällen am Pferd.

Zum Abschluss gab es großes Lob für den Reit- und Fahrverein Holdorf e.V. und für die Organisation des Kurses. Ein besonderer Dank galt Referentin Camille Huguet für die fachlich fundierte, praxisnahe Leitung und die aktive Einbindung der Teilnehmerinnen. 

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